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Eisenbahn News
 
 

Siemens Mobility erhält Aufträge von Amtrak in historischer Höhe von 3,4 Milliarden US-Dollar

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Der Auftrag beinhaltet die ersten Venture-Züge mit Hybridantrieb

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Die Auslieferung der 73 nachhaltigen, zuverlässigen Züge erfolgt ab 2024

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Der Vertrag beinhaltet Technologien für vorausschauende Wartung und digitale Überwachung in Echtzeit

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Es handelt sich um den größten jemals an Siemens Mobility in Nordamerika vergebenen Auftrag

Siemens Mobility hat den Zuschlag für einen Vertrag in Höhe von 3,4 Mrd. USD in den Vereinigten Staaten erhalten. Der Auftrag umfasst die Konstruktion, Herstellung und technische Wartung von 73 Zügen mit unterschiedlichen Antriebsvarianten für Amtrak, die National Railroad Passenger Corporation, die das Transportwesen der Vereinigten Staaten während der letzten 50 Jahre mit der Modernisierung des Zugverkehrs grundlegend transformiert hat. Nach Bedarf kann der Auftrag um bis zu 140 zusätzliche Züge und weitere Wartungsverträge erweitert werden. Er ist Teil der jüngsten Bestrebungen des Unternehmens, in die nachhaltigsten und effizientesten Züge zu investieren, die derzeit auf dem Markt erhältlich sind, und beinhaltet auch Fahrzeuge, die mit Zweikraftantrieb bzw. Hybridantrieb mit Batterie ausgestattet sind.

Die Züge werden im gesamten Nordostkorridor sowie auf mehreren staatlich geförderten Strecken zum Einsatz kommen, beispielsweise in Maine, Massachusetts, New York, North Carolina, Oregon, Vermont, Virginia und Washington. Amtrak hofft, durch den damit verbundenen Ausbau seiner Kapazitäten und die verkürzten Reisezeiten mehr als 1,5 Millionen Fahrgäste zusätzlich im Jahr zu gewinnen.

„Die neuen Züge werden das Reisen mit der Bahn grundlegend verändern. Wir werden unsere mittlerweile 40-50 Jahre alte Flotte durch moderne, in den USA hergestellte Züge und Anlagen ersetzen“, so der CEO von Amtrak, Bill Flynn. „Die Investition ist für den Erhalt des Northeast Regional und der staatlich geförderten Zugverbindungen essenziell und wird unseren Kundinnen und Kunden nicht nur komfortable, sichere Reisemöglichkeiten bieten, sondern auch gleichzeitig den CO2 Ausstoß reduzieren.“

„Mit diesen Zügen stehen Amtrak und seinen Fahrgästen die neusten Errungenschaften im Bereich nachhaltiger und intelligenter Bahntechnologien zur Verfügung. Wir sind überzeugt, dass Hybridantriebe mit Batterien und Züge mit Zweikraftantrieb eine wichtige Rolle bei der Verringerung von Emissionen und Umweltschutz in den Vereinigten Staaten spielen werden. Darüber hinaus wird Amtrak über unsere digitalen Dienste in Echtzeit Informationen zum Fahrzeugbetrieb erhalten. So wird die Effizienz und die Sicherheit bei der Beförderung der Passagiere noch zusätzlich erhöht“, sagt Michael Peter, CEO von Siemens Mobility. „Die Investitionen von Amtrak zeigen deutlich, wie viel den Vereinigten Staaten an der Verbesserung ihres Schienennetzes und an nachhaltigeren Beförderungskonzepten für ihre Fahrgäste gelegen ist.“

Neben dem Fertigungsvertrag wurde auch ein langfristiger Servicevertrag für den technischen Support, Ersatzteile und Materiallieferungen abgeschlossen. Die Züge verfügen über drahtlose Kommunikationsdienste, Fernüberwachung sowie vollständig integrierte digitale Diagnosemöglichkeiten, um so die Zuverlässigkeit noch weiter zu erhöhen. Diese fortschrittlichen Funktionen werden es Amtrak ermöglichen, neue Technologien zu testen und zu entwickeln und neue Wartungskonzepte einzuführen, die das Angebot noch effizienter machen, die Verfügbarkeit erhöhen und langfristig Kosten senken.

Der Auftrag beinhaltet Züge mit Zweikraft- und Hybridantrieb mit Batterie. Der erste Zug soll 2024 ausgeliefert werden, die Testphase für den neuartigen Venture-Zug mit Hybridantrieb beginnt 2025. Die Züge für den Nordostkorridor und die staatlich geförderten Strecken werden zwischen 2024 und 2030 geliefert. Durch die Nutzung von Zweikraftantrieben, und Hybridantrieb mit Batterien, wird der Schadstoffausstoß im Vergleich zur bestehenden Flotte nachhaltig reduziert und so ein wesentlicher Beitrag zum Umweltschutz geleistet.

Die modernen Züge sind mit komfortableren Sitzen, individuellen Strom- und USB-Anschlüssen, WiFi, einer verbesserten Beleuchtung sowie Panoramafenstern ausgestattet. Es wird eine zeitgemäße Bordgastronomie einschließlich Selfservice-Optionen geben, sowie modernste Reiseinformationen, ein digitales Sitzplatzreservierungssystem sowie Navigationsanzeigen. Die Züge wurden auf Basis der neusten Gesundheits- und Sicherheitsstandards konzipiert und verfügen über eine moderne HLK-Anlage, berührungslose Armaturen in den Waschräumen sowie automatische Stufen. Darüber hinaus folgen sie Amtraks neusten Standards im Hinblick auf die Barrierefreiheit, mit einer induktiven Höranlage, barrierefreien Waschräumen, Verbindungsgängen und Bordrestaurants sowie Aufzügen für Passagiere mit eingeschränkter Mobilität, einschließlich Rollstuhlfahrern. Die Züge entsprechen modernsten Sicherheitsrichtlinien und standards und bieten so eine verbesserte strukturelle Sicherheit.

Hergestellt werden die Züge in der nordamerikanischen Produktionsstätte von Siemens Mobility in Sacramento, Kalifornien, gemäß den aktuellen Vorgaben der amerikanischen Bundeseisenbahnbehörde FRA unter dem Buy America Act. Der mehr als 2.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umfassende Standort feiert dieses Jahr sein 30-jähriges Jubiläum und wird weiterhin ausgebaut. Das Werk zählt nicht nur zu den größten seiner Art auf dem amerikanischen Kontinent, sondern aufgrund seiner 2,1 MWp Solaranlage, die hauptsächlich die kalifornische Sonne zur Stromerzeugung nutzt, auch zu den nachhaltigsten. Die in Sacramento von Siemens Mobility konzipierten und hergestellten Schienenfahrzeuge decken das gesamte Spektrum des Schienenverkehrs ab, einschließlich Personenzügen, Stadt- und Straßenbahnen, Lokomotiven und Personenwagen. Die Verwaltung von Kundenservice und Instandhaltung übernimmt die US-Zentrale für Wartungs- und Reparaturarbeiten von Siemens Mobility, die sich mit einer Fläche von rund 5.600 Quadratmetern auf dem McClellan Park-Gelände ebenfalls in Sacramento befindet.

Quelle: Siemens AG/07.07.2021

 

Siemens Mobility und Paribus schließen Rahmenvertrag über 30 Vectron Dual Mode Lokomotiven

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Erstabruf von sieben Loks

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Instandhaltungsvertrag bis zu 20 Jahre

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Auslieferung des Erstabrufs bis Ende 2021

Siemens Mobility und die zur Paribus-Gruppe gehörende Paribus Rail Investment Management GmbH (Paribus) haben einen Rahmenkaufvertrag sowie Full-Service-Vertrag für bis zu 30 Lokomotiven vom Typ Vectron Dual Mode geschlossen. Das Investment wurde von Paribus für die in Paris ansässige Private Equity Investmentgesellschaft RIVE Private Investment (RIVE) arrangiert und strukturiert. Mit der Vertragsunterzeichnung wurden bereits sieben Lokomotiven abgerufen, für welche die ebenfalls zur Paribus-Gruppe gehörende Northrail GmbH bereits Mietverträge mit deutschen Eisenbahnverkehrsunternehmen abgeschlossen hat. Die Lokomotiven sind für den Güterverkehr in Deutschland vorgesehen. Die Auslieferung der Fahrzeuge erfolgt ab September 2021. Siemens Mobility übernimmt den Full Service der Loks für einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren.

„Der Vectron Dual Mode ist ein innovatives Investment in die Zukunft des Schienengüterverkehrs. Als nachhaltige Alternative zur herkömmlichen Diesel-Lok lässt sich der Vectron Dual Mode auf elektrifizierten Strecken flexibel vom Diesel- in den Elektrobetrieb schalten“, sagt Gerhard Greiter, CEO Region Nordosteuropa bei Siemens Mobility. „Mit dem langjährigen Instandhaltungsvertrag bauen wir unsere Service-Kompetenz in Deutschland weiter aus. Paribus profitiert von optimierten und planbaren Lebenszykluskosten sowie maximaler Verfügbarkeit der Lokomotiven.“

„Mit dem Erwerb der neuen Siemens Vectron Dual Mode Lokomotiven haben wir im Hinblick auf Energieeffizienz und Schadstoffreduktion eine wichtige Entscheidung für eine nachhaltige Zukunft des Güterverkehrs auf der Schiene getroffen“, erklärt Dr. Volker Simmering, geschäftsführender Gesellschafter der Paribus Rail Investment Management GmbH und der Northrail GmbH. „Durch die Erweiterung ihrer Lokflotte um den Typ Vectron Dual Mode ermöglicht die Northrail GmbH ihren Kunden ein Höchstmaß an Flexibilität im Einsatz auf allen Streckenabschnitten bei gleichzeitig ressourcenschonendem Betrieb.“

Der Vectron Dual Mode basiert auf bewährten Vectron-Komponenten. Die Spurweite des Vectron Dual Mode beträgt 1.435 mm, das Gewicht liegt bei 90 Tonnen. Die Lok ist für das 15 kV AC Spannungssystem ausgelegt und mit dem Zugsicherungssystem PZB ausgerüstet. Unabhängig von der Betriebsart beträgt die Leistung am Rad 2.000 kW. Der Dieseltank fasst 2.600 Liter Kraftstoff. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 km/h.

Bereits 2019 hatte Paribus mit Siemens Mobility einen Rahmenvertrag über die Lieferung von 25 Smartron-Lokomotiven geschlossen. Aus diesem Rahmenvertrag wurden bisher 16 Loks abgerufen.

Quelle: Siemens / 30.06.2021

 

ÖBB: Start der neuen Direktverbindung Wien – Ljubljana – Triest

·        Eine kaiserlich-königliche Verbindung kehrt zurück

·        Täglich mit dem Eurocity von Wien über Graz und Ljubljana direkt nach Triest

·         Tickets ab Wien um 29,90 Euro erhältlich

(Wien, 11. Juni 2021) – Die ÖBB starten heute mit dem EC 151/134 einen neuen Direktzug von Wien über Graz und Ljubljana nach Triest. Mit dieser Verbindung können Fahrgäste jetzt täglich ohne Umstieg von Wien und Graz direkt an die Adriaküste fahren und sich von der schönen Landschaft während der Fahrt inspirieren lassen. Damit kehrt auch eine beliebte Direktverbindung aus Kaiserszeiten zurück – so fährt der EC auf derselben Strecke der einstigen „k.u.k. privilegierte Südbahn“. Vertreter:innen der ÖBB, SŽ und Regione Autonoma Friuli Venezia Giulia haben die Premierenfahrt des Zuges zum Anlass genommen und seine Wiederaufnahme gebührlich gefeiert.

„Wir als ÖBB arbeiten stetig daran, dass unsere Fahrgäste sowohl im Tagzug- als auch im Nachtzugverkehr klimafreundlich und komfortabel, das heißt auch mit wenig oder gar keinen Umstiegen, in ganz Europa unterwegs sein können. Es freut mich, dass wir 164 Jahre nach dem ersten Zug nun diese lang ersehnte Direktverbindung von Wien über Ljubljana nach Triest wiederbeleben können. Damit verbinden wir drei großartige europäische Städte, die mit einem so vielfältigen kulturellen Angebot auf unsere Fahrgäste warten“, so ÖBB CEO Andreas Matthä.

Darja Kocjan, MSc, Direktorin von SŽ-Personenverkehr: "Mit der heutigen ersten Zugfahrt auf der Strecke Wien - Ljubljana - Triest haben wir den ersten Schritt zur Wiederbelebung der Verkehrsströme gesetzt, die nicht nur für die drei benachbarten Bahnverwaltungen, sondern auch für den weiteren geografischen Raum sehr wichtig sind. Mit der Vereinbarung über die Errichtung einer neuen Bahnverbindung haben wir die bereits gute Zusammenarbeit mit den ÖBB und der Region Friaul-Julisch-Venetien weiter aufgewertet. Mit dieser Bahnverbindung bieten wir den Fahrgästen ein sicheres, freundliches und umfassendes Transportservice vom Heimatort zum gewählten Zielort. Mit seiner unberührten Natur, den unzähligen schönen Orten, dem Meer und den Bergen ist Slowenien wie geschaffen dafür, mit dem Zug entdeckt zu werden. Schließlich wollen wir den Fahrgästen bewusstmachen, dass sie mit ihrer Entscheidung, mit der Bahn zu reisen, auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur nachhaltigen Entwicklung leisten."

"Der Kampf gegen den Covid hat Wunden in unserer Gesellschaft hinterlassen, unsere Volkswirtschaften geschädigt und unsere Freiheit für lange Zeit eingeschränkt. Heute ist nicht nur die Einweihung einer Bahnverbindung wichtig, sondern sie ist auch ein konkretes Signal der Rückkehr zur Normalität: jetzt sind Triest, Wien und Ljubljana mit einer Bahnverbindung näher und die Strecke der seit 1857 aktiven Ferrovia Meridionale wiederentdeckt. Wir können mit neuem Optimismus in die Zukunft blicken: die Initiative der ÖBB belebt die Partnerschaft zwischen Friaul-Julisch-Venetien, Österreich und Slowenien neu. Die neue Zugverbindung wird unsere Handelsbeziehungen stärken und unsere Gebiete auf einem Weg der Entwicklung mit nachhaltiger Mobilität wieder in das Zentrum Europas bringen. Friaul-Julisch Venetien ist ein ideales Reiseziel für seine zahlreichen touristischen, historischen, architektonischen, gastronomischen und kulturellen Attraktionen", so Graziano Pizzimenti - Regionalassessor für Infrastruktur, Regione Autonoma Friuli Venezia Giulia.

Fahrplandaten

Der Eurocity 151/134 und Eurocity 135/150 verkehren täglich zwischen Wien Hbf und Trieste Centrale und werden in Kooperation mit Slovenske železnice und Rail Cargo Carrier Italy geführt.

 

EC 151/134 Wien Hbf – Trieste Centrale

Verkehrt täglich ab 11.06.2021

EC 151 verkehrt bis Ljubljana, danach

weiter als EC 134 bis Trieste Centrale

Dauer: 8:54

 

EC 135/150 Trieste Centrale – Wien Hbf

Verkehrt täglich ab 12.06.2021

EC 135 verkehrt bis Ljubljana, danach

weiter als EC 150 bis Wien Hbf

Dauer: 8:59

 

 

Tickets sind ab Wien bereits ab 29,90 Euro und ab Graz ab 19,90 Euro pro Person und Richtung erhältlich. Diese können ab sofort online im ÖBB Ticketshop unter tickets.oebb.at, in der ÖBB App in den ÖBB Reisezentren und beim ÖBB Kundenservice unter +43 5 17 17 gebucht werden.

ÖBB: Heute. Für morgen. Für uns.

Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2020 insgesamt 287 Millionen Fahrgäste und über 95 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit rund 97 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von über drei Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen knapp 42.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich bis zu 1,3 Millionen Reisende und rund 1.300 Güterzüge sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Quelle: ÖBB / 11.06.2021

 
Ausgezeichnet: Digitale S-Bahn in Hamburg gewinnt Deutschen Mobilitätspreis

Erste automatisierte Eisenbahn in Deutschland • Fahrgäste profitieren: Technik bringt mehr Kapazität und Zuverlässigkeit bei besserer Energiebilanz

• „Entscheidender Schritt für dieMobilitätswende“

(Berlin, 9. Juni 2021)
Der Deutsche Mobilitätspreis geht in diesem Jahr an das Projekt Digitale SBahn Hamburg. Das Team von der Deutschen Bahn und Siemens Mobility bringt Deutschlands erste automatisierte Eisenbahnen auf die Schiene. In Kooperation mit der Stadt Hamburg werden zum ITS-Kongress im Oktober vier Hamburger S-Bahnen mit Fahrgästen an Bord digital gesteuert.
Vorteil der seit 2018 neu entwickelten Technik: Mehr Zugangebot auf bestehenden Gleisen, bei höherer Zuverlässigkeit und niedrigerem Energieverbrauch.

Ronald Pofalla, DB-Infrastrukturvorstand: „Die Klimawende gelingt nur mit einem zuverlässigen und komfortablen Angebot auf der Schiene. Genau das erreichen wir mit der Digitalisierung der S-Bahn Hamburg: Wir machen Bahnfahren für unsere Fahrgäste besser. Ich freue mich sehr, dass das Projekt mit dem Deutschen Mobilitätspreis ausgezeichnet wird und gratuliere dem Team zu seinem beeindruckenden Engagement und Innovationsgeist. Die neue Technik ist ein weiterer Meilenstein für die Digitale Schiene Deutschland und ein entscheidender Schritt für die Mobilitätswende.“
Dr. Anjes Tjarks, Hamburger Senator für Verkehr und Mobilitätswende: „Hamburg treibt mit dem

Pilotprojekt der Digitalen S-Bahn den Bahnverkehr der Zukunft aktiv durch die Einführung innovativer Technologien voran. Die Technik ist eine Lösung, um Wachstum im S-Bahn-Netz zu ermöglichen. Langfristig wollen wir das Hamburger S-Bahn-Netz mit der Technik ausrüsten. Schon heute investiert der Senat 400 Millionen Euro in neue Züge, die bereits mit der digitalen Technik
ausgeliefert werden. Herzlichen Glückwunsch an das Team für die beeindruckende Leistung.“

Michael Peter, CEO Siemens Mobility: „Ich freue mich sehr über diese prominente Auszeichnung des Projekts Digitale S-Bahn Hamburg durch den Deutschen Mobilitätspreis. Mit den erfolgreichen hochautomatisierten Testfahrten im europäischem Zugsicherungssystem (ATO über ETCS) in Hamburg haben wir in Rekordzeit einen bedeutenden Meilenstein in der Digitalisierung des deutschen Schienenverkehrs erreicht. Der automatisierte Bahnbetrieb ermöglicht eine deutlich höhere Taktung der Züge und damit eine Erweiterung der Kapazität, eine Verbesserung der Fahrplanstabilität und einen geringeren Energieverbrauch durch optimierte Fahrprofile. Hamburg ist damit Vorreiter für den digitalisierten Betrieb im deutschen Nah- und Fernverkehr.“
Das Projekt wird die digitale Zugfahrt auf einer 23 Kilometer langen Strecke im Hamburger SBahn- Netz zeigen. Erste Testfahrten liefen bereits erfolgreich. Basis des hochautomatisierten Betriebs ist der künftige europäische Standard ATO über dem europaweit einheitlichen
Zugbeeinflussungssystem ETCS. Das Zugpersonal überwacht die Fahrt. Die Projektkosten von 60 Millionen Euro teilen sich Stadt Hamburg, Siemens Mobility und die Deutsche Bahn.

Quelle: Siemens AG/ 09.06.2021

 

Siemens Mobility komplettiert Lieferung der Velaro Hochgeschwindigkeitszüge für die Türkei

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Türkische Staatsbahn TCDD erhält finale Züge von Siemens Mobility

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TCCD hatte zwischen 2013 und 2019 insgesamt 19 Velaro-Züge geordert

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Aufnahme des Passagierbetriebs in Rekordzeit

Siemens Mobility hat die Auslieferung der von der türkischen Staatsbahn TCDD zwischen 2013 und 2019 bestellten Velaro-Hochgeschwindigkeitszüge abgeschlossen. Ab Juni 2021 steht die gesamte Velaro-Flotte für den kommerziellen Betrieb zur Verfügung.

„Die Auslieferung des letzten Zugs der türkischen Velaro-Flotte weit vor dem ursprünglich geplanten Termin ist ein wichtiger Meilenstein in unserer Partnerschaft mit der türkischen Staatsbahn“, sagt Albrecht Neumann, CEO Rolling Stock bei Siemens Mobility. „Unsere bewährten und für den Weltmarkt entwickelten Hochgeschwindigkeitszüge verbessern mit ihrem Komfort das Reiseerlebnis für die Passagiere. Wir sind stolz, zu einem Projekt beizutragen, das die Infrastruktur der Türkei wesentlich verbessert, so dass die Menschen in diesem großen Land schnell und zugleich emissionsarm reisen können.“

Adil Karaismailoglu, der türkische Minister für Verkehr und Infrastruktur, bestätigte die Ankunft der letzten zwölf Hochgeschwindigkeitsgarnituren in Ankara: „Die Züge werden nun auf der bestehenden Hochgeschwindigkeitsstrecke über 1.213 Kilometer eingesetzt, später auch auf den Strecken, die neu gebaut und in Betrieb genommen werden sollen.“

Die Züge verbinden Ankara mit Konya und Eskisehir. Eine weitere Strecke über 533 Kilometer nach Istanbul ist für die Zukunft geplant.

Der erste Velaro für die Türkei wurde 2013 bestellt und befördert seit Mai 2015 Passagiere zwischen Ankara und Konya. TCDD unterzeichnete zeitgleich einen zweiten Vertrag mit Siemens Mobility über sechs achtteilige Hochgeschwindigkeitszüge. Die letzten zwölf achtteiligen Velaro-Garnituren gab die türkische Staatsbahn dann 2018 und 2019 in Auftrag. Der Vertrag umfasst die Wartung, Reparatur und Reinigung der Züge über einen Zeitraum von drei Jahren. Dank der vorzeitigen Lieferung konnte der Passagierbetrieb in Rekordzeit aufgenommen werden. Im Durchschnitt lagen nur 24 Monate zwischen der Vertragsunterzeichnung und der Inbetriebnahme der Züge.

Der Velaro für die Türkei bietet ein optimiertes Kapazitätsprofil und erhöhten Fahrgastkomfort. Die Passagiere können zwischen drei Klassen wählen: einer Business Class (drei Abteile mit jeweils vier Komfortsitzen), einer First Class (45 Sitzplätze) und einer Economy Class (426 Sitze). Der Speisewagen ist mit weiteren acht Bistro-Sitzplätzen in der Bar und 28 Plätzen im Restaurant ausgestattet. Die innovativen Kommunikations- und Entertainmentsysteme an Bord ermöglichen den Zugriff auf Video-on-Demand, E-Books oder Spiele über die eigenen Mobilgeräte der Fahrgäste. In der Business und First Class sind zudem Touchdisplays in die Sitze integriert.

Die Velaro-Züge wurden für den weltweiten Markt entwickelt und sind derzeit in Spanien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Belgien, Russland, China, der Türkei und den Niederlanden im Einsatz.


Quelle: Siemens / 02.06.2021
 
Der ICE feiert Geburtstag - 30 Jahre Hochgeschwindigkeitsverkehr in Deutschland
Vor 30 Jahren, am 29. Mai 1991, wurde mit einer Sternfahrt von sechs ICE 1 nach Kassel-Wilhelmshöhe der Hochgeschwindigkeitsverkehr in Deutschland eingeläutet. Wenige Tage später, am 2. Juni 1991, nahmen die ersten ICE-Züge den Verkehr in Deutschland auf. Durch die Neubaustrecken Hannover–Würzburg und Mannheim–Stuttgart verkürzten sich die Reisezeiten auf den Nord-Süd-Verbindungen um bis zu zwei Stunden.  Die ICE-Familie wird in den folgenden Jahren konsequent weiterentwickelt: 1996 wird der ICE 2 und bereits vier Jahre später der ICE 3 vorgestellt. Während der ICE 1 und der ICE 2 unter Siemens-Beteiligung entwickelt und gebaut wurden, ist der ICE 3 eine komplette Eigenentwicklung von Siemens. Er ist erstmals auch für den grenzüberschreitenden Verkehr in die Niederlande, nach Frankreich und Belgien einsetzbar, da er auf die vier unterschiedlichen Netzspannungen und die verschiedenen Zugsicherungssysteme ausgelegt ist. Es sind Deutschlands erste Hochgeschwindigkeitszüge für Spitzengeschwindigkeiten von über 300 km/h. Die Antriebskomponenten sind vollständig unter dem Zug verteilt, die Sitzplatzkapazität kann dadurch deutlich erhöht werden. 2016 beginnt mit dem ICE 4 von Siemens Mobility eine neue Ära im ICE-Verkehr der Deutschen Bahn. Der ICE 4 wird mit seiner flexiblen Zuglänge und dem großen Platzangebot (918 Sitzplätze im 13-Teiler) das neue Rückgrat des Fernverkehrs. Die Züge verfügen über eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 250 km/h (zukünftig bis zu 265 km/h). Es ist der bis heute größte Auftrag in der Geschichte von Siemens Mobility. Aktuell verstärkt alle drei Wochen ein neuer ICE 4 die Fernverkehrsflotte der DB. Bis 2024 wird Siemens Mobility insgesamt 137 ICE4-Züge an die Deutsche Bahn liefern. Im Juli 2020 beauftrage die Deutsche Bahn Siemens Mobility zusätzlich mit der Lieferung von 30 Hochgeschwindigkeitszügen vom Typ ICE 3 neo (Velaro MS). Technisch basiert der neue Zug auf der bewährten Velaro-Plattform des ICE 3. 

Daten & Fakten:
  • Ein ICE* besteht aus rund 5800 Komponenten von 320 Zulieferern, in Summe sind das rund 40.000 Teile, mehr als 320 km Kabel und 18 km Schweißnähte pro Fahrzeug, hinzu kommen mehr als 630 Testdokumente mit über 30.000 Seiten. (*am Beispiel eines ICE3, Baureihe 407)
  • Die Fahrzeuge zeichnen sich durch ihre Langlebigkeit aus, die Nutzungsdauer beträgt in der Regel mehr als 30 Jahre. Der ICE „Gütersloh“ beispielsweise ist ein ICE 1 (Baureihe 401), hat die Triebzugnummer 158 und wurde im Juni 1991 in Betrieb genommen. Seitdem hat er zuverlässig rund 15 Millionen Kilometer abgespult, was in etwa 39-mal der durchschnittlichen Strecke von der Erde zum Mond entspricht (384.000 Kilometer).
  • Die Recyclingquote der ICE-Züge liegt bei mehr als 95 Prozent, beim ICE 3 sind es beispielsweise 98,1% (Baureihe 407).

Quelle: Siemens / 27.05.2021

 

Siemens Mobility stärkt mit der Übernahme von RailTerm seine Position in Kanada

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Durch die Akquisition baut Siemens Mobility seine Präsenz und Kundenbasis auf dem kanadischen Markt weiter aus

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Die Transaktion verbessert das digitale Angebot und unterstreicht die Bedeutung der Serviceverfügbarkeit

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RailTerm ist ein führender Anbieter von Schienenverkehrslösungen mit mehr als 70 Kunden

Siemens Mobility gibt die Übernahme von RailTerm bekannt. Das kanadische Unternehmen ist ein führender Anbieter von Schienenverkehrslösungen für Bahngesellschaften und Verkehrsbetriebe. Mit der Akquisition sendet Siemens Mobility ein deutliches Signal dafür aus, dass es seine Geschäftstätigkeit in dem nordamerikanischen Land weiter ausbauen will. Dank der Vertrautheit von RailTerm mit dem heimischen Schienensektor kann Siemens Mobility sein bestehendes Portfolio durch lokale Systeme für Schienen- und Streckentechnologie, Elektrifizierung und Kommunikation ergänzen.

„Die Übernahme von RailTerm stärkt unser Bahninfrastrukturgeschäft in Nordamerika und erweitert unsere Präsenz und Kundenbasis in Kanada – einem Markt, dem wir immenses Potenzial zutrauen“, erklärt Michael Peter, CEO von Siemens Mobility. „Mit unserer weltweit bewährten, erstklassigen Expertise in den Bereichen Technologie, Digitalisierung und Innovation können wir den kanadischen Kunden echten Mehrwert bieten. Unsere kosteneffektiven, nachhaltigen und verlässlichen Transportlösungen werden den Städten dabei helfen, ihre Verkehrsinfrastruktur zu modernisieren und auszubauen.“

Als vertrauter Partner für Bahnkunden aus dem Personen- und Güterverkehrssektor betreut RailTerm mehr als 70 Unternehmen rund um den Globus. Diese solide Marktposition wird Siemens Mobility als Fundament dienen, um das riesige und kontinuierlich wachsende kanadische Schienennetz noch besser zu erschließen. Neben der Bereitstellung von umfassendem Know-how sowie Spitzentechnologien steht auch die Gewinnung wichtiger Kunden auf der Agenda.

Siemens Mobility beliefert die kanadische Transportindustrie seit über 40 Jahren mit exzellenten Lösungen. So stammen die leichten Schienenfahrzeuge für die Städte Edmonton und Calgary von Siemens Mobility. Weitere Beispiele sind die modernen Zugsysteme, die ab 2021 an VIA Rail ausgeliefert werden, die Elektrifizierung der Kitchener-Waterloo-Stadtbahn sowie die Signal- und Zugsteuerungstechnik für die Trillium Line in Ottawa. In Folge der Übernahme wird Siemens Mobility Canada rund 200 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen.

Quelle: Siemens AG / 26.05.2021

 

ÖBB: Nightjets wieder erfolgreich gestartet

•  Großer Empfang des Premieren Nightjets in Amsterdam

•  Nightjet nach Brüssel mit noch mehr Angebot zurück

•  Die ÖBB verbinden Europa bei Nacht: Dream now. Enjoy tomorrow.

(Wien, 26. Mai 2021) – Ab sofort sind alle ÖBB Nightjets wieder klimafreundlich in Europa unterwegs. Am 25. Mai wurde der der Premieren Nightjet von Wien und Innsbruck in Amsterdam von Vertretern der Niederländischen Bahn (NS) und der Niederländischen Regierung offiziell empfangen. Mit an Bord waren Klimaschutzministerin Leonore Gewessler und ÖBB CEO Andreas Matthä. Der Nightjet fährt ab nun täglich von Wien und Innsbruck nach Amsterdam.

Am Morgen des 26. Mai kam nach 6 Monaten Corona-Pause auch wieder ein Nightjet aus Wien am Bahnhof Bruxelles Midi an. Zum Neustart des Reiseverkehrs in Europa bringen ÖBB und SNCB den Nightjet zwischen Österreich und Belgien mit besserem Angebot zurück auf Schiene.

Der Nightjet nach Brüssel fährt ab sofort drei Mal pro Woche, das ganze Jahr über. Jeden Montag-, Mittwoch- und Freitagabend fährt der Zug von Brüssel über Liège Richtung Österreich und kommt am nächsten Morgen in Wien an. In die andere Richtung – von Wien nach Brüssel – verkehrt der Zug am Dienstag, Donnerstag und Sonntag. Der Nightjet kommt um 09:55 Uhr, damit um eine Stunde früher als im letzten Jahr in Bruxelles Midi an. Mit der Verdoppelung des Schlafwagenangebots bauen die ÖBB die Kapazität auf der Strecke aus.

Dream now. Enjoy tomorrow.

Anlässlich der Wiederaufnahme wurde auch ein neuer Claim für die Nightjet-Flotte präsentiert: „Dream now. Enjoy tomorrow.“ Denn einerseits können die Fahrgäste im Nightjet wunderbar schlafen und träumen, bevor sie am nächsten Tag ihren Urlaub in einer europäischen Metropole genießen. Auf der anderen Seite leisten sie damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, damit wir auch morgen noch eine gute Zukunft haben.

Das eigene Abteil für mehr Privatsphäre

In den ÖBB Nightjets können bis auf weiteres Einzelplätze im Sitzwagen, Liegewagen mit 4 Abteilen oder im Schlafwagen gebucht werden. Für größtmögliche Privatsphäre können die Abteile in den drei Komfortkategorien auch als eigenes Privatabteil gebucht werden. So können Familien oder Freunde ungestört im eigenen Abteil reisen. Zusätzlich werden die ÖBB Nightjets vor und nach jeder Fahrt gründlich gereinigt. Das Sortiment des Bordverkaufs ist durch Desinfektionssprays und Mund-Nasen-Schutz erweitert worden. Somit steht einer sicheren und angenehmen Reise nichts mehr im Weg.

Nachtreisekomfort mit den ÖBB

Die Reise mit dem ÖBB Nightjet ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch bequem und günstig, denn man spart dabei wertvolle Zeit und hohe Hotelkosten. Fahrgäste im Schlaf- und Liegewagen erhalten zudem ein Begrüßungsgetränk und ein Frühstück vor der Ankunft an ihrer Zieldestination. Tickets für Nightjet-Verbindungen sind im Sitzwagen ab 29,90 Euro pro Person und Richtung erhältlich. Weitere Informationen zum ÖBB Nightjet sind unter www.nightjet.com   auffindbar.

ÖBB: Heute. Für morgen. Für uns.

Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2020 insgesamt 287 Millionen Fahrgäste und über 95 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit rund 97 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von über drei Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen knapp 42.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich bis zu 1,3 Millionen Reisende und rund 1.300 Güterzüge sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Quelle: 26.05.2021 / ÖBB

 

ÖBB: 1/3 mehr Kapazitäten im Güterzentrum Wien Süd

Die zweite Ausbaustufe am Güterzentrum Wien Süd ist abgeschlossen. Ab sofort profitieren die Kunden von einer erheblichen Kapazitätserweiterung: pro Jahr können 310.000 ITE umgeschlagen werden.

Wien, 26.05.2021 – Investitionen in die Güterverkehrsinfrastruktur sind nachhaltig und dienen vorrangig dem Klimaschutz. Denn dadurch werden beste Voraussetzungen für mehr Gütertransport auf der umweltfreundlichen Schiene geschaffen.

„Mit dem Abschluss der zweiten Ausbaustufe des Terminals Wien Süd werden wir den Kundenanforderungen auch künftig gerecht und freuen uns damit einen weiteren Beitrag zur Verlagerung der Güter von der Straße auf die Schiene leisten zu können“, betont Dr. Renate Glisic, Geschäftsbereichsleiterin der Terminals Service Austria in der ÖBB Infrastruktur. Der Terminal liegt am Schnittpunkt von drei wichtigen Güterverkehrskorridoren und gilt als „Hauptbahnhof des Güterverkehrs in der Ostregion“.

Güterzentrum Wien Süd: 2. Ausbaustufe abgeschlossen

In dieser zweiten Ausbauphase, die von Jänner 2020 bis Mai 2021 dauerte, wurden ein Umschlagmodul für den Staplerbetrieb mit 2x700 Meter Ladegleisen errichtet, zwei moderne Containerstapler angeschafft und zusätzliche Lagerkapazitäten geschaffen.

So können jetzt 310.000, statt bisher 210.000 ITE (Container, Sattelaufleger, Wechselbehälter) umgeschlagen werden. Die zusätzliche Lagerkapazität beträgt 940 TEU. Mit Umsetzung der vorgesehener Ausbaustufe 3, die innerhalb der nächsten Jahre vorgesehen ist, wird der Terminal sogar eine Kapazität über 400.000 ITE erreichen.

„Eine neutrale, frei zugängliche Terminalinfrastruktur für alle Kunde steht an oberster Stelle“, so Glisic. Die Krise in den vergangenen Monaten hat eindeutig gezeigt, dass der Schienengüterverkehr Vorteile gegenüber dem Güterverkehr auf der Straße hat. „Gerade in einer Zeit, in der Grenzen immer wieder geschlossen wurden und der Straßengütertransport dadurch staute, konnte der Schienengüterverkehr gut reüssieren. Auf unseren Terminals konnten wir trotz Corona-Krise nicht nur die bestehenden Zugprodukte zeitgerecht abarbeiten, sondern sie gemeinsam mit unseren Kunden sogar erweitern.“

TSA

Die Terminal Service Austria (TSA) betreibt die sieben Terminals der ÖBB Infrastruktur. Die Standorte sind: Terminal Wien Süd (UKV), Terminal Wels (UKV, ROLA), Terminal St. Michael (UKV), Terminal Villach Süd (UKV) sowie Terminal Wolfurt (UKV), Terminal Wörgl (ROLA) und Terminal Brennersee (ROLA). Mit diesen sieben Terminalstandorten ist die TSA flächendeckend in Österreich tätig und der größte Anbieter an Terminals und Umschlagleistungen – ergänzt um verschiedenste Terminallogistikleistungen österreichweit.

ÖBB: Heute. Für morgen. Für uns.

Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2020 insgesamt 287 Millionen Fahrgäste und über 95 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit rund 97 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von über drei Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen knapp 42.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende und rund 1.300 Güterzüge sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Quelle: 26.05.2021 / ÖBB

 

Nordwestbahn wird in 11 Jahren zum Teil zweigleisig ausgebaut sein

Voraussichtlich bis zum Jahr 2032 wird die Nordwestbahnstrecke zwischen Stockerau und Retz selektiv zweigleisig befahrbar sein. Noch heuer im Herbst werden dazu die notwendigen Machbarkeitsuntersuchungen und Kostenabschätzungen beginnen, die bis Anfang 2024 abgeschlossen sein sollen. Diesen Zeitplan gibt Infrastrukturministerin Leonore Gewessler in Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des Nationalratsabgeordneten Rudolf Silvan von der SPÖ bekannt.

Um einen dichteren Taktverkehr auf der Nordwestbahn zu ermöglichen, werden zwischen 2023 und 2025 an zahlreichen Bahnhöfen und Haltestellen die Bahnsteige verlängert. Das betrifft Wien-Brünner Straße, Stockerau, Sierndorf, Göllersdorf, Hollabrunn, Hetzmannsdorf-Wullersdorf, Guntersdorf, Zellerndorf, Retz und Unterretzbach. „Mit der Verlängerung der Bahnsteige werden die infrastrukturellen Voraussetzungen für längere Züge sowie eine deutlich höhere Kapazität geschaffen, um mehr Fahrgäste im Nahverkehr transportieren zu können“, erklärt Gewessler.

Noch nicht geklärt ist die Frage, ob das Land Niederösterreich bei der Finanzierung des für das westliche Weinviertel wichtigen Verkehrsprojektes mitzahlt. „Derzeit gibt es dazu keine rechtlich verbindliche Zusage“, führt die Ministerin aus. Der Zeitplan sehe vor, ab Herbst heurigen Jahres – im Vorfeld der konkreten strategischen Planung – einen entsprechenden Vertrag zwischen der ÖBB Infrastruktur AG und dem Land Niederösterreich zu erarbeiten. (mm)

www.bmk.gv.at

Quelle: NÖ-Pressedienst / 24.05.2021

 
Siemens Mobility wird mit der Modernisierung des größten Rangierbahnhofs in den Niederlanden beauftragt

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Der Vertrag über 110 Mio. EUR umfasst die Implementierung eines vollautomatischen Yard-Management-Systems sowie die Bereitstellung von Wartungsservices für den Rangierbahnhof Kijfhoek

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Automatisierte, digitale Systeme sollen den Betrieb optimieren und für mehr Effizienz, Zuverlässigkeit und Sicherheit sorgen

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Kijfhoek ist der größte Rangierbahnhof in den Niederlanden und ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Hafen Rotterdam und bedeutenden Industrieregionen im europäischen Binnenland

Siemens Mobility meldet den Zuschlag für ein 110-Millionen-Euro-Projekt in den Niederlanden. Im Auftrag von ProRail B.V. soll das Unternehmen den Rangierbahnhof Kijfhoek modernisieren und optimieren, den größten Rangierbahnhof des Landes und ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Hafen Rotterdam und bedeutenden Industrieregionen im europäischen Binnenland. Neben der Implementierung eines vollautomatischen, neuesten Standards entsprechenden Systems für das Management der Betriebsanlagen umfasst der Vertrag auch die Bereitstellung von Wartungsservices über insgesamt 15 Jahre. Der südöstlich von Rotterdam gelegene Rangierbahnhof Kijfhoek erstreckt sich über eine Fläche von 50 Hektar und verfügt über 14 Einfahr-, 41 Sortier- und 12 Abstellgleise.

„Die zunehmende Automatisierung von Werksanlagen, Systemen und Prozessen im Güterverkehr verbessert die wirtschaftliche Effizienz erheblich. Mit intelligenten Systemen lassen sich Güter schneller, zuverlässiger und weit nachhaltiger transportieren“, erklärt Andre Rodenbeck, CEO Rail Infrastructure bei Siemens Mobility. „Als globaler Marktführer für Frachtautomatisierung und Wartungsservices haben wir mit Trackguard Cargo MSR32 eine erstklassige Lösung im Angebot. Mit ihr und unseren weitgehend digitalisierten Kundenservices kann Kijfhoek seinen Betrieb auf sichere Art effizienter und zuverlässiger gestalten.“

Die Automatisierungslösung Trackguard Cargo MSR32 von Siemens Mobility ermöglicht einen Rangier- und Verschiebebetrieb, der sich durch ein hohes Maß an Effizienz, Zuverlässigkeit und Sicherheit auszeichnet. Zugleich verbessern die hochgradig digitalisierten Wartungsservices die betrieblichen Abläufe insgesamt und reduzieren die Lebenszykluskosten. Das Projekt soll bis 2024 abgeschlossen sein; währenddessen wird Kijfhoek mit einer Kapazität von mindestens 50% weiterarbeiten können.

Trackguard Cargo MSR32 ist ein bewährtes System, das eigens dafür konzipiert wurde, die Waggonbewegung in Rangierbahnhöfen effizient zu managen und zu organisieren. Es ermöglicht die Straffung der betrieblichen Abläufe auf allen Ebenen, von der Einfahrt bis zur Ausfahrt, sowie die maximale Automatisierung sämtlicher Arbeitszyklen und Verschiebevorgänge. Hierzu gehören die Strecken- und Geschwindigkeitssteuerungen, Gleisbremsen und Antriebssysteme sowie die funkbasierte Integration der Rangierlokomotive für eine präzise Geschwindigkeitssteuerung.

Mit seinem auf 15 Jahre angelegten Kundenservice ist das Projekt ein weiterer Meilenstein in der langjährigen Geschäftsbeziehung zwischen Siemens Mobility und ProRail B.V. In der Vergangenheit belieferte Siemens Mobility ProRail bereits mit Signalsystemen der Klasse B, Systemen für die Streckenelektrifizierung und die Fahrgastzählung, Schienenelementen sowie Bahnhofsanzeigen. Siemens Mobility befindet sich zudem in der Endrunde einer laufenden Ausschreibung für die landesweite Implementierung des Zugsicherungssystems ETCS.

Quelle: Siemens / 24.05.2021

 

ÖBB will Leistungen im Güterverkehr bis 2040 verdoppeln

•  CEO Matthä erwartet Renaissance des Schienengüterverkehrs

•  Erhebliche Kapazitätserweiterung am ÖBB Terminal Wien Süd

•  Bahn ist die Antwort auf die Klima- und Wirtschaftskrise

•  Jeder investierte Euro bringt zwei weitere an heimischer Wertschöpfung

(Wien, 20.05.2021) – Der Güterverkehr in Europa wird allein bis 2030 um bis zu 30 Prozent ansteigen. Ohne Gegensteuerung würde es zu einem enormen Anstieg des Lkw-Verkehrs von rund einer Million zusätzlicher Lkw auf Europas Straßen führen. Damit verbunden würde sich der CO2-Ausstoß drastisch erhöhen, denn jede Tonne Fracht auf der Straße anstatt auf der Schiene verursacht in Österreich rund 40-mal mehr CO2.

Zur Erreichung der Klimaziele der EU 2050 (Green Deal) und Österreichs Klimaneutralität bis 2040, ist eine verstärkte Verlagerung von Verkehren von der Straße auf die Schiene unumgänglich. Basis dafür sind ausreichende Kapazitäten im Schienennetz der Bahn. Mit der aktuellen Kapazitätserweiterung am ÖBB Terminal Wien Süd wurde ein wichtiger Meilenstein dafür erreicht. Zusätzlich ermöglicht Österreichs größter Mobilitäts- und Logistikdienstleister ÖBB durch seine geplanten Investitionen die Leistung im Güterverkehr auf der Schiene bis 2040 zu verdoppeln. Das hilft dem Klima und der Wirtschaft, den jeder investierte Euro der ÖBB schafft, laut einer aktuellen Studie des Economica-Instituts, zwei weitere Euro an heimischer Wertschöpfung.

Verdopplung der Leistung im Schienengüterverkehr bis 2040

Die ÖBB investieren in den kommenden Jahren in die Modernisierung des Bahnsystems. Eines der zentralen Ziele ist es, die nötigen Voraussetzungen für die Verlagerung von Straßentransporten auf die Schiene zu schaffen. „Wir ermöglichen durch unsere geplanten Investitionen, die Leistungen im Güterverkehr auf der Schiene bis 2040 zu verdoppeln“, betont ÖBB CEO Andreas Matthä bei der Präsentation der 2. Ausbaustufe des Terminal Wien Süd. „Ich bin davon überzeugt, dass es in den nächsten Jahren zu einer Renaissance des Schienengüterverkehrs kommen wird. Denn jede Tonne, die auf Schienen statt auf der Straße fährt, spart sofort Co2 ein. Das ist der wirksamste Weg, den Verkehrssektor raschest möglich zu dekarbonisieren“, ergänzt er. Zudem habe Österreichs Industrie in der Covid-Krise gelernt, wie krisensicher und zuverlässig die Bahn liefert, wenn LKW im Stau stehen.

2. Ausbaustufe am ÖBB Terminal Wien Süd abgeschlossen

Der Terminal Wien Süd ist der Hauptbahnhof des Güterverkehrs in der Ostregion und hat sich seit der Inbetriebnahme Ende 2016 wirtschaftlich hervorragend entwickelt. Er ist zentraler Knotenpunkt im europäischen Netz der Transport und Verladewirtschaft und hat sich als neutraler Hub für alle Kunden im Güterverkehr etabliert. Nach bereits drei Jahren lag die Auslastung bei über 80 Prozent – daher war der Ausbau des Terminals der nächste logische Schritt. „Wir haben in den Terminal Wien Süd rund 19 Millionen Euro investiert und so weitere 12 Arbeitsplätze am Terminal geschaffen. Damit stärken wir die Wirtschaft im doppelten Sinne – sowohl für die Verlader als auch für die Baukonjunktur“, betont Matthä. Zu den wesentlichen Aspekten der zweiten Ausbaustufe gehören ein Umschlagmodul für den Staplerbetrieb mit 2 x 700m Ladegleisen sowie zwei Hochleistungsstaplern für ITE. Dadurch schaffen die ÖBB mehr Lagerfläche und mehr Flexibilität. Die Umschlagkapazität wird um circa 50 Prozent erhöht, was einem Plus von 105.000 ITE pro Jahr entspricht. Damit können ab sofort 310.000 ITE – Container, Sattelaufleger, Wechselbehälter – pro Jahr umgeschlagen werden. Mit der geplanten 3. Ausbaustufe, innerhalb der nächsten Jahre, soll die Kapazität auf 400.000 ITE erhöht werden. TSA – Güterterminal Wien Süd: https://youtu.be/4aIFnee-Evc

Faire Rahmenbedingungen notwendig

Gerade im Schienengüterverkehr sind für die Erreichung der Klimaziele und die verstärkte Transportverlagerung von der Straße auf die Schiene neben den Investitionen in das System Bahn, vor allem faire Rahmenbedingungen entscheidend. CEO Matthä: „ Die Bahnen in Europa benötigen faire gesetzliche Wettbewerbsbedingungen, damit sie ihre Leistungen zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten können: Es gibt derzeit etwa ein Ungleichgewicht bei der Einpreisung der externen Kosten: Die Schiene zahlt bis zur letzten Meile Maut, aber es gibt immer noch ein Dieselprivileg für die Straße und Flugtickets sind steuerbegünstigt, wohingegen für internationale Bahntickets die volle Mehrwertsteuer zu bezahlen ist. Europas Bahnen machen ihre Hausaufgaben und arbeiten gemeinsam täglich an der Verbesserung des Bahnsystems. Dafür brauchen wir die Unterstützung der EU und ihrer Mitgliedsstaaten.“

ÖBB als Motos für den Neustart der Wirtschaft

Die ÖBB sind seit Beginn der Corona-Pandemie ein Mobilitäts- und Logistikgarant. Jeder Fahrgast und jede Tonne Fracht wurde geliefert. Die Bahn hat damit einmal mehr bewiesen, dass sie nicht nur äußerst klimaschützend, sondern auch system- und versorgungsrelevant ist. Darüber hinaus stimulieren die Investitionen in die Bahn die Wirtschaft, wie das Economica -Institut im Rahmen einer aktuellen Studie berechnet hat. Jeder investierte Euro der ÖBB schafft zwei weitere Euro an heimischer Wertschöpfung. Allein von 2021 bis 2026 investieren die ÖBB mehr als 25 Milliarden Euro in Ausbau und Modernisierung des Bahnsystems.

ÖBB: Heute. Für morgen. Für uns.

Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2020 insgesamt 287 Millionen Fahrgäste und über 95 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit rund 97 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von über drei Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen knapp 42.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende und rund 1.300 Güterzüge sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Quelle: ÖBB / 20.05.2021

 

Erfolgreiche Zusammenarbeit verlängert: Raaberbahn vergibt die Instandhaltung ihrer VENTUS-Züge an die ÖBB bis zum Jahr 2030

(Wien – 17.05.2021) – Die Raaberbahn AG hat mit der ÖBB-Technische Services GmbH (ÖBB TS) einen Wartungsvertrag für die Instandhaltung ihrer VENTUS-Fahrzeugflotte bis zum Jahr 2030 abgeschlossen. Damit wird die langjährige Zusammenarbeit zwischen ÖBB TS und der Raaberbahn um ein weiteres Kapitel verlängert. Der Wartungsvertrag deckt die komplette Palette der Instandhaltung ab: beginnend bei kleinen Serviceschritten über die Aufarbeitung der unterschiedlichen Fahrzeugkomponenten bis hin zu großen Revisionen und auch Reparatur von Unfallschäden.

„Wir freuen uns sehr, dass wir bei dieser europaweiten Ausschreibung unsere hohe technische Kompetenz erfolgreich unter Beweis gestellt und uns gegen internationale Konkurrenz durchgesetzt haben. Die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der Raaberbahn unterstreicht unseren Anspruch, der führende Servicepartner für unsere Kundinnen und Kunden am europäischen Markt zu sein“, sagt Sandra Gott-Karlbauer, Geschäftsführerin ÖBB TS.

Den Fahrgästen stets die modernste Technologie zur Verfügung zu stellen, investiert die Raaberbahn laufend in ihre Fahrzeuge und setzt künftig schrittweise dreizehn VENTUS-Triebzüge, die Flaggschiffe der Raaberbahn, im grenzüberschreitenden Nahverkehr zwischen Österreich und Ungarn ein. Aktuell sind es fünf, in den nächsten Monaten weitere drei und im kommenden Jahr werden zusätzliche fünf neue gelb-grüne VENTUS-Züge auf der Strecke zwischen Deutschkreutz und Wien eingesetzt. Alle Triebfahrzeuge sind mit WLAN, Klimaanlage sowie zusätzlichen Arbeitstischen ausgestattet und durchgehend mit mehrsprachigem Zugbegleitpersonal besetzt.

„Die Sicherheit und der Komfort unserer Fahrgäste sind unsere Priorität. Qualität und Pünktlichkeit sind die obersten Ziele. Daher ist es wichtig, dass unsere Züge immer optimal instandgehalten werden. Die VENTUS-Züge der Raaberbahn steuern nämlich alle 25.000 Kilometer – oder durchschnittlich alle fünf Wochen – eine Werkstätte zum Service an. Wir freuen uns auf die Weiterführung der guten Zusammenarbeit mit der ÖBB und hoffen auf eine hohe Verfügbarkeit unserer Flotte“, so Dr. Hana Dellemann, Generaldirektor-Stellvertreterin der Raaberbahn AG.

Die Raaberbahn greift mit der Zusammenarbeit mit ÖBB TS nicht nur auf einen etablierten und professionellen Instandhalter zurück, sondern profitiert gleichzeitig von einem topmodernen Werkstätten-Netz, einem umfassenden Ersatzteilpool sowie von mehr als 75.000 Jahren Erfahrung bei der Instandhaltung von Schienenfahrzeugen.

ÖBB TS: Instandhaltung von dreizehn VENTUS-Triebzügen

Der Instandhaltung der Nahverkehrszüge liegt ein ausgeklügeltes Wartungskonzept zugrunde, mit dem eine höchstmögliche Verfügbarkeit und Einsatzbereitschaft der Züge bei gleichzeitig minimalen Fahrzeugreserven erreicht werden wird. Das sorgt für maximale Wirtschaftlichkeit bei höchster Qualität, höchstem Komfort sowie höchstmöglicher Zuverlässigkeit und Sicherheit. Um die optimale Instandhaltung der Züge auch in Zukunft sicherzustellen, investiert ÖBB TS österreichweit in den kommenden Jahren rund 400 Millionen Euro in ihre Werkstätten und modernste Technologien.

Raaberbahn AG

Die Raaberbahn ist eine österreichisch-ungarische, grenzüberschreitende Privatbahn mit einem ca. 500 km langen Streckennetz und ca. 7,5 Millionen Fahrgästen in beiden Ländern. Mit rund 180 Mitarbeitern am Hauptstandort Wulkaprodersdorf steht die Raaberbahn, seit über 140 Jahren, im Burgenland, im Dienst der Reisenden und verbindet dabei Tradition und Regionalität mit Innovation und modernster Technologie. Bei einem Pünktlichkeitsgrad von   96 % ist die Raaberbahn ein wichtiges Bindeglied für die Menschen im Herzen Europas. Über 90 % der Fahrgäste sind PendlerInnen, SchülerInnen und StudentInnen. Die gelb-grünen VENTUS-Züge können die Reisenden zwischen Deutschkreutz – Sopron - Wien – Bruck an der Leitha - Bratislava Petrzalka benutzen.

ÖBB-Technische Services GmbH

Die Technische Services GmbH (ÖBB TS) ist das technische Kompetenzzentrum für Instandhaltung und Weiterentwicklung von Schienenfahrzeugen im ÖBB Konzern. Mit rund 4.000 MitarbeiterInnen an 24 Standorten, davon 22 in Österreich, ist ÖBB TS der größte Instandhalter für Schienenfahrzeuge und den dazugehörigen Komponenten in Österreich. Jahrzehntelange Erfahrung, modernste Technologien sowie ein dichtes Servicenetzwerk bilden das Fundament für professionelle, wirtschaftliche und sichere Instandhaltung. In Verbindung mit einem umfangreichen Ersatzteil-Pool stellt ÖBB TS wirtschaftliche Wartung weit über die Grenzen Österreichs hinaus sicher. Darauf vertrauen aktuell bereits Eisenbahnverkehrsunternehmen aus neunzehn europäischen Ländern.

ÖBB: Heute. Für morgen. Für uns.

Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2020 insgesamt 287 Millionen Fahrgäste und über 95 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit rund 97 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von über drei Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen knapp 42.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich bis zu 1,3 Millionen Reisende und rund 1.300 Güterzüge sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Quelle: ÖBB / 17.05.2021

 

Tschechische Bahnen bestellen 180 Reisezugwagen vom Typ Viaggio Comfort

Konsortium aus Siemens Mobility und Škoda Transportation beauftragt

Viaggio Comfort vereint Effizienz mit hohem Fahrgastkomfort

Auftragsvolumen rund eine halbe Milliarde Euro


Die Tschechischen Bahnen Ceské dráhy (CD) modernisieren ihre Flotte für inländische und internationale Fernverbindungen weiter. Ein Konsortium aus Siemens Mobility und Škoda Transportation erhält in diesem Zusammenhang den Zuschlag für die Lieferung von 20 Einheiten mit jeweils neun Reisezugwagen vom Typ Viaggio Comfort. Die Wagenkompositionen verfügen über jeweils einen Steuerwagen und sind für eine maximale Betriebsgeschwindigkeit von 230 km/h ausgelegt. Die Auslieferung der Garnituren erfolgt ab 2024 bis 2026. Der Auftragswert beläuft sich auf rund eine halbe Milliarde Euro.

„Wir freuen uns sehr, dass die CD beim Ausbau und der Modernisierung ihres Mobilitätsangebots erneut auf unseren erfolgreichen Reisezugwagen Viaggio setzt“, sagt Gerhard Greiter, CEO der Region Nordosteuropa bei Siemens Mobility. „Die neuen Wagen werden die Handschrift unserer tschechischen Entwicklungsabteilung tragen. Sie punkten unter anderem mit barrierefreiem Zugang und Laufruhe bei hohen Geschwindigkeiten für besonders komfortables Bahnfahren. Unsere modernen Reisewagen werden dazu beitragen, den nachhaltigen Eisenbahnverkehr in Tschechien noch attraktiver zu machen.“

"In Tschechien ist es geplant, die Geschwindigkeit auf konventionellen Strecken auf 200 km/h zu erhöhen und Strecken für den Hochgeschwindigkeitsverkehr zu bauen. So können die Züge künftig mit mehr als der bisher zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h fahren. Deshalb wollen wir mit den geplanten Investitionen in neue Züge fortfahren, die sowohl auf konventionellen als auch auf Hochgeschwindigkeitsstrecken in Mitteleuropa eingesetzt werden können. Auf diese Weise werden wir langfristige, strategische Partnerschaften im internationalen Verkehr stärken und unsere Position im Fernverkehr ausbauen", sagt Ivan Bednárik, Vorstandsvorsitzender der CD. "Die Einheiten werden mit den modernsten Elementen, die aktuell auf dem europäischen Markt verfügbar sind, ausgestattet sein und den Fahrgästen höchsten Komfort bieten."

Die insgesamt 180 neuen Wagen werden von CD für den Personenverkehr eingesetzt, zwei zusätzliche Wagen sollen vom Infrastrukturbetreiber der Tschechischen Bahnen zur Prüfung des Schienennetzes erworben werden. Die neuen Garnituren bieten zahlreiche Innovationen. So verfügen sie über verstellbare Sitze in der ersten und zweiten Klasse, Ladeanschlüsse für E-Bikes und moderne Bistrowagen. Die Wagen sind standardmäßig mit WLAN, frequenzdurchlässigen Scheiben für stabilen Mobilfunkempfang sowie mit einem bordeigenen Informationssystem und elektronischer Sitzplatzreservierung ausgestattet. Darüber hinaus gibt es drahtlose Ladestationen für Mobilgeräte in der ersten Klasse, ein Kinderkino und Platz für zwölf Fahrräder.

Die Züge werden für den Betrieb in Tschechien und in angrenzenden Ländern wie Deutschland, Österreich, der Slowakei, Ungarn und Polen zugelassen. Die Interoperabilität der Fahrzeuge wird durch die Einhaltung der jeweiligen regionalen Spezifikationen gewährleistet. Der Steuerwagen wird mit einer Einheit des europäischen Zugsicherungssystems ETCS sowie mit nationalen Zugsicherungssystemen ausgestattet sein.

Bereits 2018 bestellten die Tschechischen Bahnen 50 Viaggio Comfort Reisezugwagen bei Siemens Mobility und Škoda Transportation.


Quelle: Siemens AG / 12.04.2021
 

Neues innovatives Bremsüberwachungssystem für Güterzüge

Neues innovatives Bremsüberwachungssystem für Güterzüge

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Siemens Mobility und VTG Rail Europe kooperieren bei Innovationen für den Schienengüterverkehr

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Vertrag umfasst einjährige Erprobungsphase zum Nachweis der Betriebstauglichkeit des Systems

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Bremsüberwachungssystem besitzt aufgrund der Zeit- und Kostenersparnis für den schienengebundenen Gütertransport ein europaweites Marktpotenzial

Die Siemens Mobility GmbH und die VTG Rail Europe GmbH haben einen Vertrag zur Erprobung des innovativen Bremsüberwachungssystems (Brake Monitoring System, BMS) für die automatisierte Prüfung der Bremsen von Güterzügen geschlossen, um die Einsatzfähigkeit des Systems nachzuweisen. Das BMS ermöglicht eine automatische Prüfung der Bremsen jedes Waggons eines Zuges. Aufgrund der zu erwartenden Effizienzgewinne für Frachtunternehmen ergibt sich europaweit ein großes Marktpotenzial.

Die Senkung der CO 2 -Emissionen steht weltweit ganz oben auf der Agenda. Die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene ist ein wichtiger Baustein, um die Klimaziele zu erreichen. Daher ist es zunehmend wichtig, den Schienengüterverkehr effizienter zu gestalten.

„Das von Siemens Mobility entwickelte Bremsüberwachungssystem ist ein wichtiger Schritt in Richtung eines stärker automatisierten und digitalisierten Schienengüterverkehrs. Weniger zeitaufwendige manuelle Prozesse, höhere Effizienz und garantierte Verfügbarkeit sind die wichtigsten Treiber, um einen nachhaltigen Schienenverkehr wettbewerbsfähiger zu machen“, so Anne Fischer, Head of Rail Automation Products, Siemens Mobility.

„Die Idee eines Bremsüberwachungssystems wurde bereits 2016 bei VTG geboren und erste Entwicklungen begannen schon frühzeitig. Mit Siemens Mobility haben wir einen strategischen Technologiepartner gefunden, mit dem wir Innovationen vorantreiben und intelligente und visionäre Bahntechnologien entwickeln können. Oberste Prämisse des Projekts ist es, der Branche direkte Produktivitäts- und Effizienzgewinne zu ermöglichen. Mit der Einführung des BMS kann die Bahnnetzkapazität effizienter genutzt werden. Zudem wird das Zugpersonal von einer geringeren Arbeitsbelastung profitieren und die Sicherheit wird insgesamt erhöht“, sagt Dr. Hanno Schell, Head of Technical Innovations bei VTG.

Im Rahmen der einjährigen Erprobungsphase werden einzelne Komponenten des Systems getestet und optimiert. Das erste von zwei Waggonsets wurde komplett mit dem BMS ausgerüstet und die Tests laufen seit November 2020.

Das System stellt dem Zugpersonal Statusdaten bereit, die auf allen Seiten des Waggons sichtbar sind. Zudem wird der komplette Waggonstatus automatisch gemeldet und alle Waggon-Einstellungen auf einem Display in der Lokomotive angezeigt. Darüber hinaus verbessert das BMS die Sicherheit insgesamt, da es bei der Inspektion durch den Wagenmeister und direkt vor der Abfahrt eine detaillierte Visualisierung von Fehleinstellungen, angezogenen Handbremsen oder anderen Problemen mit Waggonkomponenten ermöglicht. Die gewonnenen Daten tragen dazu bei, unerwartete Ausfälle zu verhindern. Sie senken die Wartungskosten und liefern frühzeitige Hinweise auf Verschleiß.

Das ursprüngliche BMS-Konzept wurde bereits Ende 2016 entwickelt. Nach einjährigen erfolgreichen Feldtests in ganz Europa und einigen Weiterentwicklungen des Systems bis 2019 sind die Ergebnisse der aktuellen gemeinsamen Erprobung ein wesentlicher Aspekt für die Entwicklung eines Serienprodukts durch Siemens Mobility.

Quelle: Siemens / 22.03.2021

 
ÖBB starten neue, saisonale Nachtzugverbindung nach Split

ÖBB starten neue, saisonale Nachtzugverbindung nach Split

·        Mit dem EuroNight ab 29,90 Euro an die kroatische Küste

·        Tickets für den Sommer ab sofort buchbar

·        Auto- und Motorradmitnahme nach Split möglich

(Wien, 17.03.2021) – Die ÖBB erweitern ihr Angebot und starten mit 18. Juni 2021 eine neue saisonale Nachtzugverbindung von Wien und Graz nach Split. Fahrgäste können künftig über Nacht klimafreundlich und komfortabel an die kroatische Küste reisen und dabei sogar noch das Auto oder Motorrad im Gepäck haben. Der neue Nachtzug soll planmäßig von Mitte Juni bis Mitte September zweimal wöchentlich auf der Strecke Bratislava – Wien – Graz – Split unterwegs sein. Er wird als EuroNight 1253/1252 in Kooperation mit der Slowakischen Bahn (ZSSK) geführt.

Klimafreundlich und günstig an die kroatische Küste

Die lange Autofahrt mit der Familie oder Freunden an den Urlaubsort lässt sich in Zukunft durch eine klimafreundliche und angenehme Zugfahrt ersetzen. Der Transport von Autos und Motorrädern ist von Wien nach Split und auch von Bratislava nach Split und zurück möglich.

Tickets für den Nachtzug sind bereits ab 29,90 Euro im Sitzwagen und im komfortablen Schlafwagen ab 69,90 Euro pro Person und Richtung erhältlich. Diese können ab sofort online im ÖBB Ticketshop unter tickets.oebb.at , in der ÖBB App in den ÖBB Reisezentren und beim ÖBB Kundenservice unter +43 5 17 17 gebucht werden.

Pauschalangebote bei ÖBB Rail Tours

Auch der Bahnreiseveranstalter ÖBB Rail Tours hat für die neue Nachtzugdestination Urlaubspackages im Angebot. So gibt es für die KundInnen z.B. die Möglichkeit, eine Pauschalreise inkl. Bahnfahrt Wien – Split – Wien mit Sitzplatzreservierung und einer Woche Aufenthalt im Appartement Porta Adriatica im Zentrum von Split zu buchen. Dieses Angebot ist beispielsweise ab 331 Euro pro Person ohne Verpflegung erhältlich.

Fahrplan Details

·        EN1253: Bratislava 15.51 – Wien 18.01 – Graz 21.01 – Split 9.50

(Nächte Dienstag/Mittwoch und Freitag/Samstag, verkehrt von 18.6. bis 10.9.)

·        EN1252: Split 16.48 – Graz 5.29 – Wien 8.58 – Bratislava 10.49

(Nächte Mittwoch/Donnerstag und Samstag/Sonntag, verkehrt von 19.6. bis 11.9.)

Quelle: ÖBB/ 17.03.2021

 
Stadler gewinnt Ausschreibung zur Lieferung von 59 Zügen an das staatliche spanische Eisenbahnunternehmen RENFE

Das staatliche spanische Eisenbahnunternehmen RENFE hat Stadler mit dem Bau und der Lieferung von 59 Hochkapazitäts-Nahverkehrszügen beauftragt. Der Auftragswert beträgt rund eine Milliarde Euro und beinhaltet die Ersatzteile und die Wartung über einen Zeitraum von 15 Jahren. Der Vertrag wird gemäss dem Vergabeverfahren später unterzeichnet.

Das staatliche spanische Eisenbahnunternehmen RENFE hat Stadler den Auftrag über die Lieferung von 59 Nahverkehrszügen erteilt, der auch die Ersatzteile und die Wartung über einen Zeitraum von 15 Jahren beinhaltet. Dieser Zuschlag ist eines der Lose im Bieterverfahren für die vom spanischen Betreiber ausgeschriebenen Hochkapazitätszüge. Stadler schlägt vor, die Kapazität durch den Einsatz von Doppelstockwagen mit einer skalierbaren Länge von 100 bis 120 Metern und von 160 bis 240 Metern zu maximieren. Die Züge mit iberischer Spurweite werden auf Strecken mit 3-Kilovolt-Gleichstrom-Oberleitungen verkehren und eine Höchstgeschwindigkeit von 140 Kilometern pro Stunde erreichen. Sie werden im Nahverkehr in den grössten spanischen Städten eingesetzt.
 
Dies ist der erste Auftrag von RENFE an Stadler. Sowohl das Engineering als auch die Produktion der Züge sollen im Stadler-Werk Valencia stattfinden. Der Vertrag soll eine Option für 44 weitere Einheiten und deren Wartung enthalten.
 
Iñigo Parra, CEO von Stadler Valencia, sagt: «Wir freuen uns sehr über die Entscheidung von RENFE und das Vertrauen in Stadler. In Spanien sollen neue Züge für den Einsatz im spanischen Nahverkehr entstehen – das erfüllt uns mit Stolz.»

Quelle: Stadler/09.03.2021
 

ÖBB und Siemens Mobility präsentieren Außendesign des neuen Nightjet

ÖBB und Siemens Mobility präsentieren Außendesign des neuen Nightjet

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ÖBB und Siemens Mobility zeigen ersten lackierten Wagenkasten

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Neue Nightjet-Garnituren ab 2022 im Einsatz

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ÖBB setzen auf mehr Komfort und Privatsphäre für ihre Fahrgäste

ÖBB und Siemens Mobility präsentierten heute in Wien den ersten lackierten Wagenkasten und das Außendesign für die Nightjets der neuen Generation. Bereits ab Ende 2022 werden die neuen hochmodernen Züge auf der Schiene sein. Sie werden in einem ersten Schritt auf den Verbindungen von Österreich und Deutschland nach Italien zum Einsatz kommen. Die ersten 13 Garnituren wurden bereits aus einer Rahmenvereinbarung mit Siemens Mobility von den ÖBB abgerufen, ein Abruf für 20 weitere soll noch in diesem Jahr folgen.

Österreichische Klimaschutzministerin Leonore Gewessler: „Im Kampf gegen die Klimakrise braucht Europa mehr klimafreundliche Mobilität. Ein starkes Nachtzugnetz ist ein wichtiger Teil davon. Darum investieren wir in den kommenden Jahren rund 500 Millionen Euro in die Zukunft der Nachtzüge. Damit können wir 20 weitere Nightjets mit österreichischer Wertschöpfung anschaffen. Das bedeutet nicht nur mehr Waggons, sondern auch mehr Destinationen und mehr Nachtzug-Linien. Der Nightjet ist die beste Option für Reisen zwischen europäischen Metropolen, Österreich ist und bleibt hier der Vorreiter in der EU.“

ÖBB Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä: „Die Entscheidung 2016 europaweit ins Nachtzuggeschäft einzusteigen und das Nachtzugnetz konsequent auszubauen war goldrichtig. So sind wir bereits heute der größte Anbieter von Nachtzugreisen in Europa. Die Investition in ein neues modernes Wagenmaterial wird dafür sorgen, dass wir auch in Zukunft diese Vorreiterrolle weiter ausbauen können. Mit unseren neuen hochmodernen Nightjets überzeugen wir künftig mit mehr Komfort und Privatsphäre und stellen die Bedürfnisse der Fahrgäste klar in den Mittelpunkt.“

Siemens Mobility CEO Michael Peter: „Der neue Nightjet überzeugt durch Fahrgaskomfort, Nachhaltigkeit und Flexibilität und wird über Jahre hinweg weltweit Benchmark sein. Zentrales Element der Züge sind die innovativen Minisuiten, die den Passagieren private Rückzugssphäre bieten. Die Drehgestelle sind in spezieller Leichtbauweise konstruiert und sorgen dafür, dass der Zug besonders ruhig läuft und über den gesamten Lebenszyklus weniger Energie verbraucht. Unser Nightjet wird eine zentrale Rolle spielen, wenn es darum geht, europäische Metropolen klimaschonend miteinander zu verbinden und das Bahnfahren noch attraktiver zu machen.“

Die siebenteiligen Nightjets der neuen Generation bestehen aus zwei Sitzwagen, drei Liegewagen und zwei Schlafwagen. Bei der Gestaltung verbindet sich hochmodernes Design mit noch mehr Komfort. Im neuen Liegewagenkonzept bieten zusätzliche Minisuiten für Alleinreisende noch mehr Privatsphäre und sorgen für eine angenehme und entspannte Ankunft am Reiseziel. Im Schlafwagen wird das Reisen noch bequemer, denn zukünftig verfügen die Standard- und Deluxe-Abteile über eine eigene Toilette sowie eine Duschmöglichkeit. Die bisher gewohnten Abteile wird es – in einem neuen Design – natürlich weiterhin geben.

Neu an Bord ist das kostenfreie WLAN, das im Fernverkehr bisher auf die Railjets beschränkt war und nun auch Reisenden in den Nachtzügen der neuen Generation zur Verfügung stehen wird. Wer sich die Zeit bis zur Ankunft vertreiben möchte, kann damit gratis im ÖBB Railnet surfen, streamen und das digitale Zeitungs- und Zeitschriftenangebot kostenlos nutzen.

Mit den neuen Nightjets wird künftig auch das barrierefreie Reisen über Nacht möglich sein. So wird jeder Nightjet mit einem Multifunktionswagen unterwegs sein, der über einen Niederflureinstieg verfügt und in dem sich ein barrierefreies Liegewagenabteil sowie ein barrierefreies WC befinden.

Quelle: Siemens / 23.02.2021

 
Bahn frei für das Europäische Jahr der Schiene

Die Europäische Kommission, die ÖBB und die Klimaschutzministerin haben heute die EU-Lok in neuem Design zum Auftakt des 2021 ausgerufenen Europäischen Jahrs der Schiene eingeweiht und auf Reisen geschickt.
(Wien, 11. Februar 2021) – 2021 wurde von der EU zum Europäischen Jahr der Schiene erklärt. Ziel ist es, den Umstieg auf die Bahn als sicheres und nachhaltiges Verkehrsmittel zu fördern. Aus diesem Anlass hieß es heute am Wiener Hauptbahnhof „Bahn frei für die neue EU-Lok“. Zum Auftakt wurde die Lok in neuem Design von Klimaschutzministerin Leonore Gewessler, Martin Selmayr, Botschafter der Europäischen Kommission in Österreich, und ÖBB CEO Andreas Matthä feierlich eingeweiht. Direkt nach der Taufe tritt die EU-Lok mit rund 10.000 PS ihren Dienst an: Ab heute wird sie als Botschafterin des Europäischen Jahrs der Schiene in Österreich und den Nachbarländern unterwegs sein.


Klimaschutzministerin Leonore Gewessler: „Der Verkehr ist unser Sorgenkind im Klimaschutz. Darum investieren wir heute so viel Geld in den Ausbau der Bahn-Infrastruktur in Österreich wie nie zuvor. Im Kampf gegen die Klimakrise braucht es aber auch starke Partner wie die ÖBB und den Rückenwind der gesamten EU. Ich freue mich besonders, dass ab sofort die neue EU-Lok im Zeichen des Europäischen Jahrs der Schiene in ganz Österreich unterwegs ist und diese Botschaft für klimafreundliche Mobilität nach außen trägt.“


Martin Selmayr, Botschafter der Europäischen Kommission in Österreich: „Das Europäische Jahr der Schiene kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Aus drei Gründen: Erstens ist es höchste Eisenbahn für Klimaschutz. Wir müssen heute die Weichen für ein klimaneutrales Europa im Jahr 2050 stellen. Zweitens verbindet die Bahn Staaten miteinander. Unsere EU-Lok steht somit auch für Zusammenhalt in Europa. Und den brauchen wir angesichts der Corona-Pandemie mehr denn je. Drittens beginnt im Mai die Konferenz zur Zukunft Europas. Die EU-Lok zeigt symbolisch, dass wir startklar sind, um jetzt Zug in die Vision eines starken, ökologischen und weltoffenen Kontinents zu bringen. Ich werde mit der EU-Lok und gemeinsam mit Paul Schmidt, Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik, in die österreichischen Bundesländer reisen, um mit Bürgerinnen und Bürgern zu diskutieren, wie wir unser Europa jeden Tag gemeinsam ein Stück besser machen können.“


ÖBB Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä: „Das Europäische Jahr der Schiene ist ein wichtiges Zeichen für ein klimafreundliches Europa – denn wir stehen vor der großen Frage, wie wir den Verkehr in Europa künftig umweltschonender gestalten können. Und darauf kann es nur eine Antwort geben: mit der Bahn! Damit wir die Klimaziele erreichen können, braucht die EU mehr Bahn, aber die Bahn braucht auch mehr Europa, um künftig schneller, digitaler und effizienter zu werden. Einen Zug durch Europa zu fahren, muss so einfach werden wie einen Lkw.“

Die Zukunft ist die Bahn
25 Prozent der Treibhausgasemissionen der EU entfallen auf den Verkehr. Der Schienenverkehr verursacht in Europa jedoch nur 0,4 Prozent der Treibhausgasemissionen. Der Schienenverkehr in Europa wird weitgehend elektrisch betrieben. Die Schiene ist zudem der einzige Verkehrsträger, der seine CO2-Emissionen seit 1990 kontinuierlich gesenkt hat.

Das Europäische Jahr der Schiene steht in Einklang mit den Bemühungen der EU, umweltfreundliche Verkehrsmittel zu fördern und mithilfe des europäischen Grünen Deals bis 2050 klimaneutral zu werden. Die ÖBB sind schon heute führend mit dabei, wenn es um die Stärkung klimafreundlicher Mobilität in Europa geht, und spart jährlich mehr als 4 Mio. Tonnen CO2.
Die neue EU-Lok symbolisiert die starke Partnerschaft von ÖBB, Klimaschutzministerium und Europäischer Kommission. Sie setzt im Europäischen Jahr der Schiene klare Akzente für den Umstieg auf die Bahn und trägt diese Botschaft künftig quer durch Österreich und über die Grenzen hinaus.

Infos, wo die EU-Lok aktuell unterwegs ist, finden Sie hier:
https://lokfinder.oebb.at/

ÖBB. Heute. Für morgen. Für uns.
Schon heute bringen die ÖBB als umfassender Mobilitätsdienstleister jährlich 477 Millionen Fahrgäste und 105 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. Besonders klimaschonend sind die Bahnreisenden unterwegs. Denn 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2019 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen in die Bahninfrastruktur von über zwei Milliarden Euro jährlich bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit 41.904 MitarbeiterInnen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge sorgen dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat von Gesellschaft und Wirtschaft und sind Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Quelle: ÖBB-Holding AG/ 11.02.2021

 

Siemens Mobility erhält Serviceauftrag für ICE 4

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Größter Serviceauftrag für Siemens Mobility von der Deutschen Bahn

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IS 600-Revision für 40 ICE 4-Züge


Die Deutsche Bahn (DB) hat Siemens Mobility mit Revisionen für 40 Züge der Baureihe 412 (ICE 4) beauftragt. Es handelt sich dabei um den größten je von der Deutschen Bahn an Siemens Mobility vergebenen Serviceauftrag. Der Vertrag beinhaltet auch eine Option für 50 weitere Zugrevisionen der Baureihe 412. Die so genannten IS 600-Revisionen sind bei neuen Hochgeschwindigkeitszügen der Deutschen Bahn ab einer Fahrleistung von 1,65 Millionen Laufkilometern erforderlich. Die Arbeiten werden ab Mitte 2021 im Servicebereich „Expert House“ des Siemens Mobility-Prüf- und Validationcenter in Wegberg-Wildenrath durchgeführt.

„Der ICE 4 ist das Rückgrat des DB-Fernverkehrs. Als Service-Partner werden wir einen entscheidenden Beitrag leisten, um die Verfügbarkeit und den Betrieb der ICE4-Flotte zu gewährleisten und eine nachhaltige Performance über den gesamten Lebenszyklus sicherzustellen“, sagt Johannes Emmelheinz, CEO Customer Service bei Siemens Mobility.

Im Rahmen der IS 600-Revision wird Siemens Mobility die zentralen Systeme und Komponenten der ICE 4-Züge überprüfen und Instandhaltungstätigkeiten planmäßig ausführen. Dazu zählen unter anderem Türen, Scheibenwaschanlagen, Kupplungen, Lauf- und Triebdrehgestelle sowie Stromabnehmer, Zugbeeinflussungssysteme und Bremsen. Im Innenraum werden etwa Brandmeldeanlagen, die Fahrgastinformationssysteme, die Geräte des Bordbistros und die Sanitäranlagen überprüft und gewartet. Darüber hinaus werden bei allen Zügen die Radsätze getauscht.

Seit Mai 2011 hat die Deutsche Bahn insgesamt 137 ICE 4-Züge bei Siemens Mobility bestellt. Alle drei Wochen verstärkt derzeit ein neuer ICE 4 die Fernverkehrsflotte der DB. Bis Dezember hatte Siemens Mobility 65 der bestellten ICE 4 an die Deutsche Bahn geliefert. Die ersten Züge sind seit 2016 im Fahrgasteinsatz.

Quelle: Siemens/20.01.2021

 
Siemens Mobility unterzeichnet wegweisende Absichtserklärung zum Aufbau des ersten Hochgeschwindigkeitsnetzes in Ägypten

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Die Vereinbarung umfasst den Bau eines rund 1000 Kilometer langen Bahnnetzes – das Projekt für die ersten 460 Kilometer ist rund drei Milliarden US-Dollar wert

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Schlüsselfertige Entwicklung, Beschaffung und Bauprojekt inklusive 15 Jahre Wartungsservices

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Siemens Mobility soll Hochgeschwindigkeits- und Regionalzüge, Lokomotiven, Bahninfrastruktur, Systemintegration und weitere Services liefern

Die nationale Behörde für Tunnel, eine Regierungsbehörde im Kompetenzbereich des ägyptischen Verkehrsministeriums, und Siemens Mobility haben eine Absichtserklärung (MoU) zur Konzeption, Installation und Inbetriebnahme des landesweit ersten Hochgeschwindigkeitssystems für den Schienenverkehr unterzeichnet – gemeinsam mit den lokalen Unternehmen Orascom Construction S.A.E. und The Arab Contractors (Osman Ahmed Osman & Co.). Zusätzlich wird Siemens Mobility Wartungsservices bereitstellen. Die Vereinbarung umfasst den Bau eines rund 1000 Kilometer langen Bahnnetzes, wobei das erste Projekt eine 460 km lange Hochgeschwindigkeitsstrecke ist, mit einem Auftragswert von rund drei Milliarden US-Dollar.

Unterzeichnet wurde die Absichtserklärung von Essam Waly, Präsident der ägyptischen Nationalen Behörde für Tunnel, und Michael Peter, CEO von Siemens Mobility, bei einem Treffen heute in Kairo. Bei der Unterzeichnung waren der Premierminister Mostafa Madbouly, der ägyptische Verkehrsminister Kamel Al Wazir sowie Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG und Roland Busch, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, anwesend.

"Wir fühlen uns geehrt und sind stolz, unsere vertrauensvolle Partnerschaft mit Ägypten weiter auszubauen. Mit dem Bau eines hocheffizienten Bahnsystems für das Land werden wir die ägyptische Bevölkerung mit einem erschwinglichen, sauberen und zuverlässigen Verkehrsangebot unterstützen", sagt Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. "Nach dem sehr erfolgreichen Energy-Mega-Projekt wollen wir diesen visionären Geist nun auch gemeinsam mit unseren Partnern im Mobilitätssektor beweisen."

„Wir freuen uns, dass uns das Verkehrsministerium mit der Durchführung dieses wichtigen Projekts betrauen möchte. Mit unseren führenden digitalen Lösungen und umfassenden, schlüsselfertigen Services wollen wir moderne, integrierte Hochgeschwindigkeitssysteme für den Schienenverkehr bereitstellen, die dem Land einen Technologieschub geben und lokale Arbeitsplätze schaffen werden. Das neue Bahnsystem wird den Fahrgastkomfort erheblich verbessern, indem es Reisezeiten für Millionen Menschen in Ägypten verkürzt“, sagt Michael Peter, CEO von Siemens Mobility.

Das System wird auf 460 Kilometern die am Mittelmeer gelegenen Städte von El-Alamein mit Ain Sokhna am Roten Meer verbinden und dabei auch durch die neue Verwaltungshauptstadt führen. Die Strecke wird zudem für den Güterverkehr betriebsfähig sein, was das Wirtschaftswachstum der Region weiter fördern wird.

Siemens Mobility ist weltweit führend im Bereich der Hochgeschwindigkeitszüge und gehört seit den 1960er Jahren zu den führenden Unternehmen auf dem ägyptischen Mobilitätsmarkt. Das Unternehmen verfügt außerdem über umfangreiche Erfahrungen bei der Realisierung von Hochgeschwindigkeits-Bahnprojekten in Nahost und Afrika.

Als weltweit führender Anbieter schlüsselfertiger Schienenprojekte mit einer nachgewiesenen Erfolgsbilanz, Projekte pünktlich zu liefern, integriert Siemens Mobility verschiedene Elemente seines Portfolios und liefert komplette Schienensysteme verlässlich und aus einer einzigen Quelle. Bisher hat das Unternehmen weltweit circa 50 schlüsselfertige Projekte erfolgreich abgeschlossen – viele davon wurden schon vorzeitig ausgeliefert. Zu den aktuellen Projekten gehören die Erweiterung der Blue Line Metro in Bangkok, die letztes Jahr fertiggestellt wurde, sowie das Kopenhagen Light Rail Projekt.

Quelle: Siemens AG/14.01.2021

 
Stadler liefert Rettungszüge an die ÖBB

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) bestellen bei Stadler bis zu 20 neue Lösch- und Rettungstriebzüge. Die beiden Unternehmen haben diesbezüglich eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet. Die ÖBB haben daraus bereits die ersten fünf Züge abgerufen.

Stadler und die ÖBB Infrastruktur AG haben Ende Dezember 2020 eine Rahmenvereinbarung über die Entwicklung, Herstellung, Lieferung, eisenbahnrechtliche Zulassung und Inbetriebsetzung von bis 20 neuen Lösch- und Rettungszügen unterzeichnet. Der gesamte Auftragswert beträgt bis zu 240 Millionen Euro. In einem ersten Abruf bestellt die ÖBB Infrastruktur AG zunächst 5 Züge im Wert von rund 60 Millionen Euro.
 
Die neuen Züge sind als dreiteilige Fahrzeuge aufgebaut und rund 66,5 Meter lang. Sie bestehen jeweils aus einem Triebwagen, einem motorisierten Niederflursteuerwagen und einem Wasserwagen, der bis zu 45 000 Liter Wasser befördern kann. Der Wasserwagen wird begehbar sein und zudem bis zu 56 Sitzplätze bieten. Insgesamt stehen pro Zug 300 Sitz- und Stehplätze zur Verfügung, beispielsweise für zu rettende Personen. Die Züge werden bis zu 160 Kilometer pro Stunde schnell und trimodal angetrieben sein, d.h. elektrisch, dieselelektrisch und per Batterie. Die ersten Fahrzeuge sollen bis spätestens Mitte 2024 in den Einsatz kommen. Die Fahrzeuge sind sowohl für Interventionen in den drei neuen Basistunneln Koralm, Semmering und Brenner als auch als Ersatz der ersten Generation von Lösch- und Rettungszügen der ÖBB vorgesehen und können auf dem gesamten Streckennetz der ÖBB verkehren.

Dr. Ansgar Brockmeyer, Vertriebsleiter von Stadler, sagt: «Wir freuen uns sehr über diesen Auftrag und die Zusammenarbeit mit den ÖBB. Unsere langjährige Erfahrung mit Tailor-Made-Fahrzeugen in Verbindung mit verschiedensten Antriebskonzepten wird uns dabei helfen, diese technisch anspruchsvollen Züge herzustellen. Diese Erfahrungswerte sind ein Alleinstellungsmerkmal von Stadler.»

Quelle: Stadler Rail group/14.01.2021

 

Siemens Mobility betreibt innovative Forschung zur Sicherheit automatisierter Bahnen

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Forschungsprojekte mit Volumen von 1,7 Mio. Euro und 30 Monaten Laufzeit

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Untersuchungen zu höchsten Automatisierungsstufen im Regional- und Fernverkehr

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Wichtiger Impuls für die Digitalisierung der Schiene

Siemens Mobility gewinnt mit renommierten Partnern zwei innovative Forschungsprojekte des Deutschen Zentrums für Schienenverkehrsforschung (DZSF) zur Sicherheit des automatisierten Bahnbetriebs. Das Forschungsziel ist, Kriterien für die Zulassung von vollautomatisierten Bahnen im Regional- und Fernverkehr festzulegen. Für die beiden Projekte sind eine Laufzeit von 30 Monaten und ein Gesamtvolumen von 1,7 Mio. Euro eingeplant.

„Mit den Forschungsprojekten stärken wir unsere Position als Taktgeber für Digitalisierung und automatisiertes Fahren“, so Gerhard Greiter, CEO der Region Nordosteuropa bei Siemens Mobility. „Wir setzen auf Bahnautomatisierung und ihre Vorteile für Passagiere und Betreiber. Ob Pünktlichkeit, Sicherheit oder Energieeffizienz – selbstfahrende Züge bringen die Mobilität auf ein neues Level. Daran arbeiten wir.“

In den Untersuchungen geht es um die höchsten Automatisierungsstufen (Grade of Automation GoA 3 und GoA 4). Dabei handelt es sich um vollautomatische Bahnen mit und ohne Zugbegleiter. Die Forschungsergebnisse können der weiteren Digitalisierung der Schiene einen wichtigen Impuls geben. Denn automatisierte Züge im Regional- und Fernverkehr werden die Mobilität von morgen prägen.

Schwerpunkte der Forschungsprojekte
Ein Projekt untersucht, welche Sicherheitsanforderungen vollautomatisierte Bahnen im Fernverkehr erfüllen müssen. Dabei soll mindestens das Sicherheitsniveau wie bei den von Menschen gefahrenen Zügen erreicht werden. Siemens Mobility leitet das Projekt und arbeitet eng mit den Partnern TU Berlin und TÜV Rheinland zusammen.

Das zweite Projekt leitet die TU Berlin. Im Fokus steht der Vergleich von menschlicher und technischer Leistungsfähigkeit. Die Frage ist, was ein automatisches System alles können muss, um einem Triebfahrzeugführer ebenbürtig zu sein. Projektpartner sind das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowie die DB Systemtechnik und Siemens Mobility.

Erfahrung und Expertise
Siemens Mobility wird in den Forschungsprojekten seine Erfahrung und Expertise aus verschiedenen Projekten im Bereich Bahnautomatisierung einbringen. Dazu zählen die selbstfahrenden Metros in Nürnberg und Paris genauso wie Ergebnisse der Forschung zu Hinderniserkennungssystemen für den vollautomatisierten Bahnbetrieb.

Zudem fließt Know-how aus Referenzprojekten in Hamburg und London in die Forschung ein: In Hamburg läuft ein Pilotprojekt zum hochautomatisierten Fahren mit der S-Bahn, das 2021 zum ITS-Weltkongress den Passagierbetrieb startet. In London wurde auf der Thameslink-Strecke erstmals ein System für automatisierten Bahnbetrieb (ATO) mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS kombiniert.

Quelle: Siemens / 24.11.2020

 

Mireo Smart: 100% Fokus auf Effizienz

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Agile Kapazitätserweiterung dank schneller Verfügbarkeit

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Zuverlässiger Betrieb durch ausgereifte Technik

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Attraktiver Preis basierend auf Standardisierung

Siemens Mobility stellt heute den neuen Mireo-Smart-Zug vor. Er ermöglicht eine schnelle Kapazitätserweiterung, sowie einen profitablen Betrieb durch einen attraktiven Preis, geringe Instandhaltungskosten und einen sehr hohen Grad an Zuverlässigkeit.

Albrecht Neumann, CEO Rolling Stock, Siemens Mobility: „Mit dem Mireo Smart bieten wir Verkehrsbetreibern die Möglichkeit, auf neue Anforderungen agil zu reagieren und ihre Flotten mit einem standardisierten Produkt mit kurzen Lieferzeiten schnell zu erweitern. Dabei können unsere Kunden von einem attraktiven Preis, größter Verlässlichkeit und optionalen Servicepaketen profitieren.“

Durchstarten, währende andere noch warten: Der neue Dreiteiler verkürzt die Zeit von Bestellung zur Betriebsaufnahme auf maximal 18 Monate. Der Verkauf erfolgt über ein Datenblatt, mit optimaler Ausstattung und zu festen Konditionen. Verlässliche Komponenten, umfangreiche Tests vor der Auslieferung und hohe Standardisierung sorgen für einen zuverlässigen Betrieb des Mireo Smart vom ersten Tag an. Damit ist der Mireo Smart eine echte Alternative zur Flottenmodernisierung.

Desweitern können passende Ersatzteil- und Instandhaltungspakete als auch Serviceverträge erworben werden. Der dreiteilige Zug bietet 214 Sitzplätze, 21 Fahrradstellplätze, zwei Rollstuhlplätze, Zug-Land-Kommunikation, Klimaanlage, Internet an Bord, Fahrgastinformation, große TFT-Monitore im Einstiegsbereich und Sicherheitsüberwachung.

Der Mireo Smart basiert auf der erfolgreichen Mireo-Plattform, von der bisher über 180 Fahrzeuge bestellt wurden. Die ersten Mireo-Züge befinden sich seit Juni 2020 im Rheintal im Fahrgastbestrieb

Quelle: Siemens / 09.11.2020

 

Siemens Mobility erhält Zulassung für Vectron Dual Mode

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Bereits über 100 Bestellungen für die Kombination aus Diesel- und Elektrolok

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Nachhaltige und wirtschaftliche Lösung für den Güterverkehr in Deutschland

Die Vectron Dual Mode-Lokomotive von Siemens Mobility hat am 29. Oktober 2020 vom Eisenbahn-Bundesamt (EBA) die Zulassung für den Betrieb in Deutschland erhalten. Bisher haben Railsystems RP, die Mindener Kreisbahnen und Stern und Hafferl den Vectron Dual Mode bestellt. Ein weiteres Fahrzeug wurde vom Siemens-Mobility Testcenter in Wegberg-Wildenrath für Überführungsfahrten geordert. Auch die von DB Cargo im September bestellten Zweikraftlokomotiven profitieren von der Zulassung.

„Der Vectron Dual Mode ermöglicht unseren Kunden einen nachhaltigen und wirtschaftlichen Schienengüterverkehr. Als Alternative zur herkömmlichen Diesel-Lok bietet der Vectron Dual Mode das Beste aus zwei Welten: Auf elektrifizierten Streckenabschnitten ist er rein elektrisch unterwegs, um Kraftstoff und Emissionen zu sparen und Wartungskosten zu reduzieren. Auf oberleitungsfreien Streckenabschnitten kann ohne Lokwechsel in den Dieselbetrieb umgeschaltet werden“, sagt Albrecht Neumann, CEO Rolling Stock bei Siemens Mobility.

Das deutsche Schienennetz ist heute zu rund 60 Prozent elektrifiziert, mit der Lokomotive von Siemens Mobility können Lücken in der Elektrifizierung ohne Lokwechsel durchfahren werden. Ballungszentren und Großstädte, in denen es häufig ein elektrifiziertes Schienennetz gibt, bleiben gleichzeitig von Emissionen verschont.

Der Vectron Dual Mode basiert auf bewährten Vectron-Komponenten. Die Spurweite des Vectron Dual Mode beträgt 1.435 mm, das Gewicht liegt bei 90 Tonnen. Die Lok ist für das 15 kV AC Spannungssystem ausgelegt und mit dem Zugsicherungssystem PZB ausgerüstet. Unabhängig von der Betriebsart beträgt die Leistung am Rad 2.000 kW. Der Dieseltank fasst 2.600 Liter Kraftstoff. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 km/h.

Quelle: 05.11.2020 / Siemens

 
Stadler liefert den Bestseller FLIRT erstmals auf die Iberische Halbinsel

Die staatliche Eisenbahngesellschaft Comboios de Portugal (CP) und Stadler haben den Vertrag für Produktion und Lieferung von 22 Regionalzügen des Typs FLIRT unterzeichnet. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund 158 Millionen Euro. Damit kommt der FLIRT von Stadler erstmals auf der Iberischen Halbinsel für Fahrgäste zum Einsatz.

Die portugiesische Staatsbahn Comboios de Portugal (CP) und Stadler haben heute den Vertrag für die Lieferung von total 22 Zügen zur Erneuerung der Regionalzugflotte von CP unterschrieben. Der Vertrag umfasst die Herstellung und Lieferung von zehn elektrischen Triebzügen (EMU) und zwölf bimodalen Triebzügen (BMU) des Typs FLIRT. Im Gesamtwert des Auftrags von 158 Millionen Euro sind neben der Fahrzeuglieferung auch Instandhaltungsleistungen für mindestens vier Jahre und Schulungen enthalten.
 
Erstmals baut Stadler den FLIRT für den Fahrgastverkehr auf der iberischen Spurweite von 1668 Millimetern. Die zwölf bimodalen FLIRT (BMU) verfügen über einen zusätzlichen Wagenkasten als Antriebsmodul, der das dieselelektrische Traktionssystem beinhaltet. Damit ist ein Fahrbetrieb auch auf nicht elektrifizierten Strecken möglich. Der modulare Aufbau vereinfacht je nach Bedarf des Bahnbetreibers eine zukünftige Umrüstung vom bimodalen auf einen rein elektrischen Antrieb oder den Austausch der Dieselgeneratoren durch Batterien. Zudem sind 95 Prozent der verbauten Materialen wiederverwendbar.
 
«Wir sind stolz, dass unsere FLIRT für die Erneuerung der Regionalzugflotte ausgewählt wurden. Ich bin überzeugt, dass die portugiesischen Fahrgäste die innovativen und modernen FLIRT schätzen werden – wie es unter anderem bereits Millionen von Menschen in der Schweiz, Deutschland und den Niederlanden tun. Der portugiesische Markt ist für Stadler von grosser Bedeutung. Wir freuen uns, bei der Modernisierung der portugiesischen Bahnindustrie mitzuhelfen», sagt Ansgar Brockmeyer, Vertriebsleiter von Stadler.
 
Mehr über die Fahrzeuge
 
Die 22 FLIRT sind 63.2 (EMU) oder 74.4 (BMU) Meter lang. Sie bestehen aus drei Aluminium-Wagenkasten und bieten 375 Passagieren Platz, davon 214 auf Sitzplätzen. Je nach verwendeter Stromquelle erreichen die Triebzüge eine Höchstgeschwindigkeit von 160 oder 140 Kilometer pro Stunde. Stadler hat ein besonderes Augenmerk auf die Zugänglichkeit der Fahrzeuge gelegt, um allen Fahrgästen, auch solchen mit eingeschränkter Mobilität, ungehinderten Zugang von Bahnsteigen unterschiedlicher Höhe zu ermöglichen. Weiter verfügen die Züge über reservierte Bereiche für Rollstühle sowie für Fahrräder oder Kinderwagen.
 
Zur Erhöhung des Fahrgastkomforts können an Bord Verkaufsautomaten eingebaut werden. Die FLIRT verfügen zudem über ein WLAN-Netz, über welches die Fahrgäste sowohl auf die Inhalte des Bahnbetreibers als auch auf Multimedia-Inhalte zugreifen können. Ein innovatives Fahrgastinformationssystem rundet das Reiseerlebnis in den neuen FLIRT ab.
 
Über 1900 verkaufte FLIRT
 
Der FLIRT ist der Bestseller von Stadler und bei Kunden auf der ganzen Welt immens beliebt. Bis heute hat Stadler über 1900 FLIRT in 21 Länder verkauft. Aktuell sind drei weitere bimodale FLIRT-Aufträge in Europa in Arbeit, zwei davon in Grossbritannien – Greater Anglia und Keolis Wales & Borders – und eines in Italien im Valle d'Aosta. Bimodale FLIRT, der FLIRT H2 und der FLIRT Akku positionieren Stadler als führenden Hersteller umweltfreundlicher Züge mit alternativen Antrieben.

Quelle: Stadler / 28.10.2020
 
Die ÖBB bringen eine neue Bundesheer-Lok auf Schiene

Verteidigungsministerin Tanner und die ÖBB haben heute eine Lok im neuen Bundesheer-Design eingeweiht und auf ihre erste Reise geschickt. Damit setzen sie gemeinsam ein Zeichen für ein modernes und leistungsfähiges Heer.

(Wien, 22. Oktober 2020) – Bahn frei für die neue Bundesheer-Lok: Das Österreichische Bundesheer und die ÖBB verbindet seit Jahrzehnten ein enge Partnerschaft. Sei es bei Katastropheneinsätzen oder bei Militärtransporten. Als Zeichen der Verbundenheit mit dem Österreichischen Bundesheer setzten die ÖBB ab sofort auch eine Taurus-Lokomotive mit Bundesheer-Branding ein. Es ist nach der „50 Jahre Bundesheer“-Lok im Jahr 2005 und der "50 Jahre Heeressport"-Lok im Jahr 2012 nun bereits die dritte Lok im Bundesheer-Design.

Sie wurde heute in der Autoreisezuganlage der ÖBB am Hauptbahnhof Wien eingeweiht – in Anwesenheit von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und dem CEO der ÖBB Andreas Matthä. Direkt nach der Taufe tritt die neues Bundesheer-Lok mit rund 10.000 PS ihren Dienst an. Ab heute wird sie durch ganz Österreich unterwegs sein und ein Zeichen für ein modernes und leistungsfähiges Bundesheer sein.

Die Motive der neuen Bundesheer-Lok spiegeln militärische Einsatzbereiche des Bundesheeres wider. Sie zeigen Soldaten des Jagdkommandos beim Fallschirmsprung aus der Herkules C-130 und auf der zweiten Seite der Lok das Thema Gebirgskampf. Die militärischen Aufgaben des Bundesheeres standen diesmal im Zentrum der Überlegungen bei der Designentwicklung. Die Geradlinigkeit des neuen Designs verdeutlicht einerseits die Diszipliniertheit und Einsatzbereitschaft des Bundesheeres und soll andererseits, neben dem Hoheitssymbol des Bundesheers, vor allem den Leitspruch „Wir schützen Österreich“ und die Bilder von Einsätzen des Bundesheeres deutlich hervorheben.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner sagte während der Lok-Taufe: „Es gibt keine Sicherheit ohne Zuverlässigkeit. So wie die ÖBB für zuverlässigen Transport sorgt, ist das Bundesheer ein zuverlässiger Partner für die Bevölkerung und hilft, wo andere nicht mehr helfen können.“ Die Kooperation zwischen dem Verteidigungsressort und der ÖBB ist seit vielen Jahren geprägt von Vertrauen und enger Zusammenarbeit zum Wohle der österreichischen Bevölkerung. Frau Bundesministerin Klaudia Tanner dankte der ÖBB: „Dank der ÖBB können wir den vielen Zugreisenden nun täglich vermitteln, wofür das Bundesheer steht. Unsere Soldaten und Soldatinnen sowie die Zivilbediensteten des Bundesheeres schützen und helfen der Bevölkerung – die Fotos an beiden Seiten der Lok von zwei Einsatzbereichen der Landesverteidigung verdeutlichen das.“

Auch Andreas Matthä freut sich über die bereits dritte Lok im Bundesheer-Design. „Das Bundesheer und die Österreichischen Bundesbahnen arbeiten im Logistikbereich Tag für Tag zusammen. So ersparen wir der Umwelt nicht nur viele tausende Tonnen CO2 pro Jahr, sondern stellen auch für den Krisenfall die Kompatilität der Systeme Bahn und Heer sicher.“

Zahlreiche Fahrten und Militärtransporte im Personen- und Güterverkehr, weit über 7700 im letzten Jahr, wurden von den ÖBB für das Bundesheer durchgeführt. Der Militärverkehr bildet dabei eine eigene Sparte bei den Spezialtransporten. Auch in Zukunft werden nationale und internationale Transporte, sowohl im Personenbereich als auch im Güterverkehr und als Militärsonderzüge stattfinden.

Die neue Bundesheer-Lok ist ein sichtbares und kraftvolles Symbol für die enge Zusammenarbeit von Bahn und Bundesheer. Auf ihren Fahrten quer durch Österreich wird sie ein Ausdruck für eine moderne Landesverteidigung sein und diese Botschaft künftig quer durch Österreich tragen.

Quelle: ÖBB / 28.10.2020

 
ÖBB, LTE und ELL errichten neues Servicezentrum im Großraum Wien

(Gramatneusiedl, 2. Oktober 2020) – Die ÖBB-Technische Services GmbH (ÖBB TS), LTE Logistics & Transport Europe (LTE) und ELL European Locomotive Leasing (ELL) haben im Frühjahr 2020 mit der ETL Lokservice GmbH ein Joint Venture zur Errichtung und zum Betreiben eines Servicestützpunkts für Lokomotiven gegründet. Nur wenige Monate später nimmt die Kooperation der renommierten Unternehmen mit dem Spatenstich für die gemeinsame Werkstätte konkrete Formen an.

Servicezentrum im Herzen Europas

Der neue Stützpunkt liegt strategisch günstig am Schnittpunkt internationaler Schienengüterverkehrskorridore. Ab Anfang 2022 werden an diesem Standort moderne Lokomotiven instandgehalten. Die drei Partner bringen dabei unterschiedliche Kompetenzen ein: LTE und ELL ihre modernen Lokflotten, ÖBB TS das langjährige Knowhow als etablierter und professioneller Instandhalter von Schienenfahrzeugen.

„Nach Jahren der Planung und Überwindung vieler Hürden freuen wir uns über den reibungslosen Start der ersten Bauphase“, so Andreas Mandl und Michael Benda, CEO und CFO der LTE-group über den Startschuss der Bauarbeiten.

Sandra Gott-Karlbauer, Geschäftsführerin ÖBB TS: „Die Werkstätte in Gramatneusiedl ist ein weiterer wichtiger Puzzlestein hin zu einem umfassenden Servicenetz, mit dem wir Betrieb und Wartung der Lokomotiven optimal verknüpfen und so einen wichtigen Beitrag für nachhaltige Mobilität in unserem Land leisten.“

„Mit der neuen Werkstätte bieten wir unseren Kunden auf rund 1.000 m 2 professionelle Wartung am modernsten Stand der Technik. Der strategisch günstige Standort garantiert zudem kurze Wege und damit höchste Verfügbarkeit der Lokomotiven“, so Christoph Katzensteiner, CEO ELL.

ÖBB: Heute. Für morgen. Für uns.

Schon heute bringen die ÖBB als umfassender Mobilitätsdienstleister jährlich 474 Millionen Fahrgäste und 113 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. Besonders klimaschonend sind die Bahnreisenden unterwegs. Denn 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2018 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen in die Bahninfrastruktur von rund zwei Milliarden Euro jährlich bauen die ÖBB am Bahnsystem der Zukunft. Konzernweit 41.641 MitarbeiterInnen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlingen sorgen dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat von Gesellschaft und Wirtschaft und sind Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG. Die ÖBB-Technische Services GmbH ist mit 3.600 Mitarbeitern an 22 Standorten der größte Instandhalter für Schienenfahrzeuge und den dazugehörigen Komponenten in Österreich. 

LTE Logistics & Transport Europe

Die LTE-Group zählt im 20. Jahr ihres Bestehens zu den großen privaten Schienenverkehrsunternehmen Europas und betreut das Netz mit neun Tochterunternehmen und zwei Schwesterfirmen in Zentral- und Osteuropa. Der Umsatz betrug 2019 rund 150 Mio. Euro, knapp 500 MitarbeiterInnen bewirtschaften 80 Triebfahrzeuge.

ELL European Locomotive Leasing

ELL ist ein junges, internationales Vermietungsunternehmen für Lokomotiven mit Headquarter in Wien und Büros in Deutschland. Der aktuelle Lokomotivenbestand umfasst 152 hochmoderne Siemens Vectron Lokomotiven für Güter-  und Personenverkehre in Europa. 

Quelle: ÖBB/02.10.2020

 

Vectron-Lokomotive erhält Zulassung für den Betrieb in Dänemark

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Vorzeitige Lieferung von drei Loks an Dänische Staatsbahnen DSB

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Vectron in insgesamt 20 Ländern zugelassen

Die Wechselstrom-Variante der Vectron-Lokomotive hat am 15. September 2020 von der dänischen Sicherheitsbehörde „Trafik-, Bygge og Boligstyrelsen“ die Zulassung für den Betrieb in Dänemark bekommen. Die Zulassung ist ein wichtiger Meilenstein für die Inbetriebnahme von 42 Vectron-Loks, die die Dänischen Staatsbahnen DSB in den letzten zwei Jahren bei Siemens Mobility bestellt haben. Die Lieferung der ersten drei Lokomotiven erfolgt noch im September 2020.

„Die Dänischen Staatsbahnen erhalten mit dem Vectron eine moderne Lokomotiv-Flotte, die für Qualität und hohe Zuverlässigkeit steht. Die Zulassung und Inbetriebnahme des Vectron in Dänemark leistet einen wichtigen Beitrag für einen nachhaltigen europäischen Schienenverkehr. Besonders freut uns, dass wir die Fahrzeuge noch früher als geplant an unseren Kunden übergeben können“, sagt Michael Peter, CEO von Siemens Mobility.

„Für die DSB beginnt die Zukunft mit der Lieferung dieser ersten drei Vectron-Lokomotiven von Siemens. Die elektrischen Lokomotiven werden sich positiv auf unsere Umweltbilanz auswirken, sowohl in Bezug auf den Energieverbrauch als auch auf die lokalen Emissionen, und sie werden die Ziele der DSB für einen nachhaltigen, pünktlichen und flexiblen Zugbetrieb zum Nutzen unserer Kunden weiter voranbringen“, sagt Flemming Jensen, CEO der DSB.

Die neuen Lokomotiven für die DSB sollen in Dänemark und Deutschland verkehren und vor allem im Regionalverkehr als Traktion für die Doppelstockwagen der DSB eingesetzt werden. Alle Loks verfügen über eine maximale Leistung von 6.400 KW und eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Die Vectron AC sind für die Spannungssysteme 15 kV / 16,7 Hz sowie 25 kV / 50 Hz AC ausgelegt und mit dem europäischen Sicherungssystem ETCS sowie PZB/LZB und DK-STM ausgerüstet.

Bisher haben sich bereits 50 Kunden für den Vectron entschieden und über 1000 Fahrzeuge bestellt. Mit der Zulassung in Dänemark kann der Vectron nun in insgesamt 20 europäischen Ländern betrieben werden. Die Lokomotiven wurden außerdem für den Betrieb in Belgien, Bulgarien, Deutschland, Finnland, Italien, Kroatien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Schweden, der Schweiz, Serbien, der Slowakei, Slowenien, der Tschechischen Republik, der Türkei und Ungarn zugelassen.

Quelle: Siemens / 30.09.2020

 

Siemens Mobility installiert CBTC auf der Jurong-Regionallinie in Singapur

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Auf der 24 Kilometer langen erhöhten Jurong-Regionallinie in Singapur soll ein Communications-Based Train Control (CBTC)-Signalsystem installiert werden.

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An 24 Stationen entlang der gesamten Strecke werden halbhohe Bahnsteigtüren installiert.

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Die intelligente Infrastruktur wird die Verfügbarkeit erhöhen, einen optimierten Betrieb ermöglichen und mehr Fahrgastkomfort bieten.

Siemens Mobility hat von der Singapore Land Transport Authority (LTA) einen Auftrag im Wert von rund 135 Millionen Euro für die Installation eines automatischen Zugsteuerungssystems und halbhoher Bahnsteigtüren auf der Jurong-Regionallinie (JRL) erhalten. Auf der 24 Kilometer langen Strecke wird Siemens Mobility für das Computer-Based Train Control (CBTC)-Signalsystem seine Trainguard Sirius-Lösung und sein modernes Stellwerksystem Westrace einsetzen. Darüber hinaus wird Siemens Mobility an den 24 Stationen Bahnsteigtüren installieren, die den Automatisierungsgrad 4 (GoA 4) der Strecke unterstützen und einen vollautomatischen, unbeaufsichtigten Zugbetrieb ermöglichen. Das Projekt wurde von einem internationalen Team von Siemens Mobility in Singapur und Spanien konzipiert.

„Wir freuen uns sehr, auf unserer bestehenden Technologiepartnerschaft mit Singapurs Land Transport Authority aufbauen zu können und intelligente Mobilitätslösungen bereitzustellen, die die laufenden Bemühungen von Singapur um ein effizientes Stadtentwicklungsmanagement unterstützen“, sagt Michael Peter, CEO von Siemens Mobility. „Die moderne CBTC-Signaltechnik für die Jurong-Regionallinie wird einen Betrieb mit maximaler Verfügbarkeit und Automatisierung, einen hohen Grad an Servicezuverlässigkeit und Fahrgastkomfort ermöglichen.“

Die JRL befindet sich derzeit in der Entwicklung und wird nach Fertigstellung Singapurs siebte Metrolinie des MRT (Mass Rapid Transit) sein. Die Linie umfasst drei Abzweige und 24 Stationen auf einer Strecke von 24 Gleiskilometern. Sie wird sowohl den bestehenden Wohngebieten also auch den geplanten Erschließungen im westlichen Teil von Singapur dienen, die Anbindung der Region deutlich verbessern und die Entwicklung des Jurong-Gebietes unterstützen. Dank der JRL wird für 60.000 Haushalte in Jurong eine Bahnstation innerhalb von zehn Minuten zu Fuß erreichbar sein. Geplant ist, die JRL in drei Phasen in Betrieb zu nehmen – die letzte Phase soll im Jahr 2028 abgeschlossen werden.

Trainguard Sirius ist das leistungsstarke CBTC-System von Siemens Mobility, das Betreibern ermöglicht, ihre Netzkapazität und ihren Durchsatz zu maximieren. Die funkbasierte Technik liefert Echtzeit-Daten zu Fahrzeugposition und Geschwindigkeitsbedingungen, so dass die Anzahl der Fahrzeuge auf einer Schienenstrecke gefahrlos erhöht werden kann. Darüber hinaus bestimmt die Technik die genaue Position eines jeden Zuges auf den Schienen und steuert die Geschwindigkeit. Das erhöht die Sicherheit für die Fahrgäste und das Personal und ermöglicht eine laufende Aktualisierung des Systemzustands. Die Folge sind weniger Verspätungen sowie aktuelle Reiseinformationen. Trainguard Sirius wird derzeit für die Downtown Line in Singapur, in der Türkei, in Brasilien, Spanien, China und Venezuela eingesetzt.

Dieses Projekt baut auf einer bereits fest etablierten Beziehung von Siemens Mobility mit Singapur auf. Sie umfasst die Bereitstellung des Signal- und Testzentrums für die Downtown Line (DTL), eine der längsten vollautomatisch betriebenen U-Bahnlinien weltweit, sowie die Elektrifizierung für zwei andere Nahverkehrsprojekte: die Circle Line Stage 6 und die Erweiterung der North East Line. Siemens Mobility betreibt auch eines seiner digitalen Labore in Singapur, das die Zukunft des Straßenverkehrs transformiert. Dort führt das Unternehmen mit seinem Partner CETRAN umfangreiche Forschung im Bereich des autonomen Fahrens durch.

Quelle: Siemens / 24.09.2020

 

SBB und ÖBB wollen das Nachtzug-Angebot in Europa weiter ausbauen

Die SBB und die ÖBB verstärken im internationalen Personenverkehr ihre langjährige Zusammenarbeit. Die beiden Bahnen wollen das bereits bestehende Angebot im Nachtzugverkehr von sechs auf zehn Linien ausbauen. Geplant sind neue Nachtzüge ab der Schweiz nach Amsterdam, Rom und Barcelona. Die SBB und die ÖBB haben heute ihre Ausbaupläne vorgestellt und eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Der geplante Ausbau kann nur mit finanzieller Unterstützung aus dem Schweizer Klimafonds sichergestellt werden.

Die Nachfrage im internationalen Nachtzugverkehr hat im Jahr 2019 und im laufenden Jahr bis zum Ausbruch der Corona-Krise deutlich zugenommen. Die Anzahl der Reisenden in den Nachtzügen ab der Schweiz stieg im Vergleich zum Vorjahr um über 25 Prozent. Die beiden Partnerbahnen sehen dies als nachhaltigen Trend im Kontext des stark gestiegenen Kundenbedürfnisses, umweltfreundlich und ressourcenschonend zu reisen. Nachtzüge haben eine klar nachweisbare positive Klimawirkung, da sie eine Verlagerung von anderen Verkehrsmitteln auf den Zug bewirken. Das gemeinsame Ziel von ÖBB und SBB ist, mehr Reisen auf die Bahn zu verlagern und damit einen Beitrag zur Reduktion der CO 2 -Emissionen im Reisesektor zu leisten. Dieses Engagement steht im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens sowie dem Anliegen von Politik und Öffentlichkeit, ein attraktives Nachtreisezugnetz als wichtiges Element einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Mobilität in Europa zu entwickeln.

Mit 19 Nightjet Linien und acht weiteren Verbindungen mit Partnern betreibt die ÖBB bereits heute das grösste Nachtzugnetz Europas. Davon umfasst das Netz in Kooperation mit der SBB ab der Schweiz sechs Linien und eine weitere Verbindung. Auf diesen Erfolg aufbauend wollen die SBB und ÖBB das Angebot an Nachtzügen in Europa gemeinsam erweitern. In den vergangenen Monaten haben die Unternehmen verschiedene Ausbauoptionen intensiv geprüft und bewertet. Dank der Kooperation können die Bahnen bei der Produktion und Vermarktung des Angebots Synergien nutzen und Kosten sparen. Mit der am 11. September unterzeichneten Absichtserklärung (Letter of Intent) haben die beiden Bahnen die Strategie der Ausbaupläne von «Nightjet-Netz Schweiz 2024» vorgestellt. Die Pläne beinhalten einen Ausbau des Nightjet-Netzes ab der Schweiz auf insgesamt zehn Linien und 25 Destinationen.

Die Schwerpunkte der Ausbaupläne:

·          Ab Fahrplan 2022: Neue Nightjet-Verbindung nach Amsterdam

Als ersten Ausbauschritt wollen die beiden Bahnen ab Dezember 2021 eine neue tägliche Nightjet-Verbindung Zürich – Basel – Frankfurt – Köln – Amsterdam aufnehmen. Das nur sehr begrenzt verfügbare für den Nachtverkehr geeignete Rollmaterial setzt einem kurzfristigen Angebotsausbau jedoch enge Grenzen. Die SBB beabsichtigt deshalb, beim deutschen Anbieter RDC Asset GmbH entsprechendes Rollmaterial zu mieten.

·          Kapazitätsausbau nach Berlin, Hamburg und Prag sowie neue Verbindung nach Leipzig und Dresden

Die heute angebotenen Verbindungen ab Zürich über Basel nach Berlin und Hamburg erfreuen sich einer steigenden Nachfrage. Deshalb soll die Kapazität dieser Verbindungen deutlich ausgebaut werden. SBB und ÖBB wollen diese beiden Verbindungen wenn möglich ab Fahrplan 2023 mit zwei separaten Zügen auf der ganzen Strecke bedienen. Dadurch kann die Kapazität deutlich erhöht werden. Die Verbindung nach Prag soll als Zugteil des Berliner Nightjet mit Schlaf- und Liegewagen neu auch über Deutschland geführt werden. Durch die geänderte Linienführung entsteht neu eine direkte Verbindung nach Leipzig und Dresden.

·          Neue Verbindungen nach Rom und Barcelona geplant 

Eine neue Linie soll von Zürich über Bern – Brig – Domodossola nach Rom geführt werden. Geplant ist zudem eine tägliche Verbindung von Zürich über Bern – Lausanne – Genf nach Barcelona. Damit wäre auch eine direkte Anbindung der Westschweiz an das Nachtzugnetz sichergestellt. Die Einführung dieser beiden neuen Linien ist noch nicht gesichert, Abklärungen mit weiteren Partnerbahnen sind noch ausstehend.

Um den mittel- und langfristigen Ausbau des Nachtzugverkehrs sicherstellen zu können, investiert die ÖBB auch in neues Rollmaterial. Die neuen Nachtzug Garnituren sollen schrittweise zum Einsatz kommen.

SBB und ÖBB setzen sich für bessere Rahmenbedingungen bei Nachtzügen ein

Mit dem geplanten Ausbau wollen sich SBB, ÖBB und ihre Partnerbahnen auch für bessere verkehrspolitische Rahmenbedingungen für den Betrieb von Nachtzügen in Europa einsetzen . In der Schweiz berät das Parlament in der Herbstsession die Totalrevision des CO 2 -Gesetzes. Dieses sieht eine Förderung des grenzüberschreitenden Zugverkehrs aus dem Klimafonds vor. Das Parlament hat letzte Woche der Förderung des internationalen Personenverkehrs inklusive Nachtzüge zugestimmt. Vorbehältlich der Schlussabstimmung und eines allfälligen Referendums würde die finanzielle Unterstützung aus dem Klimafonds  der SBB ermöglichen, die hohen und defizitären Betriebskosten der Nachtzugsverbindungen auszugleichen.

Die ÖBB sind der grösste Anbieter im Nachtverkehr in Europa und haben im Rahmen der bestehenden Zusammenarbeit wesentlich zum Erhalt von Nachtzügen ab der Schweiz beigetragen. «Wir sind vom Erfolg des Nightjets überzeugt. Mit der SBB als starke Partnerin können wir den Ausbau des Nightjet Netzes weiter vorantreiben. Wir investieren in neue Züge, 13 Nightjet-Garnituren der neusten Generation werden ab Ende 2022 im Einsatz sein. Mit den zusätzlichen Verbindungen und modernen Wagen wird das Nachtzugreisen noch attraktiver», so Andreas Matthä, CEO der ÖBB.

SBB-CEO Vincent Ducrot ist überzeugt, dass die Nachfrage nach Bahnreisen für schnelle Tagesverbindungen und für Nachtzüge weiter zunehmen wird. «Diese Entwicklung ist nachhaltig und die Nachfrage nach umweltfreundlicher und ressourcenschonender Mobilität wird weiter steigen».

Für die SBB und die ÖBB ist der Nachtverkehr ein wichtiger Beststandteil des gesamten Angebots mit einem grossen Synergiepotenzial zu den Tagesverbindungen. Ein attraktives Angebot auf der Schiene unterstützt das Ziel, den Flugverkehr im Kurzstreckenbereich auf die Bahn zu verlagern.

Nachtzüge haben eine nachweisbar positive Klimawirkung

Nachtzüge haben eine klar nachweisbare Klimawirkung, da sie eine Verlagerung von Reisen vom Flugzeug, Auto oder Bus auf den Zug bewirken. Nach eigenen Schätzungen der SBB beläuft sich die Klimawirkung des heute bestehenden Nachtzugverkehrs ab der Schweiz auf eine Einsparung von rund 50.000 Tonnen CO2 jährlich.  Dies entspricht dem durchschnittlichen, jährlichen Ausstoss von 30.000 Autos.

Zürich ist mit dem Angebot von Nachtzügen nach Hamburg, Berlin, Wien, Graz, Budapest, Prag und Zagreb bereits heute der zweitgrösste Hub für Nachtverkehre in Europa. Nur in Wien starten und enden mehr Nachtzüge als in Zürich.

Quelle: ÖBB / 20.09.2020

 
Gruschina will mit eigener Anschlussbahn neue Gewerbekunden ködern

Prognosen zufolge wird der Güterverkehr in Österreich bis zum Jahr 2025 um fast ein Drittel zunehmen. Um diese zu erwartenden Mengen möglichst umweltschonend zu transportieren, muss die Schieneninfrastruktur unbedingt weiter ausgebaut werden. Eine zentrale Rolle dabei spielen die Anschlussbahnen in die Betriebsgebiete und zu den Unternehmen. Denn nur Anschlussgleise machen es möglich, Waggons direkt am Firmengelände zu beladen, was Lkw-Fahrten zum Schienenterminal und teures Umladen erspart.

Ein Unternehmen, das bei seiner Geschäftstätigkeit voll auf den Verkehrsträger Bahn setzt, ist die auf die Reinigung von Tunneln sowie die Beförderung von Schwerlasten spezialisierte Gruschina Transport- und Vermietungs-GmbH aus Tresdorf im Bezirk Korneuburg. Dieser Tage hat die Firma ein zu ihrem Standort führendes Anschlussgleis wieder in Betrieb genommen, das der Vorbesitzer des Grundstücks lange Zeit hatte brach liegen lassen.

Doch damit nicht genug. „Wir wollen noch ein zweites Anschlussgleis errichten und das bestehende um rund 400 Meter bis zum Betriebsgebiet Stetten verlängern“, kündigt Geschäftsführer Dieter Gruschina im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst an. Denn auf diesem Gewerbeareal seien einige Unternehmen angesiedelt, die Interesse signalisieren, ihre Lieferungen auch über die Schiene abzuwickeln.

Gruschina selbst hat das Ziel, in Tresdorf pro Jahr zwischen 250.000 und 300.000 Tonnen umzuschlagen, zumal die Verkehrsanbindung mit den nahen Hochleistungsstraßen S1, A5 und A22 kaum besser sein könnte. „Wir brauchen diesen Schienenanschluss, damit wir unseren Kunden Komplettlösungen für ihre Transporte anbieten können“, unterstreicht Dieter Gruschina. Wenn man die Zukunft emissionsfrei gestalten wolle, müsse man die Ärmel aufkrempeln und entsprechend handeln – getreu dem Firmenmotto: „ Geht net gibt's net“. Mit 20 Beschäftigten erwirtschaftet die Gruschina Transport- und Vermietungs-GmbH einen Jahresumsatz von rund acht Millionen Euro. (mm)

www.gruschina.at

Quelle: Wirtschaftspressedienst NÖ / 05.09.2020

 
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Quelle: RMG/30.07.2020

 
Stadler übernimmt Digitalisierungs-Spezialistin und baut eigenes Engineering-Portfolio aus

Stadler erweitert mit der vollständigen Übernahme der VIPCO GmbH aus Mannheim sein Portfolio um eine neue Engineering-Tochter mit rund 50 Mitarbeitenden in Deutschland. Schwerpunkt der neuen Stadler Mannheim GmbH ist die Entwicklung von Soft- und Hardwarekomponenten für die Fahrzeugsteuerung und den Retrofit-Bereich.

Stadler setzt weiterhin auf die konsequente Entwicklung firmeneigener Kompetenzen im Bereich Fahrzeugsteuerung und Digitalisierung von Schienenfahrzeugen. Die neue  Stadler Mannheim GmbH mit Standorten in Mannheim, Kassel und Halle bringt ausgewiesene und langjährige Expertise im Bereich modernster Soft- und Hardwarekomponenten für die Schienenfahrzeugbranche mit in das Unternehmen. Seit mehr als 20 Jahren gehört das Team aus rund 50 Ingenieurinnen und Ingenieuren zu den Pionieren und Taktgebern für neue Applikationen und Technologien, die überall dort zum Einsatz kommen, wo Elektronik extremen Umweltbedingungen ausgesetzt ist. Stadler Mannheim wird mit seinem Team insbesondere die Entwicklung von Hard- und Softwarekomponenten  für die Bereiche Fahrzeugsteuerung und -automatisierung sowie für Kommunikations- und Diagnosesysteme für die gesamte Stadler-Gruppe weiter vorantreiben. Neben der Entwicklung neuer Systeme für Neubaufahrzeuge liegt ein Schwerpunkt auf dem Retrofit von Fahrzeugen, um auf diese Weise den Lebenszyklus und Komfort der Züge zu verlängern.

«Wir freuen uns sehr, mit dem Team der Stadler Mannheim GmbH Zuwachs an hochkompetenten Fachkräften in Deutschland zu bekommen. Mit diesem Schritt verfolgen wir konsequent den Weg, verstärkt hauseigene Expertise in den für die Schienenfahrzeugbranche elementaren Bereichen der weiteren Digitalisierung und der Modernisierung von Fahrzeugen auszubauen», sagt Jure Mikolcic, CEO der Stadler-Division Deutschland.

«Wir sind stolz, nach langjähriger und sehr erfolgreicher Zusammenarbeit in vielen Projekten nun Teil von Stadler zu sein und unsere Technologien innerhalb des Unternehmens weiterentwickeln und einbringen zu können», ergänzt Albrecht Teich, Geschäftsführer der Stadler Mannheim GmbH.

Quelle: Stadler / 19.06.2020

 
Durchschlag Koralmtunnel ist geschafft!

Durchschlag Koralmtunnel ist geschafft!

45 Minuten von Graz nach Klagenfurt und weniger als drei Stunden von Wien nach Klagenfurt – der Koralmtunnel macht es möglich. 18 Jahre nach den ersten Probebohrungen sind beide Röhren des Koralmtunnels vollständig gegraben. Der Durchschlag in der Nordröhre des Koralmtunnels ist ein historisches Ereignis, an dem mehrere Tausend Menschen beteiligt waren.

(Graz/Klagenfurt, 17. Juni 2020) Genau 11.208 Meter haben sich die Mineure mit dem Tunnelbohrer „Kora“ seit 2014 vom Kärntner Lavanttal aus durch den Berg gegraben. Nach dem ersten Durchschlag im Jahr 2018 und den Weltrekorden der steirischen Tunnelbohrer

„Mauli 1“ und „Mauli 2“, ist jetzt der gesamte Koralmtunnel gegraben. Eine herausragende Leistung, die international für Anerkennung sorgt. Der Koralmtunnel ist eines der längsten Tunnelbauwerke der Welt und besteht aus zwei parallelen Tunnelröhren mit jeweils 33 Kilometer Länge. Dazu kommen viele Querschläge, Lüftungsbauwerke und sogar eine 900 Meter lange Nothaltestelle mitten im Gebirge. Mithilfe des Koralmtunnels können Fahrgäste künftig in nur 2:40 komfortabel von Wien nach Klagenfurt reisen bzw. in 45 Minuten von Graz nach Klagenfurt. Superlative sind bei diesem Projekt allgegenwärtig.

ZITATE:

Martin Selmayr, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich: „Mit dem Grünen Deal hat die Europäische Kommission die Weichen für eine klimaneutrale Zukunft unseres Kontinents gestellt. Der Ausbau der Bahn ist eine wichtige Voraussetzung, um unsere ehrgeizigen Ziele bis 2050 zu erreichen. Der Koralmtunnel ist nicht nur für Österreich, sondern für ganz Europa ein verkehrspolitischer Durchbruch. Er ist Teil des 1.800 Kilometer langen Baltisch-Adriatischen Korridors, der Italien und Slowenien mit Polen verbindet. Die Europäische Union hat die Koralmbahn mit 57 Millionen Euro aus der Fazilität Connecting Europe für 2014-2020 gefördert. Auch im nächsten EU-Finanzrahmen und im Wiederaufbauplan kommt der Erweiterung der Bahninfrastruktur große Bedeutung zu: Investitionen, die sowohl der wirtschaftlichen Erholung als auch dem Klimaschutz dienen, sind das Gebot der Stunde.“

Leonore Gewessler, Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie: „Den öffentlichen Verkehr leistbar, umweltfreundlich und bequem für alle zu machen, das ist unser Ziel. Das zeigt auch diese Investition. Für Pendler bringt die neue Südstrecke eine große Zeitersparnis. Für den Wirtschaftsstandort eine nachhaltige Stärkung. Das hilft uns auch, noch mehr Güterverkehr auf die Bahn zu verlagern.“

Andreas Matthä, CEO ÖBB Holding AG: „Die Südstrecke ist eines der größten und spektakulärsten Infrastrukturprojekte des Landes. Und der Koralmtunnel, mit seinen 33 Kilometern, der sechstlängste Eisenbahntunnel der Welt. Ich bin stolz auf alle Mineure und MitarbeiterInnen, die an diesem Tunneldurchschlag beteiligt sind. Das ist ein großartiger Erfolg und ein wichtiger Meilenstein für das Jahrhundertprojekt. 370 Kilometer moderne Gleise, 23 neue und modernisierte Bahnhöfe – davon profitieren ab 2025 tausende Menschen, die dann hier umweltfreundlich ein- und aussteigen.“

Hermann Schützenhöfer, Landeshauptmann Steiermark: „Mobilität ist für die Entwicklung des Wirtschafts- und Lebensstandortes Steiermark eine wesentliche Voraussetzung. Für uns ist klar, dass die Mobilität der Zukunft vernetzt, umweltfreundlich und leistbar sein muss. Die Anbindung der Steiermark wird sich mit dem Koralmtunnel, einem der größten Bahn-Tunnelprojekte Europas, deutlich verbessern. Darauf bin ich stolz, dennoch dürfen wir uns darauf nicht ausruhen, sondern müssen weiterhin alles dafür tun, damit Verkehrs- und Infrastrukturprojekte in unserem Land vorangetrieben werden.“

Peter Kaiser, Landeshauptmann Kärnten: „Mit dem heutigen Tunneldurchschlag können wir gemeinsam ein historisches Ereignis feiern, das für uns alle und für nachkommende Generationen von entscheidender Bedeutung ist. Es ist ein starkes Symbol, dass dieser Durchschlag im Berg und damit für die breite Öffentlichkeit unsichtbar erfolgt ist. Vieles sichtbar wird für uns alle nämlich durch den Koralmtunnel selbst – weil er Wirtschafts- und Beschäftigungsmotor ist, weil er Kooperations- und Innovationsbeschleuniger sein wird. Er wird nicht nur Kärnten mit der Steiermark und Wien näher zusammenrücken, er wird auch neue Kooperationsmöglichkeiten der europäischen Regionen entlang der Koralmbahn eröffnen.“

Anton Lang, Landesverkehrsreferent LH-Stv.: „Mobilität ist eine Grundvoraussetzung, um am Erwerbsleben sowie an sozialen und gesellschaftlichen Aktivitäten teilhaben zu können. Die neue, höchstmoderne Südbahnstrecke wird den Öffentlichen Personenverkehr auf ein noch höheres Niveau heben und ist gleichzeitig von enormer Bedeutung für die Weiterentwicklung des Wirtschafts- und Beschäftigungsstandortes Steiermark. Jahrzehntelang hat der Süden Österreichs um dieses wichtige Projekt gekämpft. Es ist mir eine große Freude, dass wir nun mit dem Durchbruch des Koralmtunnels ein monumentales Ereignis feiern können.“

Sebastian Schuschnig, Mobilitätslandesrat Kärnten: „Mit der Fertigstellung des Koralmtunnels wird für Kärntens Pendlerinnen und Pendler und für unsere Mobilität ein neues Zeitalter eingeläutet.  Der Koralmtunnel und die Anbindung Kärntens an die baltisch-adriatische Achse sowie an die Ballungszentren in Österreich ist eine Jahrhundertchance für den gesamten Wirtschaftsstandort Kärnten und zukunftsrelevant. Der nächste Schritt ist die Errichtung einer eigenen Güterverkehrstrasse und die Sicherung der Lärmschutzmaßnahmen bis zur Inbetriebnahme der Koralmbahn 2025.“

Karl-Heinz Strauss, CEO Porr AG: „Es macht uns stolz, Teil dieses Jahrhundertprojekts zu sein und damit die Expertise der PORR in den Bereichen Tiefbau, Infrastruktur und Tunnelbau unter Beweis stellen zu können. Wir gratulieren allen Projektbeteiligten zum erfolgreichen Durschlag, einem bedeutenden Meilenstein im Großprojekt Koralmbahn.“

CEO Thomas Birtel, CEO Strabag AG: "Die Arbeiten am Koralmtunnel haben uns wieder gezeigt, warum gerade im Tunnelbau Respekt vor der Natur absolut angebracht ist. STRABAG hat 2/3 des Koralmtunnels aufgefahren. Die geologischen Herausforderungen vor Ort hatten sich als herausfordernder erwiesen als ursprünglich angenommen. Dies hat klarerweise auch Bauzeitänderungen nach sich gezogen. Durch sorgfältiges Vorgehen und dank der Kompetenz unseres Teams konnten wir im August 2018 schließlich unseren Teil der Vortriebsarbeiten abschließen.“

Quelle: ÖBB / 17.06.2020

 
AB Transitio bestellt zwölf weitere Doppelstockzüge für Mälab

AB Transitio hat zwölf weitere Doppelstockzüge bei Stadler bestellt. Der Auftragswert beträgt 133.3 Millionen Schweizer Franken. Damit löst Transitio eine Option aus einem bereits seit 2016 bestehenden Vertrag ein. Die nun bestellten Züge werden gemäss Vertrag im Herbst 2021 geliefert und verkehren anschliessend in der Region des Mälarsees westlich der Schwedischen Hauptstadt Stockholm.

Transitio und Stadler hatten bereits 2016 einen Vertrag über die Lieferung von Doppelstockzügen für verschiedene Regionen in Schweden unterschrieben. Zunächst wurden 33 Züge für Mälab bestellt, in einem ersten Optionsabruf kamen acht weitere Züge für Uppsala Länstrafik hinzu. Der nun erfolgte zweite Optionsabruf umfasst zwölf Züge für Mälab. Insgesamt hat Transitio damit bislang 53 Züge des Typs KISS bei Stadler geordert.
 
Die vierteiligen Doppelstockzüge verfügen über eine Klasse, die komfortabel ausgelegt ist. Sie bieten den Fahrgästen viel Beinfreiheit und ein grosszügiges Raumgefühl. Stadler hat die Wagenkästen der Züge für Mälab an das schwedische Lichtraumprofil angepasst. Die Höchstgeschwindigkeit der Züge beträgt 200 Kilometer pro Stunde. Zur ausgeprägten Winterfestigkeit der Züge tragen unter anderem doppelwandige Wagenübergänge, die Fussbodenheizung und die gute Isolation bei.
 
Ansgar Brockmeyer, Vertriebsleiter bei Stadler, sagt: «Genau wie die Züge, die bereits seit Dezember 2019 im Passagierbetrieb sind, werden auch die neu bestellten Fahrzeuge der mit Transitio gemeinsam entwickelten skandinavischen Design-Linie folgen. Die Tatsache, dass wir von Transitio kurz nach Aufnahme des Fahrgastbetriebs der neuen Doppelstockzüge schon einen Nachfolgeauftrag erhalten haben, ist für uns ein grosser Vertrauensbeweis und eine Anerkennung der Qualität der neuen Züge.» 

Quelle: Stadler / 16.06.2020
 

Eisenbahnmuseum Strasshof

"Das Eisenbahnmuseum Strasshof eröffnet die Saison mit 15. Mai und lädt Sie und Ihre Familie zu einem Besuch ein.
Zu dem freudigen Anlass ist am 16. und 17. Mai eine Dampflok in Betrieb.
Öffnungszeiten Di-So: 10-17 Uhr"

https://eisenbahnmuseum-heizhaus.com

Quelle: Eisenbahnmuseum Strasshof/ 09.05.2020

 

ÖBB, LTE und ELL gründen Joint Venture für neues Servicezentrum im Großraum Wien

(Wien – 04.05.2020) – Die ÖBB-Technische Services GmbH (ÖBB TS), LTE Logistics & Transport Europe (LTE) und ELL European Locomotive Leasing (ELL) bilden mit der ETL Lokservice GmbH ein Joint Venture zu Errichtung und Betreiben eines Servicestützpunkts für Lokomotiven.

ETL Lokservice: Start für Herbst 2021 geplant

Der neue Stützpunkt liegt strategisch günstig am Schnittpunkt internationaler Schienengüterverkehrskorridore. Ab dem Herbst 2021 sollen dort moderne Lokomotiven instandgehalten werden. Die drei Partner bringen unterschiedliche Kompetenzen ein: LTE und ELL ihre modernen Lokflotten, ÖBB TS ihr langjähriges Knowhow als etablierter und professioneller Instandhalter von Schienenfahrzeugen.

„Nach langen Jahren der Planung und einem weiteren Jahr Verhandlungen mit der Wettbewerbsbehörde in Brüssel geht das Projekt nun in die nächste Phase“, freuen sich Michael Benda und Andreas Mandl, CFO und CEO von LTE, dass nun die nächste Etappe in Angriff genommen werden kann. „Mit der Errichtung der Werkstätte am Standort Gramatneusiedl, sichern wir uns einen strategisch günstig gelegenen Standort im Großraum Wien und schaffen zudem neue Arbeitsplätze in der Region “, sagt Sandra Gott-Karlbauer, Geschäftsführerin ÖBB TS. „In einer Halle mit einer Fläche von ca. 1.000 m² und mit vier Arbeitsständen werden wir voraussichtlich ab Herbst 2021 mit State-of-the-art-Equipment alle interessierten Unternehmen betreuen können“, so Christoph Katzensteiner, CEO ELL.

ÖBB: Heute. Für morgen. Für uns.

Schon heute bringen die ÖBB als umfassender Mobilitätsdienstleister jährlich   477 Millionen Fahrgäste und   105 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. Besonders klimaschonend sind die Bahnreisenden unterwegs. Denn 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2019 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen in die Bahninfrastruktur von über zwei Milliarden Euro jährlich bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit   41.904   MitarbeiterInnen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge sorgen dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat von Gesellschaft und Wirtschaft und sind Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

LTE Logistics & Transport Europe

Die LTE-Group zählt im 20. Jahr ihres Bestehens zu den großen privaten Schienenverkehrsunternehmen Europas und betreut das Netz mit neun Tochterunternehmen und zwei Schwesterfirmen in Zentral- und Osteuropa. Der Umsatz betrug 2019 rund 150 Mio. Euro, knapp 500 MitarbeiterInnen bewirtschaften 80 Triebfahrzeuge.

ELL European Locomotive Leasing

ELL ist ein junges, internationales Vermietungsunternehmen für Lokomotiven mit Headquarter in Wien und Büros in Deutschland. Der aktuelle Lokomotivenbestand umfasst 152 hochmoderne Siemens Vectron Lokomotiven für Güter-  und  Personenverkehre in Europa. 

Quelle: ÖBB / 04.05.2020

 

Siemens Mobility verkauft 1000. Vectron-Lokomotive

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Made in München: Lokomotiven-Werk in München-Allach liefert an 49 Kunden in 16 Ländern

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Jubiläums-Lok geht an Dänische Staatsbahnen

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Plattform-Konzept ermöglicht nachhaltigen und flexiblen Einsatz

Siemens Mobility hat die 1000. Vectron-Lokomotive verkauft. Bestellt wurde die Jubiläums-Lokomotive von den Dänischen Staatsbahnen (DSB). Die Lokomotiven werden im Siemens Mobility-Werk in München-Allach gebaut. Der Auftrag der DSB umfasst acht Wechselstrom-Loks. Damit wurden bis dato insgesamt 1003 Vectron-Loks an 49 Kunden in 16 Ländern verkauft. Der erste Vectron wurde im Jahr 2012 ausgeliefert.

„Der Verkauf des 1000. Vectron ist ein Erfolg, der für das langjährige Vertrauen und die Zufriedenheit unserer Kunden steht. Der Vectron ist eine Lokomotive für ganz Europa, die grenzüberschreitenden Verkehr ohne Lokwechsel ermöglicht. Unsere Lokomotiven schaffen Korridore über Ländergrenzen hinweg und ermöglichen somit einen effizienten, umweltfreundlichen und zuverlässigen europäischen Schienenverkehr“, sagt Sabrina Soussan, CEO von Siemens Mobility.

„Bei der Modernisierung der DSB-Fahrzeugflotte legen wir großen Wert darauf, einen nachhaltigen öffentlichen Verkehr mit bewährten elektrischen Plattformen sicherzustellen. Wir freuen uns sehr auf die Vectron-Loks, die wir bei Siemens Mobility bestellt haben. Die Tatsache, dass wir die 1.000 Lokomotive bekommen, zeigt, dass es möglich ist, serienmäßig standardisierte Produkte in der Bahnbranche zu etablieren“, sagt Jürgen Müller, Executive Vice President, Strategie und Rolling Stock, DSB.

Der Vectron ist sowohl im Güter- als auch im Personenverkehr im Einsatz. Die Lokomotiven können als rein elektrische Version für den Betrieb in Wechselstrom (AC)- und Gleichstromnetzen (DC) sowie als Mehrsystem-Variante (MS) in den Leistungsklassen 5,2 Megawatt und 6,4 Megawatt geliefert werden. Für den Güterverkehr in ausgewählten Ländern hat Siemens Mobility zusätzlich die Standard-Lok Smartron sowie den Vectron Dual Mode, eine Kombination aus Diesel- und Elektrolok, im Portfolio.

Die Vectron-Lokomotiven haben bereits mehr als 300 Millionen Flottenkilometer zurückgelegt und sind in Bulgarien, Deutschland, Finnland, Italien, Kroatien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Schweden, der Schweiz, Serbien, der Slowakei, Slowenien, der Tschechischen Republik, der Türkei und Ungarn zugelassen. Darüber hinaus erhielt der Vectron kürzlich die Zulassung für Belgien.

Mit der neuen Bestellung wächst die Vectron-Flotte der DSB auf 42 Fahrzeuge. Das Unternehmen hat 2018 und 2019 bereits 34 Wechselstrom-Lokomotiven bei Siemens Mobility bestellt. Die Loks sind für den Einsatz im Personenverkehr in Dänemark vorgesehen. Die Auslieferung beginnt Ende 2020.

Quelle: Siemens AG / 04.05.2020

 
ÖBB Rail Cargo Group verstärkt Transporte von Konsumgütern

ÖBB Rail Cargo Group verstärkt Transporte von Konsumgütern

•  Transportvolumen auf der Schiene kann erhöht und der Warenstrom aufrechterhalten werden

•  Vermehrte Transporte von Konsumgütern auf der Schiene können nationale und internationale Versorgung sicherstellen

(Wien, 9. April 2020) – Um den internationalen Warenstrom am Laufen zu halten und die nationale aber auch internationale Versorgung von Bevölkerung und Handel sicherzustellen, konnte die ÖBB Rail Cargo Group zusätzliche Transportkapazitäten bereitstellen. Derzeit werden vermehrt Konsumgüter, insbesondere Lebensmittel und Papier aber auch Bio-Ethanol zur Herstellung von Desinfektionsmittel, auf der Schiene transportiert. Innerhalb weniger Tage nach Anfrage konnten so auch grenzüberschreitende Transporte massiv erhöht und an die jeweiligen Zielstandorte geliefert werden.

„In dieser herausfordernden Zeit sind wir unserer verantwortungsvollen Rolle bewusst den Warenstrom aufrecht zu erhalten, führen neue Produkte für unsere Kunden ein und können unsere bestehenden Kapazitäten erhöhen, um gerade auch über Ländergrenzen hinweg die Versorgung sicher zu stellen.“, Andreas Matthä, CEO der ÖBB-Holding AG.

Vermehrte Transporte für Salinen Austria AG

Im Zuge der derzeitigen Herausforderungen im internationalen Güterverkehr konnte die ÖBB Rail Cargo Group ihre Transporte für Salinen Austria massiv aufstocken. Binnen weniger Tage wurden zusätzliche Transporte auf der Schiene für den Salzhersteller bereitgestellt und innerhalb einer Woche an den Zielort in Ungarn transportiert. Damit kann die Versorgung des systemrelevanten Guts für Lebensmittel-, Pharma- und Reinigungsindustrie auch international gesichert werden. In Ungarn wurde aufgrund der derzeitigen Grenzbestimmungen für LKWs ein zusätzliches Transportvolumen von 50 000 Tonnen auf der Schiene organisiert. Dies entspricht etwa 50 bis 60 LKW-Ladungen pro Woche, die essentiell für die Versorgung in Ungarn sind. Auch in Italien wurden die Transporte von 15 auf 20 Waggons wöchentlich massiv aufgestockt. Zudem konnte zwei bis drei Mal die Woche eine neue Verbindung nach Zagreb/Kroatien für Wagen und Wagengruppen organisiert werden, der die schnellere Versorgung in Kroatien garantiert.

Bio-Ethanol für AGRANA nachhaltig auf der Schiene

Um der derzeit steigenden Nachfrage nach Desinfektionsmittel nachzukommen, transportiert die ÖBB Rail Cargo Group seit kurzem Bio-Ethanol des österreichischen Nahrungsmittel- und Industriegüterkonzerns AGRANA auf der Schiene zu den Produktionsstandorten der verschiedenen industriellen Hersteller von Desinfektionsmitteln. Die ersten Lieferungen wurden letzte Woche gestartet und werden nun sukzessive ausgeweitet. Der Transport auf der Schiene ermöglicht somit die derzeit dringend benötigte Herstellung von Desinfektionsmittel und trägt so zur Versorgung in Österreich bei.

„Wir sind uns unserer Verantwortung durchaus bewusst mithilfe des nachhaltigen Schienengüterverkehrs, Bio-Ethanol zur Herstellung des dringend benötigten Desinfektionsmittel so rasch wie möglich an die Produktionsstandorte zu liefern und so die Versorgung im Handel und vor allem auch den medizinischen Standorten zu gewährleisten.“ betont Clemens Först, Vorstandsvorsitzender der ÖBB Rail Cargo Group.

Erhöhte Kapazitäten für Essity Austria

Die gestiegene Nachfrage von Toilettenpapier wird derzeit durch eine rekordverdächtige Produktion des österreichischen Hygieneartikel-Herstellers Essity Austria gewährleistet. Derzeit liegt der Auslieferrekord bei 6.000 Paletten Toilettenbedarf und wird zu 15% durch die Erhöhung der Kapazitäten im Schienengüterverkehr der ÖBB Rail Cargo Group national aber auch international abgedeckt. Aufgrund der internationalen Einfuhrbeschränkungen im Straßengüterverkehr wurden zahlreiche Lieferungen nach Deutschland sowie neu auch nach Kroatien und Serbien auf die Schiene verlegt. Zusätzlich 280 Tonnen pro Woche und bisher 75 Waggons konnten binnen weniger Tage nach Anfrage bereitgestellt werden, um die Versorgung zu gewährleisten. Auch die Versorgung mit Rohstoffen wie Zellstoff und Altpapier wird durch den Transport auf der Schiene für die nächsten Wochen und Monate sichergestellt.

Warenstrom für Landena aufrecht

Auch für den österreichischen Lebensmittelproduzenten Landena konnte, trotz der Grenzbeschränkungen für LKWs aus Italien, mithilfe des Schienengüterverkehrs der ÖBB Rail Cargo Group der Warenstrom aufrechterhalten werden. Binnen weniger als einer Woche nach Anfrage wurde bereits der erste Waggon mit Tomatenzubereitungen an Landena übermittelt. Ein Gesamtvolumen von 48 Tonnen wird derzeit vom Abholort in Desio verladen, auf der Schiene nach Bischofshofen transportiert und zum Firmenstandort in Stainach zugestellt. Damit kann auch hier die Lebensmittelproduktion im Produktsortiment Tomatensaucen ohne Unterbrechung fortgeführt, und die Versorgung im Handel sichergestellt werden. Durch den Umschlag auf die Schiene ist auch der zukünftige Güterverkehr aus Italien weiterhin gewährleistet und bietet die effiziente Alternative zu den Grenzbeschränkungen im internationalen Straßengüterverkehr.

Umschlag auf die Schiene für Julius Meinl

Aufgrund der derzeitigen Beschränkungen im Straßengüterverkehr, werden vermehrt Lebensmitteltransporte von der ÖBB Rail Cargo Group auf der Schiene abgewickelt und die Versorgung mit Lebensmitteln aus Italien in Österreich, Deutschland, Ungarn und Rumänien gewährleistet. Für das österreichische Unternehmen Julius Meinl konnte die ÖBB Rail Cargo Group innerhalb einer Woche sieben gedeckte Waggons mit Kaffee vom italienischen Logistikzentrum Santo Stino di Livenza nach Wien transportieren und damit das Transportvolumen von insgesamt 14 LKWs übernehmen. Das auf Nachhaltigkeit setzende Familienunternehmen ist sehr erfreut über die damit einhergehende Senkung der Treibhausgasemissionen im Transport und die Vermeidung von CO2 Ausstoß bei langen Grenzwartezeiten. Der Umschlag auf die Schiene ermöglicht es dabei den Warenstrom auch abseits der aktuellen Grenzbestimmungen aufrecht zu erhalten, und die internationale Versorgung aus Italien im heimischen Lebensmittelhandel sicherzustellen.

Rail Cargo Group: Güterverkehr der ÖBB

Mit 8.500 MitarbeiterInnen, Niederlassungen in ganz Europa und einem Jahresumsatz von rund 2,3 Milliarden EUR zählt die Rail Cargo Group zu den führenden Bahnlogistikunternehmen Europas. Die Rail Cargo Group betreibt gemeinsam mit starken Partnern ein flächendeckendes Netz an End-to-end-Logistik in Europa und darüber hinaus bis Asien. Sie verbindet europäische Ballungszentren und Häfen mit prosperierenden Wirtschaftszentren Russlands, der Türkei bis nach China. Operative Leitgesellschaft der Rail Cargo Group ist die Rail Cargo Austria AG.

ÖBB: Heute. Für morgen. Für uns

Schon heute bringen die ÖBB als umfassender Mobilitätsdienstleister jährlich 474 Millionen Fahrgäste und 113 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. Besonders klimaschonend sind die Bahnreisenden unterwegs. Denn 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2018 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen in die Bahninfrastruktur von rund zwei Milliarden Euro jährlich bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit 41.641 MitarbeiterInnen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge sorgen dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat von Gesellschaft und Wirtschaft und sind Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Quelle: ÖBB/09.04.2020

 

Siemens Mobility baut Regionalzüge für die Lausitz

Siemens Mobility baut Regionalzüge für die Lausitz

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18 dreiteilige Mireo-Züge von DB Regio bei Siemens Mobility bestellt

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Einsatz im Netz Lausitz

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Mehr Fahrkomfort, mehr barrierefreies Reisen und mehr Kapazität

DB Regio hat bei Siemens Mobility 18 dreiteilige Mireo-Züge für den Einsatz im Netz Lausitz in Brandenburg und Sachsen bestellt. Der Vertrag wurde gestern von der DB Regio und Siemens Mobility unterzeichnet. Vorausgegangen war der Zuschlag für das Netz Lausitz durch den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) im Auftrag des Landes Brandenburg und des Zweckverbands für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) am 17. Dezember 2019.

Die neuen dreiteiligen Mireo-Züge von Siemens Mobility verfügen über 180 Sitzplätze, die erhöhten Komfort und barrierefreies Reisen möglich machen. Die Bestellung der Fahrzeuge umfasst ein hohes Ausstattungsniveau mit WLAN, Ladestellen für E-Bikes, energiesparenden Leuchten, Steckdosen mit integrierten USB-Ladestellen, induktiven Lademöglichkeiten an den Tischen mit vis-à-vis-Bestuhlung und einem hochwertigen 1.-Klasse-Bereich.

Staatsekretär Rainer Genilke vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, sagt: „Das sind gute Nachrichten für die Lausitz. Mit den neuen Mireo-Zügen bekommen wir modernere Züge und mehr Qualität. Genau das hatten wir mit dem Vergabeverfahren für das Netz Lausitz im Jahr 2019 in Aussicht gestellt. Außerdem werden wir mehr Zugkilometer auf die Schiene bringen und die Verkehre in Südbrandenburg bis hin nach Sachsen neu ordnen. Mit diesen Entwicklungen im Verkehrsbereich unterstützen wir den Strukturwandel in der Lausitz.“

Dr.-Ing. Joachim Trettin, Vorsitzender DB Regio AG, Regio Nordost, sagt:
„Der Zuschlag für das Netz Lausitz mit diesen neuen Fahrzeugen ist ein großer Erfolg. Besonders wichtig ist uns, dass wir für unsere Kolleginnen und Kollegen im Südosten Brandenburgs für weitere 13 Jahre die Beschäftigung sichern konnten. Die modernen Fahrzeuge bringen unseren Fahrgästen einen erheblichen Komfortgewinn - die Ausstattung mit WLAN, USB-Ladebuchsen und sogar Lademöglichkeiten für E-Bikes wird die Attraktivität des ÖPNV in Brandenburg und Sachsen deutlich steigern.“

Susanne Henckel, Geschäftsführerin des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg: “Wir sind sehr gespannt auf die Züge der neuesten Generation für die Lausitz. Damit erhöhen wir die jetzt schon hohen Qualitätsstandards im Regionalverkehr weiter und die Fahrgäste können sich auf moderne, zuverlässige Fahrzeuge freuen.“

„Wir freuen uns, dass wir den Auftrag bekommen haben, die neuen Züge für das Netz Lausitz zu bauen. Mit diesem Auftrag wird sich die Anzahl der Mireos auf fast 180 Züge erhöhen! Der Mireo ist unsere intelligente und bewährte Regional- und Commuter Plattform, die Wirtschaftlichkeit mit Nachhaltigkeit über den gesamten Lebenszyklus des Zuges vereinbart und erhöhten Fahrgastkomfort durch viele Extras, wie induktive Lademöglichkeiten, WLAN und komfortable Sitze, ermöglicht“ sagte Sabrina Soussan, CEO von Siemens Mobility.

Die neuen Mireo Züge werden 4,3 Millionen Zugkilometer im Jahr zurücklegen und auf den folgen Linien fahren:
    -    RB11 Frankfurt (Oder) – Cottbus – Finsterwalde – Falkenberg (Elster)
    -    RB49 Cottbus – Ruhland – Elsterwerda-Biehla – Falkenberg (Elster)
    -    RE10 Frankfurt (Oder) – Cottbus – Falkenberg (Elster) – Eilenburg – Leipzig Hbf
    -    RE10V Cottbus – Leipzig Hbf
    -    RE13 Cottbus Senftenberg – Elsterwerda

Siemens Mobility baut die 18 Züge im Krefelder Werk; es ist geplant, die Mireos ab Herbst 2022 auszuliefern. Die Inbetriebnahme findet zwischen Oktober 2021 und November 2022 statt. Die Betriebsaufnahme ist für Ende 2022 geplant.

Quelle: Siemens / 14.02.2020

 
Premiere im niederländischen Groningen: Erste Fahrt eines automatisch gesteuerten Zugs mit Fahrgästen

Stadler, ProRail, die Provinz Groningen und Arriva Niederlande haben mit einer Gruppe von Gästen aus Politik und Wirtschaft sowie interessierten Fahrgästen in der Region Groningen eine Fahrt mit einem Zug durchgeführt, der automatisch beschleunigt und gebremst wurde. Zum ersten Mal waren Fahrgäste in den Niederlanden an Bord eines per ATO (Automatic Train Operation) betriebenen Zugs. Der Zug verfügt über ein Zugsicherungssystem, zudem fuhr auch ein Lokführer mit.

Die vier Partner haben 50 Gäste aus Politik und Wirtschaft aus der Region sowie aus den gesamten Niederlanden eingeladen, in einem ATO-Zug an einer Fahrt um Groningen teilzunehmen. Der Zug wurde mit Automationsgrad 2 betrieben (GoA 2). Damit ausgerüstet ist ein Zug in der Lage, sich automatisch fortzubewegen. Zudem kann ein ATO-Zug auf Grund des Journey Profiles an einem Bahnsteig präzise anhalten. Beim eingesetzten Zug handelt es sich um einen dieselelektrisch angetriebenen GTW von Stadler, den Arriva Niederlande zur Verfügung gestellt hat. Die Sicherheit ist stets garantiert, da der Zug über ein Zugsicherungssystem verfügt und der mitfahrende Lokführer jederzeit eingreifen kann.

Die Tests in Groningen laufen bereits seit Oktober 2019 und erstrecken sich über drei Phasen. Die nun durchgeführte zweite Phase involviert erstmals Fahrgäste. Ziel des Projekts ist es, das menschliche Verhalten beim Einsatz automatisierter Züge genauer zu betrachten. Ausserdem soll das Potential der Technologie hinsichtlich einer Erhöhung der Schienenkapazität und weiterer Energieeinsparungen ermittelt werden. Auch die Haltegenauigkeit, Pünktlichkeit, Geschwindigkeit, Sicherheit und der Komfort werden beurteilt.

ATO kann die Überlastung von Strecken mildern, das Bahnfahren komfortabler machen und Kunden einen zuverlässigeren Service bieten. ATO ermöglicht es Zügen, dichter aufeinander zu fahren. Energie wird eingespart, da Züge stets in optimaler Geschwindigkeit reisen. Dabei wird auch der Bremseinsatz entsprechend justiert.

Stadler, die Provinz Groningen, ProRail und Arriva Niederlande führen diese Woche einige weitere Testfahrten für die Öffentlichkeit durch. Auf diese Weise können Interessierte die Fahrt mit einem ATO-Zug selbst erleben.

Siddhant Tomar, Leiter Technologie von Stadler Signalling, sagt: «Dieses Projekt fasziniert uns und wir freuen uns über den erfolgreichen Verlauf der Tests. Ausserdem erweist sich die Zusammenarbeit zwischen ProRail, der Provinz Groningen, Arriva Niederlande und Stadler im Bereich ATO als grosser Erfolg. Innovation erfordert Zusammenarbeit und den Austausch von Ideen. Indem wir in diesem Projekt auf Fahrgäste zugehen, verstehen wir, was ihnen wichtig ist. Mit seinem innovativen ATO-System trägt Stadler massgeblich zum technologischen Fortschritt in der Bahnindustrie bei. Das System erfüllt die Erwartungen unserer Kunden und ist für die Digitalisierung der Eisenbahn wegweisend.»

Quelle: Stadler / 12.02.2020

 
Stadler liefert 21 weitere KISS an die ungarischen Staatsbahnen

Der ungarische staatliche Bahnbetreiber MÁV-START und Stadler haben den Vertrag für die Lieferung von weiteren 21 elektrischen Doppelstock-Triebzügen des Typs KISS unterschrieben. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund 313 Millionen Euro. Im April 2017 hatten MÁV-START und Stadler einen Rahmenvertrag über 40 Doppelstocktriebzüge unterzeichnet. Mit diesem dritten Abruf hat der ungarische Bahnbetreiber das Kontingent vollständig ausgeschöpft.

Mit dem Rahmenabkommen aus dem Jahr 2017 hat MÁV-START das Recht erworben, insgesamt bis zu 40 Doppelstocktriebzüge flexibel bei Stadler abzurufen. Der erste Vertrag über elf Fahrzeuge wurde im August 2017 abgeschlossen, die zweite Bestellung für weitere acht Züge folgte im Dezember 2018. Der letzte Abruf über 21 Züge trat heute in Kraft. Gemäss dem Vertrag ist die Auslieferung des 40. und letzten Zuges für Ende 2022 vorgesehen.
 
Die 155.88 Meter langen, 2.8 Meter breiten und 4.6 Meter hohen Züge bestehen jeweils aus sechs Wagen und sind in der Lage, 600 Fahrgäste gleichzeitig aufzunehmen. Das sind 50 Prozent mehr als einstöckige Triebzüge der selben Länge. In den Zügen sind jeweils vier Toiletten eingebaut, davon eine auch für Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität. In den Multifunktionsbereichen finden vier Rollstühle ausreichend Platz, ausserdem zwölf Fahrräder oder fünf Kinderwagen. Die neuen Fahrzeuge entsprechen den neusten sicherheitstechnischen Standards. Sie sind mit den Zugbeeinflussungssystemen EVM und ETCS Level 2 ausgerüstet. Damit können die Züge in Ungarn auf den modernisierten Strecken bis zu 160 Stundenkilometer schnell fahren. Dem Komfort der Fahrgäste dienen der ausgesprochen ruhige Lauf, das moderne Fahrgastinformationssystem, fortschrittliche Klimatisierung und kostenloses WLAN.

Quelle: Stadler 08.01.2020

 

"Fahrgäste für die Demokratie": Nationalratspräsident tauft Demokratielok

Eine ÖBB-Lok ist ab sofort im Parlamentsdesign in ganz Österreich unter dem Titel "Demokratie in Bewegung" unterwegs.

Wien (2. Dezember 2019) – Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka und ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä „tauften“ heute auf dem Wiener Hauptbahnhof eine Demokratielok. Die ÖBB-Lok „Demokratie in Bewegung“ ist im Parlamentsdesign gestaltet und wird ab sofort auf den Schienen in ganz Österreich unterwegs sein. Dem Parlament und den ÖBB ist es ein Anliegen, Demokratie zu fördern und zu erhalten. Mit der in Kooperation entstandenen Taurus-Lok soll Demokratie in ganz Österreich sichtbar werden. Außerdem macht sie auf das gleichnamige Bildungsangebot des Parlaments "Demokratie in Bewegung" aufmerksam.

"Die gemeinsame Lokomotive ist ein wichtiger Beitrag, um die Menschen noch stärker mit den Werten der Demokratie und den Leistungen der ÖBB vertraut zu machen", betonte ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä. „Es liegt in unserer DNA als Bahnunternehmen, Menschen und Märkte zu verbinden. Genauso wie das Parlament Menschen und Demokratie verbindet.“ Er freue sich, „dass die gemeinsam gestaltete Lokomotive künftig regelmäßig in Österreich und in den Nachbarländern zu sehen sein wird – vor einem unserer 6.000 Züge täglich“, sagte Matthä.

„Damit der Demokratie die Fahrgäste nicht ausgehen“

Jedes Jahr noch mehr Fahrgäste von der Bahn zu überzeugen, ist die wichtigste Mission der ÖBB. Auch das Parlament unternimmt einiges, damit „der Demokratie die Fahrgäste nicht ausgehen“, wie Nationalratspräsident Sobotka erklärte. „Demokratie und Parlamentarismus bilden das Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens“, sagte er. „Daher ist es auch eine zentrale Anforderung an das Hohe Haus, ein breites Angebot zur Demokratiebildung aller Generationen zu erarbeiten und anzubieten.“ So habe das Parlament seine Demokratiebildungsmaßnahmen in den letzten Jahren stetig ausgebaut, „nicht zuletzt mit der Initiative 'Bildung gegen Vorurteile', die in diesem Herbst angelaufen ist“, strich Sobotka hervor. Mit dieser und weiterer Maßnahmen wolle das Parlament das Verständnis und Interesse für Parlamentarismus und Demokratie weiter stärken und vertiefen. „Die heute getaufte Parlaments-Lok trägt diese Botschaft nun im kommenden Jahr durch ganz Österreich und gibt 'Demokratie in Bewegung' eine mehrdimensionale Bedeutung“, sagte der Nationalratspräsident.

Bundesratspräsident Karl Bader, der während seiner Amtszeit im zweiten Halbjahr 2019 auf das Thema Dezentralisierung setzt, strich die Bedeutung der Regionen heraus: „Unsere Regionen können nur bestehen und sich weiterentwickeln, wenn ihre Infrastruktur, insbesondere die des öffentlichen Verkehrs, gesichert und ausgebaut wird. Auch kleine Schulen und Arbeitsstätten im Umland müssen in angemessener Zeit erreichbar sein. Ein gutes Bahnnetz ist die Nervenbahn des ländlichen Raumes, die sehr sensibel auf Störungen reagiert und daher mit Sorgsamkeit und Umsicht behandelt werden muss“, sagte er.

"Ständig um unsere Demokratie bemühen"

Doris Bures, Zweite Nationalratspräsidentin, betonte: „So wie die Taurus regelmäßige Wartung braucht, müssen wir uns ständig um unsere Demokratie bemühen und ihre Werte verteidigen. Es ist ein schönes Signal, wenn die ÖBB-Demokratie-Lok mit diesem sichtbaren Bekenntnis durch ganz Österreich fährt.“

Eine wichtige Aufgabe des Parlaments ist es, dafür zu sorgen, dass die Rahmenbedingungen für die Menschen und die Wirtschaft passen. „Österreich ist ein Land der Bahnfahrer. Nur in der Schweiz werden noch mehr Kilometer pro Person auf Schienen zurückgelegt“, sagte der Dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer. „Der weitere Ausbau der Schienen-Infrastruktur verbessert das Angebot laufend und wird noch mehr Menschen und Güter auf die Bahn bringen. Das ist ein wichtiger und unverzichtbarer Beitrag zum Umweltschutz“, zeigte sich Hofer überzeugt. Dass nun eine Lokomotive im Parlamentsdesign Menschen miteinander verbindet, freue ihn besonders.

Die Demokratie-Lok ist eine Taurus von 19,3 Metern Länge. Sie wird mit ihren 8.700 PS mit einer Geschwindigkeit von bis zu 230 km/h im Auftrag der Demokratie unterwegs sein und den Slogan "Demokratie in Bewegung" durch ganz Österreich transportieren.

Österreichisches Parlament: Engagement für Demokratiebildung

Um Parlamentarismus und Demokratie allen Menschen näherzubringen, bietet das österreichische Parlament vielfältige Angebote zur Demokratiebildung. Mit mobilen Workshops bringt "Demokratie in Bewegung" das Hohe Haus österreichweit ins Klassenzimmer. Für SchülerInnen der neunten Schulstufe und Lehrlinge werden zwei kostenlose Module angeboten. In der Demokratiewerkstatt können Kinder und Jugendliche interaktive Werkstätten am Ort der Gesetzgebung besuchen. Jugend- und Lehrlingsparlamente bieten ihnen die Möglichkeit, einen Tag ParlamentarierIn zu sein. Führungen für alle Zielgruppen und neue Angebote in der Mediathek, wie Sitzungsstreams, Podcasts und Erklärvideos, sollen das Demokratieverständnis aller BürgerInnen vertiefen.

Quelle: ÖBB / 04.12.2019

 
Green-Tech für die USA: Stadler gewinnt ersten Vertrag für einen mit Wasserstoff betriebenen Zug

Stadler hat von San Bernardino County Transportation Authority (SBCTA)  den Auftrag für die Lieferung eines mit Wasserstoff angetrieben Zuges des Typs FLIRT inklusive einer Option auf vier weitere baugleiche Züge erhalten. Dieser soll im Süden Kaliforniens, im San Bernardino County, verkehren. Der erste FLIRT H 2 soll ab dem Jahr 2024 im Fahrgastbetrieb eingesetzt werden.

Mit der Unterzeichnung des Vertrags zwischen Stadler und San Bernardino County Transportation Authority (SBCTA) wird der Weg für den ersten Wasserstoff betriebenen Zug für die USA frei.
 
Der Vertrag stellt einen wichtigen Meilenstein dar, da er wesentlich dazu beiträgt, Null-Emissions-Technologie für den Schienenverkehr in die USA zu bringen. Der Wasserstoff betriebene FLIRT H2 soll ab dem Jahr 2024 für das Redlands Passenger Rail Project im Fahrgastverkehr eingesetzt werden. Das Redlands Passenger Rail Project ist eine 14 Kilometer lange Verbindungsstrecke zwischen Redlands und der Metrolink Station von San Bernardino.
 
Laut Vertrag soll Stadler den ersten Wasserstoff betriebenen Zug entwickeln. Der erste FLIRT H 2 besteht aus zwei Wagenkästen und einem PowerPack genannten Mittelteil. Dieses fasst die Brennstoffzellen und die Wasserstofftanks. Der Zug bietet 108 Fahrgästen einen Sitzplatz und darüber hinaus grosszügige Stehplatzflächen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 130 Stundenkilometern (79 mph).
 
«Die Einführung innovativer Lösungen wie dieser erste Wasserstoff-Zug für den Personenverkehr ist ein exzellentes Beispiel dafür, wie wir uns für die zukünftige Generation San Bernardinos einsetzen», sagt SBCTA-Präsident Darcy McNaboe. «Der Wasserstoff-FLIRT hilft uns, den heutigen Bedarf an Verkehrsleistung zu decken und gleichzeitig die Umwelt zu schützen.»
 
«Stadler setzt sich für grüne Technologie in der Schienenverkehrsbranche ein. Es freut uns, dass SBCTA diese Leidenschaft teilt. Wir arbeiten gut und konstruktiv mit SBCTA zusammen und es ist uns eine Ehre, partnerschaftlich mit unserem Kunden aus Kalifornien den ersten Wasserstoff-Zug von Stadler in die USA zu bringen», sagt Martin Ritter, CEO bei Stadler US.

Stadler und SBCTA arbeiten seit 2017 zusammen, nachdem SBCTA drei dieselelektrische FLIRT (DMU) bestellt hatte.

Quelle: Stadler / 29.11.2019

 

Siemens Mobility liefert sieben Mireo-Züge für DB Regio

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Dritte Mireo-Bestellung von DB Regio

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Einsatz im Karlsruher Netz 7b

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Fahrgastkomfort und nachhaltige Wertsteigerung über den gesamten Lebenszyklus

Die DB Regio, die Nahverkehrssparte der Deutschen Bahn AG, hat bei Siemens Mobility sieben Regionaltriebzüge vom Typ Mireo bestellt. Die Züge sollen auf der neuen Regionalexpress-Linie zwischen Karlsruhe und Heidelberg/Mannheim via Bruchsal (Los 2) im Karlsruher Netz 7b eingesetzt werden. Gebaut werden sie im Siemens-Mobility-Werk in Krefeld. Die Auslieferung ist für Ende 2022 geplant.

„Mit dieser Bestellung erhalten wir bereits den dritten Mireo-Auftrag von der DB Regio AG innerhalb von weniger als drei Jahren. Unsere Mireo-Züge werden in Zukunft auf der neuen Regionalexpress Linie („Nordbaden-Express“) und auch als Regionalbahn im Rheintal und als S-Bahn im Rhein-Neckar-Gebiet unterwegs sein. Der Mireo zeichnet sich durch sein energieeffizientes Fahrzeugkonzept aus, das verbesserten Fahrgastkomfort und eine nachhaltige Wertsteigerung über den gesamten Lebenszyklus bietet“, sagt Sabrina Soussan, CEO von Siemens Mobility.

Die dreiteiligen Mireo-Züge verfügen über 200 Sitzplätze. Das Fahrzeug ist als skalierbarer Gliederzug konzipiert. Die Leichtbauweise, energieeffiziente Komponenten und ein intelligentes Bordnetzmanagement führen zu einem um 25 Prozent reduzierten Energieverbrauch im Vergleich zu Vorgängerfahrzeugen. Durch die neue aerodynamische Gestaltung und das laufruhige Drehgestell wird eine Geräuschreduzierung erreicht.

Die Neufahrzeuge beschafft die DB Regio AG im Auftrag des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg als zuständigen Aufgabenträger für dieses Netz. Nach der Auslieferung der Fahrzeuge gehen diese in das Eigentum der Landesanstalt Schienenfahrzeuge Baden-Württemberg (SFBW) über und werden für die Laufzeit des Verkehrsvertrages von 13 Jahren von DB Regio gepachtet.

Quelle: Siemens/ 29.11.2019

 
Stadler verkauft seinen FLIRT erstmals nach Aserbaidschan

Die Aserbaidschanische Eisenbahn (ADY) und Stadler haben einen Vertrag über die Lieferung von zehn Triebzügen des Typs FLIRT unterzeichnet. Der Auftragswert liegt bei gut 115 Millionen Euro. Es werden vier Züge als Interregio mit Dieselantrieb und je drei Elektrotriebzüge als Interregio und Regio konfiguriert. ADY hat bereits mehrmals Rollmaterial bei Stadler bestellt, unter anderem Schlafwagen für die internationale Verbindung zwischen Aserbaidschan und der Türkei und Doppelstockzüge des Typs KISS. Nun gewinnt Stadler erstmals einen Auftrag aus Aserbaidschan für seinen Bestseller FLIRT.

ADY und Stadler haben einen Vertrag über die Entwicklung und den Bau von zehn fünfteiligen Zügen des Typs FLIRT in drei unterschiedlichen Ausführungen unterschrieben. Der Auftragswert beträgt inklusive Ersatzteilen und Depotausrüstungen gut 115 Millionen Euro. Vier Züge werden dieselelektrisch angetrieben (DMU) und im Interregio-Verkehr eingesetzt. Sechs Züge werden elektrisch angetrieben (EMU). Davon kommen drei im Interregio-Verkehr zum Einsatz, weitere drei werden als Regio für den S-Bahn-Verkehr ausgelegt. Der Auftrag vom Kaspischen Meer unterstreicht einmal mehr, wie Stadler auf individuelle Kundenbedürfnisse eingeht – und wie vielseitig der FLIRT ist.
 
ADY hat seit dem Jahr 2014 bereits mehrmals Rollmaterial bei Stadler bestellt. So hat ADY im Jahr 2014 30 Schlafwagen für die Strecke Kars–Achalkalaki–Tiflis–Baku zwischen der Türkei und Aserbaidschan geordert. Der erste solche Schlafwagenzug ist bereits ausgeliefert und belebt die aktuelle politische Diskussion über Nachtzüge. 2015 und 2018 hat ADY Doppelstockzüge des Typs KISS bestellt, die täglich im Einsatz stehen und mit hoher Verfügbarkeit aufwarten.
 
«Wir freuen uns sehr, dass ADY nach mehreren Bestellungen von Fahrzeugen aus dem Hause Stadler nun auch den FLIRT in ihre Flotte aufnimmt. Mit den fünfteiligen Zügen aus der FLIRT-Familie bekommt ADY ein hochmodernes Fahrzeug. ADY bekommt den ersten dieselelektrischen FLIRT, der alle GOST-Anforderungen erfüllt», sagt Verkaufsleiter Ansgar Brockmeyer.
 
Zur Zeit läuft in Aserbeidschan ein breit angelegtes Infrastrukturprojekt. Viele Hauptstrecken werden von 3 kV Gleichstrom auf 25 kV Wechselstrom umgerüstet. Damit ADY auch während dieser Umstellung den Betrieb mit genügend Zügen aufrechterhalten kann, werden die vier dieselelektrischen FLIRT zuerst gebaut. Die ersten Züge werden gemäss Vertrag im Jahr 2022 an ADY geliefert.

Mehr zu den Zügen

Die FLIRT für ADY sind für die russische Breitspur mit 1520 Millimeter ausgelegt. Das GOST-Profil mit einer Fahrzeugbreite von über 3.48 Meter und einer Fahrzeughöhe von über 4.60 Meter führt zu grosszügigen Platzverhältnissen im Innern. Die Interregio-Züge zeichnen sich durch erhöhten Komfort aus, sie haben ein Bistro und in der ersten Klasse komfortable Sitze mit elektrischer Bedienung. Die Interregio-DMU sind 106.76 Meter lang und bieten 271 Fahrgästen einen Sitzplatz. Der dieselelektrisch angetriebene FLIRT hat einen zusätzlichen kurzen Wagenkasten, das PowerPack, welches die vier Dieselmotoren und Teile der Antriebsausrüstung aufnimmt. Die Interregio-EMU sind 92.96 Meter lang. Sie bieten 236 Fahrgästen einen Sitzplatz. Die Regio-EMU schliesslich sind ebenfalls 92.96 Meter lang. Sie bieten 255 Fahrgästen einen Sitzplatz und zusätzlich ausreichend Stehplätze für kurze Fahrten im Nahverkehr.

Quelle: Stadler/ 29.11.2019

 

Nächtliche Meisterleistung: 2.400-Tonnen-Brücke wurde in einer einzigen Nacht über den Meidlinger Einschnitt geschoben.

Nächtliche Meisterleistung: 2.400-Tonnen-Brücke wurde in einer einzigen Nacht über den Meidlinger Einschnitt geschoben.
Nach dem reibungslosen Verschub der Brücke über die Breitenfurter Straße in der Nacht davor wurde in der der Nacht von 9. auf 10. November der Stahlkoloss über die sieben Gleise der Südbahn verschoben.
(Wien, 11. November 2019). Der beeindruckende Brückenverschub ist Teil eines ÖBB-Projektes, in dessen Zuge die am Ende ihrer Lebensdauer angelangten Brücken der Donauländebahn über den Meidlinger Einschnitt durch neue Tragwerke ersetzt werden.
Aus Richtung Graz kommend, verläuft das letzte Streckenstück vor dem Bahnhof Wien Meidling in einem Geländeeinschnitt. In diesem sogenannten Meidlinger Einschnitt verläuft die Südstrecke – eine der wichtigsten Verbindungen im gesamten Netz der ÖBB – aus Wien in Richtung Graz/Klagenfurt. Die Donauländebahn, eine wichtige Güterverkehrsverbindung in Wien, überquert die Südstrecke am Meidlinger Einschnitt, bevor Sie weiter nach Inzersdorf führt.
Da die aus den 1950er Jahren stammenden Eisenbahnbrücken der Donauländebahn über den Meidlinger Einschnitt nicht mehr den heutigen Erfordernissen entsprechen, werden sie durch neue Tragwerke ersetzt. Eine besondere Herausforderung dieses Projektes ist es, eine neue Stahlbogenbrücke über die Südstrecke zu bauen, ohne den Betrieb auf einer der meist befahrenen Strecken des gesamten ÖBB-Netzes so wenig wie möglich zu beeinflussen. Daher wurde die gesamte Stahlbogenbrücke mit einer Stützweite von 58,60 m seit Mai 2019 auf einem Vormontageplatz neben der Donauländebahn errichtet. In der Nacht von 8. auf 9. November wurde sie über die Breitenfurter Straße geschoben, von 9. auf 10. November schließlich über die 7 Gleise der Stüdstrecke. In dieser Lage verbleibt die neue Brücke, bis sie im April nach Abbruch der bestehenden Brücken in ihre endgültige Lage quer verschoben wird.

Weitere Aspekte des Projekts
Neben der Stahlbogenbrücke über die Südstrecke wird auch die Betonbrücke über die Breitenfurter Straße neu errichtet.
Außerdem werden zwei Fußgängerstege erneuert: der bisher unmitellbar neben den bestehenden Brücken geführte Grießersteg wird als Kragarmkonstruktion mit der neuen Brücke verbunden. Aufgrund der höheren Rampen der neuen Brücken wird auch der Belghofersteg nordwestlich des Meidlinger Einschnittes in versetzter Lage neu und barrierefrei, mit flachen Rampen statt Treppen, errichtet.
Bis zur Fertigstellung des Gesamtprojektes Ende 2020 werden in dem Abschnitt der Donaulände-bahn zwischen Edelsinnbrücke und Stüber-Gunther-Gasse Sanierungsarbeiten durchgeführt.

ÖBB-Presseinformation
 
Weinviertler regiobahn braucht mehr Personal und neue Lokomotiven

Rund 6.300 Personen hat der von der Weinviertler regiobahn RB GmbH betriebene „NostalgieExpress Leiser Berge“ in der Ende Oktober abgelaufenen Saison auf den Gleisen von Wien über Korneuburg nach Ernstbrunn und wieder retour befördert. „Die Zahlen entsprechen in etwa jenen von 2018“, gibt regiobahn-Geschäftsführer Johann Narrenhofer dem NÖ Wirtschaftspressedienst auf Anfrage bekannt. Mit dem Ergebnis sei man zufrieden, auch deshalb, „weil uns heuer das traditionelle Oldtimertreffen, zu dem viele mit dem Zug nach Ernstbrunn anreisen, wegen strömendem Regen buchstäblich ins Wasser gefallen ist.“

Auf gleich hohem Niveau wie im Vorjahr hätten sich auch die Fahrten mit Sonderzügen entwickelt, teilt Narrenhofer mit. Vor dem Jahreswechsel führt die regiobahn noch zwei solcher Sonderzüge durch das Weinviertel: Am 16. November dampft der „Martingansl-Express“ in die Leiser Berge, und am 14. Dezember geht es zum Adventmarkt in die Kellergasse Hadres. „Im Güterverkehr transportieren wir außerdem alle 14 Tage Getreide auf der Strecke“, ergänzt der Geschäftsführer.

Das erste Halbjahr 2020 wird für die regiobahn RB GmbH, die in Ernstbrunn ihren Sitz hat, entscheidende Weichenstellungen bringen. „Uns fehlen Personal und Lokomotiven“, stellt Narrenhofer fest. „Wir brauchen einen Partner. Denn mit der Struktur, wie wir sie derzeit haben, können wir uns nicht weiterentwickeln.“ (mm)

www.regiobahn.at

 
15 neue KISS-Intercityzüge für die WESTbahn

Stadler baut für die österreichische WESTbahn 15 Doppelstockzüge des Typs KISS. Der Vertrag beinhaltet auch die umfassende Instandhaltung, was die Flotte hochverfügbar macht.  Mit der aktuellen Bestellung kann Stadler bereits zum dritten Mal Züge an die WESTbahn liefern. Stadler hat sich damit erfolgreich gegen den chinesischen Wettbewerber CRRC durchgesetzt.

Heute haben die WESTbahn, Stadler und die Austrian Train Finance AG den Vertrag für die Lieferung von 15 sechsteiligen Doppelstocktriebzügen unterschrieben. Der Bestellwert für die 15 Züge des Typs KISS beträgt knapp 300 Millionen Euro. Die neuen Intercity-Züge für die Strecke Wien–Salzburg  ersetzen die bestehende WESTbahn-Flotte, welche an die Deutsche Bahn (DB) verkauft wird. An der Firma Austrian Train Finance AG ist die PCS Holding von Peter Spuhler zu 100 Prozent beteiligt. Die Austrian Train Finance AG verleast die Züge zu attraktiven, marktgerechten Konditionen an die WESTbahn. Die Full-Service-Dienstleistungen decken auch die präventiven und korrektiven Instandhaltungsarbeiten sowie die Hauptuntersuchungen und Revisionen ab. Mit den neuen energieeffizienten Doppelstockzügen und einer optimierten Wartungslösung erhält die private WESTbahn eine hochverfügbare Flotte.
 
Die China Railway Rolling Stock Corporation (CRRC) hat sich ebenfalls um den Auftrag beworben. Mit dem Gesamtpaket Schienenfahrzeuge, Wartungslösung und Finanzierung ist es Stadler gelungen, sich gegen CRRC durchzusetzen.
 
Wie die WESTbahn am 21. Juli 2019 mitgeteilt hat, verkauft sie die gesamte bestehende Zugflotte an die Deutsche Bahn (DB). Da die WESTbahn-Züge der ersten Generation noch keine Zulassung für Deutschland haben und die zweite Generation ein Upgrade von 160 auf 200 Kilometer pro Stunde erhalten soll, übernimmt Stadler für die an die DB verkauften 17 Züge auch den Umbau und die Zulassung für Deutschland. Die erste Tranche Züge der WESTbahn-Bestandesflotte wird im Dezember 2019 an die DB geliefert, die restlichen Züge gehen nach der Lieferung der Neufahrzeuge, gemäss Liefervertrag im Jahr 2021 vorgesehen, an die DB.
 
Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident und Ankeraktionär von Stadler, sagt zum geschnürten Paket: «Ich bin stolz darauf, dass wir der WESTbahn weitere hochmoderne Intercity-Doppelstockzüge liefern dürfen. Gleichzeitig können wir mit diesem Vertrag auch das Servicegeschäft weiter ausbauen. Es freut mich auch, dass wir uns mit dem attraktiven, kundenspezifischen Gesamtpaket gegen die Chinesen durchgesetzt haben.»
 
Mehr über die neuen Züge
 
Die 15 sechsteiligen elektrischen Doppelstockzüge des Typs KISS sind baugleich mit den Zügen, welche die WESTbahn im Jahr 2017 in Betrieb genommen hat. Die Züge erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 200 Kilometern pro Stunde. Der Komfort auf den 526 Sitzplätzen entspricht in allen Wagen dem der ersten Klasse. Den Fahrgästen steht in den vier Zwischenwagen je ein modernes Selbstbedienungscafé zur Verfügung. Zum gehobenen Standard gehören auch eine angenehme Klimatisierung, geschlechtergetrennte Toiletten, hindernisfreier Zugang sowie eine behindertengerechte Toilette und ein leistungsstarkes WLAN. Die Züge sind 150 Meter lang, 2.8 Meter breit und 4.59 Meter hoch.

Dritte Lieferung für die WESTbahn
Die WESTbahn hat bereits zweimal Züge bei Stadler bestellt: Seit 2011 bedienen sieben KISS-Doppelstocktriebzüge die Strecke Wien–Salzburg. Hohe Verfügbarkeitsraten und pünktliche Züge führten rasch zu einer steigenden Nachfrage. Im Dezember 2014 bestellte daher die WESTbahn zehn weitere KISS, um damit den Halbstundentakt auf der Intercitystrecke Wien–Salzburg einzuführen.

Quelle: Stadler / 30.10.2019

 
Strategischer Meilenstein: Stadler schafft den Sprung nach Asien

Stadler und der indonesische Schienenfahrzeughersteller PT INKA haben heute einen Joint-Venture-Vertrag unterzeichnet. Das Joint Venture will am Produktionsstandort in Banyuwangi Schienen-fahrzeuge in moderner Aluminiumtechnologie entwickeln und produzieren. Damit ist es Stadler gelungen, den strategisch wichtigen Schritt in den südostasiatischen Raum zu vollziehen. Um den Technologietransfer umsetzen und mit der Ausbildung der indonesischen Mitarbeiter starten zu können, ist eine der Vertragsbedingungen die Bestellung von 500 S-Bahn-Wagen mit einer Option für weitere 500 Wagen.

Bereits im Frühjahr haben Stadler und PT INKA in Banyuwangi eine Absichtserklärung zur Gründung eines gemeinsamen Werkes in Indonesien unterschrieben. Nach intensiven Verhandlungen in dieser Woche haben heute Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident von Stadler, Ansgar Brockmeyer, Vertriebschef von Stadler, und Budi Noviantoro, President Director von PT INKA, den Joint-Venture-Vertrag unterzeichnet. Die Vertragsunterzeichnung in Bussnang fand im Beisein der indonesischen Ministerin für Staatsunternehmen Rini M. Soemarno statt, welche für den Anlass extra aus Indonesien angereist ist. Für Stadler ist es ein historischer Meilenstein: Der Ostschweizer Zugbauer ist damit auf dem asiatischen Kontinent angekommen. 
 
Mit der Vertragsunterzeichnung gleisen Stadler und PT INKA das Joint Venture auf, welches moderne Schienenfahrzeuge in Indonesien entwickeln und produzieren will. Eine Bedingung für die Umsetzung des Joint Ventures ist die Bestellung von 500 S-Bahn-Wagen mit einer Option für weitere 500 Wagen. Im Januar 2019 hat PT INKA den Bau der dafür benötigten Produktionsstätte im indonesischen Banyuwangi begonnen. Die Aufnahme der Produktion ist gemäss Vertrag für das Jahr 2021 geplant. Neben der Wagenkastenfertigung wird im neuen Werk die Vor- und Endmontage als auch die Inbetriebsetzung von Schienenfahrzeugen durchgeführt. Der neue Standort soll auch die lang ersehnte Basis sein, um von dort aus den Markteintritt in den Ländern Südostasiens vollziehen zu können. Für Stadler ist der Aufbau eines Produktionsstandortes damit ein strategisch wichtiger Schritt, der zum Erfolg der ganzen Gruppe beiträgt.
 
«Stadler ist stolz darauf, heute den Joint-Venture-Vertrag mit PT INKA unterzeichnet zu haben. Nach mehreren gescheiterten Versuchen, aus Europa heraus im asiatischen Markt erfolgreich zu sein, sind wir zur Erkenntnis gelangt, dass dies nicht möglich und ein Produktionsstandort vor Ort notwendig ist. Wir haben deshalb nach einem geeigneten Partner vor Ort gesucht, was uns nun nach über zehn Jahren Suche gelungen ist. Damit haben wir den Sprung nach Asien geschafft», freut sich Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident von Stadler. «Wir sind überzeugt, mit PT INKA einen kompetenten Partner für das Joint Venture gefunden zu haben. Der neue Produktionsstandort in Indonesien festigt den Markteintritt von Stadler in Asien und schafft bestmögliche Voraussetzungen, um in der Region zu wachsen.»

Quelle: Stadler / 21.09.2019

 
Stadler liefert weitere Züge für PKP Intercity in Polen
Stadler liefert weitere Züge für PKP Intercity in Polen

Stadler ist als Sieger aus der Ausschreibung über die Lieferung von zwölf elektrischen Triebzügen des Typs FLIRT für PKP Intercity hervorgegangen. Nach Ablauf der Einsprachefrist ist der Zuschlag nun rechtskräftig und der Vertrag kann unterzeichnet werden.

Die polnische Bahngesellschaft PKP Intercity hat Stadler den Zuschlag für die Lieferung von zwölf elektrischen Triebzügen FLIRT einschliesslich der Instandhaltung über 15 Jahre erteilt. Die Einsprachefrist ist am 22. Juli 2019 ungenutzt abgelaufen. Damit ist das im Dezember 2017 angekündigte Ausschreibungsverfahren abgeschlossen. Die Unterzeichnung des Vertrages findet heute Mittwoch im Stadler-Werk in Siedlce, Polen, mit Vertretern des polnischen Infrastrukturministeriums und Stadler-Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler statt. Der Wert des Auftrags, der die Lieferung der Fahrzeuge und die 15 Jahre lange Instandhaltung umfasst, beträgt 270 Millionen Schweizer Franken.
 
Der Auftrag umfasst zwölf achtteilige Elektrotriebzüge des Typs FLIRT in der Fernverkehrsausführung. Die neue Flotte gilt als Ergänzung zur Serie von 20 Fahrzeugen mit der Bezeichnung ED160, die im Jahr 2015 an PKP Intercity geliefert wurde. Die Züge sind seit Dezember 2015 auf dem polnischen Schienennetz unterwegs. Sie haben seither mehr als 23 Millionen Kilometer zurückgelegt und zeichnen sich durch eine hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit aus.
 
Die Züge entsprechen der neuesten Generation des elektrischen Niederflurtriebzugs des Typs FLIRT in der Fernverkehrsausführung. Die leichte Konstruktion aus Aluminium trägt wesentlich zu niedrigeren Betriebs-, Energie- und Instandhaltungskosten bei, was dem Betreiber einen messbaren Nutzen bringt. Die Fahrzeuge erfüllen die technischen Spezifikationen der Interoperabilität (TSI). Die komfortable Innenausstattung sorgt für angenehmes Reisen. Den Fahrgästen stehen Abteile der ersten und zweiten Klasse mit 354 Sitzplätzen und ein Bistroabteil zur Verfügung. Die Züge sind mit ergonomischen Sitzen, modernen Toiletten und einer leistungsfähigen Klimaanlage ausgestattet. Auf elektronischen Anzeigetafeln können Meldungen über den Verlauf der Reise verfolgt werden. Diese werden durch ein modernes Fahrgastinformationssystem ergänzt. Jeder Sitz hat eine Steckdose und verfügt über eine individuelle Beleuchtung. Die Züge erfüllen die Vorschriften für Personen mit reduzierter Mobilität (PRM) vollumfänglich.

Quelle: Stadler/30.08.2019

 
Siemens Mobility erschließt weitere Märkte für Smartron

Siemens Mobility erschließt weitere Märkte für Smartron

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Smartron-Lokomotive ab sofort auch für Bulgarien und Rumänien bestellbar

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Erste Aufträge von E-P Rail und PIMK

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Zulassung für erste Lok in Bulgarien bereits erfolgt

Siemens Mobility bietet den Smartron künftig auch in Bulgarien und Rumänien an. Die Lokomotive ist ausschließlich in einer vorkonfigurierten Standardvariante erhältlich. Der Smartron ermöglicht Kunden dadurch einen kosteneffizienten Betrieb bei hoher Betriebssicherheit. E-P Rail hat bereits vier Smartron-Lokomotiven für Rumänien bestellt. PIMK aus Bulgarien insgesamt drei Loks. Die Genehmigung für das Inverkehrbringen (APM = „Authorization for placing on the market“) für den ersten Smartron in Bulgarien ist bereits erfolgt.

"Seit dem Produkt-Launch im Frühjahr 2018 haben wir bereits mehr als 25 Smartron verkauft. Der Smartron ist ein leistungsfähiges und zuverlässiges Fahrzeug, das auf einen definierten Anwendungsbereich festgelegt ist und dadurch einen einfachen, kostengünstigen Kaufprozess möglich macht. Nun können auch Betreiber in Bulgarien und Rumänien von diesem Konzept profitieren", sagt Sabrina Soussan, CEO von Siemens Mobility.

Der Smartron ist bereits seit März 2018 in Deutschland verfügbar und basiert auf bewährten Komponenten des Vectron, die ihre Zuverlässigkeit bereits in über 220 Millionen Betriebskilometern bewiesen haben. Seine Spurweite beträgt 1.435 mm, das Gewicht liegt bei rund 83 Tonnen. Der Smartron für Bulgarien und Rumänien ist für das 25 kV AC Spannungssystem ausgelegt und mit dem Zugsicherungssystem PZB ausgerüstet. Die Lokomotive wird standardmäßig in der Farbe "capriblau" ausgeliefert.

Quelle: Siemens AG / 30.08.2019

 
Modellbau Messe Wien 2019 / Vienna Train
Vom 24.10 - 27.10.2019 findet die Modellbau Messe Wien 2019 / Vienna Train statt. Wir dürfen bereits den Plan für die Vienna Train Ihnen präsentieren Hier
Auch die Railway-Media-Group stellt dieses Mal auf der Messe aus.
 

SüdLeasing bestellt im Auftrag von SBB Cargo International 20 Lokomotiven

Bestellung von 20 Lokomotiven vom Typ Vectron MS inklusive Full Service

Einsatz bei SBB Cargo International auf dem Rhein-Alpen-Korridor

Option für weitere 20 Fahrzeuge

Das Schweizer Unternehmen SBB Cargo International AG hat in Zusammenarbeit mit der SüdLeasing GmbH 20 Lokomotiven vom Typ Vectron MS bei Siemens Mobility bestellt. Die Lokomotiven werden von SBB Cargo International bei SüdLeasing über ein langfristiges Mietkonzept mit flexibler Laufzeit angemietet. Zudem hat SBB Cargo International bei Siemens Mobility eine Option für 20 weitere Fahrzeuge erworben.

Diese Mehrsystem-Fahrzeuge sind für den Einsatz auf dem Rhein-Alpen-Korridor vorgesehen und werden für den Betrieb in Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien und den Niederlanden (DACHINL) ausgelegt. Sie verfügen über eine Leistung von 6,4 MW und sind neben den nationalen Zugsicherungssystemen mit dem Europäischen Zugsicherungssystem (ETCS) ausgestattet. Gebaut werden die Lokomotiven im Siemens-Mobility-Werk in München-Allach. Die Auslieferung ist für Ende 2019 bis Mitte 2020 geplant, womit SBB Cargo International die Lokomotiven rechtzeitig zur Eröffnung des Ceneri-Basistunnels (CBT) im Dezember 2020 zur Verfügung stehen.

Ebenfalls hat SBB Cargo International mit Siemens Mobility einen langfristigen Full Service-Vertrag abgeschlossen. Die Instandhaltungsleistungen sind entlang des Rhein-Alpen-Korridors geplant.

„Mit der Erweiterung unserer Vectron-Flotte ersetzen wir unsere Altbauflotte Re 620 und Re 420, die ausschliesslich für den Einsatz in der Schweiz ausgelegt war, nahezu vollständig und fokussieren uns auf eine effiziente, leistungsfähige und moderne Multisystem-Lokflotte, die ein wichtiger Baustein im Hinblick auf die Eröffnung des Ceneri-Basistunnels Ende 2020 ist“, sagt Sven Flore, CEO von SBB Cargo International.

„Mit unseren Mehrsystem-Lokomotiven kann die SBB Cargo International den Rhein-Alpen-Korridor von den Niederlanden bis nach Italien ohne Lokwechsel bedienen. Der europäische Gütertransport lässt sich somit schnell, effizient und umweltfreundlich betreiben. Der Full Service-Vertrag garantiert unserem Kunden dabei optimale Verfügbarkeit“, sagt Sabrina Soussan, CEO von Siemens Mobility.

Quelle: Siemens AG / 22.07.2019

 

Deutsche Bahn nimmt ICE-4-Züge wieder ab

 

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Hersteller, Betreiber und Eisenbahn-Bundesamt einigen sich auf Ausbesserungskonzept

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Deutsche Bahn beginnt ab sofort mit der Abnahme und Betriebsaufnahme

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Ausbesserung erfolgt im laufenden Betrieb im Rahmen der Gewährleistung von
Bombardier Transportation

Die Deutsche Bahn wird ab sofort die Abnahme weiterer ICE-4-Züge wieder aufnehmen. Siemens Mobility und Bombardier Transportation haben sich mit der Deutschen Bahn (DB) und dem Eisenbahn-Bundesamt (EBA) auf ein Ausbesserungs- und Prüfkonzept für vereinzelt nicht in der vereinbarten Qualität ausgeführte Schweißnähte an ICE-4-Wagenkästen verständigt. Diese Abweichungen stehen einem sicheren Betrieb nicht entgegen, so dass betroffene Fahrzeuge im Fahrgastbetrieb eingesetzt werden können. Somit werden in den nächsten Tagen fünf ICE-4-Züge von der DB abgenommen und im Fahrplan eingesetzt. Insgesamt stehen Bahnkunden dann 30 ICE-4-Züge zur Verfügung. In weiterer Folge wird die DB dann wieder wie ursprünglich geplant ICE-4-Fahrzeuge erhalten und unmittelbar in Betrieb nehmen.

Eine Ausbesserung erfolgt im laufenden Betrieb im Rahmen der Gewährleistung durch Bombardier Transportation. Dabei soll es keine Einschränkungen im Fahrgastbetrieb geben. Der detaillierte Zeitplan wird derzeit zwischen den Herstellern und der DB ausgearbeitet. Die Ausbesserung soll nach jetzigem Planungsstand ab Anfang 2020 beginnen und bis Mitte 2023 abgeschlossen sein.

Siemens Mobility ist Generalunternehmer für die ICE-4-Züge. Der Lieferanteil von Bombardier Transportation liegt bei rund einem Drittel und umfasst die Lieferung aller lackierten Rohbauwagenkästen, aller innengelagerten Laufdrehgestelle sowie den kompletten Ausbau von drei Wagentypen, darunter die Endwagen.

Quelle: 21.07.2019

 
Stadler gewinnt Ausschreibung für weitere zwölf FLIRT für PKP Intercity in Polen

Stadler ist mit seinem FLIRT als Sieger aus der Ausschreibung über die Lieferung von zwölf elektrischen Triebzügen für den Fernverkehr der PKP Intercity hervorgegangen. Mit der Mitteilung an die unterlegenen Bieter, dass Stadler den Zuschlag erhalten soll, startet nun die zehntägige Einsprachefrist. Erst nach dieser Einsprachefrist können der Zuschlag und die rechtskräftige Vertragsunterzeichnung erfolgen.

Die polnische Bahngesellschaft PKP Intercity beabsichtigt, Stadler mit der Lieferung von zwölf achtteiligen FLIRT-Triebzügen für den Fernverkehr zu beauftragen. Zudem soll Stadler mit der Instandhaltung der Fahrzeuge über einen Zeitraum von 15 Jahren beauftragt werden. Die neuen Fahrzeuge sollen die bestehende Flotte von 20 FLIRT ergänzen. Diese sind seit Dezember 2015 für PKP Intercity im Fernverkehr im Einsatz. In den kommenden zehn Tagen haben die unterlegenen Bieter die Möglichkeit, gegen diesen Entscheid ein Nachprüfverfahren anzustrengen. Erst nach dieser Frist kann der Liefervertrag rechtskräftig unterzeichnet werden. Zu diesem Zeitpunkt wird Stadler über den Auftrag informieren.

Quelle: Stadler AG / 11.07.2019
 
Stadler liefert 55 FLIRT Akku für den Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein

Stadler ist als Sieger aus der Ausschreibung des Nahverkehrsverbunds Schleswig-Holstein GmbH (NAH.SH) für die Lieferung von 55 FLIRT Akku-Triebzügen mit einer Option auf weitere 50 Fahrzeuge hervorgegangen. Nach Ablauf der Einsprachefrist ist der Zuschlag nun rechtskräftig. Damit konnte sich Stadler bei der ersten Green-Technology-Ausschreibung (kein Diesel) über Fahrzeuge mit alternativen Antrieben in Deutschland erfolgreich gegen andere Konzepte durchsetzen. Teil der Vergabe ist neben der Lieferung der Triebzüge die Instandhaltung der Fahrzeuge über einen Zeitraum von 30 Jahren. Der Auftragswert liegt bei rund 600 Millionen Euro.

Der Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein NAH.SH hat Stadler den Zuschlag für die Lieferung von 55 FLIRT Akku-Triebzügen erteilt. Damit ist es Stadler nach sehr kurzer Zeit gelungen, die im Rahmen der InnoTrans 2018 erstmals der Öffentlichkeit präsentierte Akku-Antriebstechnologie in einem grossen Verkehrsvertrag zu platzieren. Die Fahrzeuge sollen beginnend ab Ende 2022 in den bisher mit Diesel-Fahrzeugen betriebenen Netzen Nord und Ost zum Einsatz kommen. Im Unterschied zu Diesel-Triebzügen sind die neuen FLIRT Akku deutlich leiser, energiesparender und spurtstärker. Unter optimalen Bedingungen wurde eine Reichweite von 150 Kilometern berechnet, während die längste oberleitungsfreie Strecke in den Netzen Ost und West circa 80 Kilometer beträgt. Die Ladung erfolgt unter vorhandener Oberleitung vor allem an den Bahnhöfen Kiel, Neumünster, Flensburg, Lübeck und Lüneburg sowie auf der Strecke Osterrönfeld–Jübek. Darüber hinaus sollen an ausgewählten Stellen zusätzliche Ladevorrichtungen geschaffen und bestehende Oberleitungen verlängert werden, um so eine ideale Ladung der Batterien während der Fahrt zu ermöglichen.  Für die Instandhaltung der Fahrzeuge sind Werkstätten an den Standorten Rendsburg und Neumünster vorgesehen.
 
Die zweiteiligen Fahrzeuge des Typs FLIRT Akku bieten insgesamt 198 Fahrgästen Platz, davon 124 auf Sitzplätzen. Zwei geräumige und barrierefrei erreichbare Mehrzweckbereiche sind für die Mitnahme von Rollstühlen, Kinderwagen sowie Fahrrädern vorgesehen. Die klimatisierten und stufenlos begehbaren Fahrzeuge verfügen zudem über eine rollstuhlgerechte Toilette. Die flächendeckende Ausstattung mit WLAN, Steckdosen sowie einer Videoüberwachung der Fahrgastbereiche und einem modernen Fahrgastinformationssystem sorgen für einen zeitgemässen Fahrkomfort.
 
«Wir freuen uns, die erste Ausschreibung über Fahrzeuge mit alternativen Antrieben im Rahmen einer Innovationspartnerschaft mit der NAH.SH für uns entschieden zu haben. Seit 2016 stehen wir hier in einem engen und konstruktiven Austausch mit dem Aufgabenträger sowie dem Land Schleswig-Holstein, um die bestmögliche Lösung für einen CO2-emissionsfreien Betrieb der Strecken zu finden. Es macht uns sehr stolz, dass es uns mit dem FLIRT Akku gelungen ist, nicht nur eine ökologische und innovative Lösung gefunden zu haben, sondern auch eine klare wirtschaftliche Verbesserung zu ermöglichen. Betrachtet man die durchschnittliche Lebensdauer eines Schienenfahrzeugs von rund 30 Jahren, sind Batterie-Fahrzeuge günstiger als mit Diesel betriebene Züge», sagt Jure Mikolcic, CEO von Stadler in Deutschland.
 
«Wir freuen uns auf die neuen Triebwagen. Gemeinsam mit Stadler betreten wir hier Neuland in Schleswig-Holstein. Die Elektrifizierung ohne Oberleitung ist ein spannendes Projekt, das sicher auch in anderen Regionen interessiert wahrgenommen wird. Der Zeitplan ist ehrgeizig, ich bin aber sicher, dass Stadler wie geplant die neuen Akku-Triebwagen aufs Gleis stellt», sagt NAH.SH-Geschäftsführer Bernhard Wewers.

Quelle: Stadler/02.07.2019

 
Stadler gewinnt Ausschreibung für 55 FLIRT Akku für den Nahverkehrsverbund Schleswig Holstein

Stadler ist als Sieger aus der Ausschreibung des Nahverkehrsverbundes Schleswig Holstein GmbH (NAH.SH) für die Lieferung von 55 FLIRT Akku-Triebzügen hervorgegangen. Stadler konnte sich damit bei der ersten Green-Technology-Ausschreibung (kein Diesel) über Fahrzeuge mit alternativen Antrieben in Deutschland erfolgreich durchsetzen. Mit der Mitteilung an die unterlegenen Bieter, dass Stadler den Zuschlag erhalten soll, startet nun die zehntägige Einsprachefrist. Erst nach dieser Einsprachefrist können der Zuschlag und die rechtskräftige Vertragsunterzeichnung erfolgen.

Der Nahverkehrsverbund Schleswig Holstein NAH.SH beabsichtigt, Stadler mit der Lieferung von 55 FLIRT Akku-Triebzügen zu beauftragen. Damit ist es Stadler gelungen, die im Rahmen der InnoTrans 2018 erstmals der Öffentlichkeit präsentierten Züge mit der neuen Akku-Antriebstechnologie in einem grossen Verkehrsvertrag zu platzieren. Zudem soll Stadler mit der Instandhaltung der Fahrzeuge über einen Zeitraum von 30 Jahren beauftragt werden. In den kommenden zehn Tagen haben die unterlegenen Bieter die Möglichkeit, gegen diesen Entscheid ein Nachprüfverfahren anzustrengen. Erst nach dieser Frist kann der Liefervertrag rechtskräftig unterzeichnet werden. Zu diesem Zeitpunkt wird Stadler ausführlich über den Auftrag informieren.

Quelle: Stadler / 20.06.2019

 

Siemens Mobility erhält Milliarden-Auftrag für Hochgeschwindigkeitszüge

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Russische Eisenbahnen bestellen 13 Züge vom Typ Velaro RUS

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Instandhaltung für 30 Jahre

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Auftragsvolumen rund 1,1 Milliarden Euro

Die Russischen Eisenbahnen (RZD) haben bei Siemens Mobility und Ural Locomotives, einem Joint Venture der Sinara Group und der Siemens AG, 13 Hochgeschwindigkeitszüge vom Typ Velaro RUS geordert. Das Auftragsvolumen beträgt rund 1,1 Milliarden Euro. Der Vertrag beinhaltet auch die Instandhaltung der Züge für eine Dauer von 30 Jahren. Im Jahr 2006 hatte die RZD erstmals acht Velaro-Garnituren bei Siemens Mobility bestellt, 2011 folgte ein Auftrag für acht weitere Züge.

Der Vertrag wurde am Rande des Sankt Petersburg International Economic Forum (SPIEF) von Oleg Belozerov, Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender der RZD, Dmitry Pumpyansky, Vorstandsvorsitzender der Sinara Group, Joe Kaeser, dem Vorstandsvorsitzenden der Siemens AG und Sabrina Soussan, CEO von Siemens Mobility, unterzeichnet.

„Mit der Unterzeichnung dieses Abkommens bringen wir die langjährige und sehr erfolgreiche Partnerschaft mit den Russischen Eisenbahnen auf eine neue Ebene. Bereits heute gehört die Strecke Moskau – Sankt Petersburg zu den effizientesten Hochgeschwindigkeitsnetzen der Welt. Das werden wir weiter gemeinsam ausbauen und damit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung moderner Infrastruktur in Russland leisten und qualifizierte Arbeitsplätze im Lande schaffen“, sagte Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG.

„Dass die RZD beim Ausbau ihrer Hochgeschwindigkeitsflotte zum dritten Mal auf Siemens Mobility setzt, steht für die Leistungsfähigkeit unserer Velaro-Plattform, die nachhaltige Wertsteigerung über den gesamten Lebenszyklus sicherstellt, den Fahrgastkomfort verbessert und Verfügbarkeit optimiert. Der Velaro hat seine Zuverlässigkeit in Russland bereits seit 2009 mit über 50 Millionen Flottenkilometern bewiesen“, sagte Sabrina Soussan, CEO von Siemens Mobility.

Die zehnteiligen Velaro-Züge werden zwischen Moskau und Sankt Peterburg verkehren und die steigende Nachfrage auf der 650 Kilometer langen Strecke bedienen, die das höchste Fahrgastaufkommen in Russland aufweist. Das in Russland „Sapsan“ – zu Deutsch "Wanderfalke" – genannte Velaro-Modell ist speziell für das russische Breitspur-Format und extreme Temperaturen (von -40 bis +40 Grad) ausgerichtet. Die Sapsan-Züge sind mit dem nationalen Zugsicherungssystem ausgestattet und bieten Platz für rund 550 Fahrgäste. Die moderne Ausstattung, das hochwertige Design und ein abwechslungsreiches Entertainmentprogramm bieten besonderen Fahrgastkomfort. Die Instandhaltung der Züge erfolgt im Siemens-Mobility-Depot in Sankt Petersburg.

Quelle: Siemens / 12.06.2019

 
Stadler gewinnt Auftrag über 16 FLIRT für die Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen

Stadler und die Transdev GmbH setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Das deutsche Tochterunternehmen der französischen Transdev-Gruppe beauftragt Stadler mit der Entwicklung, dem Bau und der Lieferung von 16 elektrischen Triebzügen des Typs FLIRT für den Einsatz im Netz Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen. Der Auftragswert beläuft sich auf rund 100 Millionen Euro.

Stadler baut einmal mehr Züge für die Transdev GmbH. Für den Betrieb der Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen erweitert die Transdev-Tochter NordWestBahn GmbH ihre bestehende Flotte um 16 FLIRT für den Einsatz rund um die Hansestadt. Mit der Bestellung betreibt Transdev ab Dezember 2022 eine Flotte von insgesamt 118 FLIRT unterschiedlicher Konfigurationen und Ausstattungen in Deutschland.
 
Die vierteiligen Züge für die Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen verfügen auf einer Gesamtfahrzeuglänge von 86.9 Metern über 7 Fahrgasttüren auf jeder Seite, die einen schnellen Fahrgastwechsel ermöglichen. 527 Fahrgäste finden im auf der ganzen Fläche videoüberwachten Fahrgastbereich Platz, 260 davon auf Sitzplätzen. 
 
Die Triebzüge sind mit einer barrierefreien Universal-Toilette und einer Standard-Toilette nach TSI PRM ausgestattet und verfügen wie alle FLIRT über helle, freundliche Fahrgastbereiche, sind barrierefrei und durchgängig stufenlos begehbar. Die besonders gross gestalteten Mehrzweckbereiche bieten Raum für den Transport von bis zu 30 Fahrrädern, sperrigem Gepäck und Kinderwagen. Sie sind mit Steckdosen zum Laden von E-Bikes sowie mit Rollstuhlplätzen nach TSI PRM ausgestattet. Das zeitgemässe Fahrgastinformationssystem in Echtzeit mit Monitoren in jedem Einstiegsbereich ebenso wie die fahrzeugseitige WLAN-Ausstattung erleichtert den Reisenden die minutengenaue Aktualisierung ihrer Reise. Die Fahrzeuge erreichen eine maximale Geschwindigkeit von 160 Stundenkilometern.
 
«Wir freuen uns, mit der erstmaligen Lieferung von FLIRT in die Region Bremen die konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit mit Transdev fortsetzen zu können», sagt Jure Mikolcic, CEO von Stadler in Deutschland. «Es macht uns stolz, dass mit Transdev eines der grössten Eisenbahnverkehrsunternehmen in Deutschland einmal mehr auf unser bewährtes Produkt setzt und innerhalb von nur wenigen Monaten Stadler wiederholt den Zuschlag erteilt.»
 
Die Fahrzeuge sollen gemäss Vertrag ab Dezember 2022 auf den Strecken der Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen zum Einsatz kommen.

Quelle: Stadler / 12.06.2019

 
Stadler gewinnt Vertrag für acht FLIRT für Texas

Stadler gewinnt einen weiteren Vertrag in den USA und darf für Dallas Rapid Transit (DART) acht Züge des Typs FLIRT für das Cotton-Belt-Projekt in Texas bauen. Die vierteiligen Züge sollen gemäss Vertrag ab Ende 2022 in den Passagierverkehr gehen. Das Vertragsvolumen beläuft sich auf rund 119 Millionen US-Dollar.

DART hat Stadler für die Entwicklung und Herstellung von acht FLIRT sowie die Planung eines Service-Depots für das Cotton-Belt-Regional-Rail-Projekt beauftragt. Der Vertragswert für die dieselelektrischen Triebzüge (DMU) und die Planung des Service-Depots beträgt rund 119 Millionen US-Dollar. DART plant gemäss Vertrag die Züge gegen Ende des Jahres 2022 in den regulären Betrieb zu nehmen.
 
Die neuen Fahrzeuge verfügen über 240 Sitzplätze und 225 Stehplätze. Sie erfüllen zudem vollumfänglich die Vorgaben des amerikanischen Behindertengleichstellungsgesetzes ADA. Um die Sicherheit aller Fahrgäste zu gewährleisten, werden die Züge mit einem umfangreichen Überwachungssystem ausgestattet. Zusätzlich sollen die Züge mit einem automatischen Passagierzählsystem ausgerüstet werden, welches die Zahl der zu- und aussteigenden Fahrgästen registriert, grössere Passagieransammlungen in bestimmten Bereichen des Zuges wahrnimmt und blockierte Ein- und Ausgänge erkennt. 
 
Die FLIRT für DART fahren mit einem dieselelektrischen Antrieb und entsprechen den amerikanischen Abgasbestimmungen «Tier 4 Final» sowie den Abgasbestimmungen der Eisenbahnbundesbehörde. Jeder Zug besteht aus vier Wagenkasten und einem PowerPack in der Mitte, in welchem die Antriebsausrüstung untergebracht ist. Die Züge haben zwei Motor-Drehgestelle und vier Lauf-Drehgestelle. Die Länge des Zuges beträgt 97 Meter. 
 
Gemäss Vertrag, entwickelt Stadler zudem gemeinsam mit der amerikanischen Ingenieurfirma Urban Engineers das Service-Depot für die neuen Züge.
 
Dies ist bereits der vierte Auftrag für Stadler in Texas. Bahnbetreiber CapMetro in Austin, Denton County Transportation Authority in Lewisville und TEXRail in Fort Worth haben bereits erfolgreich Stadler-Züge im Einsatz.
 
«Nachdem wir schon einige Projekte für Texas abgewickelt haben, ist es für Stadler eine grosse Freude, nun auch DART mit unseren hochmodernen Zügen ausstatten zu dürfen. Wir sind stolz darauf, dass DART sich für unseren FLIRT entschieden hat und sind überzeugt, dass wir ein Produkt liefern können, das den hohen Ansprüchen der Fahrgäste und damit unserem Kunden gerecht wird», sagte Martin Ritter, CEO Stadler US Inc.
«Es war schon jetzt eine Freude mit Stadler am Design und den Spezifikationen für unsere neuen Züge des Cotton-Belt-Regional-Projekts zu arbeiten», sagte John Rhone, DART Vice President von Capital Design and Construction. «Stadlers Fokus auf technologische Innovation und gutes Design bietet unseren Kunden das sichere und angenehme Fahrerlebnis, das sie von DART erwarten.»

Quelle: Stadler / 03.06.2019
 
26 weitere FLIRT verstärken die slowenische Zugflotte

Stadler hat von der slowenischen Staatsbahn Slovenske Železnice den Auftrag für die Lieferung von 26 weiteren Triebzügen des Typs FLIRT gewonnen. Es handelt sich dabei um die Optionseinlösung aus dem im April 2018 bekannt gegebenen Vertrag zur Lieferung einer gemischten Flotte von ein- und doppelstöckigen Zügen. Der Bestellwert beträgt gut 150 Millionen Euro.

Slovenske Železnice bestellt bei Stadler 26 weitere FLIRT-Züge. Damit wird die Option aus dem am 18. April 2018 bekannt gegebenen Vertrag zur Lieferung einer gemischten Flotte von Zügen des Typs FLIRT und KISS eingelöst. Dusan Mes, Generaldirektor von Slovenske Železnice, und Zeljko Davidovic, Sales Manager Zentral- und Osteuropa bei Stadler, haben den Vertrag zur Entwicklung, dem Bau und der Lieferung von 26 weiteren Triebzügen des Typs FLIRT unterschrieben: 16 dreiteilige, dieselelektrisch angetriebene Züge (DMU) sowie 10 vierteilige elektrisch angetriebene Züge (EMU). Beide Konfigurationen werden in Slowenien, Kroatien und Österreich zugelassen. Sie sind für den Fahrgastbetrieb im grenzüberschreitenden Verkehr vorgesehen. Der Vertragswert beläuft sich inklusive Garantieleistungen auf gut 150 Millionen Euro.
 
Zeljko Davidovic sagt zum Flottenausbau der slowenischen Staatsbahn: «Wir freuen uns sehr, dass die slowenische Staatsbahn die Flotte auf insgesamt 52 Züge ausbaut. Die Beschaffung einer aufeinander abgestimmten Reihe unterschiedlicher Fahrzeuge ist beispielhaft und wird das Bahnreisen in Slowenien und in die angrenzenden Länder sicherer, komfortabler und umweltschonender machen.»
 
Eine Flotte wie aus einem Guss
 
Die dreiteiligen dieselelektrischen FLIRT DMU werden wie jene aus der Erstbestellung als Regionalfahrzeug für eine maximale Geschwindigkeit von 140 Stundenkilometern ausgelegt. Die Züge verfügen über ein zusätzliches Wagenmodul, das PowerPack, das die Dieselmotoren und einen Teil der Antriebsausrüstung aufnimmt.
 
Die elf vierteiligen elektrischen FLIRT werden ebenfalls weitgehend identisch konfiguriert wie die Fahrzeuge aus der Erstbestellung: Als Regionalfahrzeuge für eine maximale Geschwindigkeit von 160 Stundenkilometern. Für den Betrieb in Slowenien, Kroatien und Österreich werden sie als Dreisystemzüge für drei verschiedene Stromsysteme ausgerüstet: 3 kV Gleichstrom, 15 kV und 25 kV Wechselstrom.
 
Dem Betreiber Slovenske Železnice stehen ab Inbetriebname 21 vierteilige elektrische Dreisystem-FLIRT, 21 dreiteilige dieselelektrische FLIRT und 10 doppelstöckigen KISS zur Verfügung. Speziell an der stattlichen Flotte ist, dass die slowenische Staatsbahn nicht nur die Möglichkeit hat, die einstöckigen Fahrzeuge in Doppeltraktion zu führen, sondern auf inländischen Strecken auch mit gemischten einstöckigen und doppelstöckigen Kompositionen fahren kann.
 
Slovenske Železnice plant, die Triebzüge aus der Option ab Oktober 2021 schrittweise in Betrieb zu nehmen.

Quelle: Stadler / 03.06.2019

 
Stadler legt im hohen Norden weiter zu: Servicevertrag für über 100 Züge in Norwegen

Stadler hat den Auftrag zur Instandhaltung von mehr als 100 Zügen des Typs FLIRT in Norwegen von Bahnbetreiber Vy, vormals NSB, gewonnen – das ist die grösste Einzelflotte, die Stadler je unter Vertrag genommen hat.  Der Vertrag umfasst FLIRT-Züge, die NSB bei Stadler im Jahr 2008 bestellt hat und in den Folgejahren laufend geliefert wurden. Stadler beginnt mit der Instandhaltung der Züge ab dem
1. Quartal 2020.

Vy und Stadler haben den Vertrag zur Instandhaltung von mehr als 100 Zügen unterzeichnet. Es handelt sich um die von Stadler gebauten Triebzüge des Typs FLIRT. Die fünfteiligen elektrischen Triebzüge verkehren hauptsächlich im Grossraum Oslo. Der Arbeitsumfang umfasst den Full Service – präventive und korrektive Instandhaltung – ohne Drehgestellrevisionen. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis Ende 2024 und mit Optionen einen Auftragswert von annähernd 100 Millionen Franken.
 
Beim Auftrag von Bahnbetreiber Vy handelt es sich in Bezug auf die Flottengrösse um den grössten je erhaltenen Service-Auftrag im wachsenden Berichtssegment Service und Komponenten. Dieser Erfolg in Norwegen schraubt die Anzahl der FLIRT-Züge unter Wartung auf 620 Stück hoch – das sind 40 Prozent aller verkaufter FLIRT-Einheiten. Mit dem Full-Service von Stadler steigen nicht nur Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit an, Flottenbetreiber benötigen auch weniger Reserveeinheiten.
 
Der Auftrag von Vy führt die Reihe der jüngsten Stadler-Erfolge in den nordischen Ländern fort. In Schweden hat Stadler Anfang 2018 von Knorr-Bremse das auf Modernisierungen spezialisierte Unternehmen Swedtrac übernommen. Für Transitio sind ebenfalls in Schweden 33 vierteilige Doppelstockzüge im Bau. In Norwegen sind über die Züge von Vy hinaus in Bergen Strassenbahnen des Typs VARIOBAHN im Einsatz. In Dänemark fahren die Fahrgäste in Aarhus täglich mit von Stadler gebauten und gewarteten Strassenbahnen der Typen VARIOBAHN und TANGO zur Arbeit. Darüber hinaus wird Stadler 16 Strassenbahnen nach Odense liefern.
 
Tormod Gjermundsen, Vice President von Vy, sagt zur Auftragsvergabe an Stadler: «Wir haben mit Stadler im Schienenfahrzeugbau sehr gute Erfahrungen gemacht. Ausnahmslos alle Züge wurden termingerecht geliefert und Stadler hat es immer verstanden, auf unsere speziellen Bedürfnisse einzugehen. Unsere Erwartungen in Bezug auf die Partnerschaft im Bereich der Instandhaltung sind entsprechend hoch. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.»
 
Jürg Gygax, Leiter der Division Service von Stadler, seinerseits sagt zum heutigen Erfolg: «Wir freuen uns sehr über diesen Auftrag und damit den Ausbau unserer Präsenz in Skandinavien. Wir werden alles daran setzen, die bereits jetzt hohe Verfügbarkeit der Vy-Flotte und damit die Pünktlichkeit und die Kundenzufriedenheit der Vy-Fahrgäste weiter zu steigern.»
 
Stadler wird die Instandhaltungsarbeiten in gemieteten Depots ausführen.

Quelle: Stadler/27.05.2019
 
Stadler liefert zehn weitere Lokomotiven an den European Loc Pool – erstmals in Mehrsystem-Konfiguration

Stadler hat mit dem European Loc Pool (ELP) einen Vertrag über weitere zehn sechsachsige Lokomotiven unterzeichnet. Es handelt sich bei dieser Bestellung um weitere Loks aus dem am 20. Mai 2019 kommunizierten Rahmenvertrag. Die elektrischen Lokomotiven werden in Mehrsystem-Konfiguration mit neun Megawatt Leistung konfiguriert. Es ist ein Novum im europäischen Markt, dass eine TSI-konforme elektrische Lokomotive mit neun Megawatt Leistung bestellt wird – der ELP ist Erstbesteller für diese Lokomotive.

Der European Loc Pool hat Stadler mit dem Bau und der Lieferung von zehn elektrisch angetriebenen Co'Co'- Lokomotiven beauftragt. Der Vertrag ist Teil des Rahmenvertrags für insgesamt 100 Lokomotiven, der am 20. Mai bekannt gegeben wurde.

Mehr über die Mehrsystem-Lokomotiven

Die sechsachsigen Lokomotiven sind in Mehrsystem-Konfiguration für Deutschland, Österreich, Italien und die Schweiz (15 kV AC, 25 kV AC, 1.5 kV und 3 kV DC) bestellt worden. Sie sind  wahlweise ohne Dieselmotor erhältlich oder aber optional mit einem oder zwei 900-Kilowatt-Dieselmotoren ausrüstbar. Sie sind serienmässig mit ETCS und Funkfernsteuerung ausgestattet. Dank Co'Co'-Achsfolge und einer Leistung von neun Megawatt bestechen die ELP-Loks mit hoher Zugkraft. Eine einzige solche Lok ersetzt Kompositionen mit zwei Bo'Bo'-Loks bei gleichem Zuggewicht auf vielen Strecken der EU-Güterkorridore. Dabei führt die neueste, hochentwickelte Drehgestell-Technologie zu relativ niedrigem Infrastrukturverschleiss und tiefen Trassenkosten.
 
Zusammen mit den bereits bestellten Hybrid-Lokomotiven wächst die Flotte des ELP auf 30 Lokomotiven an. Die Lokomotiven entsprechen modernsten technologischen Ansprüchen. Der ELP verfügt damit über eine Flotte, die auf elektrifizierten und nicht-elektrifizierten Strecken einsetzbar ist. In Hybridkonfiguration ist ein Wechsel des Antriebs von elektrischer Speisung aus der Oberleitung auf Diesel während der Fahrt möglich. ELP ist der erste Kunde von Stadler für diesen Lokomotiventyp – erstmals auch wird im europäischen Markt eine TSI-konforme elektrische Lokomotive mit neun Megawatt Leistung bestellt.

Quelle: Stadler/ 30.05.2019

 
Zusätzliche Fahrzeuge ermöglichen größere Kapazitäten bei der Mittelrheinbahn

Dreifachtraktion zwischen Köln und Remagen ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2020
und neue Fahrzeuge vom Typ Mireo des Herstellers Siemens

Köln/Koblenz. Auf dem stark frequentierten Streckenabschnitt der Mittelrheinbahn (RB 26)
zwischen Köln und Remagen können ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2020 längere
Züge eingesetzt werden. Dies wird möglich, da sich die zuständigen Aufgabenträger
Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR), Zweckverband Schienenpersonennahverkehr
Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) und Zweckverband Schienenpersonennahverkehr
Rheinland-Pfalz Süd (SPNV Süd) mit dem Leasingunternehmen Alpha Trains und dem
Eisenbahnverkehrsunternehmen TransRegio Deutsche Regionalbahn (TransRegio) darauf
verständigt haben, dass die Bestandsflotte um sechs Neufahrzeuge vom Typ Mireo des
Herstellers Siemens Mobility erweitert wird.

Bereits seit Dezember 2008 setzt TransRegio, ein Tochterunternehmen der Transdev-
Gruppe, Züge von Alpha Trains für die Mittelrheinbahn ein. Derzeit sind auf der Strecke Köln
Messe/Deutz - Koblenz - Mainz insgesamt 17 Triebzüge des Typs Desiro Mainline unterwegs.
Die neuen Mireo-Triebzüge werden zukünftig überwiegend auf dem Streckenabschnitt der
RB 26 zwischen Mainz und Bingen eingesetzt. „Dadurch werden Bestandsfahrzeuge frei und
wir können den von den Fahrgästen stark nachgefragten Streckenabschnitt zwischen Köln
und Remagen zukünftig mit Triebzügen des Desiro Mainline in Dreifachtraktion bedienen“,
so NVR-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek. „Dies entspricht einer Kapazitätserhöhung auf
diesem Streckenabschnitt um 50 Prozent und wird eine enorme Verbesserung für unsere
Fahrgäste bringen. “

„Der Erfolg der Mittelrheinbahn spornt uns an. Den gestiegenen Kapazitätsanforderungen
begegnen wir flexibel mit zusätzlichen Fahrzeugen – und das im laufenden Verkehrsvertrag
und ohne Garantien der öffentlichen Hand“, so Thomas Schmidt, Managing Director der
Alpha Trains Passenger Division.
„Wir realisieren für unsere Kunden ein Fahrzeug in Rekordzeit. Möglich wird dies durch die
hohe Flexibilität der Mireo-Plattform. Als skalierbarer Gliederzug in Kombination mit
innengelagerten Drehgestellen ist der Mireo besonders energieeffizient. Dies schafft
nachhaltige Wertschöpfung über den gesamten Lebenszyklus hinweg“, sagte
Sabrina Soussan, CEO Siemens Mobility.

Der Mireo ist ein Regionalzug der neuesten Generation: Er ist energiesparend und
umweltfreundlich konzipiert. Grundlage hierfür bildet die selbsttragende, geschweißte
Leichtbaustruktur in Aluminium-Integralbauweise. Auch die verbesserte Aerodynamik, die
Energieeffizienz der Komponenten und das intelligente Bordnetzmanagement tragen zur
Reduzierung von Ressourcen, Emissionen und Lärm bei. Aufgrund der verwendeten
Materialien kommt der Mireo auf eine Recycling-Quote von 95 Prozent am Ende der
Lebensdauer. Mit dem Bau der neuen Züge im Werk von Siemens Mobility in Krefeld soll
Ende 2019 begonnen werden.

Für den Komfort der Fahrgäste sorgen großzügige Sitzabstände und ergonomisch geformte
Fahrgastsitze. Die Frischluftzufuhr wird entsprechend des Fahrgastaufkommens in jedem
Wagen automatisch über eine Heizungs-, Klima- und Lüftungsanlage (HKL) mit CO2-Sensoren
reguliert. Separate Mehrzweckbereiche ermöglichen großzügige Abstellflächen z.B. zur
Mitnahme von Fahrrädern. Für aktuelle Fahrgastinformationen stehen große Displays zur
Verfügung, zudem gibt es Internet an Bord sowie ein Sicherheitsüberwachungssystem
(CCTV). Es besteht barrierefreier Zugang zum Universal-WC. Zur Erleichterung des
Einsteigens erhalten alle Einstiege zwei übereinanderliegende Schiebetritte, die jeweils in
Abhängigkeit von der Bahnsteighöhe ausgefahren werden können.

Quelle: Siemens/22.05.2019

 
Stadler liefert weitere energieeffiziente Hybrid-Lokomotiven für die europäischen Güterkorridore

Stadler hat mit dem European Loc Pool (ELP) einen Vertrag über weitere zehn sechsachsige Hybrid-Lokomotiven unterzeichnet. Der ELP will mit den neuen Lokomotiven seine Flotte und die führende Position im Verleasen von Hybrid-Lokomotiven ausbauen.

Iñigo Parra, CEO von Stadler Valencia, und Willem Goosen, CEO des European Loc Pool, haben einen Vertrag über den Bau und die Lieferung von zehn Co'Co'-Hybrid-Lokomotiven unterschrieben. Der Vertrag ist Teil eines Rahmenvertrags für insgesamt 100 Lokomotiven. Der Rahmenvertrag sieht die Möglichkeit vor, dass der ELP weitere Loks bestellen kann, es ist allerdings keine Mindestbestellmenge enthalten.
 
Charakteristik der Lokomotiven
 
Die Stadler-Loks für den ELP bestechen mit hoher Zugkraft dank sechs Achsen – Co'Co'-Achsfolge – und einem Leistungsbereich von 2.8 MW im dieselelektrischen Betrieb und bis zu 6.15 MW im Betrieb unter Oberleitung. Eine einzige Co'Co'-Hybrid-Lok ersetzt Kompositionen mit zwei vorgespannten Bo'Bo'-Loks bei gleichem Zuggewicht auf vielen Strecken der EU-Güterkorridore. Dabei führt die neue innovative Drehgestell-Technologie zu relativ niedrigem Infrastrukturverschleiss und tiefen Trassenkosten. Die Hybrid-Lokomotiven sind auf elektrifizierten und nicht-elektrifizierten Strecken einsetzbar. Dabei ist ein Wechsel des Antriebs von elektrischer Speisung aus der Oberleitung auf Diesel während der Fahrt möglich. Die Hybrid-Lokomotiven werden in deutscher Konfiguration (15 kV + 25 kV AC und 1 x 2.8 MW-Dieselmotor) ausgerüstet. Sie sind mit ETCS und Funkfernsteuerung ausgerüstet.
 
Iñigo Parra sagt: «Wir sind stolz, dass uns der ELP als Hersteller der neuen Hybridlokomotiven ausgewählt hat. Für Stadler ist dieser Auftrag ein weiteres Bekenntnis für umweltfreundliche und energieeffiziente Transportleistungen auf den Güterkorridoren Europas.»

Quelle: Stadler AG/20.05.2019

 

SP-NÖ: Ruf nach mehr Bahn und 365-Euro-Jahresticket

Für die mehr als 300.000 Pendler im Land machen sich Niederösterreichs Sozialdemokraten stark. „Bei diesem Thema geht es uns um Leistbarkeit, Sicherheit, aber auch um den Umwelt-Aspekt“, so LH-Stellvertreter Franz Schnabl, der seine Forderungen gemeinsam mit Reinhard Hundsmüller, SP-Klubobmann im NÖ Landtag, präsentierte.

Kern der Forderungen ist der Ruf nach einem „leistbaren Jahresticket“ um 365 Euro, das für die eigene Region sowie für eine Hauptstrecke zum Arbeitsplatz gelten soll. „Salzburg, ebenfalls ein VP-geführtes Bundesland, hat dieses Modell bereits umgesetzt“, sagt Hundsmüller. In Niederösterreich sei diese Forderung bisher als zu teuer zurückgewiesen worden. Laut den Berechnungen der Sozialdemokraten würden sich die jährlichen Zuschusskosten auf rund das Dreifache von Salzburg, also etwa 60 Millionen Euro belaufen. VP-Landesrat Schleritzko argumentiert jedoch mit wesentlich höheren Kosten.

Vehement wehren sich Schnabl und Hundsmüller auch gegen die Schließung weiterer Bahnlinien, wie dies etwa im Weinviertel mit dem Schweinbarther Kreuz der Fall sei. „Trotz der E-Busse werden die CO2-Kosten dort noch höher“, sagt Schnabl. Ein weiterer Forderungspunkt ist die Elektrifizierung der Gutensteiner Bahn im Piestingtal. „Damit könnte jährlich eine Million Liter Diesel eingespart werden“, argumentiert Hundsmüller.

Generell sprechen sich Niederösterreichs Sozialdemokraten für mehr Bahnverbindungen im Land aus. Dass 20 von 76 Städten in Niederösterreich nicht an eine Bahnlinie angeschlossen sind, werten sie als aktuellen Handlungsbedarf.

Umgekehrt wird allerdings die Forderung zahlreicher Bürgermeister aus den Gemeinden östlich von Wien unterstützt, auf den Breitspur-Umladeknoten von der Transsibirischen Eisenbahn auf EU-Normalspur im Zuge der neuen Seidenstraße zu verzichten. „Die ÖBB muss hier andere Projektstandorte finden“, meint Schnabl. Den Ansatz der ÖBB, lediglich 70% per Bahn, aber 30% per Lkw weiter zu transportieren, hält er für eine umweltpolitische Katastrophe. „Das würde rund 2.000 Lkw mehr pro Tag bedeuten - und das in einer Region, die ohnehin schon vom Verkehr höchstbelastet ist“, so Schnabl. Daher müsse das Projekt zurück an den Start. „Alle Werte, die 10 % Lkw-Weitertransport überschreiten, können wir nicht akzeptieren. “

Rund ums Thema Sicherheit fordert Schnabl zudem eine Um- bzw. Nachrüstungsoffensive bei Lkw mit Abbiegeassistenten. Zwar werde diese Ausstattung bei Neuzulassungen zur Pflicht, da aber die Behalte-Zeiten für Lkw bei rund 14 bis 15 Jahren liegen, würde die Umstellung „viel zu lange dauern“. Da müsse es bessere Lösungen geben. Eine Reihe dieser Forderungen will Schnabl bei der nächsten Konferenz der Landes-Verkehrsreferenten zur Diskussion stellen. (rz)

Quelle: Wirtschaftspressedienst NÖ - 05.05.2019 / www.noe.spoe.at

 
Stadler gewinnt ersten Auftrag für Triebzüge in Kanada

Stadler gewinnt einen Auftrag zum Bau von sieben vierteiligen Triebzügen für Ottawa. Die Züge werden speziell an das raue Klima in Kanada angepasst. Für Stadler ist dies bereits das zweite Projekt in Kanada – für Rocky Mountaineer baut Stadler Panoramawagen, die nordöstlich von Vancouver zum Einsatz gelangen.

Die Stadt Ottawa und die SNC Lavalin-Gruppe haben den Auftrag für sieben vierteilige dieselelektrische FLIRT-Züge an Stadler vergeben. Der Auftrag ist Teil der zweiten Phase der Erweiterung der O-Train Trillium Line in Ottawa. Das Auftragsvolumen beträgt rund 80 Millionen Schweizer Franken (106 Millionen Kanadische Dollar). Damit wird Kanada das 18. Land, in das FLIRT-Züge verkauft werden konnten. Laut Vertrag liefert Stadler die Fahrzeuge ab Mitte des Jahres 2021 nach Ottawa, wo sie anschliessend ausgiebig getestet werden. Für Stadler ist dies der erste Auftrag für Triebzüge in Kanada, jedoch bereits das zweite kanadische Projekt. Für Rocky Mountaineer baut Stadler bereits Panoramawagen, die auf verschiedenen Panoramarouten nordöstlich von Vancouver zum Einsatz gelangen.

Die sieben vierteiligen Züge für Ottawa verfügen über vier Dieselmotoren à 480 kW. Ein Teil der Antriebsausrüstung und die Dieselmotoren sind in einem Powerpack genannten Mittelteil untergebracht. Mit dem aktuellen Design erfüllen die Züge in Kanada die Abgasnorm Tier4 final, die nordamerikanische Streckenklasse Track Class IV, die nordamerikanische Norm für Personen mit reduzierter Mobilität ADA und sie erfüllen die Bedingungen der AODA (Accessibility for Ontarians with Disabilities Act) sowie die nordamerikanische Brandschutznorm NFPA 130.

Mit bis zu 120 Kilometern pro Stunde werden die Stadler-FLIRT die erweiterte Strecke Trillium Line bedienen. Die Trillium Line Extension ist ein Public-Private-Partnership-Projekt welches die Strecke um 16 Kilometer und 8 neue Stationen erweitert, inklusive einer Anbindung an den Ottawa Mcdonald-Cartier International Airport. TransitNEXT, eine Tochtergesellschaft von SNC-Lavalin, plant, baut, finanziert und unterhält die zweite Phase des Ausbaus der Trillium Line.

Die FLIRT für Ottawa werden im Werk Bussnang gefertigt. Stadler verfügt speziell an diesem Standort über viel Erfahrung im Bau von Zügen für Länder mit sehr hohen Anforderungen an die Wintertauglichkeit. Insbesondere in Estland, Norwegen, Finnland und Schweden weisen die von Stadler gelieferten Fahrzeuge auch unter strengsten Winterbedingungen eine hohe Verfügbarkeit aus.

Quelle: Stadler/ 23.04.2019

 
Der Gotthardzug Giruno hat die Betriebsbewilligung erhalten

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat dem neuen Hochgeschwindigkeitszug SMILE von Stadler, von der SBB Giruno genannt, eine Betriebsbewilligung für 200 km/h in Einzeltraktion auf dem Schweizer Netz erteilt. Wie die SBB heute mitteilt, plant sie, den Giruno ab Frühsommer 2019 schrittweise in den Betrieb zu nehmen.

Am 4. April 2019 hat das BAV dem neuen Stadler-Hochgeschwindigkeitszug SMILE eine Betriebsbewilligung für 200 km/h in Einzeltraktion erteilt. Das macht den Weg für den neuen Gotthardzug frei, erstmals mit Fahrgästen auf dem Schweizer Schienennetz zu verkehren. Der SMILE hat bisher erfolgreich alle Projekt-Meilensteine absolviert. Seit April 2017 fanden mehrere Hundert Testfahrten in den vier vorgesehenen Einsatzländern statt – in der Schweiz, in Italien, Deutschland und in Österreich.
 
Der Giruno bietet viel Komfort und grosse Gepäckablagen
Der Giruno bietet den Passagieren auf bis zu 400 Metern Länge in Doppeltraktion insgesamt 810 Sitzplätze. Die Züge sind mit einem Niederflureinstieg für die unterschiedlichen Perronhöhen in der Schweiz, Österreich und Italien (je 55 cm) sowie Deutschland (76 cm) ausgerüstet. Dies ist eine Premiere für die SBB bei einem einstöckigen Triebzug. Der Giruno übertrifft die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes, er verfügt etwa über doppelt so viele rollstuhlgängige Plätze und Toiletten wie vorgegeben. Auch sonst können die Züge mit viel Komfort auffahren: Sie verfügen über einen guten Mobilfunkempfang unterwegs, Steckdosen an allen Sitzplätzen, grosse Gepäckablagen, geschlechtergetrennte Toiletten und ein modernes Beleuchtungskonzept mit energiesparenden LED-Lampen. Der gesamte Innenraum ist grosszügig und hell gestaltet.
 
29 neue Züge für erhöhte Nachfrage auf der neuen Alpentransversalen
Seit Ende 2016 ist der Gotthard-Basistunnel – der längste Eisenbahntunnel der Welt – in  Betrieb. Ende 2020 vollendet der Ceneri-Basistunnel die Flachbahn durch die Alpen. Im Hinblick auf die dadurch erwartete Nachfragesteigerung hat die SBB bei Stadler 29 Triebzüge mit Optionen für bis zu 92 weitere Züge bestellt, die bis zu 250 km/h schnell fahren können. Dabei handelt es sich um elfteilige elektrische Mehrsystemtriebzüge. Stadler hat den neuen Zug ab Vertragsunterzeichnung im Oktober 2014 in nur 23 Monaten entwickelt und gebaut. Drei Monate später wurde der erste Zug in Betrieb gesetzt. An der InnoTrans 2016 wurde er erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Stadler nennt die Hochgeschwindigkeitszugfamilie «SMILE», die SBB hat ihnen den Namen «Giruno» gegeben, eine aus der rätoromanischen Sprache abgeleitete Bezeichnung für Mäusebussard.

Quelle: Stadler/05.04.2019

 

Siemens Mobility und Paribus schließen Rahmenvertrag über 25 Smartron-Lokomotiven

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Erstabruf von vier Lokomotiven vom Typ Smartron inklusive Instandhaltungsvertrag von Siemens Mobility

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Auslieferung ab Oktober 2019

Siemens Mobility und die Paribus Holding GmbH & Co. KG, ein in Hamburg ansässiger Investment- und Assetmanager für Bahnfahrzeuge und Immobilien, haben einen Rahmenvertrag über die Lieferung von 25 Smartrons geschlossen. Das Investment wurde von Paribus für die in Paris ansässige Private Equity Investmentgesellschaft RIVE Private Investment arrangiert und strukturiert. Das Asset-Management der Lokomotiven übernimmt der zu Paribus gehörende Rail-Assetmanager northrail GmbH. Vier Lokomotiven im Wert von jeweils 2,5 Millionen Euro wurden bereits abgerufen. Drei davon wurden von der Paribus-Tochter northrail GmbH an die TX Logistik AG vermietet. Die Lokomotiven sind für den Güterverkehr in Deutschland vorgesehen. Die Auslieferung der Fahrzeuge erfolgt ab Oktober 2019. Siemens Mobility übernimmt auch die Instandhaltung der Loks für einen Zeitraum von acht Jahren.

„Mit dem neuen Smartron bieten wir unseren Kunden ein leistungsfähiges und zuverlässiges Fahrzeug, das auf eine Standardvariante festgelegt ist und dadurch einen einfachen Kaufprozess möglich macht. Als vorkonfigurierte Lok erlaubt der Smartron unseren Kunden einen kosteneffizienten Betrieb bei hoher Betriebssicherheit“, sagt Sabrina Soussan, CEO von Siemens Mobility.

„Mit dem Zuwachs der northrail-Flotte durch die Smartron-Lokomotiven von Siemens Mobility gehen wir einen weiteren großen Schritt in Richtung intelligente und ressourcensparende Lokflotte“, sagt Dr. Volker Simmering, Geschäftsführer der Paribus Holding GmbH & Co. KG und geschäftsführender Gesellschafter der northrail GmbH. „Wir freuen uns sehr, dass sich TX Logistik als erster Mietkunde für diesen zuverlässigen und auf erprobter Technik basierenden Lokomotiven-Typ entschieden hat.“

Der Smartron basiert auf bewährten Komponenten des Vectron, die ihre Zuverlässigkeit bereits in über 180 Millionen Betriebskilometern bei mehr als 600 ausgelieferten Lokomotiven bewiesen haben. Der Smartron ist für das 15-kV-AC- Spannungssystem ausgelegt und mit dem Zugsicherungssystem PZB/LZB ausgerüstet. Die Lokomotive wird standardmäßig in der Farbe "capriblau" ausgeliefert.

Quelle: Siemens / 20.03.2019

 

Siemens Mobility liefert Lokomotiven an Österreichische Bundesbahnen

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61 Lokomotiven vom Typ Vectron MS

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Auslieferung ab März 2020

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben bei Siemens Mobility 61 Lokomotiven vom Typ Vectron MS bestellt. Damit zieht die ÖBB eine weitere Option aus dem im Januar 2017 abgeschlossenen Rahmenvertrag über die Lieferung von bis zu 200 Vectron-Loks. Insgesamt wurden aus diesem Rahmenvertrag nun 108 Fahrzeuge geordert. Eingesetzt werden die Lokomotiven bei der Rail Cargo Group, der Güterverkehrssparte der ÖBB. Sie sind für den grenzüberschreitenden Güterverkehr in mehreren europäischen Ländern vorgesehen. Gebaut werden die Fahrzeuge im Siemens-Mobility-Werk in München-Allach. Die Auslieferung beginnt im März 2020.

„Dass die ÖBB erneut eine Option aus dem bestehenden Rahmenvertrag zieht, bestätigt die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit unserer Vectron-Plattform. Sie erlaubt nachhaltige Wertschöpfung über den gesamten Lebenszyklus hinweg und ermöglicht es unserem Kunden, langfristig für die Zukunft zu planen“, sagt Sabrina Soussan, CEO von Siemens Mobility.

Die Lokomotiven für die ÖBB verfügen über eine Leistung von 6,4 Megawatt und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h, sie sind mit den erforderlichen nationalen Zugsicherungssystemen sowie mit dem Europäischen Zugsicherungssystem ETCS ausgestattet.

Siemens Mobility hat den Vectron bereits über 800 Mal an insgesamt 42 Kunden verkauft. Die Lokomotiven haben bereits mehr als 180 Millionen Flottenkilometer zurückgelegt und sind in Bulgarien, Deutschland, Finnland, Italien, Kroatien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Schweden, der Schweiz, Serbien, der Slowakei, Slowenien, der Tschechischen Republik, der Türkei und Ungarn zugelassen.

Quelle: Siemens / 19.03.2019

 
ÖBB: Im Osten viel Neues – 24 weitere Cityjet Desiro ML für den Nah- und Regionalverkehr bestellt

•  Hoher Qualitätsstandard für die Pendlerinnen und Pendler in Wien, Niederösterreich und Burgenland
•  Angebotsausweitung und Komfortoffensive im Nah- und Regionalverkehr

(Wien, 11. März 2019) –

­­­­­ Neue Züge für die Ostregion: 24 zusätzliche Cityjet Desiro ML von Siemens werden künftig auf der Schiene in Wien, Niederösterreich und Burgenland unterwegs sein und den Nah- und Regionalverkehr weiter aufwerten. Mit dem heutigen Abruf sind 189 Züge vom Cityjet Desiro ML bestellt. Die ersten Fahrzeuge der zusätzlichen Bestellung werden ab Sommer 2020 auf Schiene sein.

Cityjet-Garnituren mit 22% mehr Sitzplätzen

Das Bevölkerungswachstum und die zunehmende Verlagerung vom Auto auf die Schiene lassen die Fahrgastzahlen steigen. Durch die Elektrifizierung der Marchegger Ostbahn, den Ausbau der Pottendorfer Linie, der Nordbahn oder der Semmering-Verbindung, werden zudem zusätzliche Züge benötigt. Die dreiteiligen Cityjet-Garnituren verfügen über 22% mehr Sitzplätze als die Fahrzeuge, die dann durch die neuen Garnituren ersetzt werden.

Michaela Huber, Vorständin der ÖBB-Personenverkehr AG: „Diese Bestellung zeigt, dass wir unsere Modernisierungsoffensive im Nah- und Regionalverkehr konsequent und im Sinne unserer Kundinnen und Kunden fortsetzen. Mit der Erweiterung der Flotte und dem Mehr an Sitzplätzen, werden wir die Verkehrsausweitungen und die erhöhte Nachfrage sehr gut abdecken können.“

Die neuen Cityjets sind barrierefrei zugänglich und bieten den Kundinnen und Kunden Komfortsitze, große Tische bei der Hälfte der vis-á-vis Sitzplätze, Steckdosen, Leseleuchten, WLAN inklusive dem onboard-Portal Railnet Regio und große Monitore für die Fahrgastinformation in Echtzeit. Fahrgäste profitieren zukünftig von Fensterrollos im Fahrgastbereich und durchgehenden Gepäckablagen im Desiro ML.

Erste Wahl für die Ostregion

In der Ostregion ist bei Neufahrzeugen der Desiro ML von Siemens die erste Wahl: Die Fahrzeuge können mit der Bestandsflotte Cityjet und dem Ventus Raaberbahn in der Region gekuppelt und so Synergien bei der Instandhaltung der Flotte genutzt werden. 133 von den insgesamt 189 abgerufenen ÖBB Cityjet Desiro ML werden voraussichtlich bis Mai 2021 in der Ostregion im Einsatz sein.

Zukunftsmusik – alle Zeichen stehen auf Grün

Technisch punktet der Zug mit einer Länge von 75 Metern und einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 160 km/h sowie einer rascheren Beschleunigung. Eine weitere Besonderheit: Der Desiro ML kann auf Batteriehybridtechnologie umgerüstet werden und könnte somit künftig auch für nicht-elektrifizierte Strecken genutzt werden.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister

Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB Konzern jährlich 459 Millionen Fahrgäste und 115 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. Besonders klimaschonend sind die Bahnreisenden unterwegs. Denn 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2017 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 41.107 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (zusätzlich rund 1.900 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Quelle: ÖBB / 12.03.2019

 
Rail Cargo Group verbindet Österreich mit Skandinavien

Neuer Direktzug zwischen Wels und Lübeck startet mit zwei Rundläufen pro Woche

(Wien, 12.02.2019) – Die ÖBB Rail Cargo Group bringt mit dem TransFER Wels–Lübeck eine  zweimal wöchentlich verkehrende Nonstop-Verbindung zwischen dem österreichischen HUB Wels und der nordeuropäischen Metropole auf Schiene. Die Rail Cargo Group verknüpft  ab Mitte Februar Österreich mit dem nordeuropäischen Raum. Als größter deutscher Ostseehafen ist der Hafen Lübeck ein zentraler Umschlagspunkt zwischen den Wirtschaftsmetropolen West- und Zentraleuropas und dem sich rasch entwickelnden Ostseeraum.

Von Skandinavien bis in die Türkei

Über den Terminal Wels profitieren Kundinnen und Kunden aus dem skandinavischen und norddeutschen Raum von einem lückenlosen Anschluss an das nationale und internationale Netzwerk der Rail Cargo Group. Mit der Drehscheibe Wels bietet die RCG attraktive Schienenprodukte nach Italien, Schweiz, Südosteuropa und bis nach Griechenland sowie in die Türkei an. Spediteure aus dem Alpenraum erreichen Skandinavien ab sofort direkt und zuverlässig auf der umweltfreundlichen Schiene.

Damit erweitert die RCG nicht nur das Leistungsgebiet, sondern verkürzt auch die Transitzeiten von und in den Ostseehafen und stärkt darüber hinaus den kombinierten Verkehr innerhalb Österreichs aber auch in Richtung Norddeutschland. Auch für optimale Hinterland- und Antennenverbindungen stellt die Direktverbindung eine hohe Priorität dar.

Mit dem Produkt TransFER Wels–Lübeck werden auch gängige Fährverbindungen über den Lübecker Hafen angeboten.

Rail Cargo Group: Güterverkehr der ÖBB

Mit 8.700 MitarbeiterInnen, Niederlassungen in ganz Europa und einem Jahresumsatz von 2,2 Milliarden EUR zählt die Rail Cargo Group zu den führenden Bahnlogistikunternehmen Europas. Die Rail Cargo Group betreibt gemeinsam mit starken Partnern ein flächendeckendes Netz an End-to-end-Logistik in Europa und darüber hinaus bis Asien. Sie verbindet europäische Ballungszentren und Häfen mit prosperierenden Wirtschaftszentren Russlands, der Türkei bis nach China. Operative Leitgesellschaft der Rail Cargo Group ist die Rail Cargo Austria AG.

Quelle: ÖBB / 12.02.2019

 
56 Regionalzüge für Augsburger Netze

• Betreiber Go-Ahead Verkehrsgesellschaft Deutschland GmbH
• 44 Mireo-Triebzüge und zwölf Desiro HC-Doppelstocktriebzüge
• Auftragswert rund 400 Millionen Euro
• Mehr Kapazität und deutlich verbesserter Fahrgastkomfort


Der Betreiber Go-Ahead Verkehrsgesellschaft Deutschland GmbH hat Siemens Mobility mit der Lieferung von 56 Regionaltriebzügen beauftragt. Die Fahrzeuge sind für den Einsatz im durchgehend elektrifizierten Teil der „Augsburger Netze“ im Südwesten Bayerns vorgesehen. Insgesamt werden 44 dreiteilige elektrische Triebzüge vom Typ Mireo sowie zwölf fünfteilige elektrische Doppelstocktriebzüge vom Typ Desiro HC geliefert. Beide Fahrzeugtypen sind betrieblich miteinander kuppelbar und ermöglichen damit eine flexible Anpassung an die Fahrgastnachfrage. Der Auftragswert beläuft sich auf rund 400 Millionen Euro. Der Start des Fahrgastbetriebs ist zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022 geplant. „Wir freuen uns sehr, mit dem Los 1 der Augsburger Netze nun unser fünftes Netz in Deutschland befahren zu können. Die modernen Fahrzeuge unseres Partners Siemens Mobility sind ein wichtiger Baustein für einen qualitativ hochwertigen Betrieb, der zusätzliche Fahrgäste vom Schienenpersonennahverkehr überzeugt“, sagte Stefan Krispin, Geschäftsführer der Go-Ahead Verkehrsgesellschaft Deutschland GmbH.

„Dies ist ein erneuter Auftrag für unsere beiden Regionalzugplattformen im wichtigen Heimatmarkt. Erstmalig liefern wir die Züge so, dass beide Zugtypen miteinander kuppelbar sind. Die Stärken beider Fahrzeuge lassen sich so voll ausnutzen“, sagte Sabrina Soussan, CEO Siemens Mobility.

Die Züge sind für den Einsatz auf den Strecken Ulm – Augsburg – München, Würzburg – Ansbach – Treuchtlingen – Donauwörth – Augsburg sowie Aalen – Nördlingen – Donauwörth vorgesehen. Alle Fahrzeuge sind darauf ausgelegt, der steigenden Verkehrsnachfrage in der Region gerecht zu werden. Insbesondere auf der Verbindung von und nach München soll durch die Doppelstocktriebzüge eine deutliche Erhöhung der Sitzplatzkapazität erreicht werden.
Der Mireo bietet 216 und der Desiro HC 538 Sitzplätze. Zur Steigerung der Flexibilität bei der Fahrgast-Beförderung können bis zu vier 3-teilige Mireos sowie maximal zwei Mireos mit einem Desiro HC gekuppelt fahren. Wird besonders viel Kapazität gebraucht, fahren zwei gekuppelte Desiro HC. An jedem Einstieg befindet sich ein Mehrzweckbereich. Im Mireo können 18 und im Desiro HC 45 Fahrräder befördert werden. Alle Züge sind für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste barrierefrei ausgerüstet. Zusätzlich ist ein Hublift für Rollstuhlfahrer an Bord, um auch einen Ein- und Ausstieg an Bahnhöfen mit niedrigen Bahnsteigen zu ermöglichen.
Ein Echtzeit-Fahrgastinformationssystem zeigt aktuelle Ankunfts- und Abfahrtszeiten sowie Anschlussmöglichkeiten an den jeweiligen Haltestellen an. Die Fahrzeuge erhalten die von Siemens Mobility entwickelte Hochfrequenz-Scheibenlösung, die den Mobilfunkempfang in Zügen deutlich verbessert. Zusätzlich erfolgt die Vorrüstung für einen möglichen späteren Einbau von WLAN-Technik.

Quelle: Siemens / 07.02.2019

 

DB Cargo und Siemens Mobility schließen Rahmenvertrag über 100 Multisystem-Lokomotiven

DB Cargo und Siemens Mobility schließen Rahmenvertrag über 100 Multisystem-Lokomotiven

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Erstabruf von 40 Loks vom Typ Vectron MS

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Auslieferung ab Februar 2019

Siemens Mobility und die DB Cargo AG haben einen Rahmenvertrag über die Lieferung von 100 Multisystem-Lokomotiven geschlossen. Gleichzeitig mit der Unterzeichnung hat die Güterbahn der DB 40 Mehrsystem-Lokomotiven vom Typ Vectron abgerufen. Die Lokomotiven sind für den grenzüberschreitenden Verkehr in mehreren europäischen Ländern vorgesehen. Die Auslieferung der Fahrzeuge beginnt im Februar 2019 und wird im Juni 2020 abgeschlossen sein.

„Erst im Sommer 2017 hat DB Cargo 60 Loks bei uns bestellt. Der Abschluss eines neuen Rahmenvertrags steht für die erfolgreiche Abwicklung des Vorprojekts und die Zuverlässigkeit unserer Fahrzeuge“, sagt Sabrina Soussan, CEO von Siemens Mobility.

„Der Vectron MS ist eine besonders energieeffiziente Lokomotive, die den grenzüberschreitenden Verkehr ohne Lokwechsel erlaubt. Dies ermöglicht es DB Cargo, auf den europäischen Relationen noch bessere Leistungen für die Kunden zu erbringen“, sagt Steffen Bobsien, Leiter European Assets & Technology DB Cargo.

Die Lokomotiven für DB Cargo verfügen über eine Leistung von 6,4 Megawatt und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h, sie sind mit den erforderlichen nationalen Zugsicherungssystemen sowie mit dem Europäischen Zugsicherungssystem ETCS ausgestattet.

Siemens Mobility hat den Vectron bereits über 800 Mal an insgesamt 41 Kunden verkauft. Die Lokomotiven sind in Bulgarien, Deutschland, Finnland, Italien, Kroatien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Serbien, der Slowakei, Slowenien, Schweden, der Schweiz, der Tschechischen Republik, der Türkei und Ungarn zugelassen.

Quelle: Siemens / 18.01.2019

 
Neue Stadler-FLIRT für die SBB-Strecke Bern–La Chaux-de-Fonds

Die SBB und Stadler haben einen Vertrag zur Lieferung von sieben neuen Zügen des Typs FLIRT für rund 65 Millionen Franken unterzeichnet. Ab Dezember 2020 übernimmt die SBB die Linie Bern–La Chaux-de-Fonds von der BLS. Die neuen, von der SBB «Mouette» (franz. für Möwe) genannten, Züge kommen auf dieser Strecke zum Einsatz.

Toni Häne, Leiter SBB Personenverkehr, und Thomas Ahlburg, Group CEO von Stadler, haben in Zürich einen Vertrag zur Lieferung von sieben vierteiligen FLIRT-Zügen unterzeichnet.

Ab Dezember 2020 integriert die SBB im Rahmen der neuen Fernverkehrskonzession die Linie Bern–La Chaux-de-Fonds als IR66 in ihr Fernverkehrs-Netz. Damit wird auch der Neuenburger Jura an den schweizweiten Fernverkehr der SBB angebunden. Die SBB beschafft dafür neue einstöckige, spurtstarke und behindertengerechte Fahrzeuge. Die sieben neuen Züge mit dem Namen Mouette werden von 2019 bis 2021 in einer komfortablen Fernverkehrs-Ausführung gebaut. Der Zug ist vierteilig und verfügt über 27 Sitzplätze in der 1. Klasse (2+1-Bestuhlung) und 154 Sitze in der 2. Klasse. Alle Plätze verfügen über eine Steckdose. Zu Verkehrsspitzen können die Mouettes gekoppelt werden, um ausreichend Sitzplätze anbieten zu können. In der Nebenverkehrszeit können die Züge kürzer geführt werden und helfen so, Energie und Kosten zu sparen.

Die Vergabe erfolgte freihändig nach öffentlichem Beschaffungsrecht. Der Vertrag enthält eine Option für sieben weitere Fahrzeuge.

Quelle: Stadler / 27.12.2018

 

Stadler liefert weitere acht KISS - Triebzüge nach Ungarn

Der ungarische Bahnbetreiber MÁV - START Zrt . und Stadler haben den Vertrag über die Lieferung von weiteren acht elektrischen , sechsteiligen Doppelstock - Triebzügen KISS unterzeichnet. Die neuen Züge werden voraussichtlich 2021 den Fahrplanbetrieb aufnehmen . Mit dieser Bestellung erhöht M Á V - START die KISS - Flotte auf 19 Züge . Mit den grossvolumigen KISS - Zügen beginnt für die u ngarischen Staatsbahnen ein neues Kapitel. Erstmals werden Doppelstock - Triebzüge in Ungarn in Betrieb genommen werden. Die neuen Züge werden auf den am meisten frequentierten Vororts - Linien Budapest - Vác - Szob und Budapest - Cegléd - Szolnok zum Einsatz kommen. M Á V - Start und Stadler haben im Jahr 2017 eine Rahmenvereinbarung über maximal 40 Züge ab ge schlossen, die innert acht Jahre n abgerufen werden können . Mit dem heutigen Vertrag und dem ersten Abruf aus dem Jahr 2017 über elf Fahrzeuge hat MÁV von den verfügbar en 40 bereits 19 Züge bestellt. Die Investition wird durch das operationelle Programm für den integrierten Verkehr (ITOP) der Europäischen Union finanziert. Die 155. 88 Meter langen, 2 .8 Meter breiten und 4. 6 Meter hohen Züge bestehen jeweils aus sechs Wagen und sind in der Lage , 600 Fahrgäste gleichzeitig aufzunehmen. Das sind 50 Prozent mehr als einstöckige Triebzüge der selben Länge. In den Zügen sind jeweils vier Toiletten eingebaut, davon eine auch für Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität . In den Multifunktionsbereichen finden vier Rollstühle ausreichend Platz , ausserdem zwölf Fahrräder oder aber fünf Kinderwagen. Die neuen Fahrzeuge entsprechen den neusten sicherheitstechnischen Standards. Sie sind mit den Zugbeeinflussungssysteme n EVM und ETCS Level 2 ausgerüstet. Damit können die Züge in Ungarn auf den modernisierten Strecken bis zu 16 0 Stundenkilometer schnell fahren. Dem Komfort der Fahrgäste dienen der ausgesprochen ruhige Lauf, das
moderne Fahrgastinformationssystem, fortschrittliche Klima tisierung und kostenloses WLAN.

Quelle: Stadler/17.12.2018

 
Stadler-FLIRT-Züge bald stündlich von Chur nach Bern

Die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) und Stadler haben heute den Vertrag über die Lieferung von zwölf weiteren FLIRT-Zügen unterschrieben. Die SOB fährt ab dem 12. Dezember 2021 unter einer Fernverkehrskonzession der SBB im Stundentakt die Linie Chur–Zürich–Bern. Die Fernverkehrszüge «Traverso» sollen auf dieser neuen SOB-Strecke eingesetzt werden.

Heute haben die SOB und Stadler in St. Gallen den Vertrag über die Lieferung von zwölf weiteren FLIRT-Zügen unterzeichnet. Bei diesen Fahrzeugen handelt es sich um sieben achtteilige, kupferfarbene Triebzüge des Typs FLIRT, genannt «Traverso», und um fünf vierteilige, silberfarbene FLIRT. Die Züge zeichnen sich durch Innovation und Komfort aus. Die hochwertigen, achtteiligen Fernverkehrszüge «Traverso» verfügen über 359 Sitzplätze, davon 68 Plätze in der 1. Klasse (2+1-Bestuhlung). Alle Sitzplätze sind mit Steckdosen ausgerüstet. Die Reisenden können sich in den zwei Bistrozonen verpflegen und für Familien steht ein Familienbereich zur Verfügung. Die Züge erfüllen die neuesten europäischen Behinderten-gleichstellungsgesetze und bieten ein Informationssystem mit vier bis sieben Bildschirmen pro Wagen. Die SOB setzt die einheitlichen Fernverkehrszüge «Traverso» auf der Strecke des Voralpen-Express zwischen St. Gallen und Luzern ab 15. Dezember 2019 ein, auf der Gotthard-Bergstrecke ab 13. Dezember 2020 und ab Mitte Dezember 2021 zwischen Chur und Bern.

Total 34 neue Züge für die SOB

Ende Juni 2016 hat die SOB bei Stadler sechs achtteilige und fünf vierteilige elektrische Niederflurtriebzüge bestellt, um ab dem Fahrplanwechsel 2019 die älteren, teils 40 Jahre im Einsatz stehenden Kompositionen zu ersetzen. Die achtteiligen Züge werden auf der Strecke des Voralpen-Express zwischen St. Gallen und Luzern zum Einsatz kommen und das Reisen durch die Voralpen noch hochwertiger und komfortabler gestalten. Die vierteiligen Triebzüge mit 197 Plätzen, davon 22 in der 1. Klasse, verstärken die FLIRT-Bestandesflotte im S-Bahn Betrieb.
 
Ab dem 13. Dezember 2020 bedient die SOB in Kooperation mit der SBB mit den neuen «Traverso» auch die Fernverkehrsstrecke von Basel beziehungsweise Zürich über die Gotthard-Bergstrecke nach Locarno. Für diese Strecke hat die SOB im Rahmen einer Optionseinlösung im Dezember 2017 elf weitere achtteilige «Traverso» -Fernverkehrszüge bestellt.
 
Chur–Zürich–Bern ist die zweite Linie, die die SOB im Auftrag der SBB betreiben wird. Mit dem heute unterzeichneten Liefervertrag über sieben weitere achtteilige «Traverso»-Fernverkehrszüge und fünf vierteilige FLIRT-Züge löst die SOB eine zweite Option ein.

Quelle: Stadler/13.12.2018

 
Siemens und Alstom reichen Zusagenpaket bei der Europäischen Kommission ein

Alstom und Siemens haben gemeinsam beschlossen, der Europäischen Kommission am 12. Dezember als Reaktion auf deren Beschwerdepunkte vom 29. Oktober ein Zusagenpaket vorzulegen. Dieses Paket ist ein Vorschlag der beiden Unternehmen, die Bedenken der Kommission auszuräumen und den industriellen und wirtschaftlichen Wert dieser Transaktion zu wahren.
Die vorgeschlagenen Maßnahmen umfassen in erster Linie Aktivitäten im Bereich Signaltechnik, aber auch Schienenfahrzeuge und entsprechen rund vier Prozent des Umsatzes des künftigen Unternehmens. Die Parteien sind der Auffassung, dass das vorgeschlagene Zusagenpaket angemessen ist. Es gibt jedoch keine Gewähr dafür, dass der Inhalt dieses Pakets ausreicht, um die Bedenken der Kommission auszuräumen. Eine Entscheidung der Kommission ist bis zum 18. Februar 2019 zu erwarten.

Quelle: Siemens/12.12.2018

 
Neue Züge für TILO: FNM und Stadler unterzeichnen Rahmenvertrag

FNM S.p.A. und Stadler haben heute in Mailand einen Rahmenvertrag für die Lieferung von elektrisch angetriebenen, interoperablen Zweisystem-Zügen für den Betrieb in Italien und der Schweiz unterschrieben. Gleichzeitig ist der Liefervertrag für neun Züge inklusive Wartung im Wert von annähernd 115 Millionen Euro unterzeichnet worden. Zusammen mit den am 21. November 2018 von der FNM bestellten FLIRT DMU wächst die Stadler-Flotte in Italien auf über 200 Züge an.

FNM S.p.A. und Stadler haben heute einen Rahmenvertrag für die Lieferung von elektrischen Zügen unterzeichnet, die in Italien und in der Schweiz zum Verkehr zugelassen werden und für den grenzüberschreitenden Regionalbahnbetrieb TILO (Tessin – Lombardei) bestimmt sind. Die Züge werden an Trenord vermietet, um das Dienstleistungsangebot von TILO weiter auszubauen im Hinblick auf den Fahrplanwechsel vom Dezember 2020. FNM hatte diesen Auftrag im vergangenen Jahr öffentlich ausgeschrieben. Die heutige Vertragsunterzeichnung folgt auf die Vergabe des Auftrags an Stadler.
 
Rahmenvertrag und Liefervertrag
Der Rahmenvertrag mit einer Laufzeit von acht Jahren schreibt eine Mindestanzahl von fünf Zügen mit der Option auf vier weitere Züge vor. Die Rahmenvereinbarung umfasst auch die «Full Service» Wartung inklusive Revisionen. Der Rahmenvertrag hat einen Gesamtwert von 114'417'200 Euro. Zusätzlich zum Rahmenvertrag sind die zwei Lieferverträge für fünf respektive vier Züge unterzeichnet worden. Die Lieferung der ersten fünf Züge ist bis November 2020 vorgesehen, während die restlichen vier Züge ab Juli 2021 geliefert werden.
 
Mehr über die Züge
Bei den Zügen handelt es sich um sechsteilige bidirektionale Züge in fester Komposition für zwei Bahnstromsysteme (3 kV Gleichstrom für Italien, 15 kV Wechselstrom für die Schweiz), die für den Verkehr in den beiden Ländern zugelassen werden. Die Züge sind 104,9 Meter lang, bestehen aus sechs Passagierwagen und bieten Platz für 655 Personen, davon 244 Sitzplätze. Sie sind auf eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h ausgelegt und werden kompatibel mit der bereits existierenden Flotte von TILO sein.
 
Austattung der Züge
Die Züge werden mit zwei Toiletten, LED-Beleuchtung, elektrischen Steckdosen zum Aufladen von elektronischen Geräten, einem Fahrgastinformationssystem, Energiezählern, Personenzählern und Ferndiagnostik ausgestattet sein. Darüber hinaus verfügen die Züge über das modernste und fortschrittlichste ERTMS/ETCS-Sicherheitssystem, das nicht nur einen sehr hohen Sicherheitsstandard gewährleistet, sondern auch eine Erhöhung der Verkehrskapazität auf den dicht frequentierten Eisenbahnstrecken in der Lombardei erlaubt.
 
«Die heutige Vertragsunterzeichnung», so der Vorsitzende der FNM, Andrea Gibelli, «ist ein weiterer Meilenstein eines umfassenden, 2017 erstellten, Plans zur Erneuerung der Zugflotten. Die Verfügbarkeit von neuen Zügen ist wichtig, um den Service bieten zu können, der dem Mobilitätsbedürfnis der Menschen in der Lombardei entspricht, auf dem Weg zur Arbeit, zu Besuchen – oder wie in diesem Fall sogar die Grenze überquerend.»
 
“Wir sind stolz,” ergänzt Peter Jenelten, Executive Vice President Sales & Marketing bei Stadler, “FNM einmal mehr unterstützen zu dürfen, den regionalen und grenzüberquerenden Zugverkehr noch attraktiver zu machen mit unseren ungehindert zugänglichen, komfortablen und energieeffizienten FLIRT-Zügen.“

Quelle: Stadler / 01.02.2018

 
Wieder auf Schiene: Neue Chance für Güterverkehr
Wieder auf Schiene: Neue Chance für Güterverkehr
Auch die Raiffeisenlagerhäuser Weitersfeld und Langau werden wieder an Eisenbahngüterverkehrsnetz angeschlossen.

Erfreuliches gibt es vom Schienen-Güterverkehr: Nach vielen Jahren „Pause“ kann der Eisenbahngüterverkehr zu den Anschlussbahnen der Raiffeisen Lagerhäuser Weitersfeld und Langau wieder aufgenommen werden. Der erste Güterzug fuhr am 15. Oktober am Bahnhof Weitersfeld ein. Dank der Bereitschaft der am Projekt beteiligten Partner RWA, Raiffeisen Lagerhäuser, VTG, Wiener Lokalbahnen, Grampetcargo Austria und regiobahn, sich auf ein neues Bahnlogistik-Konzept einzulassen, ist dies möglich geworden. Geführt werden sollen diese Züge 14-tägig.

Im Jahr 2001 fuhr der letzte Güterzug von Drosendorf nach Retz. In den Jahren 1948 bis 1963 waren es noch täglich drei Güterzüge auf der Nordwestbahnstrecke gewesen, die Braunkohle von Langau oder Rüben, Stroh und Kartoffeln von Weitersfeld in Richtung Wien transportierten. In der Folge wurden nur mehr die Ladegleise ganzjährig bedient und nach Übernahme durch das Land NÖ (NÖVOG) gab es Güterwagen nur mehr gegen Bestellung, was zu einer Verlagerung des Gütertransports auf Lkw – und somit die Straße – führte.

Zwischenzeitlich versuchten die Lagerhäuser immer wieder, Fracht auf die Schiene zu bringen. In den letzten Jahren bemühte sich die Lagerhausgenossenschaft Weitersfeld–Zissersdorf gemeinsam mit Raiffeisen-WARE-Austria um eine Wiederbelebung des Getreidetransportes (eventuell auch des Holztransportes) in Richtung Italien mit der Bahn, wie es seit einigen Monaten bereits im Weinviertel (Mistelbach und Korneuberg) geschieht.

Von den Sammelbahnhöfen – für diese Region und nun auch Langau und Weitersfeld ist das Zellerndorf – werden die Waggons über die Organisation „regiobahn GmbH“ bzw. mit dem Eisenbahnverkehrsunternehmen WLC nach Kärnten und mit einem italienischen Privatunternehmen bis südlich von Rom transportiert. „Mit diesen 14-tägigen Güterzügen ersparen wir bisher allein der Region Weinviertel 700 Lkw-Fahrten“, betonte regiobahn-Verantwortlicher Johann Narrenhofer stolz.

Waggonverleiher VTG-Operationsleiter Helmut Jerolitsch dankte Narrenhofer sowie Lagerhausobmann Johann Huber für die Initiative, NÖVOG-Dienststellenleiter Gerhard Soukup für die Zurverfügungstellung der Infrastruktur und den zahlreich gekommenen Freunden der Bahn für ihr Interesse.

https://www.noen.at/horn/weitersfeld-langau-wieder-auf-schiene-neue-chance-fuer-gueterverkehr-gueterzug-gueterverkehr-lagerhaus-weitersfeld-lagerhaus-langau-119863108

Von der 1. Fahrt gibt es auf Youtube auch ein Video: https://www.youtube.com/watch?v=ia9G_LikXWc
 
Deutsche Bahn ordert weitere ICE-4-Züge

Die Deutsche Bahn (DB) vergrößert ihre Flotte und bestellt achtzehn weitere 7-teilige ICE-4-Züge sowie 50 zusätzliche Triebwagen bei Siemens Mobility. Mit diesen Triebwagen können 50 bisher als 12-teilige Ausführung bestellte ICE 4 auf 13-teilige Züge erweitert werden.

Ermöglicht wird diese flexible Konfiguration durch die innovative Antriebstechnik und die komplett neu entwickelte Fahrzeugsteuerung. Die Auslieferung der jetzt georderten 7-Teiler soll im Sommer 2023 beginnen. Die Auslieferung der 13-Teiler beginnt 2021, wenn die Auslieferung der fünfzig 12-Teiler abgeschlossen ist. Der Auftragswert beläuft sich auf rund 610 Millionen Euro. Der Zulieferanteil von Bombardier Transportation liegt bei etwa einem Drittel.

„Der ICE 4 ist unser Aushängeschild. Diese Bestellung zeigt, dass das von uns entwickelte Powercar-Prinzip – eine absolute Neuheit im Hochgeschwindigkeits-verkehr – der Deutschen Bahn genau die benötigte Flexibilität bietet, um auf veränderte Verkehrsanforderungen kurzfristig reagieren zu können. Wir garantieren damit der DB eine nachhaltige Wertsteigerung über den gesamten Lebenszyklus hinweg“, sagte Sabrina Soussan, CEO Siemens Mobility.

Der ICE 4 ist als Triebzug konzipiert und auf die größtmögliche Anpassungsfähigkeit ausgerichtet. Auf der Basis von fünf Wagentypen können 24 unterschiedliche Zugkonfigurationen bestellt werden. Wesentliche Voraussetzung dafür ist der Triebwagen, das sogenannte Powercar. In diesen angetriebenen Wagen sind die Hauptantriebs- und Stromversorgungskomponenten unterhalb des Wagenkastens angeordnet. Aus den Powercars, dem Servicewagen, Mittelwagen und den zwei Endwagen sowie dem Restaurantwagen lassen sich die Züge zusammenstellen. Ein 12-teiliger ICE 4 wird von sechs, ein 13-teiliger Zug von sieben Powercars angetrieben, die eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h ermöglichen. Geprüft wird auch eine Anhebung der Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h auf 265 km/h. Dieses Fahrzeugkonzept ermöglicht es der DB, die Züge flexibel an den Sitzplatzbedarf der Verbindung und an die Topografie der Strecke anzupassen.

Insgesamt erhält die DB nunmehr 1.511 Wagen, aus denen 50 zwölfteilige und 50 dreizehnteilige sowie 37 siebenteilige Züge gebildet werden. Die verbleibenden zwei Endwagen behält die DB in Reserve. Der um einen Wagen verlängerte ICE 4 hat eine Länge von rund 374 Metern und verfügt insgesamt über 918 Sitzplätze. Das sind 88 Sitzplätze mehr als im 12-Teiler. Von den Sitzplätzen befinden sich 205 in der 1. Klasse, 713 in der 2. Klasse und 22 im Restaurantwagen. Die 12- und 13-Teiler sind für den Einsatz in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorgesehen. Die kürzeren 7-Teiler sollen in Deutschland und Österreich eingesetzt werden.

Quelle: Siemens/04.10.2018

 
Stadler gewinnt auf der InnoTrans einen Auftrag von Go-Ahead über 22 Triebzüge des Typs FLIRT

Go-Ahead beauftragt Stadler mit der Lieferung von 22 elektrischen Triebzügen des Typs FLIRT für den Einsatz auf dem E-Netz Allgäu in Baden-Württemberg und Bayern.

Der Vertrag mit einem Auftragsvolumen in Höhe eines niedrigen dreistelligen Millionen-Betrags haben Stefan Krispin, Geschäftsführer von Go-Ahead, und Ulf Braker, Geschäftsführer von Stadler Pankow, während der internationalen Leitmesse für Verkehrstechnik in Berlin unterschrieben.

 

Einmal mehr konnte sich Go-Ahead im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung durchsetzen und wird künftig den Bahnbetrieb auf dem E-Netz Allgäu betreiben. Ab dem 12.Dezember 2021 werden die elektrischen Triebzüge auf der Strecke München-Memmingen-Lindau zum Einsatz kommen. Go-Ahead verfügt damit über eine Flotte von insgesamt 88 FLIRT unterschiedlichster Konfigurationen und Ausstattungen.
 
Die vierteiligen Fahrzeuge sind mit einer großzügigen Sitzgestaltung sowie Arbeitstischen und Steckdosen zum Aufladen mobiler Endgeräte an den Sitzen ausgestattet. Zusätzliche Gepäckregale ergänzen die Gepäckablagen über den Sitzen. In der Fahrzeugdecke eingelassene Kameras ermöglichen die Überwachung des Fahrgastraums und tragen somit zur Sicherheit bei. Die Fahrzeuge sind sowohl im Innenraum als auch in der Außengestaltung im typischen blau-weißen Design gestaltet. Die 74 Meter langen Triebzüge bieten 395 Personen Platz, 200 davon sitzend in der 2. Klasse, 16 Sitzplätze sind als 1.-Klasse-Bereich ausgewiesen. Wie alle FLIRT verfügen die Fahrzeuge über helle, freundliche Fahrgastbereiche, sind barrierefrei und durchgängig niederflurig. Zwei WCs befinden sich in den Triebzügen, eins davon ist nach TSI PRM ausgestattet. Die besonders groß gestalteten Mehrzweckbereiche bieten Raum für den Transport von bis zu 21 Fahrrädern, sperrigem Gepäck und Kinderwagen. Ebenso sind Rollstuhlplätze nach TSI PRM eingerichtet. Das zeitgemäße Fahrgastinformationssystem ebenso wie die fahrzeugseitige WLAN-Ausstattung erleichtern den Reisenden die minutengenaue Aktualisierung ihrer Reise. Die Fahrzeuge erreichen eine maximale Geschwindigkeit von 160 km/h.
 
„Wir freuen uns, die partnerschaftliche und gute Zusammenarbeit mit Go-Ahead fortsetzen zu können“, sagt Ulf Braker, Geschäftsführer der Stadler Pankow GmbH. „Bei den Fahrzeugen handelt es sich um die ersten E-Fahrzeuge, die auf der bis zur Betriebsaufnahme elektrifizierten Strecke nach Lindau am Bodensee fahren. Dem Reiseaufkommen in dieser schönen Region begegnen wir mit äußerst komfortabel gestalteten Fahrzeugen, die zusätzlich mit großen Gepäckregalen ausgestattet sind.“  

„Mit dem Liefervertrag für das Elektronetz Allgäu haben wir nun unseren vierten Vertrag mit Stadler abgeschlossen. Einer der Grundpfeiler unseres qualitativ hochwertigen Betriebs sind erstklassige Fahrzeuge“, sagt Stefan Krispin, Geschäftsführer der Go-Ahead Verkehrsgesellschaft Deutschland GmbH. „Mit den neuen FLIRT von Stadler wollen wir den hohen Erwartungen an Komfort, Sicherheit und Qualität, die unsere zukünftigen Fahrgäste an uns als neuen Bahnbetreiber auf der Strecke haben, erfüllen.“ 

Quelle: Stadler//29.09.2018

 
Deutsche Bahn und Siemens Mobility unterzeichnen
Kooperationsvereinbarung zum Ideenzug

Ideenzug als Entwicklungsplattform für innovative Konzepte im
Regionalverkehr • Mit Siemens Mobility erstmalig ein Fahrzeughersteller
Partner des Ideenzugs • Gemeinsam Besteller für neue Ideen und digitale
Technologien im Regionalverkehr überzeugen
(Berlin, 20. September 2018) Die Deutsche Bahn und Siemens Mobility haben heute
auf der Innotrans, der führenden Leitmesse für Schienen- und Verkehrstechnik,
eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit beim Ideenzug von DB Regio
beschlossen. Eine entsprechende Vereinbarung haben Prof. Dr. Sabina
Jeschke, DB-Vorstand Digitalisierung und Technik, Dr. Jörg Sandvoß,
Vorstandsvorsitzender der DB Regio AG und Sabrina Soussan, Chief Executive
Officer (CEO) der Siemens Mobility in Berlin unterzeichnet.
Auf der weltweit größten Messe für Schienenverkehrstechnik können die
Besucher in den Themenwelten des Ideenzuges derzeit das Reisen im
Regionalverkehr der Zukunft in einem 1:1-Modell eines Doppelstockwagens
erleben. Innovationen bei der Raumgestaltung und bisher einzigartige
Reiseerlebnisse unter Einsatz digitaler Technologien werden so anfassbar.
Der Ideenzug besteht aus unterschiedlichen Themenwelten – vom Sportstudio
über Premiumkabinen zum Arbeiten bis hin zu Public-Viewing-Bereichen und
Power-Nappingkabinen zum Entspannen. Zudem werden über verschiedene
Screens Fahrgäste mit den neuesten Nachrichten versorgt.
Im Rahmen der heute geschlossenen Vereinbarung wird der Ideenzug als
Entwicklungsträger für die Erprobung von Komponenten und Prototypen für
Partner aus der Fahrzeugindustrie geöffnet. Siemens Mobility ist der erste
Systemhersteller, der sich an dieser Kooperation beteiligt.
Ziel ist es, die Kompetenzen beider Unternehmen in einer partnerschaftlichen
Zusammenarbeit zusammenzuführen und die Trägerplattform Ideenzug
weiterzuentwickeln. Das Reiseerlebnis soll zielgruppengerecht gestaltet und mit
digitalen Features verbunden werden.
Prof. Dr. Sabina Jeschke: „Mit dem Ideenzug leisten wir einen wesentlichen
Beitrag für den fahrzeugseitigen Forschungs- und Entwicklungspart im
Personenverkehr von morgen. Mit Siemens haben wir jetzt einen
schlagkräftigen Partner an unserer Seite, um neue Technologien und
Innovationen gemeinsam voranzutreiben.“
Sabrina Soussan: „Die Kundenbedürfnisse wandeln sich aufgrund der
fortschreitenden Digitalisierung radikal und immer schneller. Der Ideenzug
bietet uns die Möglichkeit, gemeinsam mit der DB digitale Technologien für ein
verbessertes ganzheitliches Reiserlebnis zu entwickeln und zu erproben.
Hierfür werden wir auch die Mindsphere nutzen, das cloudbasierte, offene
Internet-of-things-Betriebssystem von Siemens.“
Dr. Jörg Sandvoß: „Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir neue Ansätze
für die Ausstattung von Nahverkehrszügen entwickeln. Mit dem Ideenzug
wollen wir den Aufgabenträgern zeigen, was möglich sein kann und sie
überzeugen, solche Innovationen in Ausschreibungen auch mitzudenken.“
Erste Prototypen wurden von Siemens bereits in den Ideenzug eingebaut. Dazu
gehört eine aktive Geräuschunterdrückung im Powernapping-Modul. Das System
sorgt dafür, dass Wind-, Lüftungs-, Fahrwerks- und Abtriebgeräusche reduziert
werden. So kommt der Fahrgast ausgeruht am Zielort an. Unterstützt wird
Siemens hierbei von der israelischen Firma Silentium.
Fahrgäste, die informiert und unterhalten werden wollen, können im smarten Sitz
Platz nehmen. Dieser wurde zusammen mit der polnischen Firma TAPS gebaut.
Rund um den Sitz werden verschiedene digitale Services angeboten: Über einen
integrierten Touch-Display kann das Ticket erworben werden und der Komfort
Check-in erfolgen. Darüber hinaus können Speisen und Getränke aus dem Bord-
Restaurant bestellt sowie Musik und Filme abgespielt werden. Die Sitzposition lässt
sich individuell anpassen und über die Siemens MindSphere werden diese
Einstellungen sicher in der Cloud gespeichert. Steigt der Fahrgast beispielsweise in
einen anderen Zug um und meldet sich dort wieder an, wird der Sitz in die
gespeicherte Position gefahren und der Film fortgesetzt. Zudem werden aktuelle
Informationen zur gebuchten Verbindung angezeigt. Damit wird personalisiertes
und nahtloses Reisen möglich.
Siemens hat das vorhandene Videoüberwachungssystem (Closed Circuit
Television, CCTV) intelligenter gemacht (iCCTV). Beispielweise kann so die
Belegung der Sitz- und Rollstuhlplätze sowie der Kinderwagenstellplätze erfasst
werden. Diese wird Fahrgästen und Zugbegleitern dann im Zug angezeigt, kann
aber auch in Apps, wie z.B. dem DB Navigator, integriert werden.

Quelle: DB/Siemens/20.09.2018

 

InnoTrans: Mit dem Traverso setzen Stadler und die SOB ein starkes
Zeichen im Fernverkehr

Stadler und die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) präsentieren heute an der InnoTrans in Berlin den elektrischen Niederflurtriebzug Traverso. Die Fernverkehrszüge für die SOB stellen den aktuellen Entwicklungsstand der FLIRT-Fahrzeuglinie (Flinker Leichter Intercity- und Regional-Triebzug) dar. Technisches Highlight sind die komplett neuen Motordrehgestelle und weiter optimierte Lauf-drehgestelle. Ab Fahrplanwechsel 2019 wird die neue Flotte des Erfolgsprodukts Voralpen-Express auch auf der von internationalen Touristen sehr beliebten Strecke zwischen St. Gallen und Luzern verkehren. Ein Jahr später steigt die SOB in Kooperation mit der SBB ins Fernverkehrsgeschäft ein. Die SOB fährt dann mit den neuen Traverso stündlich alternierend auch von Basel beziehungsweise Zürich über die Gotthard-Bergstrecke nach Locarno ins Tessin.

Die neuen achtteiligen Niederflur-Gliederzüge bieten den Fahrgästen eine Reise in einem einzigartigen Fahrzeug auf der einzigartigen Voralpen-Express-Strecke. Von aussen besticht der Traverso mit klarer Linienführung und dem Intercity-Frontdesign. Die hochwertige Innenausstattung ist speziell auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Benutzergruppen ausgerichtet: Pendlerinnen und Pendler finden Raum, wo sie in Ruhe arbeiten können. Touristen und Wochenend-Ausflügler geniessen die fantastische Aussicht aus den Panoramafenstern, können Skier und Velos verstauen und sich in den zwei Bistrozonen verpflegen. Für Familien steht ein eigener Familienbereich zur Verfügung. Der Zug erfüllt die neusten europäischen Behindertengleichstellungsgesetze und bietet ein Informationssystem mit vier bis sieben Bildschirmen pro Wagen.
 
Die technischen Entwicklungsschwerpunkte des FLIRT für die SOB liegen hauptsächlich bei der Einführung des neuen Triebdrehgestells, der Optimierung der Laufdrehgestelle und der erfolgreichen Integration einer neuen energieeffizienten Stromrichtergeneration. Die innovative Fahrwerkstechnik sorgt für einen verschleissarmen Betrieb auf kurvenreichen Strecken. Das neuartige, leichte Drehgestell lässt sich ausserdem bei Wartungsarbeiten schnell austauschen. Der Traverso verfügt über standardisierte Komponenten auf dem Fahrzeugdach. Neben Klimaanlage, Drucklufterzeugung und -bevorratung werden auch ein Grossteil des Antriebsstrangs, wie Traktionstransformator, Kühlung, Stromabnehmer und Hauptschalter dort montiert. Es wird der neue, von Stadler und ABB gemeinsam entwickelte, Trockentransformator verbaut, der bei bereits im Einsatz stehenden FLIRT-Zügen nachweislich zu einer Senkung des jährlichen Energieverbrauchs von bis zu 7.5 Prozent führt.
 
Mit dem Einsatz der neuesten Antriebstechnik wird Zugfahren nochmals umweltfreundlicher. Die von ABB patentierte mehrstufige Stromrichtertopologie in Kombination mit der Trockentransformator-Technologie ermöglicht eine konsequente Leichtbauweise der Antriebskomponenten und reduziert Energieverluste im Antriebsstrang.
 
Mehr zu den Zügen
 
Die achtteiligen Züge verfügen über 359 Sitzplätze, davon 68 Plätze in der 1. Klasse. An allen Sitzplätzen stehen den Fahrgästen Steckdosen zur Verfügung. Die Fernverkehrsausführung des FLIRT ist für eine maximale Geschwindigkeit von 200 Kilometern pro Stunde ausgelegt. Für das vorgesehene Einsatzgebiet ist der neue Traverso für eine maximale Betriebsgeschwindigkeit von 160 Kilometern pro Stunde konfiguriert worden. Wie alle Fahrzeuge der FLIRT-Familie weist auch der Traverso folgende, typische Merkmale auf: Stufenlose Eingänge, eine grosszügige und übersichtliche Innenraumgestaltung und Wagenkasten in Aluminium-Leichtbauweise.
 
Die SOB hat über viele Jahre hinweg positive Rückmeldungen über das wohnliche Ambiente und die bequemen Sitze im bisherigen Voralpen-Express erhalten. Dieser Input ist bei den Designern angekommen. So sind unter anderem die Sitze wiederum sehr komfortabel ausgefallen und die Polstergeometrie in Anlehnung an die bisherige Bestuhlung übernommen worden.
 
Die neuen achtteiligen Züge sind kupferfarben. Das Halbedelmetall Kupfer symbolisiert einerseits Hochwertigkeit und Gediegenheit, andererseits ist Kupfer mit der Geschichte des menschlichen Fortschritts eng verbunden. Dieser Fortschritt spiegelt sich für die Reisenden, für die SOB und für Stadler in der Farbe Kupfer.
 
Total 22 neue Züge für die SOB
 
Ende Juni 2016 hat die SOB bei Stadler sechs achtteilige und fünf vierteilige elektrische Niederflurtriebzüge bestellt, um ab dem Fahrplanwechsel 2019 die älteren, teils 40 Jahre im Einsatz stehenden Kompositionen zu ersetzen. Die achtteiligen, heute präsentierten Züge werden auf der Strecke des Voralpen-Express zwischen St. Gallen und Luzern zum Einsatz kommen und das Reisen durch die Voralpen noch hochwertiger und komfortabler gestalten. Die vierteiligen Triebzüge (RV2020) mit 197 Plätzen, davon 22 in der 1. Klasse, verstärken die FLIRT-Bestandesflotte im S-Bahn Betrieb.
 
Ab dem 13. Dezember 2020 bedient die SOB in Kooperation mit der SBB mit den neuen Traverso auch die Fernverkehrsstrecke von Basel beziehungsweise Zürich über die Gotthard-Bergstrecke nach Locarno. Für diese Strecke hat die SOB im Rahmen einer Optionseinlösung im Dezember 2017 elf weitere achtteilige Traverso-Fernverkehrszüge bestellt.

Quellen: Südostbahn/Stadler/20.09.2018
 

ÖBB Cityjet TALENT3 erstmalig auf der InnoTrans in Berlin ausgestellt

  • ÖBB präsentieren ersten fertigen Cityjet vom Typ TALENT3
  • Im Westen Österreichs bereits ab Mitte 2019 auf Schiene
  • Hochmodernes Fahrzeug in modularer Bauweise mit mehr Sitzplatzkapazitäten und Komfort für den Nahverkehr

(Berlin, 19.09.2018) – Sichere und komfortable Züge, die zu einem modernen Lebensstil passen – nicht weniger erwarten die Fahrgäste von den ÖBB. Um diesen Ansprüchen Rechnung zu tragen, sind laufende Investitionen und eine regelmäßige Erneuerung des Fuhrparks zentrale Voraussetzungen. Der hochmoderne und flexible ÖBB Cityjet vom Typ TALENT3 ist die Antwort und soll in Vorarlberg und Tirol zum Einsatz kommen. Präsentiert wird der erste fertige Zug gemeinsam mit dem Hersteller Bombardier Transportation auf der InnoTrans – der internationalen Fachmesse für Bahn- und Verkehrstechnik.

Andreas Matthä, CEO der ÖBB-Holding AG: „Unser Ziel ist es, Bahnfahren zu einem Teil des modernen Lebensstils in Österreich zu machen. Daher wird bei der Gestaltung des Fuhrparks auf ansprechendes Design und Komfort, aber auch auf die Barrierefreiheit Wert gelegt. Mit dieser Beschaffung setzen die ÖBB ein internationales Zeichen an Modernität für alle unsere Fahrgäste.“

Laurent Troger, President der Bombardier Transportation sagt: „Bei Bombardier ist es uns wichtig für unsere Kunden ein verlässlicher Partner und ein Garant für den Aufbau und die Entwicklung von Ökosystemen zu sein. Die Teams von ÖBB und Bombardier haben bei der Entwicklung, Konstruktion und dem Bau dieses Fahrzeuges in enger Zusammenarbeit für diesen Erfolg gesorgt. Durch ein optimiertes Fahrgasterlebnis, mehr Kapazität und Zuverlässigkeit sorgt der TALENT3 für optimale Mobilität in Österreich und steht für die Zukunft im Schienenfahrzeugbereich."

Im Westen viel Neues

Die ersten 21 ÖBB Cityjets der neuen Generation sollen ab 2019 in Vorarlberg eingesetzt werden. Tirol zieht nach – 25 ÖBB Cityjet TALENT3 wurden im Juli 2018 bestellt, wobei die ersten ab 2020 auf Schiene sein werden. Alle Fahrzeuge erhalten in Österreich und in Deutschland die uneingeschränkte Zulassung, wobei 6 der 25 Fahrzeuge in Tirol auch in Italien zugelassen werden, sodass der grenzüberschreitende Verkehr nach Südtirol in Zukunft ohne Umsteigen am Brenner möglich ist. 

Mehr Komfort: Barrierefrei, Steckdosen und Klimaautomatik

Auf bis zu 304 Sitzplätzen mit bis zu 53 Fahrradstellplätzen erwartet Passagiere in Vorarlberg in diesen ÖBB Cityjets ein offenes Raumgefühl in ansprechendem Design und bequemen Komfortsitzen mit ausreichender Beinfreiheit. In der Tirol-Ausführung gibt es bis zu 316 Sitzplätze und 24 Fahrradstellplätze. Die Sitze haben verstellbare Rückenlehnen und Sitzflächen, Fußrasten sowie Steckdosen. Auch ein modernes Fahrgastinformationssystem, WLAN inklusive ÖBB onboard Portal Railnet Regio und viel Platz für Kinderwagen, Fahrräder, Wintersportgeräte, sowie ausreichend Stauraum für Gepäck zeichnen dieses Fahrzeug aus. Eine intelligente, leistungsstarke Klimaanlage und ein Zonenkonzept mit verschiedenen Lichtstimmungen für unterschiedliche Kundenbedürfnisse wie z.B. Arbeiten oder Relaxen, runden das Angebot ab. Die Niederflurfahrzeuge verfügen an allen Einstiegstüren über Schiebetritte und bieten zwei getrennte WC, wobei eines gemäß den Anforderungen der Behindertenverbände barrierefrei ausgeführt ist. Selbstverständlich verfügt auch dieser Cityjet über Plätze für Rollstuhlfahrer und deren Begleitpersonen.

Neue Features: Mehrzweckzonen und Hightech-Fensterscheiben

Die Nachfrage nach Flexibilität und Komfort wird immer größer. Um auf die saisonal unterschiedlichen Kundenbedürfnisse bestmöglich einzugehen, haben die ÖBB ein revolutionäres Fahrzeugkonzept vorgesehen. Der ÖBB Cityjet TALENT3 erlaubt es erstmals aufgrund der modularen Bauweise in Mehrzweckzonen zwischen Winter- und Sommerlayouts zu wechseln. Im Winter stehen in der Mehrzweckzone somit genügend Abstellflächen für die Wintersportgeräte zur Verfügung, im Sommerlayout hingegen können insgesamt 53 Fahrradabstellplätze angeboten werden. Diese modulare Bauweise ist am Markt bisher einzigartig.

Auch die Fensterscheiben sind eine Innovation für sich: Mit einer speziellen Beschichtung wird der Mobilfunkempfang im Zug optimiert. Die hochfrequenzdurchlässigen Scheiben lassen Funkwellen weitaus mehr durch als die konventionellen Fenster, die bisher genutzt wurden. Damit können Fahrgäste noch besser im Internet surfen und telefonieren.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister

Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern jährlich 459 Millionen Fahrgäste und 115 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2017 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 41.107 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (zusätzlich rund 1.900 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Über Bombardier Transportation

Bombardier Transportation ist ein weltweit führender Hersteller von Mobilitätslösungen und verfügt über das breiteste Portfolio der Bahnbranche. Zur Produktpalette zählen das gesamte Spektrum schienengebundener Fahrzeuge, Fahrzeugkomponenten sowie Signal- und Steuerungstechnik. Zudem bietet das Unternehmen komplette Transportsysteme und ist erfolgreich in den Bereichen datenbasierter Bahndienstleistungen und Elektromobilität aktiv. Bombardier Transportation verbindet Technologie und Leistung mit Empathie, setzt kontinuierlich neue Standards für nachhaltige Mobilität und schafft mit integrierten Verkehrslösungen entscheidende Vorteile für Transportunternehmen, Fahrgäste und Umwelt. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen ist der Konzern in über 60 Ländern vertreten. Bombardier Transportation hat rund 39.850 Beschäftigte. Die Konzernzentrale befindet sich in Berlin.

Quelle: Siemens/20.09.2018

 
Stadler und Transitio präsentieren den Doppelstockzug
für Mälardalstrafik in seinem schnellsten nordischen Format

Stadler präsentiert heute gemeinsam mit dem schwedischen Leasingunternehmen für Schienen-fahrzeuge Transitio den elektrischen Doppelstocktriebzug für Mälardalstrafik (vormals Mälab).
Die Züge werden unter dem Markennamen Mälartåg verkehren und auf vier Strecken westlich von Stockholm um den Mälarsee eingesetzt. Der Auftrag für Mälardalstrafik ist der erste Abruf aus dem Rahmenvertrag, den Stadler mit Transitio im Jahr 2014 abgeschlossen hat. Nach Vertrags-unterzeichnung im April 2016 hat Stadler das imposante Fahrzeug in nur rund zwei Jahren auf die Schiene gebracht.

Der Mälardalstrafik-Doppelstockzug überzeugt durch seine Wintertauglichkeit: Zur ausgeprägten Winterfestigkeit tragen unter anderem die geschlossenen Maschinenräume, doppelwandige Wagenübergänge, Schneeschaber zwischen den Drehgestellen und Wagenkästen, eine Wärmerückgewinnungsanlage, die Fussbodenheizung und die gute Isolation bei. Das mit diesem Nordic-Paket ausgerüstete Fahrzeug gesellt sich bald zur bereits erfolgreich in Norwegen, Finnland, Estland, Russland und Weissrussland im harten Einsatz stehenden nordischen Flotte.
 
Dank Aluminium-Leichtbauweise der Wagenkästen und neuster Antriebstechnologie können der Energieverbrauch und folglich auch die Betriebskosten beträchtlich gesenkt werden. Eine der innovativen technischen Lösungen ist der Trockentransformator, bei dem kein Öl als Kühlmittel verwendet werden muss. Diese Technologie bewährt sich bereits bei Stadler FLIRT-Zügen, die bei der SBB im Einsatz stehen und bei diesen Zügen zu einer durchschnittlichen Einsparung von 7,5 Prozent des gesamten Energieverbrauchs führen gemäss Schlussbericht „Serieneinführung Trockentransformator FLIRT“ vom Mai 2018 des Schweizer Bundesamtes für Verkehr BAV.
 
Die neuste Generation der Stadler-Doppelstockzüge weist eine offene und fliessende Architektur auf. Der Passagierfluss im Eingangsbereich wurde optimiert – ein Effekt, der sich vor allem in stark frequentierten urbanen Regionen positiv auswirkt. Was beim niederflurigen Eintreten als erstes auffällt: Das grosszügige Raumgefühl. Die Innenausstattung ist für tägliche geschäftliche und regionale Fahrten mit einer Fahrzeit von rund ein bis zwei Stunden ausgelegt. Es gibt eine intelligente Zoneneinteilung, die eine Allergiezone, eine Ruhezone, eine Haustierzone, einen Multifunktionsbereich für Fahrräder und sperriges Gepäck sowie ein Abteil für den Zugbegleiter umfasst. 357 Fahrgäste finden einen Sitzplatz (inklusive Klappsitze). Fahrgäste sitzen auf komfortablen verstellbaren Sitzen mit viel Beinfreiheit und geniessen gehobenen Businesskomfort mit Arbeitstischen, Steckdosen, WLAN, Mobilfunkverstärker, Multimediasystem und mehr. Es gibt drei Toiletten im vierteiligen Zug, eine davon für Fahrgäste mit reduzierter Mobilität (PRM). Der Fahrerstand (EUROCAB) weist Fahrertüren auf.

Die Wagenkästen des Doppelstockzuges für Mälardalstrafik sind an das schwedische Lichtraumprofil angepasst worden. Sie sind breiter und höher als nach der Schweizer Norm. Die druckertüchtigten Fahrzeuge sind rund 105 Meter lang und bis zu 200 km/h schnell. Damit ist er der erste Stadler-Doppelstöcker mit Nordic-Paket, der druckertüchtigt und eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h erreicht. Im Frontaussenbereich sind konstruktive Massnahmen getroffen worden, um Schäden durch allfällige Kollisionen mit Wildtieren zu begrenzen. Der neueste Doppelstockzug von Stadler wird ab dem Sommer 2019 in der Region Mälardalen auf den Strecken zwischen Stockholm, Eskilstuna und Örebro, Stockholm, Katrineholm und Hallsberg, Stockholm, Nyköping und Norrköping sowie zwischen Sala, Västerås, Eskilstuna und Linköping unterwegs sein.
 
Total 41 Doppelstockzüge für Transitio
 

Im April 2016 hat Transitio 33 elektrische Doppelstocktriebzüge für Mälardalstrafik mit einer Option für weitere 110 Züge bestellt. Der Auftrag für die 33 Züge ist der erste Abruf aus dem Rahmenvertrag, den Transitio im Jahr 2014 mit drei Anbietern für die Beschaffung von Regionalbahnfahrzeugen abgeschlossen hat. Stadler ist der einzige Hersteller, der den Rahmenvertrag für zwei verschiedene Fahrzeugtypen unterschrieben hat: Für den einstöckigen FLIRT und den doppelstöckigen KISS. Bei Bedarf können Stadler-KISS und Stadler-Flirt gemeinsam als gemischte Flotte betrieben werden. Im Februar 2018 hat Transitio acht weitere Doppelstockzüge für die Region Uppsala bestellt (Betrieb unter der Marke Upptåget) und damit eine erste Option eingelöst.

Quelle: Stadler/20.09.2018
 

Siemens Mobility digitalisiert Großteil der Güterwagenflotte von DB Cargo

Ausrüstung von 30.000 Güterwagen mit intelligenten Sensoren
• Digitalisierung verbessert Kundenservice und Transporteffizienz in der
Schienenlogistik

Die DB Cargo AG, Europas größte Güterbahn, hat Siemens Mobility beauftragt,
einen Großteil ihrer Güterwagenflotte zu digitalisieren. Die insgesamt 30.000
Güterwagen werden mit der Frachtsensorlösung vom Typ CTmobile ausgestattet.
Mithilfe des Systems kann DB Cargo den Standort des jeweiligen Wagens direkt
und kontinuierlich ermitteln. Ebenso werden Informationen zum Beladungszustand
bereitgestellt. Die Ausstattung der Güterwagen erfolgt über einen Zeitraum von drei
Jahren. Siemens Mobility wird das System für sechs Jahre betreiben und die
Erfassung der Daten sowie den Datenfluss durch den zentralen, hauseigenen CTServer
abwickeln. Der Vertrag beinhaltet eine Option, bis zu 50.000 Güterwagen
auszurüsten.

„In einer Welt ständig fortschreitender Digitalisierung erwarten die Kunden heute ein
hohes Serviceniveau. Sie wollen in Echtzeit wissen, wo ihre Fracht gerade ist, wann
sie am Bestimmungsort eintreffen wird und in welchem Zustand sie ist“, so Steffen
Bobsien, Senior Vice President European Assets &Technology DB Cargo.
„Wir freuen uns, dass DB Cargo uns in diesem Großprojekt, dass gleichzeitig
Modellcharakter für die gesamte Branche hat, ihr Vertrauen ausgesprochen hat. Es
handelt sich für Siemens Mobility um den bisher größten Auftrag für die
Digitalisierung einer Güterwagen-Flotte“, sagte Michael Peter, CEO der Siemens
Mobility GmbH.

Im Jahr 2017 hat DB Cargo bekanntgegeben, dass ihre gesamte Flotte bis 2020 mit neuen Sensoren und neuen Telematiksystemen ausgerüstet wird. Mit dem
CTmobile-System erhält die DB Cargo Güterwagen- und Zuginformationen in
Echtzeit und kann diese an Leitzentralen, Wartungspersonal und Zugbetreiber für eine effiziente Logistik und Routenplanung übertragen. Durch kontinuierliche Überwachung trägt CTmobile dazu bei, nicht nur Diebstahl, Beschädigungen und Unfälle zu verhindern, sondern führt auch zu einer hohen Qualität der Transportdokumente.

Über GPS können die Wagen verfolgt und die erwartete Ankunftszeit kann entsprechend optimal ermittelt werden. Mithilfe der von Sensoren erfassten Daten können Informationen zum Beladungszustand, zur Temperatur und zum Feuchtigkeitsgrad bereitgestellt werden. Da sich die Position jedes einzelnen Wagens problemlos nachverfolgen lässt, kann DB Cargo eine höhere Verfügbarkeit erreichen.
Der Lieferumfang von Siemens Mobility umfasst die am Güterwagen installierte Telematik-Box CTmobile, die die Daten erfasst und über ein Mobilnetz überträgt, sowie CTsensor-Module, die die Bedingungen im Waggon messen, zum Beispiel die Temperatur und Feuchtigkeit, und an die Telematik. Der CTsensor wird in der Regel im oder unter dem Güterwagen montiert und überträgt Sensordaten an die CTmobile-Telematikeinheit. Die Telematikeinheit zeichnet die GPS-Position auf und überträgt sie an die CTcentral-Serveranwendung von Siemens Mobility. Einzelne und aggregierte Statusinformationen können über einen sicheren Web-Zugriff oder einen automatischen E-Mail- oder SMS-Alarm überwacht und analysiert werden. Die Daten von allen entsprechend ausgerüsteten Wagen werden im Server gesammelt und die Informationen über eine Standardschnittstelle an den Kunden übertragen, wo sie mit weiteren Informationen aus den Geschäftssystemen des Kunden angereichert und verarbeitet werden.

Quelle: Siemens / 20.09.2018

 
Neuer Loc Pool gegründet – Fokus auf Hybridloks

Der neu gegründete European Loc Pool bietet Bahnbetreibern und Logistikunternehmen in ganz Europa Lokomotiven inklusive Full-Service-Lösungen an. Am 18. September 2008 ist der European Loc Pool im Rahmen der InnoTrans in Berlin der Öffentlichkeit präsentiert worden.
 

Die Bank Reichmuth & Co aus Luzern und die PCS Holding AG aus Frauenfeld haben aufgrund der grossen Nachfrage nach innovativen Leasing-Lösungen den European Loc Pool (ELP) mit Sitz in Frauenfeld gegründet. Der ELP bietet den Leasingnehmern neben Lokomotiven auch ein umfassendes Service-Dienstleistungs-Paket an. Die Service-Dienstleistungen decken die gesamte Lebensdauer der Lokomotiven ab – dazu zählen sowohl präventive und korrektive Instandhaltungsarbeiten als auch Hauptuntersuchungen und Revisionen. Weil der Leasingnehmer keine eigene Infrastruktur für Wartung aufbauen muss, können Synergien genutzt und Kosten gespart werden und der Bahnbetreiber kann sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Die komplette Wartung und der Unterhalt der Lokomotiven sind in der Leasingrate bereits enthalten.
 
Das sogenannte Full-Service-Leasing ist zur gefragtesten Beschaffungsmethode von Rollmaterial für öffentliche und private Bahnbetreiber geworden. Die Gründung von ELP ist eine Reaktion auf diese neue Marktumgebung und ermöglicht es Bahnbetreibern, nicht nur Rollmaterial zu leasen, sondern gleichzeitig auch Serviceleistungen in Anspruch zu nehmen, die eine langjährige Laufleistung auf qualitativ hochwertigem Niveau sicherstellen.
 
Portfolio wird ausgebaut
 
Der Fokus des ELP richtet sich zurzeit auf sechsachsige EuroDual-Lokomotiven. Diese Hybridlokomotiven sind eine Spezialität des ELP. Sie ermöglichen den Betrieb auf elektrifizierten sowie nicht-elektrifizierten Strecken und bieten damit logistische Vorteile. In einem nächsten Schritt sollen elektrische Mehrsystemlokomotiven in das Portfolio aufgenommen werden, welche für den Betrieb auf den definierten Nord-Süd- und West-Ost-Korridoren vorgesehen sind, sowie vierachsige bimodale Ranigerlokomotiven.
 
CEO der neuen Loc-Pool-Gesellschaft ist der Niederländer Willem Goosen. Er war von 1993 bis 2004 bei GE Capital / GE Rail Services und von 2005 bis 2009 bei der australischen Investmentgesellschaft Babock & Brown als Geschäftsführer der CBRail in München tätig und ist anschliessend nach Südafrika ausgewandert. Dort war er in Führungspositionen bei verschiedenen Firmen im Bereich Business Development involviert und hat zwei neue Rolling-stock-Leasing-Firmen sowie einen Rail-Infrastructure-Investment-Fund gegründet. Das Verwaltungsratspräsidium hat der Brite Haydn Turner Abbott inne. Seit 2015 ist er Non-Executive Director bei Porterbrook Leasing in Derby und war von 1999 bis 2010 CEO bei Angel Trains International und Alpha Trains. Er zeichnete in dieser Funktion massgeblich für den erfolgreichen Aufbau der beiden Firmen verantwortlich.
 
Der Verwaltungsrat setzt sich des Weiteren aus Urs Gerspacher (seit 2003 Managing Partner AIL Structured Finance), Stefan Matthias Hasenböhler (seit 2008 Mitglied der Geschäftsleitung Reichmuth & Co Investment Management, Partner, Leiter Private Markets, seit 2012 Chairman InRoll), Christoph Karl Reichmuth (Präsident des Verwaltungsrats der Privatbank Reichmuth & Co.) und Peter Spuhler (Eigentümer und Verwaltungsratspräsident von Stadler) zusammen.

Die erste Bestellung des European Loc Pool erfolgte bei Stadler und umfasst zehn EuroDual-Lokomotiven inklusive Full-Service-Paket. Die Lieferung der Lokomotiven ist für die zweite Hälfte 2019 und erste Hälfte 2020 vorgesehen.

Quelle: European Loc Pool / 20.09.2018
 
Aus Berlin für Berlin: Stadler und Siemens stellen den
ersten Halbzug der neuen S-Bahn vor

Herstellerkonsortium präsentiert Fahrzeug auf der Innotrans - S-Bahnzug am Wochenende auch fürs Publikum geöffnet

Das Herstellerkonsortium aus Stadler und Siemens und die S-Bahn Berlin haben heute auf der Innotrans, der internationalen Leitmesse für Verkehrstechnik in Berlin, den ersten Halbzug der neuen S-Bahn für die deutsche Hauptstadt vorgestellt. Das vierteilige Fahrzeug wird ab 2021 auf dem Teilnetz Ring/Südost verkehren.

Während der Innotrans kann der Zug vom 18. – 23. September genau unter die Lupe genommen werden. Das Fahrzeug ist auch während der Publikumstage geöffnet, so dass Berlinerinnen und Berliner sich selbst einen ersten Eindruck von „ihrer“ neuen S-Bahn machen können. Dabei ist sie selbst eine waschechte Berlinerin: Entworfen, entwickelt und hergestellt von zwei tief in der Hauptstadt verwurzelten Unternehmen, sind die 106 neuen Züge genau auf die Bedürfnisse Berlins zugeschnitten.

Während der Präsentation enthüllte Peter Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin, gemeinsam mit dem Chef der Senatskanzlei, Christian Gaebler, und Susanne Henckel, Geschäftsführerin des
Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB), die Logos der S-Bahn und des VBB. „Die Vorfreude steigt mit jedem Schritt, den der Zug seinem Fahrgasteinsatz näherkommt. Diese Vorfreude können wir nun mit den
Berlinern und Brandenburgern teilen, die in dieser Woche ihre neue S-Bahn endlich live erleben können“, sagt Peter Buchner.

Man erkennt die „Neue“ auf den ersten Blick an der typisch gelb-roten Farbgebung. Dennoch ist einiges anders: Die modern gestaltete Front der Züge, hinter der die Bedienelemente in der Fahrerkabine nach aktuellen ergonomischen Erkenntnissen angeordnet sind, ebenso wie die Integration sämtlicher Bildschirme in das Fahrerpult, was dem Fahrer eine deutlich bessere Sicht auf die Strecke ermöglicht.

Im Innenraum kommen ebenfalls neueste Gestaltungsmodelle zum Tragen: Der 73,6 Meter lange vierteilige Halbzug mit 184 Sitzplätzen ist komplett durchgängig und ermöglicht so eine optimierte Fahrgastverteilung. Erstmalig ist die neue S-Bahn-Baureihe für Berlin mit einer Klimaanlage ausgestattet. Aufgrund der durch das Berliner S-Bahn-Netz vorgegebenen Fahrzeughöhe wurde eine besondere Lösung für das Einbringen der entsprechenden Komponenten projektiert. Während ein Teil der Klimaanlage im Bereich über den Sitzgruppen in der Fahrzeugdecke eingelassen ist, befinden sich weitere Bauteile der Anlage unter dem Fahrzeugboden. Das neue Fahrgastinformationssystem beinhaltet u.a. eine Flachbildschirm-Anzeige auf jeder Wagenseite, welche die Inhalte dank einer hohen Auflösung gestochen scharf anzeigt und die Fahrgäste über den Streckenverlauf informiert. Auch außen ist auf einer LED-Anzeige seitlich vom Bahnsteig aus erkennbar, welche Linie am Gleis steht und wohin sie fährt.

Konsortialführer Stadler übernimmt neben Design und Entwicklung der neuen Fahrzeug-Baureihe den mechanischen und wagenbaulichen Teil der Konstruktion und Fahrzeugproduktion. Darunter fallen beispielsweise die Klimatisierung, Türen, Wagenkasten und die Montage aller Komponenten. Siemens verantwortet den elektrischen Anteil. Dies umfasst das Antriebs- und Bremssystem, die Bordnetzversorgung, Fahrzeugsteuerung, Zugsicherungs- und Fahrgastinformationssystem sowie die Drehgestelle.

Die neuen Fahrzeuge werden ab 2021 auf dem Berliner Teilnetz Ring/Südost eingesetzt. Die Vorserienproduktion umfasst fünf Halb- sowie fünf Viertelzüge, welche 2020 ausgeliefert werden, um ab Januar 2021 auf der Linie S 8 (Spindlersfeld- Südkreuz) in Betrieb zu gehen. Die weiteren 96 Züge werden bis Ende 2023 auf der Ringbahn (S41, S42) sowie auf den Linien S45, S46 und S47 im Fahrgastbetrieb fahren. Das Projekt „Neue S-Bahn für Berlin und Brandenburg“ liegt damit weiter im Zeitplan.

Ulf Braker, CEO Stadler Pankow GmbH: „Der 2015 mit der S-Bahn Berlin geschlossene Vertrag stellt für Stadler einen wesentlichen Meilenstein für unsere Aktivitäten in Deutschland und vor allem in Berlin dar. Wie bei allen unseren Projekten verfolgen wir auch hier höchste Ansprüche an die Qualität unserer Arbeit. Als in Berlin produzierendes Unternehmen sind wir natürlich besonders stolz, heute die erste neue S-Bahn aus Berlin für Berlin vorstellen zu dürfen. Wir haben hier unsere Erfahrungen im Bereich von exakt auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittenen Tailor-Made-Fahrzeugen mit eben diesen hohen Qualitätsansprüchen für die Fahrgäste der deutschen Hauptstadt verbunden.“

Sabrina Soussan, CEO Siemens Mobility GmbH: „Wir sind stolz darauf, erneut einen wichtigen Beitrag für die Mobilität der Stadt zu leisten, in der unser Unternehmen vor über 170 Jahren gegründet wurde. Die neue S-Bahn für Berlin vereint Tradition und High-Tech, und unter der fast hundertjährigen Farbkombination gelb-rot schlägt ein junges Herz. Mit einer hohen Redundanz der Antriebsanlage, modernster Bordnetzversorgung sowie zuverlässiger Fahrzeugsteuerung und Zugsicherung ermöglichen wir der S-Bahn Berlin einen reibungslosen Betrieb.“

Quelle: Stadler/18.09.2018
 
Neuste Generation der sechsachsigen EURODUAL-Lokomotive
an der InnoTrans

Stadler und die Havelländische Eisenbahn AG (HVLE) präsentieren heute die neuste Generation der
sechsachsigen EURODUAL-Lokomotive an der InnoTrans. HVLE hat im Jahr 2017 zehn dieser
Lokomotiven für den Gütertransport in Deutschland bestellt.

Die EURODUAL von Stadler steht für maximale Energieeffizienz, Leistung und Zuverlässigkeit – somit auch für maximale Wirtschaftlichkeit auf Seiten der Bahnbetreiber. Die leistungsstarke Lokomotive ist dafür ausgelegt, die durch gemischten Verkehr geprägten europäischen Korridore mit hoher Geschwindigkeit zu passieren. Durch das hochmoderne Adhäsionskontrollsystem und eine beachtliche Zugkraft von bis zu 500 kN kann die EURODUAL die grösste Schleppkapazität auf dem europäischen Markt bieten. Gleichzeitig wird die Umweltbelastung minimiert dank einer Recyclingrate von 97.71 Prozent und eines reduzierten Lärm- und Abgasausstosses. Der verbaute CAT C175-16 Generator erfüllt die neuesten europäischen Normen der Stufe IIIB und Stufe V.
 
"Vielseitigkeit, Wirtschaftlichkeit und Umwelt; EURODUAL ist die technologische Antwort von Stadler auf die Herausforderungen des Schienengüterverkehrs. Mit ihrer vorausschauenden Technologie deckt sie jeden Bedarf effizient und zuverlässig ab und bietet den Bahnbetreibern zahlreiche wirtschaftliche und ökologische Vorteile", sagt Iñigo Parra, CEO von Stadler Valencia, bei der Vorstellung der Lokomotive an der InnoTrans.
 
"Der Kauf der EURODUAL als Erstkunde ist ein Meilenstein in der ehrgeizigen Qualitätsstrategie von HVLE. Die EURODUAL wird es HVLE ermöglichen, unsere Marktposition zu stärken und nachhaltiges Wachstum zu realisieren", ergänzt Martin Wischner, Vorstandsmitglied von HVLE.
 
HVLE plant, die EURODUAL auf der anspruchsvollen Strecke Blankenburg-Rübeland einzusetzen. Diese weist ein Gefälle von über 63‰ auf. Auf dieser steilsten öffentlichen Güterverkehrslinie Europas müssen bis zu 1‘650 Tonnen schwere Züge bergab mit zwei Lokomotiven geführt werden.
 
HVLE ist Erstabnehmer dieser neusten Generation von sechsachsigen, bimodalen Lokomotiven, die von Stadler für den europäischen Markt entwickelt worden sind. Der Vertrag über die Lieferung von zehn Lokomotiven – inklusive Full-Service-Wartung – ist letztes Jahr unterschrieben worden. Der Zulassungsprozess der ersten beiden Exemplare hat vor einigen Wochen in Deutschland begonnen, ausgeliefert wird ab 2020. Die leistungsstarken Lokomotiven erzeugen bis zu 7‘000 kW im elektrischen Modus und bis zu 2‘800 kW im dieselelektrischen Betrieb und werden für den Gütertransport bei Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h in ganz Deutschland zum Einsatz kommen – dies in Kombination von 15 kV AC und 25 kV AC Elektro- und Dieselantriebsmodi.
 
HVLE ist einer der führenden Schwerlastverkehrsbetreiber in Deutschland.

Quelle: Stadler / 18.09.2018

 
ÖBB und Siemens entwickeln Akkutriebzug

Einsatz auf nicht-elektrifizierten Bahnstrecken
 Test im Fahrgasteinsatz in zweiter Jahreshälfte 2019 geplant
 Umweltfreundlicherer Betrieb durch bis zu 50 Prozent
weniger CO2 Emission im Vergleich zum Dieselantrieb


Die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) und Siemens Mobility investieren
gemeinsam in die Zukunft des Personenverkehrs und entwickeln einen elektrohybriden
Batterieantrieb für Züge. Beide Unternehmen stellten heute in Wien das
erste Ergebnis dieses innovativen Pilotprojekts, den Prototyp des Cityjet eco vom
Typ Desiro ML, vor. Der Cityjet eco ist als Akkutriebzug eine Alternative für nichtelektrifizierte
Strecken, die heute größtenteils mit dieselbetriebenen Personenzügen
befahren werden. Im Vergleich zum Dieselantrieb können die CO2-Emissionen um
bis zu 50 Prozent reduziert werden. Nach umfangreichen Tests des Zuges findet ein
erster Einsatz im Fahrgastbetrieb voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2019
statt. Der Prototyp wird auf der Innotrans 2018, der internationalen Leitmesse für
Verkehrstechnik, vom 18.-21. September auf Gleis 1/400 in Berlin präsentiert.

„Der Klimaschutz nimmt bei den ÖBB einen sehr hohen Stellenwert ein. Wir sind
immer auf der Suche nach Möglichkeiten, unsere Produkte zu verbessern und
umweltfreundlich zu gestalten. Daher legen die ÖBB auch in Zukunft einen starken
Fokus auf den Ersatz von Dieselfahrzeugen. Mit dem Cityjet eco setzen die ÖBB
hier als größtes Klimaschutzunternehmen Österreichs eine weitere Initiative im
Kampf gegen den Klimawandel“, sagte Evelyn Palla, Vorstandsmitglied der ÖBB
Personenverkehr AG.

„Alternative und umweltfreundliche Antriebe wie Batterien, Wasserstoff und
Zweikraftsysteme werden in unserem Portfolio immer wichtiger. Beim Desiro ML
ÖBB Cityjet eco gibt es viele Gewinner: Zu vergleichsweise geringen
Investitionskosten erhält unser Kunde eine deutlich flexibler einsetzbare Zugflotte,
und die Fahrgäste freuen sich über das Plus beim Reisekomfort“, sagte
Sabrina Soussan, CEO Siemens Mobility.

Siemens entwickelt einen elektro-hybriden Batterieantrieb, der es möglich macht,
dass der Zug auf elektrifizierten Strecken Energie über seinen Stromabnehmer
aufnimmt und gleichzeitig in den neu mitgeführten Batterien speichert. Diese
Energie kann für den Betrieb auf nicht-elektrifizierten Strecken genutzt werden.
Sobald der Zug die elektrifizierte Strecke verlässt, speisen die Batterien das
Energieversorgungssystem des Zuges. Gemeinsam mit den ÖBB wird diese
Technologie nun in einem Pilotprojekt in den kommenden Monaten in der Praxis auf
Herz und Nieren geprüft und zur Serienreife weiterentwickelt.

Im gemeinsamen Pilotprojekt mit Siemens sichern sich die ÖBB als eine der ersten
europäischen Bahnen wertvolle Erkenntnisse und können damit ihre
Angebotsqualität für die Fahrgäste und die Nachhaltigkeit ihrer Flotte weiter
ausbauen. Das Pilotprojekt wird mit einem Zug aus der aktuell für die ÖBB
laufenden Serienproduktion des Siemens Desiro ML umgesetzt. Die Bauweise des
Fahrzeuges ermöglicht es, zusätzliche Dachlasten aufzunehmen. Damit sinkt die
ansonsten branchenweit übliche Liefer- und Fertigungszeit eines Neufahrzeugs von
bis zu 36 Monaten auf weniger als die Hälfte.

Die Batterieanlage am Mittelwagen des umgebauten Triebfahrzeuges umfasst drei
Batteriecontainer, zwei DC/DC-Steller, einen Batteriekühler sowie weitere
Elektronikbauteile. Zum Einsatz kommen Lithium-Titanat-Batterien (LTOTechnologie).
Diese modifizierten Batterien erlauben – verglichen mit
herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien – deutlich höhere Ladeströme zur
Schnellladung. Durch ein spezielles thermisches Konzept der Batteriecontainer wird
erwartet, dass es keinen Einfluss auf die Lebensdauer und den Ladezustand der
Akkusaufgrund äußerer Witterungsverhältnisse geben wird. Die Lebensdauer der
Batterien soll bei Serienreife rund 15 Jahre betragen, was zur Folge hätte, dass sie
über die Gesamtnutzungsdauer des Zuges nur einmal gewechselt werden müssen.

Quelle: Siemens/10.09.2018

 
ÖBB und Siemens setzen mit dem Cityjet eco neue Maßstäbe auf nicht-elektrifizierten Strecken im Nah- und Regionalverkehr

ÖBB und Siemens entwickeln umweltfreundlichen Zug mit elektro-hybridem Batterieantrieb mit bis zu 50% weniger CO2 Emission
 Einsatz auf nicht-elektrifizierten Bahnstrecken
 Test im Fahrgasteinsatz in zweiter Jahreshälfte 2019 geplant

(Wien, 10.09.2018) – Gemeinsam investieren Siemens und ÖBB viel Know-How, um die Zukunft des Personenverkehrs noch umweltfreundlicher zu gestalten. Der in Wien vorgestellte Prototyp des Cityjet eco ist das erste Ergebnis dieses innovativen Pilotprojekts. Mit diesem Zug kann künftig eine nachhaltige Alternative zu Dieselfahrzeugen abseits der Hauptverkehrsrouten geboten werden.
Bahnfahren noch umweltfreundlicher

Der Cityjet eco ist eine Alternative für nicht-elektrifizierte Strecken, die heute größtenteils mit dieselbetriebenen Personenzügen befahren werden.
Evelyn Palla, Mitglied des Vorstands der ÖBB-Personenverkehr AG: „Mit dem Cityjet eco stellen die ÖBB den ersten Prototyp einer neuen Generation von Akkutriebzügen auf die Schiene. Dieses Leuchtturmprojekt hat das Potential, die noch vorhandenen Treibhausgasemissionen im österreichischen Bahnverkehr weiter massiv zu reduzieren, und das Angebot für unsere Fahrgäste gleichzeitig auf Cityjet-Niveau anzuheben. Mit dem Cityjet eco läuten die ÖBB somit ein neues Zeitalter für einen noch umweltfreundlichen Bahnverkehr ein.“

„Unsere Forschungsergebnisse zeigen klar, dass ein elektro-hybrider Batterieantrieb die beste Technologie für den gemischten Einsatz von Zügen auf Österreichs Haupt- und nicht-elektrifizierten Strecken ist,“ erläutert Arnulf Wolfram, CEO der Siemens Mobility GmbH Österreich. „Mit den ÖBB haben wir dafür einen konstruktiven Partner gefunden, der viele unserer Fahrzeuge im Einsatz hat und uns zu immer Innovationen und neuen Höchstleistungen anspornt.“

Siemens entwickelt einen elektro-hybriden Batterieantrieb, der es möglich macht, dass der Zug auf elektrifizierten Strecken Energie über seinen Stromabnehmer aufnimmt und gleichzeitig in den neu mitgeführten Batterien speichert. Diese Energie kann für den Betrieb auf nicht-elektrifizierten Strecken genutzt werden. Sobald der Zug die elektrifizierte Strecke verlässt, speisen die Batterien das Energieversorgungssystem des Zuges. Gemeinsam mit den ÖBB wird diese Technologie nun in einem Pilotprojekt in den kommenden Monaten in der Praxis auf Herz und Nieren geprüft und zur Serienreife weiterentwickelt.

Innovatives Pilotprojekt für nachhaltiges Bahnfahren
Im gemeinsamen Pilotprojekt mit Siemens sichern sich die ÖBB als eine der ersten europäischen
Presseinformation

Bahnen wertvolle Erkenntnisse und können damit ihre Angebotsqualität für die Fahrgäste und die Nachhaltigkeit ihrer Flotte weiter ausbauen. Nach umfangreichen Tests des Zuges findet ein erster Einsatz im Fahrgastbetrieb voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2019 statt. Der Prototyp wird auch bei der InnoTrans 2018, der internationalen Leitmesse für Verkehrstechnik, von 18.-21. September einem breiten Publikum in Berlin präsentiert.

Rascher und effizienter Einsatz

Das Pilotprojekt wird mit einem Zug aus der aktuell für die ÖBB laufenden Serienproduktion des Siemens Desiro ML umgesetzt. Die Bauweise des Fahrzeuges ermöglicht es, zusätzliche Dachlasten aufzunehmen. Damit sinkt die ansonsten branchenweit übliche Liefer- und Fertigungszeit eines Neufahrzeugs von bis zu 36 Monaten auf weniger als die Hälfte.

Zahlen, Daten, Fakten – die technischen Komponenten

Die Batterieanlage am Mittelwagen des umgebauten Triebfahrzeuges 119 (4746 049) der Serie DESIRO ML umfasst drei Batteriecontainer, zwei DC/DC-Steller, einen Batteriekühler sowie weitere Elektronikbauteile. Zum Einsatz kommen Lithium-Titanat-Batterien (LTO-Technologie). Diese modifizierten Batterien erlauben – verglichen mit herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien – deutlich höhere Ladeströme zur Schnellladung. Durch ein spezielles thermisches Konzept der Batteriecontainer erwarten die ExpertInnen, dass es keinen Einfluss auf die Lebensdauer und den Ladezustand der Akkusaufgrund äußerer Witterungsverhältnisse geben wird. Die Lebensdauer der Batterien soll bei Serienreife rund 15 Jahre betragen, was zur Folge hätte, dass sie über die Gesamtnutzungsdauer des Zuges nur einmal gewechselt werden müssen.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister

Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern jährlich 459 Millionen Fahrgäste und 115 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2017 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 41.107 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (zusätzlich rund 1.900 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Über Siemens Österreich

Siemens Österreich zählt zu den führenden Technologieunternehmen des Landes. Insgesamt arbeiten für Siemens in Österreich rund 10.300 Menschen. Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2017 bei rund 3,4 Milliarden Euro. Die Geschäftstätigkeit konzentriert sich auf die Gebiete Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Dazu gehören im Wesentlichen Systeme und Dienstleistungen für die Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung ebenso wie energieeffiziente Produkte und Lösungen für die Produktions-, Transport- und Gebäudetechnik.

Quelle: ÖBB/Siemens / 10.09.2018

 
Siemens nimmt RRX-Instandhaltungswerk offiziell in Betrieb

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Rail Service Center in Dortmund-Eving eingeweiht

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Digitalisierte Wartung und Instandhaltung der RRX-Triebzüge über 32 Jahre

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Über 99-prozentige Verfügbarkeit der 82 RRX-Züge vereinbart

Nach rund anderthalb Jahren Bauzeit nimmt Siemens Mobility heute das neu errichtete Instandhaltungswerk für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) offiziell in Betrieb. Im Rail Service Center in Dortmund-Eving werden künftig 75 Mitarbeiter die 82 elektrischen Triebzüge des RRX vom Typ Desiro HC über einen Zeitraum von 32 Jahren warten und instandhalten. Das digitalisierte und papierlose Konzept sorgt dafür, dass die vertraglich vereinbarte Verfügbarkeit der Fahrzeuge von über 99 Prozent gesichert werden kann.

Martin Husmann, Vorstandssprecher Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, sagte auch im Namen der anderen am RRX-Projekt beteiligten Aufgabenträger, dem Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), dem Nahverkehr Rheinland (NVR), dem SPNV-Nord und dem Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV): „Ich freue mich besonders für die Fahrgäste, denn die heutige Eröffnung ist ein weiterer Schritt in die Zukunft. Für die täglich rund 2,7 Millionen Menschen, die im Schienenpersonennahverkehr im Land unterwegs sind, schaffen wir in den nächsten Jahren ein deutlich verbessertes Mobilitätsangebot. Wir erwarten, dass das neue Dortmunder Werk maßgeblich dazu beiträgt, eine bestmögliche Einsatzfähigkeit der neuen Fahrzeuge zu garantieren.“

„Mit unserer digitalisierten Wartung und Instandhaltung sehen wir uns als Vorreiter in der Branche und werden dafür sorgen, dass die RRX-Züge für die Fahrgäste zuverlässig zur Verfügung stehen. Dafür haben wir das Rail Service Center und die Züge mit den neusten Diagnosesystemen ausgestattet, die es uns ermöglichen, Fehler zu erkennen, bevor sie zu einer Störung im Betrieb führen können“, sagte Sabrina Soussan, CEO von Siemens Mobility.

Hierfür hat Siemens Mobility auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs Dortmund-Eving rund 5,5 Kilometer Gleise verlegt sowie ein sechsgleisiges Werkstattgebäude, ein dreigeschossiges Lager- und Sozialgebäude, ein Pförtnergebäude, Außenlagerflächen und eine Außenreinigungsanlage errichtet. Sämtliche Instandhaltungsprozesse können komplett papierlos gesteuert werden. Die Mitarbeiter erhalten ihre Arbeitsaufträge sowie alle Informationen, die sie für Reparaturen und Wartungsmaßnahmen benötigen, auf Tablets zur Verfügung gestellt. Hierfür liefern die Züge über eine Reihe von Sensoren Zustandsdaten, die kontinuierlich an das Depot gesendet und dort verarbeitet werden.

Ein Zug generiert zwischen einer und vier Milliarden Datenpunkte pro Jahr. Mithilfe intelligenter Algorithmen analysieren die Datenexperten von Siemens Mobility die Daten für jedes kritische Bauteil des Zuges. Ziel ist es, Abweichungen von der Regel zu entdecken, um daraus Fehlerprognosen zu errechnen und den Technikern in der Werkstatt akute oder terminierte Instandhaltungsempfehlungen zu geben. Dies ermöglicht es, notwendige Maßnahmen bereits vor Eintreffen im Depot zu planen und vorzubereiten. So können Ersatzteile frühzeitig bereitgestellt und auch der Einsatz der Mitarbeiter kann koordiniert werden. Damit wird sichergestellt, dass die Zeit im Depot so kurz und effizient wie möglich ist, damit die Züge schnellstmöglich wieder für den Betrieb zur Verfügung stehen.

Das RRX-Depot verfügt zudem über eine hochmoderne Fahrzeug-Inspektions-Anlage (AVI), die erstmals in Deutschland zum Einsatz kommt. Während der Einfahrt der Züge in das Depotgelände passieren sie die Anlage und bei jedem Fahrzeug werden automatisch Räder, Achsen und Laufflächenprofile mit modernster Lasertechnologie überprüft. Die Daten werden unmittelbar in das Datenmanagementsystem übernommen, ausgewertet und weiterverarbeitet. Darüber hinaus verfügt das Depot über einen Hochleistungs-3D-Drucker, um schnell und direkt Kunststoffersatzteile anzufertigen, die sonst nicht kurzfristig bzw. kostengünstig verfügbar wären.

Im März 2015 beauftragten die am neuen Schienenverkehrskonzept RRX beteiligten Zweckverbände Siemens Mobility mit der Lieferung von 82 Elektrotriebzügen vom Typ Desiro HC und der Wartung über einen Zeitraum von 32 Jahren. Der Auftrag im Gesamtvolumen von über 1,7 Milliarden Euro ist für Siemens der bisher größte aus dem Bereich des regionalen Schienenverkehrs in Deutschland.

Quelle: Siemens/06.09.2018

 

Siemens Mobility präsentiert neue Lokomotive Vectron Dual Mode

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Nachhaltige und wirtschaftliche Lösung für den Güterverkehr in Deutschland

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Kombination aus Diesel- und Elektrolok

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Bestellbar ab Ende September 2018

Siemens Mobility präsentiert auf der InnoTrans 2018, der weltweit größten Messe für Bahntechnik, eine neue Lokomotive. Der Vectron Dual Mode kann sowohl als Diesel- als auch Elektrolok betrieben werden. Auf elektrifizierten Streckenabschnitten ist die neue Lokomotive rein elektrisch unterwegs, um Kraftstoff zu sparen und Wartungskosten zu reduzieren. Auf oberleitungsfreien Streckenabschnitten kann in den Dieselbetrieb umgeschaltet werden. Der Vectron Dual Mode ermöglicht es Betreibern, nachhaltige Wertschöpfung über den gesamten Lebenszyklus zu erhöhen. Die Lok ist für den Güterverkehr in Deutschland konzipiert und ab Ende September 2018 bestellbar.

„Der Vectron Dual Mode vereint das Beste aus zwei Welten: einen leistungsstarken Dieselantrieb mit der Ausstattung für den elektrischen Betrieb. Wo ein Fahrdraht existiert, spart die Lok Emissionen in Bezug auf Abgas und Lärm sowie Kraftstoff und Wartungskosten. Mit dem Vectron Dual Mode haben wir eine zukunftsfähige, umweltfreundliche und sehr wirtschaftliche Alternative zur herkömmlichen Diesel- Lok entwickelt“, sagt Sabrina Soussan, CEO von Siemens Mobility.

Das deutsche Schienennetz ist heute zu rund 60 Prozent elektrifiziert, mit der neuen Lokomotive von Siemens Mobility können Lücken in der Elektrifizierung ohne Lokwechsel durchfahren werden. Ballungszentren und Großstädte, in denen es häufig ein elektrifiziertes Schienennetz gibt, bleiben gleichzeitig von Emissionen verschont.

Der Vectron Dual Mode basiert auf bewährten Vectron-Komponenten. Die Spurweite des Vectron Dual Mode beträgt 1.435 mm, das Gewicht liegt bei 90 Tonnen. Die Lok ist für das 15 kV AC Spannungssystem ausgelegt und mit dem Zugsicherungssystem PZB ausgerüstet. Unabhängig von der Betriebsart beträgt die Leistung am Rad 2.000 kW. Der Dieseltank fasst 2.500 Liter Kraftstoff. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 km/h.

Auf der InnoTrans 2018 präsentiert Siemens Mobility den Vectron Dual Mode mit einem interaktiven Modell. Das Unternehmen ist in diesem Jahr wieder in Halle 4.2 und auf dem Außengelände vertreten.

Quelle: Siemens/02.09.2018

 
Sonderfahrt über die Semmeringbahn zur Höllentalbahn

Sehr geehrte Damen und Herren,

Am Samstag, dem 22. September 2018 führt der Verein "Nostalgiebahnen in Kärnten" eine ganz besondere Sonderfahrt durch. Wir würden uns freuen, wenn Sie an dieser teilnehmen würden oder wenn Sie diese E-Mail auch an Bekannte weiterleiten könnten!

Zum Einsatz kommt der stilvolle Elektroschnelltriebwagen 4042.01 aus 1936, der ursprünglich für den hochwertigen Städte-Schnellverkehr gebaut wurde. Er befährt von Klagenfurt Hbf. ausgehend die Strecke über den Neumarkter Sattel sowie die Semmeringbahn . Zustiegshalte werden unterwegs in St. Veit an der Glan, Unzmarkt, Knittelfeld und Bruck an der Mur eingelegt. Während der Befahrung der weltbekannten Semmeringbahn werden sowohl bei der Hin- als auch Rückfahrt einige Halte in unterschiedlichen Bahnhöfen eingelegt. Ziel der Reise ist Payerbach-Reichenau.

In Payerbach gibt es die Möglichkeit, gemeinsam beim "Payerbacher Hof" Mittag zu Essen (Konsumation nicht im Fahrkartenpreis inkludiert). Im Anschluss folgt ein kurzer Fußmarsch zur Abfahrtsstelle der " Höllentalbahn ", einer schmalspurigen elektrifizierten Museumsbahn.

Mit den Garnituren der Höllentalbahn befahren wir die Gesamtstrecke bis nach Hirschwang . Es sind hier einige Fotohalte (auch außerhalb von Bahnhöfen!) vorgesehen. Je nach Anzahl der Fahrtteilnehmer werden unterschiedliche Fahrzeuge eingesetzt. Sollten sich nur wenige Fahrgäste zu unserer Fahrt angemeldet haben, kommen Triebwagen 1 mit Beiwagen 21 zum Einsatz. Sollte es die Einnahmensituation ermöglichen kommt auch auf einem Teilabschnitt die Elektrolok 1 "Fahrendes Gartenhaus" aus 1903 mit zwei Beiwagen zum Einsatz. Die E-Lok hat Kärnten Bezug - sie wurde für den Bau des Karawanken- Eisenbahntunnels zwischen Rosenbach und Jesenice beschafft und kam während der Bauzeit dort zum Einsatz.

Wissenswertes:

  • Bis zum 08. September muss die Kostendeckung erreicht werden, damit diese Fahrt durchgeführt werden kann! Jede Anmeldung zählt und trägt ihren Teil dazu bei!
  • Zustiege für die Mitfahrt im Elektroschnelltriebwagen 4042.01 sind in Klagenfurt Hbf, St. Veit an der Glan, Unzmarkt, Knittelfeld und Bruck an der Mur möglich
    • Die Halte in Bruck an der Mur sind auf ausgewählte Schnellzüge aus/nach Wien und aus/nach Graz abgestimmt
  • Ebenso ist es möglich, NUR an der Fahrt mit der Höllentalbahn teilzunehmen
  • Reservierte Sitzplätze im 4042.01 (ohne Aufpreis), Bewirtung am Platz, Souvenirartikel im Zug
  • Den Fahrplan und die Fahrkartenpreise entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungsplakat (siehe Anhang oder unter http://www.nostalgiebahn.at/files/NBiK/files/plakate/hoellentalbahn.pdf )
  • Spezialangebot für Bahnfotografen entlang der Fahrtstrecke! Das "Solidaritätsticket" beinhaltet die genauen Fahrzeiten unseres Zuges sowie einen Nachdruck einer Werbebroschüre der Schnelltriebwagen ET 11 (heute 4042) aus den 30er Jahren
  • Ermäßigter Fahrkartenpreis für Mitglieder des Vereins "Nostalgiebahnen in Kärnten"

Anmeldung und Information:

Wir freuen uns, Sie bei unserer Sonderfahrt begrüßen zu dürfen. Wir bitten um rechtzeitige Anmeldung, da bei zu wenigen Teilnehmern die Fahrt nicht stattfinden kann!

Als Zeichen Ihrer Wertschätzung unseres ehrenamtlichen Engagements bedanken wir uns auch für die Weiterleitung dieser Mail an Bekannte und Freunde.

Quelle: Vereins "Nostalgiebahnen in Kärnten" / 02.09.2018

 
ÖBB bestellen neue Fernverkehrszüge für Tag- und Nachtverkehr

21 neue Züge bis Ende 2022 auf Schiene
 ÖBB bieten neuen Qualitätsstandard im Fernverkehr

(Wien, 17.08.2018) – Die ÖBB und Siemens haben eine Rahmenvereinbarung über die Lieferung von Railjets und Nightjets der neuen Generation geschlossen. Das Gesamtauftragsvolumen beläuft sich auf über 1,5 Milliarden Euro. In einem ersten Abruf bestellen die ÖBB 21 Züge im Wert von ca. 375 Millionen Euro. Die Produktion der 13 Nightjets und acht Railjets der neuen Generation startet im April 2019. Ende 2022 sollen alle bestellten Züge im Einsatz sein.
„Mit den Railjets und Nightjets der neuen Generation setzen die ÖBB ihre Komfortoffensive konsequent fort. Im Nachtreiseverkehr untermauern wir mit den zusätzlichen Zügen für den Nightjet unsere führende Rolle in Europa und setzen auch im Tagverkehr neue Maßstäbe“, so Andreas Matthä, CEO der ÖBB-Holding AG.
„Mit den neuen Zügen werden die ÖBB im Fernverkehr noch erfolgreicher unterwegs sein können als bisher“, so Wolfgang Hesoun, CEO von Siemens AG Österreich. „Der Löwenanteil der Wertschöpfung bleibt in Österreich, denn wir bauen die Züge in unseren Werken Wien und Graz und nutzen das Know-how von rund 1.000 österreichischen Klein- und Mittelbetrieben der heimischen Zulieferindustrie. Auch deshalb werden die Züge eine Erfolgsgeschichte in Rot-Weiß-Rot.“

Design & Komfort am Puls der Zeit
Für den Designprozess setzten die ÖBB auf eine enge Zusammenarbeit mit Siemens und dem international renommierten Designstudio PriestmanGoode. Im Fokus stand die Optimierung des Reiseerlebnisses: Neben dem Bedürfnis nach mehr Privatsphäre und höherem Komfort wird auch dem Wunsch der Fahrgäste nach mehr Individualität nachgekommen. In den neuen Zügen werden hochwertige Materialien wie Holz und Leder eingesetzt und schaffen damit einen deutlichen Österreichbezug.

Bequemes Reisen untertags
Die neunteiligen Railjets für den Tagverkehr bieten für mobilitätseingeschränkte Personen barrierefreien Einstieg und verfügen jeweils über mehr als 500 Sitzplätze. Diese sollen vorrangig auf der Brennerstrecke von München über Innsbruck nach Verona, Bologna und Venedig mit spannenden Neuerungen im Einsatz sein. Allen voran stehen den Fahrgästen neben Großraumwagen wieder einzelne Abteile – sogenannte „Pod Areas“ – zur Verfügung. Familien und Business-Reisende profitieren dadurch von zusätzlicher Privatsphäre. In der 1. und 2. Klasse der neuen Railjets nehmen Fahrgäste auf neu entwickelten, besonders komfortablen und verstellbaren Sitzen mit Fußstützen Platz. Die Doppelsitze können zudem mit wenigen Handgriffen zu einer Art Sofa umgebaut werden.
Zusätzlich wird jeder Sitzplatz in der 1. und 2. Klasse mit einer Steckdose mit USB-Lademöglichkeit aufgewertet. Kostenfreies WLAN, das Fahrgastinformationssystem und verbesserte Mobilnetzverbindungen runden das Reiseerlebnis ab.

Mehr Privatsphäre in den Nachtzügen
Die siebenteiligen Nightjets der neuen Generation verfügen über zwei Sitzwagen, drei Liegewagen und zwei Schlafwagen. Auch hier verbindet sich hochmodernes Design mit noch mehr Komfort. Im neuen Liegewagenkonzept bieten zusätzliche Minisuiten für Alleinreisende noch mehr Privatsphäre und sorgen für eine angenehme und entspannte Ankunft am Reiseziel. Auf Gäste der Standard- oder Deluxe-Schlafwagenabteile warten ein WC und eine Duschmöglichkeit im Abteil, während Familien wie bisher Familienabteile zur Verfügung stehen.
Neu an Bord ist das kostenfreie WLAN, das im Fernverkehr bisher auf die Railjets beschränkt war und nun auch Reisenden in den Nachtzügen der neuen Generation zur Verfügung steht. Wer sich die Zeit bis zur Ankunft vertreiben möchte, kann damit gratis im ÖBB Railnet surfen, streamen und das digitale Zeitungs- und Zeitschriftenangebot nutzen.

Quelle: Siemens / 17.08.2018

 
ÖBB und Siemens Mobility schließen Rahmenvertrag über Reisezugwagen für Österreich

Erstabruf von 8 Tagzügen und 13 Nachtzügen
 Gesamtauftragswert von über 1,5 Milliarden Euro
 Erste Züge ab 2022 im Einsatz

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und Siemens Mobility haben eine Rahmenvereinbarung über die Lieferung von Tag- und Nachtzügen mit insgesamt bis zu 700 Reisezugwagen innerhalb der nächsten fünf Jahre unterzeichnet. Bei Abruf sämtlicher Leistungen ergibt sich ein Gesamtauftragsvolumen von über 1,5 Milliarden Euro. Mit Vertragsunterzeichnung rufen die ÖBB 8 neunteilige Züge für den Tagverkehr und 13 siebenteilige Züge für den Nachtverkehr ab. Die Garnituren vom Typ Viaggio werden mit den ÖBB-Bestandslokomotiven der Siemens-Baureihe
vom Typ Taurus angetrieben. Ab 2022 ist die Inbetriebnahme der ersten Züge geplant. Die Fertigung der Wagen soll im Siemens-Werk in Wien, Österreich, erfolgen. Die Rahmenvereinbarung kann von den ÖBB auch über 2023 hinaus verlängert werden.
„Mit den neuen Garnituren für den Tag- und Nachtverkehr setzen die ÖBB ihre Komfortoffensive konsequent fort. Mit den zusätzlichen Zügen für den Nightjet untermauern wir unsere führende Rolle im Nachtreiseverkehr in Europa“, sagt Andreas Matthä, CEO der ÖBB-Holding AG.
„Den Zuschlag bei einer der größten europaweiten Ausschreibungen für Reisezugwagen erhalten zu haben, zeigt, dass unsere Viaggios der Maßstab für den modernen Fernverkehr sind. Sie stehen für über 160 Jahre Reisezugerfahrung.

Viaggio-Reisezüge bieten große Flexibilität über Grenzen hinweg sowie modernen Fahrgastkomfort – und das bei niedrigen Instandhaltungskosten und hoher Zuverlässigkeit im Betrieb“, sagt Sabrina Soussan, CEO von Siemens Mobility.
Der Vertrag umfasst die Lieferung sämtlicher Typen an Reisezugwagen. Dazu gehören Steuerwagen, Multifunktionswagen, Sitzwagen für die 1. und 2. Klasse sowie Schlaf- und Liegewagen. Als Einsatzländer sind Österreich, Deutschland, die Schweiz und Italien vorgesehen. Bei Bedarf ist auch die Ausrüstung für den Einsatz in Kroatien, Polen, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn als Option möglich.
Die Basisvariante für den Tagverkehr wird als Niederflur-Wagen mit extra breiten Türen ausgeführt, sodass ein rascher und komfortabler Fahrgastwechsel möglich ist. Die Züge für den Tagverkehr verfügen über 520 Sitzplätze. Die Nachtzüge bieten über 100 Sitz- sowie 160 Schlafplätze. Eine komplette Ausstattung für Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität ist an Bord. Die Viaggio-Garnituren zeichnen sich durch eine vorbildliche Energieeffizienz aus. Erreicht wird dies
beispielsweise durch die LED-Innenraumbeleuchtung, die Klimaanlage mit Wärmepumpenfunktion sowohl im Kühl- als auch im Heizbetrieb sowie einer Regelung der Frischluftzufuhr entsprechend des CO2-Gehalts in der Luft. Ebenso erlauben die Viaggio-Garnituren eine sehr flexible Zugbildung, so dass alle Betriebsanforderungen damit zu erfüllen sind.

Quelle: Siemens / 17.08.2018

 
Stadler gewinnt Auftrag von Wales & Borders für 71 Züge

Stadler CITYLINK-Tram-Trains und FLIRT-Triebzüge werden bald zu einem vertrauten Anblick auf den Verkehrsnetzen von Wales and Borders und South Wales Metro. Auf beiden Netzen werden ab 2022 insgesamt 71 Stadler-Züge unterwegs sein.

Stadler gewinnt erneut einen grossen Auftrag im Vereinigten Königreich. Wales & Borders bestellt bei Stadler 36 dreiteilige Tram-Trains des Typs CITYLINK und 35 Triebzüge des Typs FLIRT – total 71 Züge.

Auf den Linien von Cardiff nach Treherbert, Aberdare und Merthyr Tydil werden 36 dreiteilige CITYLINK-Tram-Trains unterwegs sein – mit einem kombinierten 25-kV-Elektro- und einem Batteriebetrieb. Diese Züge stehen für die Rückkehr des Trambetriebs in die Strassen von Cardiff nach über 70 Jahren. Von den übrigen 35 bestellten Züge des Typs FLIRT werden 11 dieselelektrisch betrieben (DMU) und deren 24 einen trimodalen Antrieb haben, der die Möglichkeiten eines dieselelektrischen Antriebs, eines Elektroantriebs und Batteriebetriebs nutzt. Die 11 DMU werden auf dem Netz der South-Wales-Metro zwischen Maesteg, Ebbw Vale und Cheltenham zum Einsatz kommen. Die 24 trimodalen Triebzüge werden via Cardiff das südlich gelegene Vale of Glamorgan im Dieselbetrieb mit Destinationen nördlich der walisischen Hauptstadt im Elektrobetrieb verbinden.

Die Verwendung von Batterien in Strassenbahnen und das Konzept eines trimodalen Antriebs sind beides vorausschauende und kosteneffiziente Lösungen, die einerseits den umweltfreundlichen Betrieb auf elektrifizierten Strecken nördlich von Cardiff sicherstellen und andererseits eine sogenannte „Intelligente Elektrifizierung“ ermöglichen. Diese „Intelligente Elektrifizierung“ bedeutet, dass der Zugverkehr auch auf nichtelektrifizierten Strecken komplett im elektrischen Betrieb gewährleistet werden kann ohne gleichzeitig hohe Infrastrukturkosten zu verursachen, die anfallen würden, müssten etwa die 55 Brücken auf der Strecke nachgerüstet werden.

Alle Züge werden mit Klimaanlagen, Steckdosen an allen Sitzgruppen sowie grossen Bildschirmen ausgestattet sein, auf denen die Fahrgäste mit aktuellen Informationen versorgt werden. Des weiteren verfügen alle Züge über Stellplätze für bis zu sechs Fahrräder und über einen ebenen Einstieg, um das Ein-und Aussteigen mit Kinderwagen und Mobilitätsrollern zu erleichtern. Die Lärmbelastung und Vibrationen wurden auf ein Minimum reduziert – insgesamt bedeutet die neue Flotte von Stadler-Zügen also einen grossen Gewinn für das Fahrgasterlebnis und unterstützt Transport of Wales dabei, die Vision der walisischen Regierung für den öffentlichen Verkehr in Wales zu realisieren.

Stadler hat bereits eine beachtliche Präsenz in Grossbritannien: Zwölf Variobahn-Züge sind seit 2012 in Croydon, London, im Einsatz und sieben CITYLINK-Züge auf dem Netz von Sheffield Supertram. Ab dem Jahr 2019 werden 58 neue Stadler-Züge im Einsatzgebiet von Greater Anglia eingeführt werden und ab dem Jahr 2020 werden in der Region Liverpool 52 neue METRO-Züge das Rückgrat des Nahverkehrs bilden.

Ralf Warwel, Verkaufsleiter bei Stadler, sagt: „Stadler ist sehr stolz darauf, ausgewählt worden zu sein, diese einmalige und innovative Flotte von Rollmaterial für Wales & Borders liefern zu dürfen. Fahrgäste in Südwales werden die neuen Züge nicht nur aufgrund des hohen Levels an Komfort schätzen, sondern auch wegen des Einsatzes der neuesten Batterietechnologie. Wenn diese neue Technologie landesweit zum Einsatz kommt, wird sie die Branche einen Schritt näher an die Klimaneutralität führen.“

Ken Skates, Minister für Wirtschaft und Verkehr, sagt: „Mit einer Investition von fünf Milliarden Pfund in den Schienenverkehr führen wir innovative, kosteneffiziente und umweltfreundliche Reiselösungen ein, die die Bedürfnisse unserer Fahrgäste in den Mittelpunkt stellen. Stadlers Strassenbahnzüge werden einen spannenden Teil unseres neuen Bahnangebots in Südwales ausmachen und ich freue mich auf ihre Einführung.“

James Price, Geschäftsführer von Transport for Wales, sagt: „Wir stehen am Anfang einer aufregenden neuen Reise, wenn wir unser Verkehrsnetz umgestalten und eine neue Vision für den Verkehr liefern, wobei die Menschen und Orte von Wales im Mittelpunkt unserer Mission stehen. Das Rollmaterial von Stadler wird dabei eine Schlüsselrolle spielen.“

Colin Lea, Leiterin Mobilisierung und Bahndienstleistungen von Transport for Wales, kommentiert: „Wir möchten uns bei Stadler dafür bedanken, dass sie mit uns zusammengearbeitet haben, um Züge zu entwickeln, die die präsentierte innovative South-Wales-Metro-Lösung ermöglichen. Dies wird das Fahrgasterlebnis komplett verändern und einen hundertprozentigen Elektrobetrieb auf den Talstrecken nördlich von Cardiff ermöglichen. Dieser Strom wird aus erneuerbaren Energien erzeugt und die Hälfte davon kommt aus Wales. Diese hervorragenden Züge werden uns dabei helfen, die Fahrzeiten zu verkürzen, die Kapazitäten zu erhöhen und Wales an die Spitze der Technologien für Intelligente Elektrifizierung zu bringen.“

Quelle: Stadler / 13.08.2018

 
Deutsche Bahn und Siemens entwickeln digitalisierten
Betrieb bei der S-Bahn Hamburg

Hamburg ist Partnerstadt und wird Vorreiter für digitalen Bahnbetrieb in
Deutschland • Bis zum ITS-Weltkongress im Oktober 2021 rollen vier Züge
auf einer Pilotstrecke hochautomatisiert
(Hamburg/Berlin, 12. Juli 2018) In Hamburg wird 2021 erstmals in Deutschland ein
hochautomatisierter S-Bahn-Betrieb aufgenommen. Eine entsprechende
Kooperationsvereinbarung zur „Digitalen S-Bahn Hamburg“ haben heute der
Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Dr. Peter
Tschentscher, Siemensvorstand Dr. Roland Busch und DBInfrastrukturvorstand
Ronald Pofalla unterzeichnet. Hamburg ist damit Vorreiter
für den digitalisierten Betrieb in einem deutschen Bahnnetz.
Die Vereinbarung sieht vor, den 23 Kilometer langen Streckenabschnitt auf der
S-Bahn-Linie 21 zwischen den Stationen Berliner Tor und Bergedorf/Aumühle
für das hochautomatisierte Fahren einzurichten und parallel dazu vier
Fahrzeuge mit der erforderlichen Technik auszurüsten. Die drei Partner haben
vereinbart, sich die rund 60 Millionen Euro Kosten zu teilen. Im Oktober 2021,
wenn Hamburg den Weltkongress für Intelligente Transportsysteme (ITS)
ausrichtet, werden diese Fahrzeuge digital gesteuert verkehren.
Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn: „In Hamburg
starten wir die Digitalisierung des Betriebes in einem unserer wichtigen S-Bahn-
Netze in Deutschland. Das ist ein Meilenstein in unserem Zukunftsprogramm
‚Digitale Schiene Deutschland‘. Denn wir leiten den größten technologischen
Wandel seit Jahren ein. Mit diesem Projekt werden wir eine wichtige Referenz
für die Gestaltung intelligenter und klimafreundlicher Verkehrsnetze entwickeln,
wie wir sie insbesondere in den Großstädten künftig brauchen. Das ist ein guter
Tag für die Eisenbahn in Deutschland.“
Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt
Hamburg: „Hamburg ist auf dem Weg zur Modellstadt für moderne Mobilität. Wir
wollen den Verkehr in unserer Stadt auf der Straße und auf der Schiene
zuverlässiger, umweltfreundlicher und sicherer machen. Wir sind damit ein
guter Partner für die Deutsche Bahn, um deutschlandweit die erste Teststrecke
für hochautomatisiert fahrende S-Bahnen einzurichten.“
Dr. Roland Busch, Chief Technology Officer und Mitglied des Vorstandes der
Siemens AG: „Die S-Bahn in Hamburg ist ein anschauliches Beispiel, wie die
digitale Transformation unser Leben in vielen Bereichen positiv verändert. Mit
intelligenter Technik schaffen wir es, dass immer mehr Menschen den
öffentlichen Nahverkehr nutzen können. Ein automatisierter Bahnbetrieb hat
viele Vorteile: auf derselben Strecke können bei höherer Kapazität deutlich mehr Personen befördert werden, der Energieverbrauch sinkt ebenfalls, und die
Kosten für den Betreiber sinken, zum Beispiel durch optimierte Fahrprofile.“
Die „Digitale S-Bahn Hamburg“ wird auf dem Streckenabschnitt zwischen den
Stationen Berliner Tor und Aumühle entwickelt und erprobt. Technische Basis
für die hochautomatisierte Fahrt auf der Strecke ist der künftige europäische
Standard ATO (Automatic Train Operation) über das funkbasierte europäische
Zugsicherungssystem ETCS Level 2 (European Train Control System). Die
Steuerung der vier Fahrzeuge erfolgt per Funksignal. Daten werden zwischen
Zug und Streckenzentrale übermittelt. Bei allen Fahrten in dem
Streckenabschnitt ist weiter ein Triebfahrzeugführer an Bord. Eingreifen muss
er künftig jedoch nur noch, sollten Störungen oder Unregelmäßigkeiten das
erfordern.
Vollautomatisch werden ab 2021 hingegen die vier speziell ausgerüsteten Züge
aus der und in die so genannte Abstellanlage an der Station Bergedorf rollen.
Diese befindet sich etwa in der Mitte zwischen den Stationen Berliner Tor und
Aumühle. An den Bergedorfer Bahnsteig fährt der Zug nach einer Kehrfahrt
über 1.000 Meter allein und ohne Personal an Bord.
Nach einer erfolgreichen Pilotphase ist geplant, das gesamte Netz der S-Bahn
Hamburg zu digitalisieren. Langfristig liegen die Effekte der neuen
Technologien insbesondere in einer engeren Taktung der Fahrzeuge auf
gleichen Streckenabschnitten. Für die Fahrgäste bedeutet das ein deutlich
verbessertes Mobilitätsangebot.
Die Kooperationsvereinbarung ist Ergebnis des im vergangenen Jahr
unterzeichneten „Memorandum of Understanding“ zur „Smart City“-
Partnerschaft zwischen der DB und der Hansestadt. Eine damals vereinbarte
Machbarkeitsstudie ist die Grundlage für das Pilotprojekt „Digitale S-Bahn
Hamburg“.

Quelle: Siemens / 12.07.2018

 
Stadler gewinnt langfristigen Service- und Instandhaltungsauftrag für 69 Züge
von Arriva Nederland im Norden Hollands

Stadler und Arriva Nederland haben heute einen Service- und Instandhaltungsvertrag für 15 Jahre und 69 Züge unterschrieben. Es handelt sich um die 69 Züge aus dem Auftrag vom November 2017: Lieferung von 18 bi-modalen WINK und Upgrade der bestehenden 51 Arriva-GTW. Stadler setzt bei diesem Auftrag hauptsächlich auf innovative Batterietechnologie und leistet damit einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz. Die Züge werden im Norden der Niederlande in Friesland und Groningen zum Einsatz kommen.

Der neue Service- und Instandhaltungsvertrag startet im Jahr 2020 und ist für die Zeit von 2020 bis 2035 für 15 Jahre abgeschlossen worden. Er schliesst an den Servicevertrag an, der seit dem Jahr 2006 für die Instandhaltung der GTW-Züge läuft.

Hein van der Schoot, Managing Director bei Stadler Service für die Niederlande und Grossbritannien, sagt dazu: „Wir freuen uns ausserordentlich über diese Zusage. Sie ebnet Stadler den Weg zur wegweisenden umweltfreundlichen Technologie und belegt unsere Anstrengungen, die Auswirkungen des Klimawandels einzudämmen. Darüber hinaus sind wir stolz, die langjährige Partnerschaft mit Arriva Nederland weiterzuführen, die bereits seit Jahren sehr erfolgreich ist und zu einer ausserordentlichen Fahrgastzufriedenheit geführt hat.“

Anne Hettinga, Verwaltungsratspräsident von Arriva Nederland, unterstreicht die Wichtigkeit des neuen Vertrags: „Die Zusammenarbeit zwischen Arriva und Stadler ist ein wirtschaftlicher Treiber für den ganzen Norden der Niederlande. Der Vertrag ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur neuen Konzession. Wir freuen uns auf weitere 15 Jahre guter Zusammenarbeit und gehen mit demselben innovativen Geist an die Instandhaltung der Züge, wie wir diese auch beschaffen.“

WINK mit Biodiesel und Batterien
Die neuen WINK-Züge werden sowohl mit erneuerbarem hydriertem Planzenöl (HVO) als auch mit Batteriestrom betrieben. HVO ist ein erneuerbarer Brennstoff (2. Generation Biodiesel), der aus Pflanzenöl und Fettabfällen – wie zum Beispiel Bratfett – gewonnen wird. Ab dem Jahr 2025 wird die Strecke Leeuwarden-Groningen teilweise elektrifiziert sein. Dann wird auf den nicht elektrifizierten Streckenabschnitten nur noch mit in den Batterien gespeichertem Strom gefahren werden. Die Verwendung von Biodiesel wird nicht mehr nötig sein.

GTW mit umfassendem Modernisierungsprogramm
Im Jahr 2020 werden die GTW einer umfassenden Modernisierung unterzogen. Sie erhalten innen und aussen ein Upgrade. Unter anderem werden sie auf Batteriebetrieb umgestellt, womit sich die Emissionen verringern lassen und auch die GTW-Züge bedeutend umweltfreundlicher werden als heute.

Mehr Jobs in Leeuwarden
Damit die zusätzlichen WINK-Züge professionell gewartet werden und höchste Verfügbarkeit sichergestellt werden kann, wird das Instandhaltungs-Depot in Leeuwarden vergrössert und ein drittes Gleis gebaut. Es ist zu erwarten, dass dadurch auch zusätzliche Jobs für Mechaniker geschaffen werden.

Quelle: Stadler AG / 10.07.2018

 
ÖBB bestellen neue Züge für den Tiroler Nahverkehr bei Bombardier Transportation
  • 25 moderne Cityjets vom Typ TALENT3 bereits ab August 2020 in Tirol unterwegs
  • Mehr Sitzplatzkapazitäten und Komfort für den Nahverkehr
  • Zulassung in Österreich, Deutschland und in Italien

(Wien, 03.07.2018) – Die ÖBB und das Land Tirol bieten ihren Fahrgästen moderne, sichere und komfortable Züge. Das erfordert eine regelmäßige Erneuerung des Fuhrparks und entsprechende Investitionen. Zudem wird das Angebot auf der Schiene gemeinsam von ÖBB und dem Land Tirol in den kommenden Jahren deutlich ausgebaut. Daher haben die ÖBB einen Abrufvertrag für 25 Elektrotriebwagen vom Typ TALENT3 für den Personennahverkehr in Tirol unterzeichnet und erweitern damit ihre Flotte. Alle 25 Fahrzeuge erhalten in Österreich und in Deutschland die uneingeschränkte Zulassung – 6 davon machen in Zukunft das Umsteigen am Brenner Richtung Südtirol überflüssig. Grundlage dieser Bestellung ist eine Rahmenvereinbarung zwischen den ÖBB und Bombardier Transportation vom September 2016.

Evelyn Palla, Vorstandsmitglied der ÖBB-Personenverkehr AG: „Mit dieser Beschaffung setzen die ÖBB die Fuhrparkerneuerung konsequent fort. Barrierefreiheit und ein State-of-the-art - Komfortstandard im Nah- und Regionalverkehr sind damit für Tirol sichergestellt.“

Christian Diewald, Österreichchef von Bombardier „Wir freuen uns darauf, die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der ÖBB fortzusetzen. Gemeinsam werden wir den Ausbau und die Modernisierung der Mobilitätsangebote in Österreich erfolgreich umsetzen.“

Mehr Komfort: barrierefreie Einstiege, Steckdosen und Klimaautomatik

Bei den nun bestellten Cityjets vom Typ TALENT3 handelt es sich um sechsteilige Elektrotriebfahrzeuge mit einer Länge von ca. 105 Metern. Auf bis zu 316 Sitzplätzen mit 24 Fahrradstellplätzen erwartet Passagiere in diesen Cityjets ein offenes Raumgefühl mit durchdachtem Design und bequemen Komfortsitzen mit ausreichender Beinfreiheit. Die Sitze haben verstellbare Rückenlehnen und Sitzflächen, Fußrasten, Steckdosen, und Leseleuchten. Auch ein modernes Fahrgastinformationssystem, ein onboard Portal, WLAN und viel Platz für Kinderwagen, Fahrräder, Wintersportgeräte sowie ausreichend Stauraum für Gepäck zeichnen dieses Fahrzeug aus. Zudem bietet auch dieser Cityjet ein Zonenkonzept mit verschiedenen Lichtstimmungen für unterschiedliche Kundenbedürfnisse wie z.B. Arbeiten oder Relaxen.

Barrierefrei und flexibel

Die Niederflurfahrzeuge verfügen an allen Einstiegstüren über Schiebetritte sowie Spaltüberbrückungen. Die neuen Garnituren bieten gemäß den Anforderungen der Behindertenverbände ein barrierefrei zugängliches WC pro Zug sowie 2 Plätze für Rollstuhlfahrer und deren Begleitpersonen.

Quelle: ÖBB / 09.07.2018

 

Siemens liefert Bahntechnik nach Taiwan

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Stadt Taoyuan erhält vollautomatische Metro

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Green Line mit 27,8 Kilometern und 21 Stationen

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Anbindung an den Flughafen Taoyuan International Airport

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CBTC-Zugbeeinflussungssystem maximiert Durchsatz und Kapazität

Ein Konsortium bestehend aus dem südkoreanischen Fahrzeughersteller Hyundai Rotem, dem taiwanesischen Bauunternehmen BES Engineering und Siemens wird für die Metrolinie „Green Line“ der taiwanesischen Stadt Taoyuan die elektrische und mechanische Ausrüstung auf schlüsselfertiger Basis liefern. Den Auftrag erteilte die Stadtregierung Taoyuan City. Der Lieferanteil von Siemens umfasst das funkbasierte Zugbeeinflussungssystem (Communications-Based Train Control – CBTC) vom Typ Trainguard MT, das Antriebssystem der Fahrzeuge sowie die Bahnstromversorgung mit Gleichstrom. Das Signalsystem ermöglicht den unbegleiteten Zugbetrieb (Grade of Automation, GoA4).

„Die Green Line ist ein Vorreiterprojekt für Taoyuans Bahninfrastruktur. Der Bau des aufgeständerten Teils wird noch in diesem Oktober beginnen. In Zukunft wird die Green Line Chungli und Taoyuan City mit der zukünftigen Flughafenstadt Aeropolis über Taoyuans unterirdisches Bahnnetz, die Flughafenlinie TTY Airport Line, die Brown Line, die Verlängerung der San-ying-Linie nach Bade und die Verlängerung der Green Line nach Chungli verbinden. Mit dem fertiggestellten Nahverkehrssystem wird Taoyuan in Verbindung mit der Aerotropolis und den asiatischen Silicon-Valley-Projekten der Stadt zu einer smarten, dynamischen und wettbewerbsfähigen Stadt umgewandelt werden“, sagte Chen Wen De, Generaldirektor der Abteilung Nahverkehr der Stadt  Taoyuan.

„Unser CBTC-Zugbeeinflussungssystem ermöglicht es Bahnbetreibern, die Netzkapazitäten und -durchsätze optimal auszunutzen. Zugfolgezeiten von 90 Sekunden oder weniger werden durch echten Moving-Block-Betrieb zur Abstandssicherung in Kombination mit kontinuierlicher, bidirektionaler Kommunikation über freie Funkausbreitung erzielt. Dadurch lässt sich die Anzahl der auf der Strecke befindlichen Züge maximieren und damit auch die Zahl der Fahrgäste, die gleichzeitig befördert werden können“, sagte Michael Peter, CEO der Siemens-Division Mobility.

Die Green Line von Taoyuan hat eine Gesamtlänge von 27,8 Kilometern und 21 Stationen. Davon werden 12,5 Kilometer unterirdisch und 15,3 Kilometer aufgeständert ausgeführt. Die Green Line verbindet Taoyuan über die TTY-Airport-MRT-Linie mit dem internationalen Flughafen und der künftigen Flughafenstadt Aerotropolis. Zwei Streckenerweiterungen, nach Daxi mit drei Stationen und nach Chungli mit sieben Stationen, sind geplant.

Quelle: Siemens AG / 09.07.2018

 
Vierzigster Kunde für Siemens-Lokomotive

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Rath Gruppe ist vierzigster Vectron-Kunde

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Bestellung von drei Vectron-Lokomotiven in MS-Ausführung

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Lieferung ab Dezember 2018

Die Rath Gruppe und Siemens haben einen Vertrag über die Lieferung von drei Mehrsystem-Lokomotiven vom Typ Vectron abgeschlossen. Die Lokomotiven sind für den Güterverkehr vorgesehen und werden in Deutschland, Niederlande, Österreich, Polen, Slowakei, Tschechien und Ungarn zum Einsatz kommen. Die Auslieferung der Fahrzeuge beginnt im Dezember 2018. Gebaut werden die Loks im Siemens-Werk in München-Allach. Die Güterverkehrssparte der Rath Gruppe, RTB Cargo, erhält damit erstmals eine eigene Mehrsystem-Flotte.

„Die Rath Gruppe ist der vierzigste Kunde für unsere Vectron-Plattform. Diese Erfolgsgeschichte steht für die Qualität und den zuverlässigen Einsatz unserer Lokomotiven in ganz Europa“, sagt Sabrina Soussan, CEO der Siemens-Division Mobility.

Die Lokomotiven für die Rath Gruppe verfügen über eine maximale Leistung von 6.400 KW und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Die Vectron MS sind für die Spannungssysteme 15 kV / 16,7 Hz, 25 kV / 50 Hz AC sowie 1,5 kV DC und 3 kV DC ausgelegt und neben den nationalen Zugsicherungssystemen auch mit dem europäischen Sicherungssystem ETCS ausgerüstet.

Siemens hat den Vectron insgesamt bereits über 700 Mal verkauft. Die Vectron-Flotte hat bisher eine Gesamtfahrleistung von mehr als 130 Millionen Kilometern absolviert. Die Siemens-Lokomotiven sind derzeit in Bulgarien, Deutschland, Finnland, Italien, Kroatien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Serbien, der Slowakei, Slowenien, Schweden, der Schweiz, der Tschechischen Republik, der Türkei und Ungarn zugelassen.

Quelle: Siemens AG / 09.07.2018

 

Tschechische Bahnen bestellen 50 Reisezugwagen

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Konsortium aus Siemens und Škoda Transportation beauftragt

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Lieferung der ersten Wagen innerhalb von 32 Monaten

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Verbesserung des Fahrgastkomforts sowie Reiseerlebnisses

Die Tschechischen Bahnen Ceské dráhy (CD) haben bei einem Konsortium aus Škoda Transportation und Siemens 50 Reisezugwagen vom Typ Viaggio Comfort bestellt. Die
Auslieferung der ersten Wagen erfolgt innerhalb von 32 Monaten. Siemens übernimmt das Engineering, Produktion der Rohbaukästen sowie die Lieferung der Fahrwerke und zeichnet für
die dynamische Inbetriebsetzung sowie Zulassung verantwortlich. Škoda übernimmt die elektrische undmechanische Endmontage, die statische Inbetriebsetzung und liefert Hilfsbetriebeumrichter und Schaltschränke. Der Gesamtauftragswert beläuft sich auf rund 115 Millionen Euro.

„Die Tschechischen Bahnen sind Innovationsführer innerhalb der neuen EU-Staaten, sowohl im Bereich des Betriebs als auch bei der Implementierung eines modernen Angebots sowie im
Bereich Technologie und Fahrzeuge Das zeigt auch der jetzt mit Siemens und Škoda
unterzeichnete Vertrag für neue Reisezugwagen. Das neue Konzept verbindet Komfort und Ausstattung von Hochgeschwindigkeitszügen mit der Flexibilität und den Vorteilen von lokbespannten Zügen. Dadurch können wir unsere Wettbewerbsfähigkeit im Fernverkehr weiter stärken, nicht nur innerhalb der Tschechischen Republik, sondern auch in Zentraleuropa“, sagte Pavel Krtek, Vorsitzender des Vorstands der Tschechischen Bahnen.

Mit den neuen Reisezugwagen, basierend auf der Viaggio-Comfort-Plattform von Siemens, wird
die CD ihr Fernverkehrsangebot erneuern. Diese Wagen werden bisher auch bei den bekannten
und erfolgreichen CD-Railjet-Zügen eingesetzt. Das neue Angebot ist als ein offenes System konzipiert, dass einen flexiblen Betrieb der Wagen auf den unterschiedlich frequentierten Linien gemäß den jeweiligen Anforderungen ermöglicht.

Die Wagen sollen als fünfteilige Züge mit semipermanenten Kupplungen aneinander gekuppelt werden. Zwischen den Wagen gibt es druckdichte Übergänge. Beide Zugenden erhalten eine Standardschnittstelle gemäß UIC, die es ermöglicht, die Wagen mit unterschiedlichen Wagentypen sowie Lokomotiven zu betreiben. Die Zuganordnung ist wie folgt vorgesehen: Der erste Klasse Wagen befindet sich am Beginn der Garnitur, es folgt ein Multifunktions-Wagen mit zweiter Klasse sowie Infopunkt und Abteil für die Zugbegleiter. Hier gibt es drei Rollstuhlplätze, Ladestationen für elektrisch betriebene Rollstühle, eine barrierefreie Toilette sowie eine entsprechenden Hublift für
das Ein- und Aussteigen. Für Familien mit Kindern wird ein Bereich mit einem Kino, Kinderwagenstellplätzen und Wickeltisch ausgestattet. Platz für acht Fahrräder ist ebenfalls vorgesehen. Zwei weitere Zweite-Klassen-Wagen folgen plus Endwagen ebenfalls mit Zweiter-Klasse-Ausstattung. Insgesamt hat die Einheit eine Länge von 132 Metern, verfügt über 330 Sitzplätze mit WLAN, Steckdosen sowie USB-Anschluss und eine Höchstgeschwindigkeit
von 200 Kilometern pro Stunde. Die modernen und geräumigen Wagen sind druckertüchtigt und klimatisiert. Klapptische und fixe Tische zwischen den gegenüberliegenden Sitzplätzen gehören ebenfalls zur Ausstattung, wie auch viel Platz für das Gepäck.

Quelle: Siemens/ 03.07.2018

 

ÖBB-Güterverkehr: Eigene Güterzüge in Griechenland

  • Die Rail Cargo Group (RCG) erweitert ab Juli 2018 ihr Eigentraktionsgebiet
  • Länderübergreifende Traktion aus einer Hand in elf Ländern mit modernen Triebfahrzeugen
  • Qualitativ hochwertige Zugsprodukte in Zentral-, Südost- und Nordwesteuropa

(Wien, 28.06.2018) – Die Rail Cargo Group, die Güterverkehrssparte der ÖBB, wickelt  bereits in elf europäischen Ländern die Züge operativ selbst ab. Neuestes Land im Eigentraktionsgebiet der RCG ist ab Juli 2018 Griechenland.

Von Griechenland bis Deutschland

Die RCG-Tochterfirma Rail Cargo Logistics - Goldair SA tritt in Griechenland ab Juli als eigenes Eisenbahnverkehrsunternehmen auf und ist berechtigt, die operative Abwicklung selbst durchzuführen. Sie ist damit das erste aktive Eisenbahnprivatunternehmen in Griechenland das Eigentraktionsleistungen anbietet. Am 27. Juni 2018 fand am RCG-Terminal in Sindos der offizielle Start mit Vertretern der RCG, des griechischen Partnerunternehmens Goldair Cargo sowie hochrangigen Vertretern der griechischen Wirtschaft und Politik statt.

Die eigenen Züge werden zwischen der griechischen Grenze Gevgelija/Idomeni und der Region Thessaloniki fahren. Weitere Ganzzugspotentiale liegen auf der Strecke zwischen Mitteleuropa und den beiden griechischen Häfen Thessaloniki und Piräus. Dadurch kann die RCG eine durchgehende Eigentraktion zwischen Deutschland und Griechenland über Bulgarien (Grenzübergang Kulata) sicherstellen.

Kontinuierlich hohe Transportqualität mittels durchgehender RCG-Eigentraktion;

Die Erweiterung des Eigentraktionsgebietes sowie die Intensivierung der Verkehre bis nach Asien sind Eckpfeiler der Internationalisierungsstrategie der RCG. Mit Griechenland ist die RCG nun in bereits elf Ländern in Eigentraktion unterwegs: Neben den Heimmärkten Österreich und Ungarn werden Produktionsleistungen in Italien, Deutschland, Bulgarien, Rumänien, Slowenien, Kroatien, Tschechien, der Slowakei und eben seit neuestem in Griechenland angeboten.

Traktion in durchgehender RCG-Verantwortung entlang der gesamten Logistik- und Transportkette gewährleisten Kunden eine kontinuierlich hohe Transportqualität. Das internationale Produktionsnetzwerk der RCG ermöglicht dabei eine bessere Planbarkeit der Zugabwicklung, eine verbesserte Pünktlichkeit sowie eine verkürzte Transportdauer.

Starke Partnerschaft zwischen RCG und Goldair Cargo

Bereits seit dem Jahr 2015 arbeiten die RCG und Goldair Cargo erfolgreich zusammen. Das gemeinsame Joint Venture Rail Cargo Logistics - Goldair SA ist eine der erfolgreichsten Bahnspeditionen und Logistikunternehmen am griechischen Markt. Ziel ist, die Rolle als führender Bahnlogistiker in Griechenland einzunehmen.         

Rail Cargo Group: Güterverkehr der ÖBB

Die Rail Cargo Group ist mit rund 2,2 Mrd. EUR Umsatz jährlich und rund 8.700 MitarbeiterInnen eines der führenden Bahnlogistikunternehmen Europas. Ausgehend von den Heimmärkten Österreich und Ungarn bietet die Rail Cargo Group maßgeschneiderte Bahnlogistiklösungen zwischen Nordsee, Schwarzem Meer und Mittelmeer und sorgt für sicheren, umweltfreundlichen und zuverlässigen Transport auf der Schiene. Operative Leitgesellschaft der Rail Cargo Group ist die Rail Cargo Austria AG

Quelle: Rail Cargo Group (RCG) / 28.06.2018
 
Start der Inbetriebsetzung: ein weiterer Meilenstein für die neuen S-Bahnzüge für Berlin und Brandenburg

Herstellerkonsortium aus Siemens/Stadler liegt im Zeitplan – erster Halbzug läuft aus der Montage
(Berlin, 27. Juni 2018) Die neue S-Bahn für Berlin und Brandenburg – ein weiterer Meilenstein ist erreicht! Der erste Halbzug der BR 484 sieht nach Montageende von außen schon so gut wie fertig aus.
Auch von innen können sich die vier Wagen bereits sehen lassen: Die blauschwarzen Sitze, Haltestangen und Wandverkleidungen sind montiert, der Bodenbelag liegt, 90 Kilometer Kabel wurden verlegt. Auffällig sind die großen Panoramafenster und die großzügigen Stellflächen für Kinderwagen und Fahrräder. Für Rollstuhlfahrer gibt es einen speziellen Bereich in unmittelbarer
Nähe zum Fahrer.
Doch aus eigener Kraft fahren kann der neue Zug noch nicht. Innerhalb der kommenden Tage wird er deshalb an den Stadler-Standort nach Velten überführt, wo die Inbetriebsetzung das Fahrzeug zum Leben erweckt. Technisch umfasst dieser Schritt alle Tätigkeiten, die notwendig sind, um das
fertig montierte Schienenfahrzeug in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Praktisch bedeutet er, dass die für alle Funktionen erforderliche Software aufgespielt und im Anschluss jedes technische Gewerk geprüft wird: von der Nothaltfunktion über den Betrieb der Klimaanlage bis hin zum Test der dritten Schiene, denn die Stromübertragung erfolgt über eine seitliche, von unten bestrichene Stromschiene.


Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin: „Für die Berlinerinnen und Berliner ist die S-Bahn ein tägliches, unverzichtbares Verkehrsmittel, das in der wiedervereinten Stadt eine zentrale Rolle spielt. Die neuen Halbzüge beschreiben die Zukunft und werden die Qualität und
Sicherheit der S-Bahn erhöhen und sie in das 21. Jahrhundert führen. Ich freue mich, dass wir eine klare Perspektive haben, die heute sichtbar und anfassbar geworden ist.“


Millionen-Investitionen der S-Bahn Berlin
Die S-Bahn Berlin investiert in die neuen Fahrzeuge und die notwendige Anpassung der Werkstatt in Grünau rund 900 Millionen Euro. Das Verkehrsunternehmen hat beim Konsortium aus Stadler Pankow GmbH und Siemens AG insgesamt 106 Züge, bestehend aus 382 Wagen bestellt. Die 85
Vier-Wagen-Einheiten und weitere 21 Zwei-Wagen-Einheiten sind für das Teilnetz Ring/Südost vorgesehen.

Peter Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin GmbH:
„Die neuen Züge werden mit Zuverlässigkeit und Komfort überzeugen. Daher freue ich mich sehr, dass das erste Fahrzeug heute auf dem Gleis steht. Es bleibt dabei: Am 1.1.2021 geht es los! Dann kommen die ersten zehn Vorserienzüge auf der Linie S47 zwischen Südkreuz und Spindlersfeld zum
Einsatz.“
Susanne Henckel, Geschäftsführerin der VBB Verkehrsverbund Berlin- Brandenburg GmbH: „Heute erreichen wir einen echten Meilenstein! Wir hatten die Fahrzeugstandards vor vielen Monaten auf Papier fixiert – es ist jetzt ein schönes Gefühl, das Fahrzeug auch endlich konkret zum Anfassen vor sich zu haben. Es bleibt jedoch keine Zeit zum Ausruhen: Wir hoffen, dass die Schritte
bis zur Fahrzeugzulassung termingerecht abgearbeitet werden. Die Fahrgäste erwarten die Fahrzeuge ab dem Jahr 2021.“


Das Konsortium Stadler/Siemens
Im Oktober 2017 war der erste rot-gelb lackierte Wagenkasten der künftigen Fahrzeuggeneration in Berlin eingetroffen. Seitdem läuft die Montage auf Hochtouren.
Siemens liefert die wesentlichen elektrischen Komponenten, wie beispielsweise Antriebsstromrichter, Hilfsbetriebsumrichter, die Leittechnik des Fahrzeuges,
Fahrgastinformationssysteme sowie die Drehgestelle und das Bremssystem.

Stadler ist hauptsächlich für die mechanischen Komponenten, wie
Wagenkasten, Innenausbau (Wände, Fußboden, Decken), Sitze, Türen, und die Klimaanlagen verantwortlich. Die Auslieferung der Hauptserie wird bis zum Jahr 2023 abgeschlossen sein.

Ulf Braker, Geschäftsführer der Stadler Pankow GmbH: „Der Abschluss der Montagearbeiten an einem ersten Fahrzeug einer Serie ist immer etwas Besonderes. Wir freuen uns, den ersten Zug für die neue S-Bahn Berlin mit der heute gezeigten hohen Qualität ‚made in Berlin‘ nun in die Inbetriebsetzung entsenden zu können. Auf der Innotrans 2018 werden wir das fertige Fahrzeug
dann allen interessierten Berlinerinnen und Berlinern vorstellen.“
„Rund zweieinhalb Jahre nach der Vertragsunterzeichnung präsentieren wir heute das erste Fahrzeug und können mit der Inbetriebsetzung beginnen. Im Anschluss daran erwarten wir die erste S-Bahn im Siemens-Prüfcenter für Schienenfahrzeuge in Wegberg-Wildenrath. Hier werden wir den Zug unter Realbedingungen und simulierten Extrembedingungen mit statischen oder dynamischen Tests auf Herz und Nieren prüfen und Fahrten im Rahmen der Zulassung absolvieren“, erläutert Müslüm Yakisan, Leiter der S-Bahn- und Regionalverkehrszüge von Siemens.
Das Projekt „Neue S-Bahn für Berlin und Brandenburg“ liegt damit weiter im Zeitplan.

Quelle: Siemens / 27.06.2018

 
Erster neuer Mälab-Zug von Stadler im Hauptbahnhof Stockholm vorgestellt

Heute hat Stadler zusammen mit Mälab und Transitio im Hauptbahnhof Stockholm den ersten neuen Mälartåg (übersetzt Mälar-Zug) vorgestellt. Der neueste Doppelstockzug von Stadler wird ab 2019 in der Region Mälardalen unterwegs sein. Die Züge von Stadler für den schwedischen Markt sind bestens für die Bedingungen im rauen nordischen Klima gerüstet. Sie bieten den Fahrgästen im Sommer wie im Winter hohen Reisekomfort.

Der neue Mälar-Doppelstockzug ist heute im Hauptbahnhof Stockholm den Medien und geladenen Gästen vorgestellt worden. Es handelt sich um den ersten von 33 Doppelstockzügen, die Transitio – beauftragt von Mälab – bei Stadler bestellt hat. Stadler-Doppelstockzüge sind bereits in der Schweiz, in Österreich, Deutschland, Luxemburg, Russland, Georgien und Aserbaidschan in Betrieb und wurden auch in die USA verkauft. Die Züge weisen technische Parallelen zum Bestseller FLIRT auf, wie sie von der norwegischen NSB, der finnischen VR und der schwedischen MTR Express eingesetzt werden.
 
Die Züge sind so gebaut, dass sie auch bei minus 40 Grad und einer Schneehöhe von bis zu 800 Millimetern fahren können. Einige Beispiele für Konstruktionslösungen, die den extremen Witterungsbedingungen trotzen, sind doppelwandige Wagenübergänge, grosse Schneepflüge, effiziente Fussboden- und Seitenwandheizungen und eine speziell angepasste Isolierung. Die Unterböden der Züge sind so entwickelt, dass ein Einfrieren möglichst verhindert wird.

Peter Jenelten, Executive Vice President Marketing & Sales bei Stadler, der im Hauptbahnhof Stockholm persönlich Rede und Antwort stand, sagt:
 
«Unsere Züge haben sich im nordischen Klima bestens bewährt, denn sie werden bereits sehr erfolgreich in Norwegen, Finnland und anderen Ländern mit langen harten Wintern eingesetzt. Der Mälar-Zug wurde in Zusammenarbeit mit schwedischen Designern auf Schweden zugeschnitten und zeichnet sich durch hohe Funktionalität, Komfort und Langlebigkeit aus.»
 
Mit den neuen Mälar-Zügen baut Stadler die Position in Schweden weiter aus – als zuverlässiger Hersteller von Schienenfahrzeugen mit Geschwindigkeiten bis zu 250 km/h. Mit einem Komplettangebot von der Fahrzeugherstellung bis zur Instandhaltung ist Stadler in Skandinavien in kurzer Zeit stark gewachsen. Stadler sieht auch in Zukunft hohes Wachstumspotenzial, auf das sich das Unternehmen derzeit vorbereitet. Bis 2020 sollen mehr als 300 von Stadler produzierte Schienenfahrzeuge auf nordischen Schienen unterwegs sein, was einem Wachstum von fast 400 Prozent seit dem Jahr 2013 entspricht. In Schweden betreibt Stadler zwei Werkstätten mit 190 Mitarbeitenden in Hagalund und Tillberga, wo die SJ X2000 X31-Flotte derzeit in Kooperation mit ABB technisch überholt wird. Seit 2017 ist Stadler auch Mitglied bei Swedtrain.
 
Mehr über die Züge
 
Der komfortabel ausgelegte DOSTO für die Mälardalen-Strecken ist mit flexiblen Lösungen auf das schwedische Lichtraumprofil angepasst worden. Ausserdem sind die Wintertauglichkeit des Zugs optimiert und konstruktive Massnahmen getroffen worden, um allfällige Schäden durch Kollisionen mit Wildtieren zu begrenzen. Die neuen Züge werden unter der zukünftigen Marke Mälartågen von MÄLAB verkehren. Die Fahrzeuge sind rund 105 Meter lang, bieten inkl. Klappsitzen 357 Fahrgästen Sitzplätze und sind mit bis zu 200 km/h unterwegs. Die Innenausstattung ist für tägliche geschäftliche und regionale Fahrten mit einer Fahrzeit von rund ein bis zwei Stunden ausgelegt. Fahrgäste sitzen auf komfortablen verstellbaren Sitzen mit Arbeitstischen, Steckdosen, WLAN und mehr. Grössere Gepäckstücke und Fahrräder lassen sich ebenfalls problemlos mitführen und verstauen. Es gibt drei Toiletten im vierteiligen Zug, eine davon ist für Fahrgäste mit reduzierter Mobilität (PRM). Der Fahrerstand (EUROCAB) weist Fahrertüren auf.

Quelle: Stadler / 28.06.2018

 
Siemens erhält erste Smartron-Bestellung

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Die Eisenbahngesellschaft Potsdam (EGP) bestellt drei Lokomotiven vom Typ Smartron

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Neuer Smartron: eine Variante, ein Vertrag, ein Preis

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Auslieferung Anfang 2019

Die Eisenbahngesellschaft Potsdam mbH (EGP) hat bei Siemens drei Lokomotiven vom Typ Smartron bestellt. Der Smartron, die neue Lokomotive von Siemens, ist auf eine definierte Transportaufgabe zugeschnitten und kombiniert die Vorteile eines Standardprodukts mit der plattformerprobten Technologie des Vectron. Als vorkonfigurierte Lokomotive ist der Smartron für den Güterverkehr in Deutschland konzipiert und ermöglicht Kunden einen kosteneffizienten Betrieb bei hoher Betriebssicherheit.

„Bei Probefahrten überzeugte die Lok mit ihren technischen Parametern. Zusätzlich punkteten die intuitive Bedienung, der unkomplizierte Bestellvorgang und die überschaubaren Lieferzeiten“, sagt Mathias Tenisson, Geschäftsführer der EGP.

„Im März haben wir den Smartron zum ersten Mal vorgestellt. Dass wir mit der EPG heute die erste Bestellung verzeichnen können, zeigt, dass das Konzept überzeugt: Mit dem neuen Smartron bieten wir unseren Kunden ein leistungsfähiges und zuverlässiges Fahrzeug, das auf einen definierten Anwendungsbereich festgelegt ist und dadurch einen einfachen Kaufprozess möglich macht. Eine Standardvariante, ein Standardvertrag, ein Preis – das ist die Idee des Smartron“, sagt Sabrina Soussan, CEO der Division Mobility von Siemens.

Die EPG hat sich für eine Finanzierungslösung der Financial Services-Einheit von Siemens (Siemens Financial Services) entschieden.

Der Smartron basiert auf bewährten Komponenten des Vectron. Das Fahrzeug verfügt über eine Leistung von 5.600 kW und erreicht eine maximale Geschwindigkeit von 140 km/h. Siemens präsentiert den Smartron auch auf der InnoTrans 2018, der internationalen Fachmesse für Verkehrstechnik, die von 18. bis 21. September in Berlin stattfindet. Das Unternehmen ist in diesem Jahr wieder in Halle 4.2 und auf dem Freigelände vertreten.

Quelle: 26.06.2018/Siemens

 
Siemens zeigt vernetzte Mobilität auf der InnoTrans 2018

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Motto des Messe-Auftritts: „Shaping connected mobility”

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Messe-Highlights: Digital Station, Stellwerk in der Cloud und neuer Hochgeschwindigkeitszug „Velaro Novo“ mit 30 Prozent weniger Energieverbrauch

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Digitale Lösungen machen Infrastrukturen intelligent, verbessern Reisekomfort für Passagiere, garantieren Verfügbarkeit und erhöhen nachhaltige Wertschöpfung über den gesamten Lebenszyklus

Unter dem Motto „Shaping connected mobility“ präsentiert Siemens auf der InnoTrans digitale Innovationen in einem zunehmend stärker vernetzten „Gesamtsystem Mobilität“. Die Lösungen werden das Verkehrsmittel Bahn noch effizienter, sicherer und zuverlässiger machen.

Quelle: Siemens/ 18.06.2018

 

Siemens präsentiert den neuen Hochgeschwindigkeitszug „Velaro Novo“

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Erhöhter Reisekomfort und reduzierte Lebenszykluskosten

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30 Prozent Energieeinsparung, 15 Prozent weniger Gewicht

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Erprobung des Zugs seit April 2018

Siemens präsentiert auf der InnoTrans 2018, der weltweit größten Messe für Bahntechnik, ein neues Fahrzeugkonzept für Hochgeschwindigkeitszüge. Der Velaro Novo setzt Maßstäbe in puncto Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit und bietet gleichzeitig höchsten Fahrgastkomfort. Siemens hat die neue Plattform für Hochgeschwindigkeitszüge für einen weltweiten Einsatz von 250 bis 360 km/h entwickelt.

„Der Velaro Novo ist unsere Antwort auf globale Anforderungen im Hochgeschwindigkeitsverkehr. Der neue Zug setzt die Velaro-Erfolgsgeschichte fort und ermöglicht Betreibern einen verbesserten Fahrgastkomfort und Wirtschaftlichkeit über die gesamte Lebensdauer. Was wir heute präsentieren, ist das Ergebnis von fünf Jahren detaillierter Entwicklung: Eine Plattform mit einzigartig optimiertem Energieverbrauch und Wartungsaufwand, sowie maximaler Flexibilität und Zuverlässigkeit“, sagt Sabrina Soussan, CEO der Division Mobility von Siemens.

Bei 300 km/h benötigt der neue Hochgeschwindigkeitszug bis zu 30 Prozent weniger Energie als bisherige Velaro-Modelle und spart damit im Durchschnitt jährlich 1.375 Tonnen CO 2 ein. Das Fahrzeuggewicht konnte dank Leichtbaukonstruktion um 15 Prozent reduziert werden. Gleichzeitig wurde der verfügbare Platz für Passagiere um zehn Prozent gesteigert. Die Wagenkästen folgen dem Prinzip der leeren Röhre. Das bedeutet, dass keine festen Einbauten vorhanden sind und sich die Innenräume nach den Vorstellungen des Kunden einrichten lassen. Konfigurationsmöglichkeiten wie diese machen den Velaro Novo zukunftssicher und flexibel, noch nach Jahren im Betrieb kann er an neue Anforderungen der Betreiber angepasst werden. Die Kosten für die Instandhaltung verringern sich dank der Integration modernster Mess- und Sensorentechnologie. Seit April 2018 erprobt Siemens Teile des neuen Hochgeschwindigkeitszugs. Der Novo-Testwagen, integriert in den ICE S der DB Systemtechnik, absolviert derzeit Testfahrten in ganz Deutschland.

Siemens hat bereits vier Generationen des Velaro entwickelt. Die Züge sind seit dem Jahr 2000 im Einsatz und derzeit in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, der Schweiz, Spanien, Frankreich, China, Russland, UK und in der Türkei in Betrieb. Täglich legen sie mehr als eine Million Flottenkilometer zurück. In Deutschland kennt man den Velaro als ICE 3 (Baureihe 407) der Deutschen Bahn AG.

2013 startete Siemens mit der Entwicklung des neuen Fahrzeugkonzepts Velaro Novo, ab 2023 kann Siemens erste Züge in den Einsatz bringen. Auf der InnoTrans 2018 stellt Siemens das Konzept im Rahmen einer digitalen Inszenierung zum ersten Mal einem internationalen Messepublikum vor.

Quelle: Siemens/ 18.06.2018

 
Roll-out Voralpen-Express: Stadler und die Schweizerische Südostbahn AG präsentieren erstmals den neuen Zug „Traverso“

Stadler und die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) haben heute mit circa 200 Gästen aus Wirtschaft und Politik den Roll-out des neuen „Traverso“ für die Voralpen-Express-Strecke gefeiert. Nach nur knapp zwei Jahren Entwicklungs- und Bauzeit konnte der Triebzug des Typs FLIRT „Traverso“ zum ersten Mal präsentiert werden. Die Züge für die SOB stellen den aktuellen Entwicklungsstand der FLIRT-Fahrzeuglinie (Flinker Leichter Intercity- und Regional-Triebzug) dar – mit Innovationen wie zum Beispiel den komplett neuen Motordrehgestellen und weiter optimierten Laufdrehgestellen. Insgesamt baut Stadler für die SOB sechs achtteilige und fünf vierteilige Züge. Ab Fahrplanwechsel 2019/2020 soll die neue Flotte des Erfolgsprodukts Voralpen-Express auf den Schienen der Strecke zwischen St. Gallen und Luzern verkehren.

Ende Juni 2016 hat die SOB bei Stadler die elektrischen Niederflurtriebzüge bestellt, um ab dem Fahrplanwechsel 2019/2020 die älteren, teils 40 Jahre im Einsatz stehenden Kompositionen mit elf neuen Fahrzeugen zu ersetzen. Die neuen Züge werden auf der Strecke des Voralpen-Express zwischen
St. Gallen und Luzern zum Einsatz kommen und das Reisen durch die Voralpen noch hochwertiger und komfortabler gestalten.
 
Der Roll-out ist einer der wichtigsten Meilensteine im Entstehungsprozess eines technisch hochkomplexen Schienenfahrzeugs. In der Branche ist es üblich, dass dieser Moment gebührend gefeiert wird. Die spektakuläre Einfahrt des „Traverso“ in Erlen wurde von circa 200 geladenen Gästen aus Wirtschaft und Politik live verfolgt.

Peter Spuhler: „Beitrag zum Erfolgsprodukt Voralpen-Express“
 
 „Wir sind sehr stolz, heute zusammen mit der SOB den neuen Zug für die Voralpen-Express-Strecke präsentieren zu dürfen. Es freut uns sehr, einen Beitrag zum Erfolgsprodukt Voralpen-Express leisten zu können. Dass Stadler-Züge auf dieser wunderschönen Strecke von St. Gallen nach Luzern zum Einsatz kommen, ist für uns eine grosse Freude. Die neuen Züge werden den Fahrgästen noch mehr Komfort bieten und den Fahrspass beträchtlich erhöhen“, sagte Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident von Stadler, zu den Gästen.

Thomas Ahlburg, Group CEO von Stadler, hob zudem die gute Zusammenarbeit der Projektteams von Stadler und der SOB hervor: „Die hervorragende Zusammenarbeit der beiden Projektteams hat massgeblich dazu beigetragen, dass dieser Zug so schnell entwickelt und gebaut werden konnte.“ Weiter sagt er: „Beide Unternehmen gehen pragmatisch an Herausforderungen heran. Dies zeigt sich unter anderem in der gemeinsamen Erprobung von neuen Technologien für bereits bestehende Fahrzeuge. Auch beim neuen Voralpen-Express hat die Zusammenarbeit der beiden Projektteams dazu beigetragen, dass dieser Zug eine Vielzahl von Innovationen enthält. Wir sind dankbar, dass wir für Unternehmen wie die SOB arbeiten dürfen und so gemeinsam den Beweis antreten, dass am Werkplatz Schweiz Spitzentechnologie in Rekordzeit entwickelt und realisiert wird.“
 
Die Zusammenarbeit der beiden Ostschweizer Unternehmen reicht weit zurück: Gemäss Peter Spuhler ist die SOB einer der ältesten Kunden von Stadler. „Als Stadler-Gründer Ernst Stadler 1981 unerwartet verstarb und Irma Stadler von einem Tag auf den anderen als Firmenchefin einspringen musste, war das für sie und die Belegschaft keine einfache Zeit. Die SOB bestellte damals als erster Kunde bei Irma Stadler zwei Steuerwagen, die aus vorhandenen Personenwagen mit Gepäckabteil hergerichtet wurden. Das trug wesentlich dazu bei, die schwierige Zeit nach dem Tod von Ernst Stadler zu meistern.“
 
Nachdem Stadler Ende der 90er Jahre ein umfangreiches Modernisierungsprogramm an der bestehenden Flotte der SOB vornehmen konnte, kann Stadler heute die Flotte für die Strecke des Voralpen-Express erneuern. „Natürlich hoffen wir, diese erfolgreiche Zusammenarbeit auch in Zukunft weiterführen zu können“, sagte Thomas Ahlburg zu den Gästen.

Hans Altherr: „Mit dem Einstieg in den Fernverkehr verdoppeln wir die gefahrenen Zugkilometer“
 
„Der 15. Dezember 2019 und der 13. Dezember 2020 sind für die SOB zwei wichtige, ja historische Daten. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 rollen auf der Strecke des Voralpen-Express zwischen
St. Gallen und Luzern die neuen Fahrzeuge und lösen somit die gesamte alte Voralpen-Express-Flotte ab. Und am 13. Dezember 2020 steigt die SOB in Kooperation mit der SBB ins Fernverkehrsgeschäft ein. Ab diesem Datum fahren wir stündlich alternierend ab Zürich beziehungsweise Basel über die Gotthard-Bergstrecke nach Locarno und erweitern somit unser Marktgebiet markant“, sagte SOB-Verwaltungsratspräsident Hans Altherr zu den Gästen.
 
Die neuen achtteiligen Züge sind kupferfarben. „Das Halbedelmetall Kupfer symbolisiert einerseits Hochwertigkeit und Gediegenheit, andererseits ist Kupfer mit der Geschichte des menschlichen Fortschritts eng verbunden. Die neuen Züge sind für alle ein Fortschritt: Für die Reisenden, für die SOB und für Stadler. Dies wollen wir mit der Farbe Kupfer ausdrücken“, betonte Thomas Küchler, CEO der SOB, am heutigen Festanlass. Der neue Triebzug wird bei der SOB unter dem Namen „Traverso“ verkehren und auf der Voralpen-Express-Strecke sowie im Fernverkehr eingesetzt. „Das Wort Traverso stammt aus dem Italienischen und bedeutet quer. Denn wir durchqueren mit dem neuen Fahrzeug die Schweiz – von Norden nach Süden und von Osten nach Westen“, erklärte Thomas Küchler.

Komfortabel durch die Voralpen
 
Bei den elf Fahrzeugen handelt es sich um sechs achtteilige und fünf vierteilige Triebzüge der neusten Generation. Die Züge zeichnen sich durch Innovation und Komfort aus. Sie ermöglichen den Fahrgästen eine Reise in einem einzigartigen Fahrzeug auf einer einzigartigen Strecke. Die hochwertige Innenausstattung ist speziell auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Benutzergruppen ausgerichtet: Pendlerinnen und Pendler finden Raum, wo sie in Ruhe arbeiten können. Touristen und Wochenend-Ausflügler geniessen die fantastische Aussicht aus den Panoramafenstern, können Skier und Velos verstauen und sich in den zwei Cateringzonen verpflegen. Für Familien steht ein eigener Familienbereich zur Verfügung. Der Zug erfüllt die neusten europäischen Behindertengleichstellungsgesetze und bietet ein Informationssystem mit vier bis sieben Bildschirmen pro Wagen.
 
Die achtteiligen Züge verfügen über 359 Sitzplätze, davon 68 Plätze in der 1. Klasse. In den vierteiligen Zügen stehen 197 Plätze zur Verfügung, davon 22 in der 1. Klasse. An allen Sitzplätzen stehen den Fahrgästen Steckdosen zur Verfügung. Die Züge fahren mit einer Betriebsgeschwindigkeit von 160 Kilometern pro Stunde und verfügen über ein neuartiges, leichtes Drehgestell, welches bei Wartungsarbeiten einen schnellen Austausch ermöglicht.
 
Wie alle Fahrzeuge der FLIRT-Familie weist auch der neue „Traverso“ folgende, typische Merkmale auf: Stufenlose Eingänge, eine grosszügige und übersichtliche Innenraumgestaltung und Wagenkasten in Aluminium-Leichtbauweise, was zu deutlich tieferem Energieverbrauch und somit auch wesentlich tieferen Energiekosten führt. Innovative Fahrwerktechnik sorgt für verschleissarmen Betrieb auf dem kurvenreichen Streckennetz der SOB.

Über die Schweizerische Südostbahn AG
 
Die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) ist ein eigenständiges, in der Ost- und Zentralschweiz verankertes Bahnunternehmen und beschäftigt über 560 Mitarbeitende. Sie ist Know-how- und Innovationstreiberin in der Branche und übernimmt Technologie- und Systemführerschaften. Die SOB unterstützt Bund und Kantone aktiv beim Erreichen ihrer Mobilitätsziele, indem sie die Rolle als kreative Innovatorin und Querdenkerin wahrnimmt.
Das Kerngeschäft der SOB ist der Personenverkehr. Im Fokus steht die optimale Betreuung der Kundinnen und Kunden, sowohl beratend in den Bahnreiszentren als auch unterwegs mit schnellen und pünktlichen Verbindungen in modernem Rollmaterial. Im Jahr 2017 reisten über 13,5 Millionen Fahrgäste mit der SOB. In den vergangenen Jahren optimierte das integrierte Bahnunternehmen in die betrieblichen Prozesse, baute das Leistungsangebot aus und investierte vermehrt in Infrastruktur, Rollmaterial und Sicherheit. Das SOB-Schienennetz umfasst 123 Kilometer und ist reich an Tunnels, Viadukten und Brücken, darunter die höchste Eisenbahnbrücke der Schweiz, der 99 Meter hohe Sitterviadukt bei St. Gallen.

Über Stadler
 
Stadler baut seit 75 Jahren Züge. Der Systemanbieter von Lösungen im Schienenfahrzeugbau hat seinen Hauptsitz im ostschweizerischen Bussnang. An mehreren Produktions- und Engineering-Standorten in der Schweiz, in Deutschland, Spanien, Polen, Ungarn, Tschechien, Weissrussland und den USA sowie über 30 Servicestandorten arbeiten über 7600 Mitarbeitende. Servicestandorte betreibt Stadler an den Produktionsstandorten und darüber hinaus unter anderem auch in Algerien, Dänemark, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Russland, Schweden und in Grossbritannien. Stadler bietet eine umfassende Produktpalette im Bereich der Vollbahnen und des Stadtverkehrs an: Highspeed-Züge, Intercity-Züge, Regio- und S-Bahnen, U-Bahnen, Tram-Trains und Trams. Überdies stellt Stadler Streckenlokomotiven, Rangierlokomotiven und Reise­zugwagen her. Darunter befindet sich auch Europas stärkste dieselelektrische Lokomotive. Stadler ist der weltweit führende Hersteller von Zahnradbahnfahrzeugen.

Stadler in weiteren Zahlen: Der Bestseller FLIRT (Flinker Leichter Intercity- und Regional-Triebzug) hat sich bereits über 1500-mal in insgesamt 18 Ländern verkauft. Auch der KISS (Komfortabler Innovativer Spurtstarker S-Bahn-Zug) ist sehr gefragt: Er wurde annähernd 300-mal in 11 Ländern verkauft. Europas stärkste dieselelektrische Lok, die EURO4000, wurde in 7 Ländern 140-mal verkauft. Stadler Service hält zudem in 16 Ländern Fahrzeugflotten mit über 680 Fahrzeugen mit einer jährlichen Laufleistung von über 120 Millionen Kilometern instand.

Quelle: Stadler AG/07.06.2018

 
Stadler gewinnt den ersten Auftrag in Frankreich für die innovative Lokomotivengeneration

Der Schienenfahrzeughersteller Stadler, das französische Schienengüterverkehrsunternehmen VFLI und das Leasingunternehmen Alpha Trains haben die Kaufverträge für die ersten zwölf dieselelektrischen Lokomotiven EURO4001 und den Prototypen der Dual-Mode-Lokomotive EURODUAL unterschrieben. Beide Modelle gehören zur neuen Generation sechsachsiger Lokomotiven, die Stadler in Valencia für den europäischen Markt entwickelt hat. VFLI wird die 13 neuen Lokomotiven für Schienengütertransporte in Frankreich und Belgien einsetzen.

Das französische Schienengüterverkehrsunternehmen VFLI, eine Tochtergesellschaft von SNCF, nutzt die Lokomotiven von Stadler seit 2013 für seine Gütertransportdienstleistungen. Die Flotte des Unternehmens besteht derzeit aus 19 EURO4000-Lokomotiven, die letzten davon wurden Ende 2017 ausgeliefert. Mit diesen neuen Verträgen ist VFLI der erste französische Kunde der neuen Generation von Co'Co'-Lokomotiven, die Stadler in seinem Werk in Albuixech entworfen und hergestellt hat, um den Schienengütertransport in Europa zu erneuern.

Das Leasingunternehmen Alpha Trains besitzt eine Flotte von 30 EURO4000-Lokomotiven, die durch verschiedene Schienengüterunternehmen in Spanien und Portugal betrieben werden. Derzeit weitet Alpha Trains seine Geschäftstätigkeit durch das Leasing von zusätzlichen Stadler-Lokomotiven in Frankreich weiter aus..

Die EURODUAL ist die technologische Antwort von Stadler auf die Herausforderungen, die durch grenzübergreifende Korridore wie beispielsweise den Mittelmeer- und den Atlantischen Schienenfracht-Korridor entstanden sind. Iñigo Parra, CEO von Stadler Valencia, betont die Wichtigkeit des Projekts sowie die Vorteile der neuen Plattform: «Die EURODUAL ist das Resultat vieler Jahre Arbeit und Ressourcen, die wir in Forschung, Entwicklung und Innovation investiert haben. Mit ihrer Avantgarde-Technologie deckt die Lokomotive sämtliche Bedürfnisse effizient und zuverlässig ab. Den Bahnbetreibern werden dadurch zahlreiche ökonomische und ökologische Vorteile geboten.»

Einer der Verträge beinhaltet den Erwerb des Prototyps der EURODUAL durch VFLI, die Stadler für die Homologation der neuen Plattform in Frankreich und Belgien nutzt. Die vielseitige Lokomotive bietet zwei Lösungen in einem durch die Kombination von zwei Antriebsmodi: elektrisch und Diesel. Sie fährt auf elektrifizierten Strecken mit 25 kV AC und 1,5 kV DC mit einer Leistung von 7000 kW, wird für nicht elektrifizierte Strecken aber auch durch einen IIIB-Dieselmotor mit 2800 kW angetrieben. Dank ihrer hohen Leistungskraft und Zugkraft sowie dem hochmodernen Adhäsionskontrollsystem kann sie längere und schwerere Züge transportieren. Dazu kommt die operative Flexibilität, die durch die hochleistungsfähige Dieseltraktion und die ökologischen Vorteile der Elektrotraktion geboten wird.

Die Verträge beinhalten ebenfalls die Lieferung von zwölf dieselelektrischen Lokomotiven des Typs EURO4001. VFLI übernimmt drei Stück davon und wird die restlichen neun via Alpha Trains nutzen. Die EURO4001 ist die Nachfolgerin der sehr erfolgreichen EURO4000. Diese Lokomotive hat die unglaubliche Leistungskraft und Zuverlässigkeit ihrer Vorgängerin geerbt. Sie ist eine sechsachsige dieselelektrische Lokomotive mit AC/AC-Übertragung und einem Motor mit 2800 kW. Dieser entspricht den gemäss EG 26/2004 in Europa für Zugmaschinen geforderten Emissionsgrenzwerten der Stufen IIIB und V. Die leistungsstarke Lokomotive bietet hohe Flexibilität, Zugkraft, niedrigen Energieverbrauch und damit reduzierte Betriebskosten.

Über Stadler
 
Stadler baut seit 75 Jahren Züge. Der Systemanbieter von Lösungen im Schienenfahrzeugbau hat seinen Hauptsitz im ostschweizerischen Bussnang. An mehreren Produktions- und Engineering-Standorten in der Schweiz, in Deutschland, Spanien, Polen, Ungarn, Tschechien, Weissrussland und den USA sowie über 30 Servicestandorten arbeiten über 7600 Mitarbeitende. Servicestandorte betreibt Stadler an den Produktionsstandorten und darüber hinaus unter anderem auch in Algerien, Dänemark, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Russland, Schweden und in Grossbritannien. Stadler bietet eine umfassende Produktpalette im Bereich der Vollbahnen und des Stadtverkehrs an: Highspeed-Züge, Intercity-Züge, Regio- und S-Bahnen, U-Bahnen, Tram-Trains und Trams. Überdies stellt Stadler Streckenlokomotiven, Rangierlokomotiven und Reisezugwagen her. Darunter befindet sich auch Europas stärkste dieselelektrische Lokomotive. Stadler ist der weltweit führende Hersteller von Zahnradbahnfahrzeugen.
 
Stadler in weiteren Zahlen: Der Bestseller FLIRT (Flinker Leichter Intercity- und Regional-Triebzug) hat sich bereits über 1500-mal in insgesamt 18 Ländern verkauft. Auch der KISS (Komfortabler Innovativer Spurtstarker S-Bahn-Zug) ist sehr gefragt: Er wurde annähernd 300-mal in 11 Ländern verkauft. Europas stärkste dieselelektrische Lok, die EURO4000, wurde in 7 Ländern 140-mal verkauft. Stadler Service hält zudem in 16 Ländern Fahrzeugflotten mit über 680 Fahrzeugen mit einer jährlichen Laufleistung von über 120 Millionen Kilometern instand.
 
Über VFLI
 
Seit der Gründung 1998 hat sich VFLI, ein Tochterunternehmen von SNFC, der staatlichen Eisenbahngesellschaft Frankreichs, zu einem führenden Eisenbahnunternehmen im Schienengüterverkehr entwickelt. Das dynamische Unternehmen verzeichnet nachhaltiges Wachstum und beschäftigt rund 900 Mitarbeitende, deren Arbeit sich vor allem um die Kundenbedürfnisse in Bezug auf Sicherheit, Qualität und Schnelligkeit dreht. So ist das Unternehmen in der Lage, massgeschneiderte Transportlösungen anzubieten. VFLI setzt das breite Fachwissen und die Professionalität gezielt ein, um die Schiene zum bevorzugten Transportsystem für Güter beliebt zu machen.
 
Das Unternehmen hat täglich rund 60 Züge auf dem französischen Bahnschienennetz (RFN) im Einsatz und kümmert sich ebenfalls um Logistikarbeiten an den Industriestandorten ihrer Kunden. Weiter teilt VFLI nicht nur das Fachwissen, sondern auch Schienenfahrzeuge und Schwermaschinen mit Unternehmen, die in der Eisenbahninstandhaltung aktiv sind.

Umfassender Zugbetrieb und optimale Verkehrsflüsse sprechen für die starken organisatorischen Fähigkeiten von VFLI, wenn es darum geht, massgeschneiderte Lösungen zu liefern. Darüber hinaus bietet das Unternehmen lokale Transporteinrichtungen an, damit multimodale Nutzer leicht von der Strasse auf die Schienen wechseln können.
 
VFLI ist ständig bemüht, seine CO 2 -Bilanz zu verbessern und optimiert Transportpläne laufend, um diese so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten.
 
Im Jahr 2017 hat VFLI über 3,7 Milliarden Tonnenkilometer Waren transportiert und einen Umsatz von 154,5 Millionen Euro erzielt. Dies ist ein Anstieg von 5 % im Vergleich zum Vorjahr. VFLI verfolgt auch im Jahr 2018 eine nachhaltige Wachstumsstrategie: Nach der Integration von Ecorail Transport plant das Unternehmen nun die Anstellung und Ausbildung von 100 Zugführern und Betriebspersonen.
 
Über Alpha Trains
 
Alpha Trains ist die führende Leasinggesellschaft für Schienenfahrzeuge in Kontinentaleuropa. Rund 100 Mitarbeitende aus 11 Ländern arbeiten in den Büros in Luxemburg, Antwerpen, Köln, Madrid und Paris. Alpha Trains besitzt 435 Personenzüge und 370 Lokomotiven und bietet massgeschneiderte Leasinglösungen, ein umfassendes Fachwissen in der Instandhaltung und Fahrzeugreparatur sowie langjährige Erfahrung in der Finanzierung neuer Bauprojekte an. Die Flotten von Alpha Trains sind durch viele öffentliche und private Betreiber in 15 europäischen Ländern im Einsatz. Die Aktionäre von Alpha Trains sind Arcus Infrastructure Fund, AMP Capital und Public Sector Pension Investment Board (PSP Investment).

Quelle: Stadler AG / 07.06.2018

 
ie Badner Bahn rollt im Güterverkehr auf der Erfolgsschiene

2017 war für die Badner Bahn mit ihrer Güterverkehrssparte - die Wiener Lokalbahnen Cargo GmbH (WLB Cargo) - wieder ein starkes Geschäftsjahr. Wie WLB Cargo-Geschäftsführer Gerald Retscher in einem Interview mit der Österreichischen Verkehrszeitung (ÖVZ) bekanntgibt, hat das Unternehmen im Vorjahr im In- und Ausland fast 5.800 Güterzüge mit einem Ladevolumen von rund 4,4 Millionen Tonnen befördert. Die WLB Cargo transportiert vor allem fabriksneue Pkw, Eisen, Schrott und Getreide quer durch Europa bis in die Türkei. Angefahren werden u.a. die norddeutschen Hochseehäfen Hamburg, Bremen und Rostock, das Ruhrgebiet sowie die Häfen der nördlichen Adria.  

2017 hat die WLB Cargo, die 113 Mitarbeiter beschäftigt, einen Umsatz von knapp 60 Millionen Euro erwirtschaftet. Zur Zeit umfasst die Triebfahrzeug-Flotte des Transportunternehmens 30 Elektro- und vier Diesellokomotiven. Dazu kommen 200 angemietete Containertragwagen. Seit 2007 tritt die WLB Cargo als rechtlich eigenständiges Tochterunternehmen der Aktiengesellschaft der Wiener Lokalbahnen auf. (mm)

http://wlb-cargo.at

 
FH St. Pölten erarbeiten in Kooperation mit der NÖVOG

Studierende der FH St. Pölten erarbeiten in Kooperation mit der NÖVOG Konzepte zur Verbesserung des Servicekonzepts im Panoramawagen der Mariazellerbahn. „Mit der Fachhochschule St. Pölten und ihrem Department Bahntechnologie und Mobilität haben wir einen starken Partner in unmittelbarer Nähe. Eine Kooperation ermöglicht es uns Synergieeffekte optimal zu nutzen – die Studierenden können praktische Erfahrungen sammeln und wir profitieren umgekehrt von deren Erkenntnissen“, erklärt der für den öffentlichen Verkehr zuständige Mobilitäts-Landesrat Ludwig Schleritzko.

Auftakt der Kooperation war ein Gastvortrag an der FH St. Pölten, durch den die Studierenden eine erste inhaltliche Einführung zur Mariazellerbahn und zum Produkt Panoramawagen erhalten haben. In einem nächsten Schritt unternehmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Lehrveranstaltung ‚Kundenorientierung im Schienenpersonenverkehr‘ eine Customer Journey mit der Mariazellerbahn. Dabei soll der Panoramawagen aus der Sichtweise unterschiedlicher Zielgruppen unter Anleitung von Lehrveranstaltungsleiter Thomas Preslmayr analysiert und bewertet werden. Die Studierenden erarbeiten danach in drei Gruppen in Form eines Ideenwettbewerbs verschiedene Ansätze zur Verbesserung des Servicekonzepts. Das beste Konzept wird Ende Juni von einer Jury aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von NÖVOG und Fachhochschule prämiert.

Bei dem Ideenwettbewerb geht es darum konkrete Maßnahmen zur KundInnenbegeisterung vorzuschlagen. „Wir sind bestrebt unser Angebot für unsere Kundinnen und Kunden stetig zu verbessern und nach zu schärfen. Wir sind davon überzeugt, dass die Studentinnen und Studenten konkrete Hinweise zur Verbesserung des Produktes im Sinne unserer Kunden liefern werden“, sagt Markus Schreilechner, Leiter Unternehmensentwicklung der NÖVOG.

„Mit gezielten Firmenkooperationen vermitteln wir den Studierenden in unseren Studiengängen nicht nur Wissen, sondern vor allem auch praktisches Können“, betont Otfried Knoll, Leiter des Departments Bahntechnologie und Mobilität an der FH St. Pölten. „Dazu geben wir ihnen ein Netzwerk an Kontakten mit auf den beruflichen Weg, womit sie schon während des Studiums interessante potenzielle Arbeitgeber kennen lernen.“

Im Department Bahntechnologie und Mobilität an der FH St. Pölten wird mit Bachelor- und Masterstudiengängen, darunter auch ein internationaler Weiterbildungslehrgang, ein umfassendes praxisorientiertes Studienangebot im Bereich des Eisenbahnwesens angeboten. Es ist im deutschsprachigen Raum in dieser Form einzigartig.

 
MRCE bestellt 25 Lokomotiven bei Siemens
• Siemens liefert 20 Vectron MS und fünf Vectron DC
• Auslieferung ab Ende 2018
• Vectron-Flotte von MRCE wächst auf 136 Lokomotiven
Das Leasing- und Serviceunternehmen für Lokomotiven, Mitsui Rail Capital Europe (MRCE), hat 25 weitere Lokomotiven vom Typ Vectron bei Siemens bestellt. Zehn Fahrzeuge sind in der Mehrsystemausführung für den Betrieb von den Niederlanden bis Südosteuropa vorgesehen. Sie werden Ende 2018 geliefert. Zehn weitere Vectron MS sollen auf dem Rhein-Alpen-Korridor zum Einsatz kommen und im zweiten Halbjahr 2019 geliefert werden. Fünf Lokomotiven sind darüber hinaus als Gleichstromlok (Vectron DC) ausgeführt, diese sollen innerhalb Italiens verkehren. Ihre Auslieferung ist ab März 2019 geplant.

„Das langjährige Vertrauen von MRCE steht für die Qualität und Zuverlässigkeit unserer Lokomotiven. Die Vectron-Flotte von MRCE wächst mit dieser neuen Bestellung auf insgesamt 136 Loks. Mit der Flexibilität der Vectron-Plattform profitieren unsere Kunden von maßgeschneiderten Lösungen für einen grenzüberschreitenden Verkehr“, sagt Sabrina Soussan, CEO der Division Mobility.

„Wir freuen uns sehr, diese 25 zusätzlichen Lokomotiven bei Siemens zu bestellen. Mit diesem Auftrag vergrößern wir unsere Flotte für den Nord-Süd-Korridor und die osteuropäischen Märkte. Diese erweiterte Marktabdeckung erlaubt es uns, den besten und flexibelsten Service für unsere Kunden anzubieten“, sagt Junichi Kondo, CEO von MRCE.

Die bestellten Mehrsystemlokomotiven verfügen über eine maximale Leistung von 6.400 kW und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Die Vectron DC leisten 5.200 kW. Sie sind mit den nationalen Zugsicherungssystemen ausgestattet, die Vectron MS-Lokomotiven erhalten zusätzlich das europäische Zugsicherungssystem ETCS.

Siemens hat inzwischen mehr als 700 Vectron-Lokomotiven an 37 Kunden in 15 Ländern verkauft. Die Flotte hat bisher eine Gesamtfahrleistung von mehr als 110 Millionen Kilometern absolviert. Die Lokomotiven sind derzeit in Bulgarien, Deutschland, Finnland, Italien, Kroatien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Schweden, der Schweiz, der Tschechischen Republik, der Türkei und Ungarn zugelassen.

Quelle: Siemens/ 08.05.2018

 
Modelleisenbahn Holding muss 52 Mitarbeiter kündigen
19. April 2018,
Weiterer Stellenabbau in Österreich "nicht notwendig"

Gloggnitz/Bergheim – Die Kündigung von 52 Mitarbeitern am Produktionsstandort Gloggnitz in Niederösterreich ist für die Modelleisenbahn Holding unumgänglich. Es gehe darum, wieder Erträge erwirtschaften zu können, betonte Geschäftsführer Hannes Grießner am Donnerstag nach einer Betriebsversammlung in Bergheim bei Salzburg. In vorangegangenen Verhandlungen habe die Geschäftsführung Wünsche des Betriebsrats akzeptiert, eine Gesamtübereinkunft sei aber nicht erreicht worden. Nun werde man der Schlichtungsstelle, deren Anrufung die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) am Montag angekündigt hatte, den eigenen Standpunkt darlegen. Mit dem Abbau der Arbeitsplätze in Gloggnitz und der Verlagerung des Spritzgusses in die Slowakei im Herbst werde der deutliche Verlust der gesamten Gruppe im operativen Bereich stark reduziert, parallel werde der neue Standort in Vietnam ausgebaut, teilte die Geschäftsführung mit. So soll es möglich sein, 2021 ein ausgeglichenes Ergebnis zu erwirtschaften - derstandard.at/2000078249720/Modelleisenbahn-Holding-muss-52-Mitarbeiter-kuendigen

50 Mitarbeiter bleiben

Der "bedauerliche Schritt" in Gloggnitz sei dafür eine notwendige Voraussetzung, betonte die Holding. Der Standort bleibe auch mit den verbleibenden 50 Arbeitsplätzen das technische Kompetenzzentrum der Gruppe. Weitere Kündigungen in Österreich seien "nicht notwendig". Grießner erinnerte daran, dass das Unternehmen sich schon bei der Bekanntgabe des Personalabbaus bereit erklärt habe, soziale Härtemaßnahmen abzufedern. Bei den Verhandlungen habe man einer von der Arbeitnehmervertretung geforderten Summe zugestimmt, der Betriebsrat, der laufend über die schwierige Situation informiert gewesen sei, habe jedoch seine Forderung widerrufen. "Wir werden unseren Standpunkt jetzt vor der Schlichtungsstelle darlegen und sind überzeugt, dass es zu einer tragbaren Lösung für alle kommen wird", betonte der Geschäftsführer. Die Modelleisenbahn Gruppe ist mit den Marken Fleischmann und Roco nach eigenen Angaben der europäische Marktführer im Segment Gleichstrom und die Nummer zwei für Modelleisenbahnen in Europa. Aktuell beschäftigt sie in fünf Ländern 900 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von 49 Millionen Euro. (APA, 19.4.2018) -


Quelle: https://derstandard.at/2000078249720/Modelleisenbahn-Holding-muss-52-Mitarbeiter-kuendigen
 
 
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